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Energie, Gas, Öl

Sehr gut, dass du das jetzt auch klarstellst, denn zuvor schriebst du nur von 'Fakten':
Ich habe gerade geschrieben, warum ich einen deiner Beiträge als Witz interpretiert habe und jetzt lieferst du den Nächsten.
Spielt es eine Rolle, ob es 8.000 Stunden sind oder 7.000 oder 9.000, wenn es um Projekt geht, das noch nirgendwo realisiert wurde?
Schätzungen sind noch lange keine Hypothesen. Sie sind Fakten innerhalb eine Toleranzgrenze. Die Statistik lebt von Schätzungen und sie ist eine mathematische Disziplin und keine Theologische.
Und dass beispielsweise jene Zahl kein Faktum sein könne, wollte ich darlegen und es scheint nun, mit Erfolg. :)
Dann genieße deinen Erfolg, aber mich amüsiert er nicht.
 
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Ich habe gerade geschrieben, warum ich einen deiner Beiträge als Witz interpretiert habe und jetzt lieferst du den Nächsten.
Spielt es eine Rolle, ob es 8.000 Stunden sind oder 7.000 oder 9.000, wenn es um Projekt geht, das noch nirgendwo realisiert wurde?
Nein. Es spielt eine Rolle, dass du die Ergebnisse von Schätzungen als Fakten kolportiert hast.
Es ist ein Beispiel für einen jener Fehler, den Aktivisten in ihrer Argumentation begehen und ihre
Glaubenssätze oder gar darauf basierende Irrtümer als Fakten bezeichnen lassen.
Schätzungen sind noch lange keine Hypothesen. Sie sind Fakten innerhalb eine Toleranzgrenze. Die Statistik lebt von Schätzungen und sie ist eine mathematische Disziplin und keine Theologische.
Eine mathematische Disziplin ist die Methodik der Statistik. Oder anders formuliert: sie gibt vor, wie Statistik funktioniert.
Wo sie angewendet werden kann und wie ihre Ergebnisse gedeutet werden können, ist hingegen eine völlig andere Frage.
Beispiel: 1 x + 1 x = 2 x
Das ist einfache Algebra.
Anwenden können wir diese beispielsweise zum Zählen von Autos. 1 Auto + 1 Auto = 2 Autos
Das funktioniert aber nur, solange gilt, dass "Auto", "Auto" und "Auto" dasselbe, also völlig ununterscheidbar sind.
Diese einfache Algebra funktioniert dann nicht mehr, wenn man unterscheidbare Autos addieren will.
1 Ferrari + 1 Volkswagen = ....?
Wenn man nun neunmalklug sagen will "sind trotzdem 2 Autos!", dann mag das wohl richtig sein, aber das sind sie erst, nachdem
man Ferrari und Volkswagen zunächst auf "Auto" reduziert hat und erst dann wiederum 1 Auto + 1 Auto = 2 Autos durchführt.

Also: Schätzungen sind inhaltlich mitnichten Fakten im Sinne von Tatsachen. Ist auch leicht einzusehen, wenn man darüber nachdenkt, was Schätzungen sind. Es sind BEWERTUNGEN und keine MESSUNGEN. BeWERTungen kommt von WERT und werden zwingend von WERTENDEN SUBJEKTEN vollzogen, was zeigt, dass es sich nicht um OBJEKTIVE FAKTEN handeln kann.
Dann genieße deinen Erfolg, aber mich amüsiert er nicht.
Natürlich ist eine gelungene Aufklärung etwas Erfreuliches, aber weder mein Genuss, noch dein Amusement waren mein primäres Ziel.
 
Eine mathematische Disziplin ist die Methodik der Statistik. Oder anders formuliert: sie gibt vor, wie Statistik funktioniert.
Statistik basiert auf Mathematik, somit ist sie eine mathematische Disziplin und keine Philosophische oder Sonstige.
Die Wahrscheinlichkeitstheorie ist beispielsweise ein Teilgebiet der Mathematik und ein wichtiger Bestandteil der Statistik. Schätzungen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern sie sind Näherungswerte abhängig von vorhandenen Informationen und solange es noch keinen einzigen, produktiv eingesetzten SMR-Reaktor gibt, so lange kann man seine Rentabilität bestenfalls schätzen.
Aktivisten sind im Übrigen schon lange nicht mehr auf Glaubenssätze angewiesen. Sie wissen die Klimaforscher hinter sich, deren Erkenntnisse wissenschaftlich gesichert sind. Glaubenssätze brauchen vielmehr diejenigen, die von Aktivismus sprechen, sobald jemand auf die Notwendigkeit der Klimaschutzmaßnahmen hinweist, denn letzteren bleibt nichts anderen übrig, als zu glauben, dass es doch nicht so schlimm kommen wird, wie die Klimaforscher vorhersagen.;)
Trump betreibt beispielsweise Aktivismus, indem er das Pariser Abkommen verlässt, weil er zurecht glaubt, dass er die Folgen des Klimawandels nicht zu befürchten hat. 195 Länder haben das Klimaabkommen unterschrieben, so viele Aktivisten kann es gar nicht geben, wie du wiederum glaubst.
 
