Ah, "hören" - das geht momentan sowieso nicht. Ich ging mehr nach dem Text hinter dem Link.
Kernreaktoren kann man sehr wohl auch im Lastfolgebetrieb fahren (auch wenn sie nicht ganz so schnell reagieren wir manch andere Kraftwerkssysteme), und selbst wenn nicht, müsste das ja nicht ihre Hauptaufgabe sein.
Weiters könnte man einen ungenügenden Leistungsgradienten mit lokalen Zwischenspeichern ausgleichen.
Zur Info:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Lastfolgebetrieb
Ja, an sonnenreichen Tagen mit genug Wind bringen Photovoltaik und Windstrom viel Elektrizität, aber diesen punktuellen Zustand kann man nicht als repräsentativen oder gar allgemeingültigen Betriebszustand heranziehen. Das ist so, als wenn man behauptet im Haus keine Heizung zu brauchen, weil es im Sommer untertags ja ohnehin warm genug ist und es da das größere Problem ist, den Wärmeüberschuss abzuführen.
Das Problem der Standorte ist in der Tat eines, aber kein technisches, sondern ein menschengemachtes bzw politisches. Ist bei etlichen anderen Einrichtungen ebenso: Industrieviertel, Einkaufszentren, Autobahnen, Müllhalden und Müllverbrennungsanlagen, und noch viele mehr. Man will zwar ihre Dienste bzw Produkte, aber bitte nicht vor der eigenen Haustüre!
Noch dazu: Auch in Österreich gibt es einen größeren Kernreaktor, der in Betrieb ist (im Wiener Prater) und etliche andere Geräte, die mit Radioaktivität arbeiten. Lediglich zur kommerziellen Energieerzeugung ist der Betrieb in Österreich generell untersagt (welche in der Tat die größten Anlagen wären).
Also - die vorgebrachten Argumente sind teilweise unrichtig. Weiters kenne ich nicht die vorgebrachten sachlichen Argumente seitens Macron & von der Leyen, insofern fehlt mir die Basis, deiner Meinung guten Gewissens zustimmen zu können. Zusätzlich scheint mir die Frage von Rückkehr und Aufbau angesichts der Personen keine reindeutsche zu sein.