Na dann brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Du meinst also, die Vertreter von 195 Ländern haben sich auf Theorien verlassen und deshalb haben sie das Klimaabkommen unerzeichnet
Weiß jetzt nicht genau, was du hier meinst.
Ich schrieb zuvor, dass es vielerlei Gründe gibt, so einen Vertreter seines Landen zur Unterschrift zu bringen bzw dazu bringen können.
Ein Beweis dafür, dass er die nötigen Maßnahmen umsetzen wollen würde, um tatsächlich das eigentliche Ziel (nämlich nicht, irgendwelche willkürlich festgelegte Emissionsziele, sondern eine maßgebliche Eindämmung der globalen Erwärmung!) zu erreichen, ist die Unterschrift ganz und gar nicht.
Auch Gruppenzwang: Welcher jener 195 könnte sich leisten, seine Unterschrift zu verweigern, nachdem die anderen 194 ihre geleistet haben?
Wie wir sehen, die USA glauben nun, sie könnten.
Die Klimadaten der letzten 150 Jahre sind keine Theorien, sondern eindeutig in Graphiken sichtbar und die Klimaschädlichen Gase sind ebenfalls identifiziert, ebeno die Verursacher dieser Gase. Die ersten Anzeichen für die Folgen des Klimawandels sind sichtbar. Theorien sehen anders aus.
Du verwechselst hier Daten mit auf ihnen aufbauenden Theorien.
Aber in den Augen derer, die den Klimawandel anzweifeln, sind diese Anzeichen nur Wetterereignisse ohne Bedeutung. Bei ihnen verkommen dann natürlich diese Fakten zu Theorien von irgendwelchen Ideologen.
Genau meine Rede. Aber diesen Fehler begehen eben nicht nur jene, die den Klimawandel anzweifeln.
Beide handeln mMn aus persönlichen Vorlieben unwissenschaftlich.
Den einen ist es zuwider, dass sie ihren Lebensstil ändern sollten, also entwickeln sie Theorien, die einen einen Freibrief bescheinigen, so weiter zu machen.
Den anderen ist es zuwider, dass sie der absehbaren Erderwärmung weitgehend hilflos ausgeliefert sind, also entwickeln sie Theorien, nach denen sie dennoch die Macht hätten, sie aufzuhalten.
Und DASS wir der Erderwärmung weitgehend hilflos ausgeliefert sind, erschließt sich nicht aus der Klimatologie, sondern vielmehr aus der Spieletheorie.
Sie haben keinen Grund zu jubeln. Vorerst jubelt der rechte Rand, weil die Klimaschutzmaßnahmen der letzten Jahre wieder rückgängig gemacht werden.
So wie viele über die strengen Abgasnormen der EU gejubelt haben und nun jammern, dass die europäische Automobilbranche stark darunter leidet und es viele Arbeitslose gibt - und es dazwischen den Dieselskandal gibt.
Der Klimaaktivist sieht natürlich nur bei den anderen die Schuld. Die bösen Automobilisten waren kriminell und haben auf Profitgier betrügerische Eingriffe in Motorsteuerungen eingebaut. Ja, haben sie. Aber es waren die übereifrigen Vorgaben, die sie wirtschaftlich dazu genötigt haben, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ähnlich das übereifrig, theatralisch und von Aktivisten laut bejubelte Verbrenner-Aus mit 2035.
Auch das ist signifikant daran beteiligt, dass die Arbeitslosenzahlen in Österreich derart hoch sind.
Also, beide sollten ihren ideologischen Jubel überdenken - die Rechtspopulisten am besten gleich ihre gesamt Ideologie, die Klimaaktivisten zumindest die ihnen innewohnende Rücksichtslosigkeit und Oberflächlichkeit.
Der rechte Rand lebt von Krisen und eine massive Klimakrise spielt ihnen in die Hände.
Ich weiß jetzt nicht, wie ihnen die Klimakrise selbst in die Hände spiel, aber der rücksichtslose Klimaaktivismus tut es tatsächlich.
Gewessler, Klimakleber und dergleichen haben die Menschen eher abgeschreckt als begeistert oder mitgerissen.
Wer wird sich dann noch um Demokratie und solchen Quatsch kümmern, wenn alles den Bach runtergeht? Man wird sich wieder nur auf das eigene Land konzentrieren, den starken Mann an die Spitze stellen, der alles regelt und andere Länder überfallen, weil das eigene Land unbewohnbar wurde, weil die Infrastruktur zerstört ist. Alles schon gehabt.
Ja, das sind Probleme, denen man entweder fassungslos gegenüber stehen kann, ideologisch behandeln oder wissenschaftlich.
Ich beschäftige mich da gerne wissenschaftlich damit (wenn auch nicht professionell), und auch hier ist es in erster Linie die Spieletheorie in Kombination mit Verhaltensforschung die erklärt, warum "es" so ist, wie es ist.
Ist ein interessanter Wissenschaftszweig, und man sollte sich vom Terminus "Spiel" nicht dazu verleiten lassen, darin irgendein Spielzeug zwecks Spaß zu sehen.