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Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von shona, 17. September 2008.

  1. shona

    shona New Member

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    Schleswig-Holstein
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    Ich möchte auf ein grosses Problem aufmerksam machen, und zwar betrifft es diese elendige Fehmarnbeltbrücke
    Wer Wale und Delfine liebt, und das sind wir sicherlich alle, MUSS einfach gegen diese Brücke sein!!
    Ich werde Euch jetzt in Kurzfassung eines vom NABU an mich gerichteten Schreibens mitteilen:

    Fehmarnbeltbrücke



    Für den NABU hätte die Nachricht vom 3. September 2008 nicht schlechter sein können:
    Am Mittwoch vor einer Woche haben Verkehrsminister Tiefensee und seine dänische Kollegin Christensen den Staatsvertrag zum Bau der Fehmarnbelt-Brücke untereichnet.
    Damit wird die Zerstörung eines der sensibelsten Meeresgebiete der Welt immer
    wahrscheinlicher.
    Der Fehmarnbelt ist nicht nur eine der wichtigsten Vogelzugrouten Europas, die
    jährlich mehr als 100 Millionen Land- und Wasservögel auf dem Weg von und in die
    Winterquartiere nutzen.
    Die enge Wasserstraße ist auch einer der wichtigsten Wanderkorridore sowie Kinder-
    stube für unsere letzten heimischen Schweinswale in der Ostsee.
    Schweinswale sind die einzigen regelmäßig in der Ostsee vorkommenden Wale.
    Sie erinnern an Delphine, haben jedoch einen gedrungeren Körper und eine stumpfere Schnauze.
    Lebten früher noch mehrere zehntausend
    Schweinswale in der Ostsee, vermuten heute Experten im Osten des Meeres kaum noch 600 Tiere.
    Die meisten halten sich im Winter bevorzugt im Fehmarnbelt auf.
    Leider jedoch könnte dies das letzte Mal gewesen, denn mit Beginn der Bauarbeiten am Meeresboden wird der Lebensraum der seltenen Meeressäuger im Fehmarnbelt zerstört werden.

    Über 19 Kilometer müssen rund 70 Pfeiler in das sensible Ökosystem gerammt werden.
    Die dabei aufgewirbelten Sedimente werden Teile des einzigartigen Binnenmeeres auf Jahre eintrüben.
    Die Fehmarnbelt-Brücke wird die Schweinswale nach und nach ihrer Nahrungsgrundlage berauben.
    Hinzu kommt der Lärm, den der Bau verursachen wird.
    Bei der Seismik-Vermessung werden Geräte eingesetzt, die einen 230 Dezibel lauten Knall erzeugen - doppelt so laut wie ein Düsenjet.
    Selbst Umweltminister Gabriel beeichnete den Brückenbau und dessen Auswirkungenn auf die Natur einmal als "bekloppte Idee".
    Ich denke, die Schweinswale würden ihm zustimmen, doch sie können nicht sprechen.
    PS: Wie wir gerade erfahren haben, wird es bald weitere Baugrunduntersuchungen geben.
    Doch gerade jetzt, nach der Paarungseit im August, ist mit einer grossen Zahl von Schweinswalkälbchen zu rechnen.
    Ausgerechnet in dieser für das Überleben der Meeressäuger wichtigen Zeit die lärmintensiven Untersuchungen zu erlauben,
    zeigt einmal mehr, dass Wal- und Meeresschutz nur auf dem Papier existieren.


    Nähere Informationen unter
    www.NABU.de

    Der NABU stellt einen Musterbrief gegen den Brückenbau zur Verfügung!


    shona
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2008
  2. scilla

    scilla Well-Known Member

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    versuche,
    einen Schritt weiter zu denken

    was passiert, wenn es eine durchgehende Autobahn gibt?