Statistik basiert auf Mathematik, somit ist sie eine mathematische Disziplin und keine Philosophische oder Sonstige.
Die Wahrscheinlichkeitstheorie ist beispielsweise ein Teilgebiet der Mathematik und ein wichtiger Bestandteil der Statistik. Schätzungen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern sie sind Näherungswerte abhängig von vorhandenen Informationen und solange es noch keinen einzigen, produktiv eingesetzten SMR-Reaktor gibt, so lange kann man seine Rentabilität bestenfalls schätzen.
Ich hatte gehofft, ich hätte dir den Unterschied zwischen der mathematischen Disziplin Statistik und den Voraussetzungen für ihre Anwendung darlegen können. "Schätzungen sind nicht aus der Luft gegriffen" ist als pauschale Aussage gegenstandslos, denn die Qualitäten von Schätzungen reichen so weit wie Qualitäten von Postings in diesem Forum.
Auch scheinst du Schätzung und Näherung synonym zu verwenden, was aber nicht korrekt ist.
Kurzer Auszug der KI-Antwort:
Der Hauptunterschied zwischen Schätzung und Näherung liegt in der Methode und der Grundlage der Werteermittlung, auch wenn beide zum Ziel haben, einen unbekannten oder komplexen Wert nutzbar zu machen.
  • Schätzung: Basiert auf verfügbaren, oft unvollständigen Informationen, Erfahrungen oder Annahmen, um eine fundierte Vermutung anzustellen.
  • Näherung (Approximation): Ist ein mathematisches Verfahren, um einen Wert zu finden, der sehr nahe am exakten Wert liegt, wobei die Fehlertoleranz bekannt oder akzeptabel ist.
Ich stoße mich nicht an den 8000 Stunden, die Quaschning beschreibt - und er beschreibt diese Zahl auch etwas anders als du sie hier dargelegt hat. Woran ich mich stoße ist deine Behauptung, die Inhalte seiner Aussagen seien Fakten, und am Beispiel jener Zahl habe ich gezeigt, dass dem NICHT so ist. Um meinen Punkt, dass Ideologen Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse für sich beanspruchen (um ihrer Ideologie das prädikat "unbestreitbar", "richtig", "objektiv" oder "korrekt" zu geben), die aber keine solchen sind.
Aktivisten sind im Übrigen schon lange nicht mehr auf Glaubenssätze angewiesen. Sie wissen die Klimaforscher hinter sich, deren Erkenntnisse wissenschaftlich gesichert sind.
Hier wieder derselbe Fehler. Ja, es gibt Klimaforscher und es gibt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse.
Aber die Aktivisten, die ich meine, überbeanspruchen diese und halten ihre unwissenschaftlichen Schlussfolgerungen für ebenso wissenschaftlich.
Glaubenssätze brauchen vielmehr diejenigen, die von Aktivismus sprechen, sobald jemand auf die Notwendigkeit der Klimaschutzmaßnahmen hinweist, denn letzteren bleibt nichts anderen übrig, als zu glauben, dass es doch nicht so schlimm kommen wird, wie die Klimaforscher vorhersagen.;)
Ich glaube nicht, dass nicht anderes übrig bleibt als die Realität zu verweigern. Man kann sie beispielsweise auch akzeptieren.
Die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen wie beispielsweise globaler Einstellung (oder drastischer Verringerung) von Treibhausgasemissionen zur Verringerung der Erderwärmung ist eine gesicherte Erkenntnis aus der Klimaforschung.
Aber diese wissenschaftlichen Erkenntnisse beinhaltet folgendes NICHT:
1. dass wir die Treibhausgasemissionen verringern müssen (denn das müssten wir nur, UM.....)
analog: um im Lotto zu gewinnen, muss man spielen. Daraus folgt aber nicht, dass man Lotto spielen müsse. Abermillionen Menschen, die nicht Lotto spielen, beweisen diese Tatsache
2. dass die Verringerung der CO2-Emission einer einzelnen Person in der Realität den gleichartigen, lediglich in weit geringerem Ausmaß liegenden Effekt hätte
3. dass eine einzelne Maßnahme wie mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto einkaufen zu fahren in der Realität seine gesamte CO2-Emission (inklusive der mittelbaren, denn für das Klima ist es egal, ob jemand unmittelbar oder mittelbar emittiert!) verringern würde

Die Aktivisten gehen aber davon aus, dass jene drei Behauptungen Teil bzw zwingende Folge der oben stehenden wissenschaftlichen Erkenntnis sei und bezeichnen unten stehende Aussagen dadurch falsch als wissenschaftliche Erkenntnisse, die "hinter ihnen stünden".
Trump betreibt beispielsweise Aktivismus, indem er das Pariser Abkommen verlässt, weil er zurecht glaubt, dass er die Folgen des Klimawandels nicht zu befürchten hat.
Hat ER ja auch nicht, ER ist fein raus.
195 Länder haben das Klimaabkommen unterschrieben, so viele Aktivisten kann es gar nicht geben, wie du wiederum glaubst.
Es sind ähnlich viele Länder der UN-Charta beigetreten, und schau dir die Welt an.
Du präsentierst hier stolz die Unterschriften bei diversen Klimaabkommen, aber gerade die Aktivisten jammern jährlich (zumeist
nach der jährlichen UN-Weltklimakonferenz), wie wenig dabei herauskommt. Viel Gerede, wenig bis keine Aktion.
Eine Unterschrift bei den Klimaabkommen ist nicht viel mehr als ein Papiertiger, eine vage Absichtserklärung im Sinne von "ja eh,
eigentlich sollten wir.....".
Es treten ja auch am Markt verschiedene Unternehmen irgendwelcher "shiny" Vereinigungen bei. Unterschreiben Qualitätsstandards,
fair-trade-Abkommen, etc. Sehr medienwirksam und sehr beteuernd, wie wichtig "die Sache" sei. Aber in der Praxis ändern Unternehmen
nicht grundlegend ihre Lebensweise. Das Ziel eines Unternehmens ist es nach wie vor Gewinn zu erwirtschaften. Zumindest so viel,
um weiterhin überleben zu können, aber je mehr, desto besser.
Ähnlich ist es mit dem Klimaabkommen. Bei der Frage, ob Unterschrift oder nicht, kommt der Druck der internationalen Gemeinschaft
und/oder auch aus den eigenen Reihen.

Fazit:
Die Idee der Aktivisten scheitert an einigen Punkten prinzipiell.
1. die Auswirkungen massiver Eingriffe jetzt UND langfristige Beibehaltung würden erst in Jahrzehnten signifikante Effekte hervorrufen, aber Menschen denken und handeln nun einmal nicht so langfristig
2. die massiven Eingriffe müssten praktisch von der gesamten Menschheit akzeptiert und getragen werden, sonst funktioniert es nicht. Also jeder, der das macht, was alle machen müssten trägt das Risiko, dass er seine Kosten (die durchaus massiv sind und auch seine eigenen Nachkommen beträfe) trägt, er aber nichts dafür erhält. So ein "Spiel" scheitert schon bei einer geringen Anzahl von Spielern, die Aktivisten meinen aber, selbst bei einer Vielzahl würde es klappen, wenn sie nur genug appellierten....
3. wir leben hier im Luxus und könnten es uns leicht leisten, etwas von unserem Luxus zu opfern, um "die Welt zu retten". Aber, gegen unsere Minderheit stehen Milliarden von Menschen, die nicht gewillt sind, den eigenen (im Vergleich zu unserem sehr geringen) Lebensstandard und jenen ihrer Kinder drastisch zu reduzieren. Sie wollen vielmehr ihren an unseren angleichen. Und wir wollen nicht auf so viel verzichten, dass wir uns ihrem angleichen würden

Jetzt ist das ziemlich unbefriedigend. Viel schöner ist die Geschichte, dass wir als Vorreiter der Welt vorgeben und zeigen könnten, wie wir alle gemeinsam die Welt retten. Also werden zu Märchen ausgeschmückte wissenschaftliche Erkenntnisse geglaubt und verbreitet und nicht weiter hinterfragt. Und kommt eine Schlange und bietet eine Frucht vom Baum der Erkenntnis an, wird diese ganz empört verdammt.
Auch eine bekannte Geschichte.
 
