Einfach lachhaft. Das Gegenteil dürfte stimmen. Die ewig Gestrigen und Technologiefeinde haben den rechtzeitigen Technologiewechsel verschlafen und teils auch politisch behindert. Jetzt muss erst wieder ein technologischer Rückstand aufgeholt werden und preiswerter produziert werden, was gegenüber China aber vermutlich aussichtslos ist. Aber das Auto ist ja nicht der erste Industriezweig, der ins billiger produzierende Ausland wandert. Dasselbe gab es schon viel viel früher mit der Textilindustrie, der Stahlproduktion, den Solarzellen und vielen anderen Industriezweigen. Irgendwann ist eben die Konkurrenz besser und kann preiswerter die gleiche Ware produzieren. Das ist der Lauf der Marktwirtschaft und kein Resultat der Politik. Da bleibt letztlich eben nur neue Hochtechnologie zu entwickeln, die weniger Konkurrenz hat, oder auf das Luxussegment zu setzen. Und nicht anders wird es beim Auto laufen - die Massenproduktion wird aus China kommen, die verbleibenden Autohersteller in Europa werden Luxusmarken sein, bei denen der Preis Nebensache ist.
Eine Mischung auf Wahrheiten, Halbwahrheiten und Unwahrheiten, basierend auf Fehlschlüssen.
Einfach lachhaft. Das Gegenteil dürfte stimmen.
Große Worte. Mal schauen, was dahinter steckt.
Die ewig Gestrigen und Technologiefeinde haben den rechtzeitigen Technologiewechsel verschlafen und teils auch politisch behindert.
Da ist schon was dran, aber wer sind diese deiner Meinung nach? Die Deutsche Automobilindustrie wirst du ja wohl nicht als "ewig Gestrige" oder "Technologiefeinde" bezeichnen können, denn die Deutsche Ingenieurskunst hat nicht umsonst ihren Weltruf.
Jetzt muss erst wieder ein technologischer Rückstand aufgeholt werden und preiswerter produziert werden, was gegenüber China aber vermutlich aussichtslos ist.
Um am globalen Markt zu bestehen, ja.
Die chinesische Sparte ist da stark im Vorteil, aus mehreren Gründen.
1. Die chinesische Automobilindustrie ist massiv staatlich gefördert worden. Im Gegensatz dazu war und ist sie in Deutschland und Österreich das wirtschaftliche Feindbild Nr. 1 der 'politisch korrekten Ökopolitik' und wird mit Neid, Missgunst, Vorgaben und Schikanen konfrontiert.
2. China verfügt erstens über deutlich mehr Manpower
3. in China muss die Automobilindustrie keinen vergleichbaren Betrieb wie in Europa aufrecht erhalten, kann sich viel mehr auf Entwicklung fokussieren
4. China verfügt über die meisten Rohstoffe, die für die E-Mobility benötigt werden, Österreich und Deutschland nicht
5. In China gibt es weder moralische noch signifikante rechtliche Einwände, sich Technologie der Konkurrenz einfach anzueignen und für sich zu nutzen
Aber das Auto ist ja nicht der erste Industriezweig, der ins billiger produzierende Ausland wandert. Dasselbe gab es schon viel viel früher mit der Textilindustrie, der Stahlproduktion, den Solarzellen und vielen anderen Industriezweigen. Irgendwann ist eben die Konkurrenz besser und kann preiswerter die gleiche Ware produzieren. Das ist der Lauf der Marktwirtschaft und kein Resultat der Politik.
Richtig.
Da bleibt letztlich eben nur neue Hochtechnologie zu entwickeln, die weniger Konkurrenz hat, oder auf das Luxussegment zu setzen. Und nicht anders wird es beim Auto laufen - die Massenproduktion wird aus China kommen, die verbleibenden Autohersteller in Europa werden Luxusmarken sein, bei denen der Preis Nebensache ist.