    Industriegebiete

    die Politik möchte die Gegend verstädtern
    das ist das Ziel
     
  3. shona

    shona New Member

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    Schleswig-Holstein
    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    Ja, es ist wohl geplant, daß Gewerbe neu entstehen soll in der Hoffnung, daß die Touristen von Schweden und Dänemark, diese beiden Länder sind ja auch hauptsächlich die Befürworter der Brücke, die Wirtschaft "ankurbeln" sollen.
    Ich kann es mir nicht vorstellen, daß die Autofahrer deshalb extra anhalten werden, um auf Fehmarn einzukaufen.
    M. E. ist das Gegenteil der Fall: sie werden einfach nur durchfahren.
    Was sagt Minister Gabriel so treffend: "bekloppte Idee"!
    shona
     
  4. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    von den Touristen als Wirtschaftsfaktor
    profitieren nur die Dänen
    (wieso nach Fehmann, wenn ich gleich weiter nach Dänemark kann?)

    unabhängig von den Touristen werden direkt an der Autobahn die Industriegebiete entstehen
    (und die Landschaft total verändern)
     
  5. Eule58

    Eule58 Moderator Mitarbeiter

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    Immer mehr postings von mir beginnen mit dem Satz:

    Was ich nicht verstehe ist.....
    daß in Anbetracht der düsteren Aussichten bzgl. Erdövorkommen noch immer gigantische Straßenprojekte geplant werden.
    Wozu bitte. Selbst die "gemäßigten" Wissenschaftler sprechen mittlerweile davon, daß in 20 Jahren Benzin so teuer sein wird, daß sich sowieso nur mehr wenige werden leisten können mit dem Auto zu fahren.
    Denn auf Grund der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage wird auch die Neuanschaffung mit alternativer Energie betriebener Autos für die Meisten finanziell nicht möglich sein.
    Es wird notgedrungen zu eine De-Globalisierung kommen. Die länderverbindenen Autobahnen werden nicht mehr gebraucht.

    Also wozu baut man sie jetzt noch? Das soll mir einer erklären.
    Denn das zu verstehen, dazu reicht mein kleines Eulengehirn nicht aus.

    LG eule
     
  6. scilla

    scilla Well-Known Member

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    es könnte neue Technologien geben,
    die das Auto noch sparsamer machen
    Wasserstoff, Gas, Batterie, Muskelkraft, Schwungrad

    es könnte komplett neue Möglichkeiten der Energiegewinnung geben
    (ein Forscher aus Baden-Württemberg will die Teilchen aus dem Sonnenlicht, also nicht die Strahlen, auffangen und zur Energiegewinnung nutzen)

    es könnten nur noch Busse fahren dürfen
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. September 2008
  7. Eule58

    Eule58 Moderator Mitarbeiter

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    Hallo scilla!

    Wie Du richtig schreibst, könnte. Tut es aber nicht. D.h. es gibt sie schon, sie werden nur nicht angewendet. Solange es noch einen Tropfen Erdöl gibt, wird man daraus um jeden Preis Kohle machen.
    Möglichkeiten gäbe es jetzt schon genug. Sie müßten nur eingesetzt werden. aber solange mehr Energie dafür verwendet wird Argumente zu (er)finden warum man sie nicht umsetzt, statt darüber nachzudenken wie sie möglichst schnell effizient eingesetzt werden, solange werden die Ideen in Schubladen bzw. Safes verstauben.

    Und wenn nur mehr Busse fahren dürfen braucht man doch noch weniger eine vierspurige Autobahn über die Ostsee, oder?

    LG Eule
     
  8. scilla

    scilla Well-Known Member

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    der Torwart des VfB Stuttgart
    wohnt in Bayern
    und lässt sich mit dem Hubschrauber einfliegen

    die Anwohner haben sich beschwert
    und der Bürgermeister hat gemeint,
    daß er außerhalb landen müsse

    http://www.br-online.de/bayern3/lehmann-hubschrauber-berg-ID1221826760795.xml
     
  9. Eule58

    Eule58 Moderator Mitarbeiter

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    Tut mir leid, aber ich verstehe nicht, was das mit dem Bau einer Brücke über die Ostsee zu tun hat.
    Oder soll ich das so verstehen?: Wenn der Torwart mit dem Hubschrauber fliegt, habe ich das Recht auf eine vierspurige Autobahn über die Ostsee?

    Womit ich aber nicht sagen will, daß ich nicht unbedingt notwendige Hubschrauberflüge für gerechtfertigt halte. Aber das ist ein anderes Thema

    lg.eule
     
  10. scilla

    scilla Well-Known Member

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    AW: Fehmarnbelt-Brücke/ca. 2.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

    fliegen die Reichen mit dem Hubschrauber

    als Unternehmer siehst Du Dich im Recht,
    denn Dein Betrieb soll leicht zu erreichen sein
     

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