Addendum: Trotz aller Wissenschaft und Aufklärung glauben 2/3 der Weltbevölkerung an einen oder mehrere Götter oder sonstigen höheren Macht. Schöne Geschichten werden eben gerne geglaubt. Auch wenn die Wissenschaft viele Details der jeweiligen Geschichten schon längst widerlegt hat.

Noch etwas zur Statistik, konkret zur "Wahrscheinlichkeit":
Manche stellen die Frage, wie "wahrscheinlich" es sei, dass Gott die Welt erschaffen hätte oder überhaupt dass Gott existiert.
Tiefstgläubige mögen dann sagen "100%", manche Gläubige vielleicht 80% oder 60%, Zweifler weniger und streng Ungläubige landen
bei 0%.
Hierbei sind 2 Dinge zu korrigieren.
1. die Zahlenangaben sind völliger Humbug. Die basieren auf keinerlei Fakten oder Daten, aus denen sich jener Wert errechnen oder auch nur schätzen ließe und es gibt auch keine Skala, in der jene Zahlen irgendeinen Sinn ergäben
2. der Begriff der Wahrscheinlichkeit schon ist hier völlig deplatziert bzw wird missbräuchlich verwendet

Um dem Begriff der Wahrscheinlichkeit einen Sinn zu geben, braucht es mehrere Voraussetzungen, unter anderem die Gültigkeit des Gesetzes der großen Zahlen.
Beispiel: wir alle kennen klassische 6-seitige Würfel. Gefragt: "Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, mit 1 Wurf eine 3 zu erzielen?" wird der durchschnittliche Laie "1/6" antworten. Dies wird in der Regel auch als richtige Antwort betrachtet, gilt aber nur unter zusätzlichen Voraussetzungen, die in der Fragestellung aber nicht erwähnt werden (jedoch in der Regel vom Fragenden und Befragte ohne Prüfung als gegeben erachtet).
Nämlich, dass bei einer sehr großen Anzahl von Würfen mit diesem Würfel die 3 bei (ziemlich genau) 1/6 aller Würfe fällt. Im konkreten Fall des Würfels heißt das, man geht von einem Würfel aus, der weder gezinkt noch sonstwie unbalanciert ist und auch sonst keinerlei Grund vorliegt, dass nach einer großen Anzahl von Würfen bei einer anderen Anzahl als (ziemlich genau) 1/6 aller Würfe die 3 gefallen ist.

Im Falle der Gottfrage liegt aber ein ganz anderes Szenrario vor. Hier will man etwas darüber wissen, ob unsere EINE Welt von EINEM Gott erschaffen worden ist oder nicht. Also eine ganz und gar nicht statistische Frage.
Statistisch wäre die Version der Frage: "Welcher Anteil aus einer großen Anzahl von Welten sind von einem Gott erschaffen?".
Diese Frage meint aber der Fragesteller nicht und auch der Beantworter denkt ganz und gar nicht in Richtung dieser Frage.
 