Mag sein, aber wenn es so ist, werden sie deutlich weniger Umsatz machen und deutlich weniger Arbeitnehmer beschäftigen.
Aber all das geht an meiner Aussage vorbei, und das explizit benannte "Verbrenner-Aus 2035" hast du überhaupt nicht behandelt.
Und es ist so, dass jenes Verbrenner aus politischer Aktionismus ist. "Wir" (die EU) soll Vorreiter sein, weder die Bevölkerung noch die
Industrie will gezielt darauf hinarbeiten, also stellt die Politik die Rute ins Fenster und zwingt die Gesellschaft (Industrie und Kunden) zu ihrem "Glück". Angesichts des Zwanges bleibt der hiesigen Industrie also nichts anders übrig, als diese Hürden zu meistern, indem sie bis dahin die technologischen Hürden meistert.
Aber, was ist passiert? Alleine schon mit der Ankündigung kam erst einmal Verunsicherung auf. 2035 ist nicht weit weg, und ein Modell, dass 2035 serienreif sein soll, muss schon 2025 intensiv begonnen werden zu entwickeln. So wie sich das manche Laien vorstellen "jetzt habt ihr erst mal Zeit, euch darauf einzurichten, in 2 Jahren oder so beginnt Ihr neue Werke zu planen, in 5 Jahren die Technologie zu entwickeln, und 2032 oder so fangt ihr dann an mit Prototypen, 2034 mit der Serienproduktion und 2035 ist das Modell dann am Markt". Nein, so funktioniert es nicht.
Mit der Aussicht auf das Verbrenner-Aus wurde der ganze Wert der bisherigen Entwicklungen beim Verbrenner, und da ist Deutschland weltführend und hat auch das meiste investiert, die Zukunft geraubt. Jede weitere Entwicklung wurde unrentabel, und der Wert aller Verbrenner sank schlagartig. Auch jeder Neukauf bekam eine zusätzliche Hürde für den Kunden. "Soll ich mir wirklich noch einen Verbrenner kaufen oder lieber warten, was sich so entwickelt?".
Die Erlöse in der Automobilindustrie sind also durch die politische Entscheidung eingebrochen und gleichzeitig wurde von ihr verlangt, mehr in Forschung zu investieren, um die automobile Wende zu meistern. Die Folge waren natürlich Einstellung von Produktionslinien und Abbau von Personal, der in weiterer Folge zum selben Problem bei den Zulieferbetrieben geführt hat, was sich letztendlich in den Arbeitslosenzahlen manifestiert hat. Daher auch meine Aussage:
Ähnlich das übereifrig, theatralisch und von Aktivisten laut bejubelte Verbrenner-Aus mit 2035.
Auch das ist signifikant daran beteiligt, dass die Arbeitslosenzahlen in Österreich derart hoch sind.
Ähnlich war es mit den überzogenen Abgasnormen. Das Ziel war es, mit der politischen Rute im Fenster die Industrie zu zwingen. Dass diese weiterhin konkurrenzfähig bleiben muss, hat die Aktivisten nicht gekümmert. Die Folge hat sich im Dieselskandal manifestiert, und VW war hier nicht der Einzige, der unter diesem Druck zu unlauteren Mitteln greifen musste.
Aber haben die Aktivisten darauf gelernt?
Nein, die Schuld liegt natürlich beim ausgewählten Feindbild, der Automobilindustrie, und es ist nur Fug und Recht, sie weiter in gleicher Manier zu zwingen um die eigene politische Ideologie voran zu treiben.
Vernünftiger wäre es gewesen, zunächst abzuklären, was technisch möglich und wirtschaftlich umsetzbar ist und darauf die politischen Vorgaben auszurichten. Aber hier wurde versucht, durch politische Zielsetzungen die Technik dazu zu zwingen, etwas möglich zu machen, was aktuell noch nicht möglich ist und man nicht weiß, ob es schaffbar ist. Und das ging jetzt schon mehrmals in die Hose.