Während der Wal am Stand liegt, gibt es nicht nur die 15 Tonnen Beifang, sondern auch etliche menschliche Opfer in der Ukraine und in anderen Regionen. Und ja, in der Regel zählen große Säugetiere mehr als kleine Meerestiere, und vor allem die, die man sieht (z.B. auf Grund von Medienberichten) mehr als die Unzahl, die man nicht sieht.Mich würde interessieren, warum ein 15 Tonnen schwerer Wal die Medien so sehr seit Tagen beschäftigt, während 15 Tonnen Beifang, den die Fischereiflotte vermutlich täglich wieder ins Meer kippt, keine Schlagzeile wert sind.
Zählt das Leben großer Säugetiere mehr als das der kleinen Meehrestiere?
Es gibt unzählige Gründe, warum man sich für einzelne Ereignisse besonders betroffen fühlt. In einem ethischen Kontext haben diese Begründungen zumeist ihre Probleme.
Fazit: Das Leid dieses Wals ist real, und es ist eine tragische Geschichte. Aber dieselbe Geschichte findet gleichzeitig und zu jeder Zeit Abermillionen Male statt, ohne dass sie vor unseren Augen stattfindet. Jenes Leid ist der natürliche Normalzustand und es ist unsere Zivilisation, die es schafft, uns weitgehend so davon abzukapseln, sodass wir es als außergewöhnlich empfinden, wenn wir dann doch einmal damit konfrontiert werden.
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