Ich hatte gehofft, ich hätte dir den Unterschied zwischen der mathematischen Disziplin Statistik und den Voraussetzungen für ihre Anwendung darlegen können. "Schätzungen sind nicht aus der Luft gegriffen" ist als pauschale Aussage gegenstandslos, denn die Qualitäten von Schätzungen reichen so weit wie Qualitäten von Postings in diesem Forum.
Auch scheinst du Schätzung und Näherung synonym zu verwenden, was aber nicht korrekt ist.
Kurzer Auszug der KI-Antwort:
Der Hauptunterschied zwischen Schätzung und Näherung liegt in der Methode und der Grundlage der Werteermittlung, auch wenn beide zum Ziel haben, einen unbekannten oder komplexen Wert nutzbar zu machen.
  • Schätzung: Basiert auf verfügbaren, oft unvollständigen Informationen, Erfahrungen oder Annahmen, um eine fundierte Vermutung anzustellen.
  • Näherung (Approximation): Ist ein mathematisches Verfahren, um einen Wert zu finden, der sehr nahe am exakten Wert liegt, wobei die Fehlertoleranz bekannt oder akzeptabel ist.
Ich hatte zwei Semester Statistik und meine Klausuren habe ich bestanden, indem ich rein mathematische Methoden einsetzte.
Die ganze Wirtschaft funktioniert mithilfe von Schätzungen, denn die Wirtschaftlichkeitskalkulation ist auch nichts anderes als eine Schätzung und darauf basierend wird über das Für und Wider einer Investition entschieden.
Dir widerstrebt es, verlinkte Artikel zu lesen oder dir anzuhören und mir widerstrebt es, KI-Antworten zu kommentieren.
Quaschning hat übrigens etliches mehr an Fakten aufgezählt, aber du hast dich an den 8.000 Stunden festgebissen, die natürlich nicht mehr als eine Schätzung hat sein können, weil es noch keine SMR-Reaktoren im Produktivbetrieb gibt. Es war also kein Beispiel, sondern ein gezieltes Manöver von dir. Er hat selbst gesagt, dass er mehrfach zu Interviews eingeladen wurde und das wäre nicht der Fall, wenn er keine Fakten liefern würde.
Hier wieder derselbe Fehler. Ja, es gibt Klimaforscher und es gibt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse.
Aber die Aktivisten, die ich meine, überbeanspruchen diese und halten ihre unwissenschaftlichen Schlussfolgerungen für ebenso wissenschaftlich.
Das gilt vielleicht für die Aktivisten in deiner Vorstellung oder solche, die du dafür hältst - mich eingeschlossen.Aber diese wissenschaftlichen Erkenntnisse beinhaltet folgendes NICHT:
1. dass wir die Treibhausgasemissionen verringern müssen (denn das müssten wir nur, UM.....)
analog: um im Lotto zu gewinnen, muss man spielen. Daraus folgt aber nicht, dass man Lotto spielen müsse. Abermillionen Menschen, die nicht Lotto spielen, beweisen diese Tatsache
Je weniger Menschen Lotto spielen, desto unattraktiver wird das Lottospielen, denn die Gewinne werden mit den Einnahmen finanziert und je weniger Einnahmen es gibt, umso kleiner fallen die Gewinnsummen aus. Ich weiß nicht, was du damit meinst.
Die Klimaforscher haben die Ursachen des Klimawandels identifiziert und die Methoden festgelegt, mit denen der Klimawandel verlangsamt wird. Ab dann übernimmt die Vernunft des Einzelnen die Regie.
2. dass die Verringerung der CO2-Emission einer einzelnen Person in der Realität den gleichartigen, lediglich in weit geringerem Ausmaß liegenden Effekt hätte
Gestern kam der Bericht über die Erreichung der Klimaziele im letzten Jahr in Deutschland. Sie sind knapp erreicht worden, aber die Emissionen im Autoverkehr und bei den Heizungsemissionen sind gestiegen. Das waren einzelne Autofahrer und einzelne Wohnungen, die die Klimaziele gefährdet haben und zwar alle zusammen. Die schlechte Auftragslage in der Industrie hat das Klimaziel gerettet.
3. dass eine einzelne Maßnahme wie mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto einkaufen zu fahren in der Realität seine gesamte CO2-Emission (inklusive der mittelbaren, denn für das Klima ist es egal, ob jemand unmittelbar oder mittelbar emittiert!) verringern würde
Du gehst jetzt von einem ohnehin schon kleinen Einflussfaktor zu Bruchteilen eines Einflussfaktors. Eine einzelne Person genügt dir nicht als Minimum, um ihre Bedeutungslosigkeit für den Klimawandel zu verdeutlichen, du nimmst dir auch nur eine einzelne Verhaltensweise dieser Person heraus.
Es war die Summe aller Autofahrer, die mehr Emissionen als im Vorjahr verursacht hat. Jeder Einzelne ist vielleicht zwischendurch auch mit dem Fahrrad gefahren, aber offenbar zu oft mit dem Auto oder viel mehr von ihnen mit dem Auto und dadurch gab es Staus, die einen Mehrverbrauch verursachten.
Das war gemeint mit dem kleinen Licht. Wenn alle ein kleines Licht anzünden, dann ist die Finsternis beseitigt - zumindest in ihrem Gebiet.
Es wird wohl auch einen Grund geben, warum es eine Rangliste der pro Kopf Emissionen weltweit gibt - weil jeder Einzelne wohl zählt:
Die Aktivisten gehen aber davon aus, dass jene drei Behauptungen Teil bzw zwingende Folge der oben stehenden wissenschaftlichen Erkenntnis sei und bezeichnen unten stehende Aussagen dadurch falsch als wissenschaftliche Erkenntnisse, die "hinter ihnen stünden".
Du unterschätzt die Aktivisten massiv, wenn du glaubst, dass sie es anders sehen, als ich es hier geschildert habe. Sie treten in großen Gruppen auf, sonst würdest du sie nicht wahrnehmen, denn sie wollen genau das zeigen: Dass das Problem nur dann zu lösen ist, wenn möglichst alle mitmachen. Und diese "alle" sind lauter Einzelne.
Es sind ähnlich viele Länder der UN-Charta beigetreten, und schau dir die Welt an.
Die Unterzeichner des Klimaabkommens haben kein Vetorecht. Die UN-Charta verkommt zum Papiertiger, wenn die Großmächte ein Vetorecht haben und jede Resolution blockieren können.
Österreich schaut übrigens schlecht aus in Sachen Klimaschutz. Sie warten anscheinend auch so wie du, bis alle anderen etwas machen...
 
Du präsentierst hier stolz die Unterschriften bei diversen Klimaabkommen, aber gerade die Aktivisten jammern jährlich (zumeist
nach der jährlichen UN-Weltklimakonferenz), wie wenig dabei herauskommt. Viel Gerede, wenig bis keine Aktion.
Eine Unterschrift bei den Klimaabkommen ist nicht viel mehr als ein Papiertiger, eine vage Absichtserklärung im Sinne von "ja eh,
eigentlich sollten wir.....".
Die Klimaaktivisten jammern nicht, sie sorgen für Aufmerksamkeit, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät. Empfindest du es auch als Jammern, wenn ich darüber klage, dass die AfD immer stärker wird? Die AfD-Anhänger, mit denen ich bisher zu tun hatte - und das waren sehr viele - haben das nicht so aufgefasst. Sie haben mit dafür gehasst, weil ich ihr Spiel zerstört habe.
Fakt ist, diese 195 Länder haben fachkundige Vertreter nach Paris gesandt und keine Aktivisten nach deinem Geschmack. Sie wussten, was sie unterschreiben und dass sie damit Verpflichtungen eingehen und sie werden jährlich bewertet.
Fazit:
Die Idee der Aktivisten scheitert an einigen Punkten prinzipiell.
1. die Auswirkungen massiver Eingriffe jetzt UND langfristige Beibehaltung würden erst in Jahrzehnten signifikante Effekte hervorrufen, aber Menschen denken und handeln nun einmal nicht so langfristig
2. die massiven Eingriffe müssten praktisch von der gesamten Menschheit akzeptiert und getragen werden, sonst funktioniert es nicht. Also jeder, der das macht, was alle machen müssten trägt das Risiko, dass er seine Kosten (die durchaus massiv sind und auch seine eigenen Nachkommen beträfe) trägt, er aber nichts dafür erhält. So ein "Spiel" scheitert schon bei einer geringen Anzahl von Spielern, die Aktivisten meinen aber, selbst bei einer Vielzahl würde es klappen, wenn sie nur genug appellierten....
3. wir leben hier im Luxus und könnten es uns leicht leisten, etwas von unserem Luxus zu opfern, um "die Welt zu retten". Aber, gegen unsere Minderheit stehen Milliarden von Menschen, die nicht gewillt sind, den eigenen (im Vergleich zu unserem sehr geringen) Lebensstandard und jenen ihrer Kinder drastisch zu reduzieren. Sie wollen vielmehr ihren an unseren angleichen. Und wir wollen nicht auf so viel verzichten, dass wir uns ihrem angleichen würden
1. Die Auswirkungen der Klimaschutzmaßnahmen werden hoffentlich signifikante Effekte hervorrufen, denn sollte das nicht der Fall sein, dann wird es nicht so lange dauern, bis der Klimawandel seine Effekte uns präsentiert. Und es gibt Menschen und Menschen, wie man bei uns beiden sieht.
2. Die massiven Eingriffe sind bei uns gefragt, denn wir zählen zu den Hauptverursachern. Ein Großteil der Menschheit muss gar nicht so viel tun, weil es kaum Einsparungsmöglichkeiten gibt. Was soll beispielsweise ein Land wie Madagaskar groß für den Klimaschutz tun oder mancher Inselstaat im Pazifik?
3. Sie werden gar nicht die Gelegenheit bekommen, unseren Lebensstandard zu erreichen, wenn wir als Hauptverursacher des Klimawandels an unserem gewohnten Lebensstandard festhalten - damit meine ich alle Industrieländer - und weiterhin so leben wie bisher. Wenn der Klimawandel solche Dimensionen annimmt, dass unsere Zivilisation weitgehend zerstört wird, dann beginnt die Geschichte der Menschheit wieder von vorne.

