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"Einen guten Journalisten erkennt man daran,..

Die AfD will die Demokratie durchaus nicht abschaffen. Aber gegenwärtig gilt ja die irrige These, daß ausschließlich links-liberal indentisch sei mit demokratisch.
Aha, und wer vertritt die These über diese "irrige These"?
Soweit ich weiß, schätzen auch ÖVP wie CDU die afd nicht als "demokratiefreundlich" ein, und diese sind in der Tat nicht als links-liberal anzusehen.
Und das ist schlichtweg falsch. Die Demokratie bezieht nämlich alle an der Machtausübung mit ein, auch die Rechten!
Und wenn "das Volk" entscheidet, dass antidemokratische Elemente ausgeschlossen werden, dann ist das sehr wohl eine demokratische Entscheidung, oder nicht?
Und du vergisst eines: die afd existiert ja und ist als solche auch erlaubt. Du tust ja gerade so, als ob Leute verhaftet würden, nur weil sie der afd angehören oder mit ihr sympathisierten.
Und, würde die afd, wenn sie denn den Kanzler stellen würde, eine Konzentrationsregierung bilden wollen? Oder würde sie beispielsweise die Grünen in die Opposition "schicken" und sie somit von der "Machtausübung" fern halten?
Und das soll durch die AfD wieder gradegerückt werden, auf daß alle gleichberechtigt teilhaben an der demokratischen Gesellschaft.
Es haben ja alle Bürger, egal welcher Partei sie sich zugehörig fühlen, das gleiche Stimmrecht und Stimmgewicht. Insofern ist
ja das, was du hier forderst, realisiert.
 
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Aber sie könnte auch als Opposition konkrete Lösungen präsentieren. Macht sie aber praktisch nicht,
ihr Metier ist der kollektive und weitgehend undifferenzierte Protest.
Was eine Opposition tun sol? Dazu gibts verschiedene Meinungen. Wenn allerdings Anträge der AfD von der CDU grundsätzlich abgelehnt werden, was sollen dann Vorschläge?? Begründete Kritik ist Gegenvorschlag genug..
 
Es haben ja alle Bürger, egal welcher Partei sie sich zugehörig fühlen, das gleiche Stimmrecht und Stimmgewicht. Insofern ist ja das, was du hier forderst, realisiert.
Die Teilnahme an der demokratischen Gesellschaft wird in der jeweiligen Regierung und deren Machtverteilung festgelegt. So erklärt sich wohl, daß zwei der größten Parteien(SPÖ oder FPÖ) nicht mitregieren.
 
Was eine Opposition tun sol? Dazu gibts verschiedene Meinungen.
Es geht auch nicht darum, was sie generell tun SOLL, sondern was die afd tut. Liegt ja in ihrer Entscheidung, solange sie nicht gegen Gesetze verstößt.
Wenn allerdings Anträge der AfD von der CDU grundsätzlich abgelehnt werden, was sollen dann Vorschläge??
Es geht hier nicht um Anträge und um die CDU, sondern generell darum, was sie tut. Die afd muss ja nicht der CDU zeigen, dass sie es besser kann, sondern sie dies kann ja dem Wähler zeigen, dass sie nicht nur protestieren kann, sondern dass sie tatsächlich auch etwas Positives fabrizieren kann, und dass es ihr ums Gestalten und nicht nur ums Zerstören geht.
Begründete Kritik ist Gegenvorschlag genug..
Kritik in der Form "Das ist schlecht!", auch wenn begründet, ist kein Gegenvorschlag sondern nur eine Bewertung.
 
Die Teilnahme an der demokratischen Gesellschaft wird in der jeweiligen Regierung und deren Machtverteilung festgelegt. So erklärt sich wohl, daß zwei der größten Parteien(SPÖ oder FPÖ) nicht mitregieren.
Die Teilnahme an der demokratischen Gesellschaft geht prinzipiell über die Wahlen. Wenn die Regierung schlecht ist, gibt es neben der "nächsten Wahl" noch das Misstrauensvotum gegen einen oder mehrere Regierungsbeteiligte, den Druck von der Straße und von den Medien. Dass eine Regierung nicht bei jeder einzelnen Entscheidung Hinz & Kunz fragen muss, liegt im Wesen einer Regierung.