Es waren relativ kleine Krisen in den letzten Jahrzehnten - Finanzkrise, Eurokrise, Migrationskrise, Pandemie... - und sie haben schon Europa verändert. Der Rechtsextremismus macht sich breit in Europa.
Die Amerikaner wählen einen verstörten Greis zum Präsidenten und er stellt die ganze Welt auf den Kopf. Damit nicht genug, er fördert auch den Rechtsextremismus und Autoritarismus weltweit und er zettelt für die Welt verhängnisvolle Kriege an. Der Klimaschutz gerät in den Hintergrund.
Stell dir vor, die Klimakatastrophen sorgen für eine neue Völkerwanderung, weil Teile der Erde landunter sind und andere Teile in Wüste verwandelt wurden... Das will ich mir gar nicht erst ausmalen.
 
Ich hatte zwei Semester Statistik und meine Klausuren habe ich bestanden, indem ich rein mathematische Methoden einsetzte.
Das ist sehr fein. In den "zwei Semestern Statistik" jedoch lernt man in der Regel wie die Statistik selbst funktioniert bzw ihre statistischen Methoden.
Auch lernt man 'MATHEMATISCHE MINDESTANFORDERUNGEN', um Statistik auch 'richtig' anwenden zu können. Aber, eine Expertise in Statistik macht
einen noch nicht zum Expertisen in irgendwelchen anderen wissenschaftlichen Disziplinen.
So wenig wie ein guter Automechaniker oder Autokonstrukteur auch ein guter Autofahrer sein müsse.
Weiters ist es dennoch ein Faktum, dass du die Begriffe "Schätzung" und "Näherung" synonym verwendet hast. Das versetzt meinem Eindruck deiner
statistischen Expertise einen Schlag.
Die ganze Wirtschaft funktioniert mithilfe von Schätzungen, denn die Wirtschaftlichkeitskalkulation ist auch nichts anderes als eine Schätzung und darauf basierend wird über das Für und Wider einer Investition entschieden.
Richtig. Aber dennoch ist die Entscheidung über eine Investition letztendlich eine, die der Mensch subjektiv trifft. Am Ende der Kalkulation kommt nämlich eine Zahl heraus und kein "ja" oder "nein". Die Mathematik ist ein Instrument, die dem ökonomisch handelnden Menschen bei der Entscheidungsfindung hilft. Die Mathematik selbst ist nicht Ökonomie.
Dir widerstrebt es, verlinkte Artikel zu lesen oder dir anzuhören und mir widerstrebt es, KI-Antworten zu kommentieren.
Der Versuch, mir etwas mit gleicher Münze heimzuzahlen, was dich verärgert oder frustriert hat.
Nur, der Versuch ist gescheitert.
Meine eingestellte KI-Antwort ist das Ergebnis nach einer Suche nach einer möglichst kurzen, einfachen und klaren Darlegung, was der Unterschied zwischen Schätzung und Näherung ist. Die Suche habe ICH durchgeführt, um DIR zu helfen, meinen Standpunkt nachvollziehen zu können. Also habe ICH meine Argumentationsarbeit auch SELBST erledigt. Ich hätte den Text auch einfach hereinkopieren und nicht als KI-Antwort kennzeichnen können. Du hättest ihn wohl für meinen eigenen gehalten, das entspricht aber nicht meinem Begriff von Ehrlichkeit.
Du hingegen hast nur ein dir bekanntes Video verlinkt mit dem Auftrag "schau du es durch und finde heraus, was ich sagen wollte".

Analog habe ich eine vorgefertigte Zusammenfassung einen Buches, das ich gelesen hatte, hier eingestellt. Ich habe die Zusammenfassung selbst ausgesucht und geprüft ob sie genau das besagt, was ich sagen wollte.
Du hingegen hast mir das gesamte Buch hingeworfen und verlangt, dass ich es durchlesen sollte.

Das ist ein signifikanter Unterschied, oder nicht?

Da gibt es die Anekdote, wie mehrere Philosophen zusammentreffen und 'diskutieren'. Aber nicht, indem sie selbst ihre Anschauungen darlegen,
ihre Stärken und Schwächen behandeln, sondern in folgender Art:
"Lesen Sie Schopenhauer!"
"Lesen Sie Kant!"
"Lesen Sie Nietzsche!"
.....

Quaschning hat übrigens etliches mehr an Fakten aufgezählt, aber du hast dich an den 8.000 Stunden festgebissen, die natürlich nicht mehr als eine Schätzung hat sein können, weil es noch keine SMR-Reaktoren im Produktivbetrieb gibt.
"etliches mehr an Fakten" ist irgendwie unglücklich formuliert, denn jene 8000 Stunden waren -wie gezeigt- keine.
Aber ja, ich spreche nicht ab, dass Quaschning auch Fakten aufgezählt hätte. Du aber hast angedeutet, dass alles, was er sagte, Fakten gewesen seien - und
dass dem nicht so ist, habe ich eben gezeigt. Das Beispiel der 8000 Stunden war jenes, an das ich mich sofort erinnerte, von dir erwähnt worden zu sein.
Und es sollte nicht als Beispiel für das, was Quaschning gesagt hat dienen, sondern als Beispiel für das, was du fälschlich als Faktum bezeichnest.
Es war also kein Beispiel, sondern ein gezieltes Manöver von dir. Er hat selbst gesagt, dass er mehrfach zu Interviews eingeladen wurde und das wäre nicht der Fall, wenn er keine Fakten liefern würde.
"Manöver" klingt nach Täuschungsversuch, Trick, Finte. Meinst du das so?
Ich habe das Beispiel natürlich gezielt aufgegriffen. Aber nicht um dich zu täuschen, sondern um an einem sehr aktuellen Beispiel zu zeigen, wie du
fälschlich etwas als Faktum bezeichnest und diese falsche Bezeichnung für deine Argumentation nutzen willst.
Das gilt vielleicht für die Aktivisten in deiner Vorstellung oder solche, die du dafür hältst - mich eingeschlossen.Aber diese wissenschaftlichen Erkenntnisse beinhaltet folgendes NICHT:
Das gilt für eine Vorgehensweise, die mir immer wieder von Aktivisten vorgeführt wird, und hier eben auch von dir.
Je weniger Menschen Lotto spielen, desto unattraktiver wird das Lottospielen, denn die Gewinne werden mit den Einnahmen finanziert und je weniger Einnahmen es gibt, umso kleiner fallen die Gewinnsummen aus. Ich weiß nicht, was du damit meinst.
Ich meine damit einfach, dass "Aus A folgt B" nicht folgt, dass "B" wahr ist oder wahr sein müsse - und die Behauptung, dass "B" wahr sein müsse, weil "Aus A folgt B" gilt, einfach Humbug ist.
Das mag dir bei jenem Beispiel einleuchten, aber genau jenen Fehler begehst du hier.
Die Klimatologie sagt "Aus einer drastischen Reduktion der globalen CO2-Emissionen folgt eine Verringerung der globalen Erwärmung."
Du behauptest darauf "Wir müssen unsere CO2-Emissionen reduzieren".
Aber deine Behauptung ist aus VIELERLEI GRUNDEN keine Folgerung aus der Aussage der Klimatologie.
 
Die Klimaforscher haben die Ursachen des Klimawandels identifiziert und die Methoden festgelegt, mit denen der Klimawandel verlangsamt wird.
1. Die Klimaforscher haben nach den Ursachen des Klimawandels geforscht und haben plausible Theorien entwickelt, in denen der anthropogene Einfluss ein signifikanter ist. Exakte Beweisführungen, wie du sie hier womöglich andeuten willst, gibt es in der Klimatologie nicht, dazu ist sie zu weit entfernt von einer exakten Wissenschaft.
2. Die haben Wege formuliert, mit denen der Klimawandel verlangsamt werden könnte, wenn man sie ginge.

Die Entscheidung, welche Wege man geht (oder ob man überhaupt welche geht), ist aber keine klimatologische, sondern eine politische.
Ab dann übernimmt die Vernunft des Einzelnen die Regie.
Ja, und du scheinst dir anzumaßen vorzugeben, was vernünftig ist und was nicht.
Dazu merke: Auch der strenggläubige Katholik meint es wäre vernünftig, ein nach Vorgabe gottgefälliges Leben zu führen, denn sonst drohe die Hölle.
Vernunft ist wie Logik und Wissenschaft ein Werkzeug um das zu erlangen, was man will. Sie gibt auf derselben Ebene aber nicht vor, WAS man will.
So mag man argumentieren:
A: Man will lange leben also wäre es VERNÜNFTIG, sich Vergnügungen wie Wein, Weib & Gesang zu entsagen
B: Man will ein freudvolles Leben führen also wäre es VERNÜNFTIG, ein Leben voll Wein, Weib und Gesang NICHT zu führen
C: Man will beides, also wäre en VERNÜNFTIG, weder nach A noch nach B zu leben, sondern irgendeinen Kompromiss

Wahr ist, dass alle 3 Varianten in sich vernünftig sind bzw vernünftig sein können, abhängig davon, was man will bzw welche Prioritäten man setzt.
Die Vernunft gibt keine Prioritäten vor und wenn man meint sie täte es, begeht man denselben Fehler nur eine Ebene darüber. Man setzt nämlich
fälschlich Prioritäten voraus und trennt nicht den Weg zur Erlangung des Zieles vom Ziel selbst.
Gestern kam der Bericht über die Erreichung der Klimaziele im letzten Jahr in Deutschland. Sie sind knapp erreicht worden, aber die Emissionen im Autoverkehr und bei den Heizungsemissionen sind gestiegen. Das waren einzelne Autofahrer und einzelne Wohnungen, die die Klimaziele gefährdet haben und zwar alle zusammen. Die schlechte Auftragslage in der Industrie hat das Klimaziel gerettet.
Klimaziele sind rein menschliche Konstrukte und politische Vorgaben. Sie sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wären die Klimaziele etwas niedriger angesetzt worden (und hätte sich dadurch nichts geändert), wären sie erreicht worden, und niemand würde über die Nichterreichung jammern.
In der Coronazeit wurden die Klimaziele hingegen deutlich übertroffen, richtig?
Du gehst jetzt von einem ohnehin schon kleinen Einflussfaktor zu Bruchteilen eines Einflussfaktors. Eine einzelne Person genügt dir nicht als Minimum, um ihre Bedeutungslosigkeit für den Klimawandel zu verdeutlichen, du nimmst dir auch nur eine einzelne Verhaltensweise dieser Person heraus.
Nicht ganz.
Die einzelne Person und besonders einzelne Verhaltensweise habe ich aufgegriffen, denn darauf zielen die Parolen der Aktivisten ab, oder nicht?
Fahr mit dem Fahrrad zum Einkauf! Auf DICH kommt es an! Sind das denn nicht genau die Parolen?