Die Teilnahme am demokratischen Prozess beschränkt sich nicht nur auf die Regierung!
Du vergisst, dass es in beispielsweise Russland tatsächlich gefährlich ist, seine Meinung
öffentlich zu äußern, wenn sie regierungskritisch ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber sie könnte auch als Opposition konkrete Lösungen präsentieren. Macht sie aber praktisch nicht,
ihr Metier ist der kollektive und weitgehend undifferenzierte Protest.
Und wenn sie Lösungen anbietet, was gar nicht so selten vorkommt, heißt es, daß einfache Lösungen für komplizierte Sachverhalte nicht taugen. Und es läuft weiter, als wäre nichts geschehen. Immer schön die Probleme verschweigen. Die Leute werden sich schon daran gewöhnen.
 
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Aha, und wer vertritt die These über diese "irrige These"?
Nun, mir ist die Behauptung schon zu Ohren gekommen, daß Rechts prinzipiell nicht demokratisch sein könne.

Soweit ich weiß, schätzen auch ÖVP wie CDU die afd nicht als "demokratiefreundlich" ein, und diese sind in der Tat nicht als links-liberal anzusehen.
Irrtum! Die CDU ist links-liberal (zumindest die Partei-Spitze).

Und wenn "das Volk" entscheidet, dass antidemokratische Elemente ausgeschlossen werden, dann ist das sehr wohl eine demokratische Entscheidung, oder nicht?
Bei einer grundsätzlichen Ausscheidung wäre es eine ochlokratische Entscheidung.

Und du vergisst eines: die afd existiert ja und ist als solche auch erlaubt. Du tust ja gerade so, als ob Leute verhaftet würden, nur weil sie der afd angehören oder mit ihr sympathisierten.
Du tust ja gerade so, als ob viele von ihnen nicht ihren Job verlieren würden oder das Konto entzogen wird, einzig und allein, weil sie in der AfD sind.

Und, würde die afd, wenn sie denn den Kanzler stellen würde, eine Konzentrationsregierung bilden wollen? Oder würde sie beispielsweise die Grünen in die Opposition "schicken" und sie somit von der "Machtausübung" fern halten?
Sehr schön, daß du ein Argument von mir aufgegriffen hast (aus einer Diskussion mit Anideos und Aporie, aber auch anderen). Ich vertrat dort die Auffassung, daß keine Partei in unserer Politik herzensdemokratisch orientiert sei.

Ich schrieb an Anideos: "Möglichst suchen sie aber die Alleinherrschaft (danach strebt jede Partei). Erreichen sie aber bei Wahlen nicht die absolute Mehrheit, suchen sie sich einen Juniorpartner, der die geringsten Schwierigkeiten macht. Herzensdemokratie ist das nicht gerade."

Und an Aporie: "Wenn eine Partei bei Wahlen die absolute Mehrheit erreicht, regiert sie allein ohne Koalitionspartner. Das ist das Idealergebnis für eine jede Partei. Nur notgedrungen wird ein möglichst kleiner Juniorpartner ins Bot geholt, wenn man die absolute Mehrheit verpaßt. Ideal ist das dann nicht mehr. Die Demokratie läßt das zu. Aber Herzensdemokraten würden niemals nach der Alleinherrschaft streben."

Es haben ja alle Bürger, egal welcher Partei sie sich zugehörig fühlen, das gleiche Stimmrecht und Stimmgewicht. Insofern ist
ja das, was du hier forderst, realisiert.
Natürlich! Und die AfD wird auch an die Macht gelangen, und wird die Demokratie graderücken, auf daß nicht allein links-liberal als demokratisch gelte.
 
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