Zweitens geht es mir hier weniger um die Bedeutungslosigkeit des Einzelnen, sondern um die Falschheit der Annahme, dass die Art der Wirkung durch Skalierung nicht verändert werden könne.
Konkretes Beispiel der Milchmädchenrechnung mit mehr oder minder willkürlichen Zahlen:
Vorausgesetzt es gilt gemäß Klimatologie:
Wenn 8 Milliarden Menschen ihre jährlichen weltweiten fossilen CO2-Emissionen halbieren würden (also von 40 Milliarden Tonnen auf 20 Milliarden Tonnen), fiele die Erderwärmung 2060 um 2 Grad niedriger aus.
Dann rechnet der Aktivist: Also fiele die Erderwärmung um 4 Zehnmilliardstel Grad niedriger aus, wenn ein Durchschnittsdeutscher seine eigene jährliche Emission von 8 Tonnen auf 4 Tonnen reduziert, denn aus der Klimatologie ergibt sich ein Faktor von 2 durch 20 Milliarden, also ein Zehnmilliardstel Grad pro eingesparter Tonne CO2.
Diese Milchmädchenrechnung ist aber Unsinn. Nicht auf Grund der Mathematik, sondern auf der Annahme, man könne diese Mathematik hier so anwenden.
In der Tat kann der globale CO2-Ausstoß auch ansteigen, weil (also kausal!) jener einzelne Deutsche seine eigenen Emissionen reduziert.

In beiden Fällen sind die Effekte natürlich zu gering, um auch tatsächlich gemessen werden zu können (so viel zur Unbedeutsamkeit des Einzelnen), aber es geht hier zu zeigen, dass das Narrativ der Aktivisten, dass die Umsetzung ihre Forderungen vielleicht nur Geringes, aber ganz sicher etwas Positives bewirken würden, einfach hanebüchen ist.
Es war die Summe aller Autofahrer, die mehr Emissionen als im Vorjahr verursacht hat. Jeder Einzelne ist vielleicht zwischendurch auch mit dem Fahrrad gefahren, aber offenbar zu oft mit dem Auto oder viel mehr von ihnen mit dem Auto und dadurch gab es Staus, die einen Mehrverbrauch verursachten.
Das war gemeint mit dem kleinen Licht. Wenn alle ein kleines Licht anzünden, dann ist die Finsternis beseitigt - zumindest in ihrem Gebiet.
Wie oben schon gesagt, Klimaziele sind willkürlich auferlegte politische Vorgaben und nichts Wissenschaftliches.
Wichtig ist bei deiner Lichtallegorie zu wissen, was genau das Licht ist. Ist das Licht die Erreichung eines menschlich willkürlich definierten Klimazieles?
Oder ist es die gezielte Beeinflussung der Erderwärmung? Dass beides nicht dasselbe ist und das eine dem anderen durchaus hinderlich gegenüber stehen
kann, ist der Punkt, auf den ich ja gerade hinaus will.
Es wird wohl auch einen Grund geben, warum es eine Rangliste der pro Kopf Emissionen weltweit gibt - weil jeder Einzelne wohl zählt:
Natürlich, und dafür gibt es viele Gründe. Diese reichen von Eitelkeit "Da schaut her, wir sind Vorreiter!" oder "Dort schaut hin, das sind die Bösen!" über ökonomische (fossile Rohstoffeinkäufe heißen für uns ja beträchtliche Abflüsse von Vermögen) wie auch ökologisch begründete. Wie gut diese Gründe verstanden werden und beabsichtigte Wirkungen tatsächlich erzielt werden können, ist eine andere Sache.
Du unterschätzt die Aktivisten massiv, wenn du glaubst, dass sie es anders sehen, als ich es hier geschildert habe. Sie treten in großen Gruppen auf, sonst würdest du sie nicht wahrnehmen, denn sie wollen genau das zeigen: Dass das Problem nur dann zu lösen ist, wenn möglichst alle mitmachen. Und diese "alle" sind lauter Einzelne.
Ja, auch die Katholiken treten in Massen auf und verbreiten ihre Überzeugungen. Nur macht sie das in keinster Weise richtiger.
Und ja, ich stimme mit dir überein in der Aussage "Das Problem ist nur dann zu lösen, wenn möglichst alle mitmachen."
Aber in dieser Aussage ist folgendes NICHT enthalten:
* das Problem wäre zumindest teilweise zu lösen, wenn nur ein Teil mitmacht
* mit Parolen könne man diese "möglichst alle" mobilisieren mitzumachen
* mit Vorleben kann man andere dazu motivieren mitzumachen
* die Menschen dazu zu zwingen, ihre Lebensweise grundlegend zu ändern wäre angesichts unserer Ziele gerechtfertigt
* wir würden die Auswirkungen einer solchen globalen Aktion konkret kennen
Die Unterzeichner des Klimaabkommens haben kein Vetorecht. Die UN-Charta verkommt zum Papiertiger, wenn die Großmächte ein Vetorecht haben und jede Resolution blockieren können.
Das Vetorecht verhindert nur einen UN-Beschluss. Es verhindert nicht eine eventuelle Verletzung der UN-Charta.
Österreich schaut übrigens schlecht aus in Sachen Klimaschutz. Sie warten anscheinend auch so wie du, bis alle anderen etwas machen...
Zum Abschluss wieder diese Polemik? Schade, wir sollten doch darüber erhaben sein. :(
Zusätzlich zeigt dein Vorwurf, dass du meine Ausführungen schon im Grunde nicht verstanden hast oder absichtlich missverstehen willst und/oder
mir Worte und Ansichten unterstellen willst, die genau dem Gegenteil entsprechen wofür ich stehe und was ich sage.
Wie kommst du auf die Idee, dass ich warten würde, "bis alle anderen etwas machen"?
Hast du noch immer nicht verstanden, dass eines meiner Hauptaussagen ist, dass alle anderen eben genau NICHT jenes etwas machen werden?
Und jetzt wirfst du mir vor, ich würde auf etwas warten, von dem ich im genauen Gegensatz zu dir behaupte, dass es nicht passieren wird?
 
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Die Klimaaktivisten jammern nicht, sie sorgen für Aufmerksamkeit, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät.
Indem sie jammern. Sie jubeln nicht und sie verkünden ihre Botschaft auch nicht leidenschaftslos, sondern explizit bedauernd - und das auch gerne lautstark, theatralisch und flehend. Was man also durchaus als "jammern" bezeichnen kann.
Empfindest du es auch als Jammern, wenn ich darüber klage, dass die AfD immer stärker wird? Die AfD-Anhänger, mit denen ich bisher zu tun hatte - und das waren sehr viele - haben das nicht so aufgefasst. Sie haben mit dafür gehasst, weil ich ihr Spiel zerstört habe.
Nein, ich vermisse das Element des Flehens, wenn du über die afd sprichst.
Fakt ist, diese 195 Länder haben fachkundige Vertreter nach Paris gesandt und keine Aktivisten nach deinem Geschmack. Sie wussten, was sie unterschreiben und dass sie damit Verpflichtungen eingehen und sie werden jährlich bewertet.
Na, nur vertreten diese Vertreter die Interessen ihrer Länder und nicht nur ein bestimmtes Einzelinteresse. Und wie gesagt, die Motivation, dort dabei zu sein und "seine" Unterschrift zu leisten, ist bei weitem nicht nur durch eigenen Antrieb in Sachen Klimaschutz gegeben.
Ich weiß es jetzt nicht, aber ich gehe mal davon aus, auch Brasilien hat unterschrieben. Und was machen sie jetzt mit ihrem Regenwald?
1. Die Auswirkungen der Klimaschutzmaßnahmen werden hoffentlich signifikante Effekte hervorrufen, denn sollte das nicht der Fall sein, dann wird es nicht so lange dauern, bis der Klimawandel seine Effekte uns präsentiert. Und es gibt Menschen und Menschen, wie man bei uns beiden sieht.
Ein wichtiges Wort hier -und das sollte man ausreichend beachten- ist "hoffentlich".
Ja, genau das hofft der Aktivist. Aber ihm fehlt das Material abschätzen zu können, welche Effekte einzelne Maßnahmen tatsächlich hervorrufen werden. Und, die Klimatologie alleine reicht nicht aus, um diese Abschätzung treffen zu können, weil zwischen einem Beschluss irgendwelcher politischen Vorgaben und dem Ausmaß der Erderwärmung vieles liegt, was nicht Teil der Klimatologie ist!
2. Die massiven Eingriffe sind bei uns gefragt, denn wir zählen zu den Hauptverursachern. Ein Großteil der Menschheit muss gar nicht so viel tun, weil es kaum Einsparungsmöglichkeiten gibt. Was soll beispielsweise ein Land wie Madagaskar groß für den Klimaschutz tun oder mancher Inselstaat im Pazifik?
Deine Argumentation basiert auf Annahmen und Voraussetzungen, die einfach nicht fundiert sind, um darauf derart aufzubauen.
Die reale Welt funktioniert nicht so wie ein klimatologisches Modell, in dem einer oder einige weniger Eingangsparameter und Kausalitätslinien zur Messgröße führen.
3. Sie werden gar nicht die Gelegenheit bekommen, unseren Lebensstandard zu erreichen, wenn wir als Hauptverursacher des Klimawandels an unserem gewohnten Lebensstandard festhalten - damit meine ich alle Industrieländer - und weiterhin so leben wie bisher. Wenn der Klimawandel solche Dimensionen annimmt, dass unsere Zivilisation weitgehend zerstört wird, dann beginnt die Geschichte der Menschheit wieder von vorne.
Wir können festhalten, dass "sie" unseren Lebensstandard nicht erreichen werden.
Wir können aber auch daran festhalten, dass wir uns auch nicht signifikant in deren Richtung verändern werden wollen. Schau dir nur an, wie groß der Aufschrei wegen der aktuellen Energiepreiserhöhung ist. Und wieviele Prozente oder Promille unseres Lebensstandards werden jetzt dadurch gefährdet?
Auch das Gespenst der "zerstörten Zivilisation" ist ein von Aktivisten gerne gerittenes. Aber: die Pest hat nicht Eurasien zerstört, Krakatau hat nicht Indonesien zerstört, Hilter hat nicht die Welt zerstört, nicht einmal Deutschland.
Es waren relativ kleine Krisen in den letzten Jahrzehnten - Finanzkrise, Eurokrise, Migrationskrise, Pandemie... - und sie haben schon Europa verändert. Der Rechtsextremismus macht sich breit in Europa.
Ja, aus vielerlei Gründen. Und ja, all diese Krisen haben Europa verändert. Aber keine hat Europe zerstört. Es sind afd & co, die ihre Agenda durch An-die-Wand-Malen von Zerstörungsphantasien anbringen wollen, indem sie ihr Zielpublikum emotionalisieren und so auf ihre Seite ziehen wollen.
Die Amerikaner wählen einen verstörten Greis zum Präsidenten und er stellt die ganze Welt auf den Kopf. Damit nicht genug, er fördert auch den Rechtsextremismus und Autoritarismus weltweit und er zettelt für die Welt verhängnisvolle Kriege an. Der Klimaschutz gerät in den Hintergrund.
Richtig, weil selbst für die breite Mehrheit andere Probleme akuter sind oder zumindest erscheinen.
Geht es einem finanziell schlecht, es droht der Konkurs und ist als Nichtschwimmer gerade aus dem Boot gefallen, kümmert einen der Konkurs momentan nicht so sehr. Auch wenn das Konkursproblem durchaus nicht gelöst worden ist.
Stell dir vor, die Klimakatastrophen sorgen für eine neue Völkerwanderung, weil Teile der Erde landunter sind und andere Teile in Wüste verwandelt wurden... Das will ich mir gar nicht erst ausmalen.
Das Wort "Klimakatastrophen" ist ein von Aktivisten gerne zwecks Emotionalisierung benutztes Vokabular, bei mir erreichst du damit nichts, was du erreichen willst. Weiters ist es auch typisch für jene Aktivisten, lediglich die uns nachteilig erscheinenden Auswirkungen zu erwähnen. Ja, manche Teile der Erde werden landunter sein und andere Teile in Wüsten verwandeln. Aber andererseits werden aktuell unfruchtbare Teile fruchtbar werden. Wann genau welcher Teil wie genau betroffen sein wird, steht in den Sternen. Aber alle Varianten werden Realität, während die Aktivisten nur das Negative erwähnen. Wahr ist, dass es VERÄNDERUNGEN geben wird, und das ist unvermeidlich.
Wir haben nur noch die Wahl, wie wir diesen Veränderungen begegnen werden. Nutzen wir sie als Chance oder verwenden wir all unsere Kraft in dem zum Scheitern verurteilten Versuch, sie dennoch zu verhindern? Was wäre VERNÜNFTIGER?

Ja, die absehbaren klimatologischen Veränderungen werden in Verbindung mit politischen Umständen, der Globalisierung und der weiter zunehmenden Weltbevölkerung zu neuen, massiven Völkerwanderungen führen.
Das ist bedrohlich für unseren Status Quo und wird nicht dadurch weniger wahr, indem man es sich nicht ausmalen will.
 
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