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Die Verwesung Denken

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AW: Die Verwesung Denken

Interessante Entwicklung der Diskussion. :)

Ich für mein Teil kann 5Zeichen gedanklich ganz leicht folgen.
Und verfolge interessiert mit, an welchen Punkten
andere Sichtweisen genauso selbstverständlich in andere Richtungen denken.
Besonders faszinierend auch die Art mancher Reaktionen.
Ich vermute, dass sie unmittelbar symptomatisch
für die jeweils dahinterstehende Sicht auf die Dinge sind.
 
AW: Die Verwesung Denken

Jeder Maler weiß, dass er Realität nicht malen kann,
sondern nur seine jeweilige Vorstellung davon.
Solange er an der Vorstellung hängen bleibt,
er schaffe ein Abbild der Realität
wird er über Zahlenmalen nie hinauskommen.

Wenn ich in den Himmel schaue und dort was sehe,
das vermutlich ein Flugzeug mit Kondensstreifen ist,
dann ist mir gleichzeitig das bewußt,
was ich außerdem sehe:
Eine ganz spezielle langgezogene spitze Form,
die in der Regel grade wie Messerschnitt
durch ansonsten unteilbares Blau zieht.
Außerdem ein Abklingen der Farbintensität Richtung Ursprung.
Und eine spurerschaffende Spitze,
die als einziger Teil des ganzen Gebildes
ganz besondere Perspektive hat:
hier die Spitze in ihrem Das-bin-ich,
direkt vor ihr unberührte Ganzandersartigkeit.
Und das ist längst nicht alles,
was man sich vorstellen kann und darum sieht.
Oder halt umgekehrt: Längst nicht alles,
was man sehen und sich darum vorstellen kann.

Es gibt Realität, ja.
Aber niemand kann seriöse Auskunft
über deren Beschaffenheit geben.
Was Du Dir vorstellst Frau FrüherVogel, ist Deine Vorstellung.
Auch das, wovon Du Dir vorstellst,
dass es vorstellungsgerecht bzw. -unangemessen ist.
Und genau das ist der springende Punkt:
Alles, was mit unserem Wahrnehmen, Aufnehmen und Verstehen
zu tun hat, ist von vornherein vorstellungsgeprägt.
Es geht nicht um Realität oder Vorstellung,
sondern darum, logisch dorthin zu Ende zu denken:
Meine Vorstellung von der Realität
ist nicht nur das einzige,
was ich an der Hand habe zu deren Verstehen,
sie ist außerdem mitbestimmender Teil von dieser.

Naja, mir jedenfalls geht es darum ..... :zauberer1
 
AW: Die Verwesung Denken

Natürlich kann ich alles mögliche in dem Flugzeug sehen!
Aber es bleibt doch ein Flugzeug! Was ein Glück für die Passagiere ist, denn würde es plötzlich zu einem Kondensstreifen, würden sie ziemlich tief fallen!
Und jeder Fachmann kann, wenn es nah genug ist, Auskunft darüber geben, was für eine Art Flugzeug es ist, welche Firma es gebaut hat, wie alt es ist usw.

Aber es hat keinen Sinn! Wir nehmen wohl zu verschieden wahr, um uns verständigen zu können.
Hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber irren ist schließlich menschlich.
Also akzeptiere ich es jetzt mal und versuche nicht mehr, euch zu erklären, was ich meine....
Ok, hin und wieder wird 's mich vermutlich doch hinreißen! :lachen:
 
AW: Die Verwesung Denken

Natürlich kann ich alles mögliche in dem Flugzeug sehen!
Aber es bleibt doch ein Flugzeug! Was ein Glück für die Passagiere ist, denn würde es plötzlich zu einem Kondensstreifen, würden sie ziemlich tief fallen!
Und jeder Fachmann kann, wenn es nah genug ist, Auskunft darüber geben, was für eine Art Flugzeug es ist, welche Firma es gebaut hat, wie alt es ist usw.

Aber es hat keinen Sinn! Wir nehmen wohl zu verschieden wahr, um uns verständigen zu können.
Hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber irren ist schließlich menschlich.
Also akzeptiere ich es jetzt mal und versuche nicht mehr, euch zu erklären, was ich meine....
Ok, hin und wieder wird 's mich vermutlich doch hinreißen! :lachen:

Warum hat das keinen Sinn?
Ist doch interessant, verschiedene Sichtweisen zu betrachten.
Außer natürlich, es geht weniger um Betrachtung als um Überzeugung.

Für mich auf dem Boden bedeutet das Flugzeug andere Realitätsvorstellung,
als für die Reisenden darin. Natürlich kann man sagen,
die Realitätsvorstellung der Reisenden oder auch der Fachleute sei die realere.
Aber warum sollte man daran Interesse haben,
eine Realitätsvorstellung als realitätsnäher auszugeben als eine andere?
Oder andersrum gefragt:
Was bewirkt denn eigentlich eine allgemeine Übereinkunft darüber,
welche Realitätsvorstellung die realistischere und somit 'seriösere' ist?
Was macht bzw. versucht das beispielsweise mit Menschen zu machen,
die ähnlich wie ich in den Himmel gucken und
trotz aller Überzeugungsversuche der Umwelt nei ihrer Wahrnehmung bleiben:
Dort oben, das mag ein Flugzeug sein - sieht jedenfalls so aus.
Falls ja, sitzen darin Menschen mit jeweils ganz eigener Realität -
Urlaubs-, Geschäfts-, Flucht-, Nachhausekomm-, Krisenbelange.
Die Realität der Technik samt zugehörigen Vorstellungen gibts genauso
wie die damit einhergehender Umweltverschmutzung.
Und noch so einige - darunter halt auch meine jeweilige.
Per se existieren alle Vorstellungen gleichberechtigt nebeneinander.

LiGrü :winken3:
 
AW: Die Verwesung Denken

motevalli.portrait%20of%20artists.jpg


http://www.18thstreet.org/currentexhibitions ArtChurch Statement.html
 
AW: Die Verwesung Denken

Warum hat das keinen Sinn?
Ist doch interessant, verschiedene Sichtweisen zu betrachten.
Außer natürlich, es geht weniger um Betrachtung als um Überzeugung.

Für mich auf dem Boden bedeutet das Flugzeug andere Realitätsvorstellung,
als für die Reisenden darin. Natürlich kann man sagen,
die Realitätsvorstellung der Reisenden oder auch der Fachleute sei die realere.
Aber warum sollte man daran Interesse haben,
eine Realitätsvorstellung als realitätsnäher auszugeben als eine andere?
Oder andersrum gefragt:
Was bewirkt denn eigentlich eine allgemeine Übereinkunft darüber,
welche Realitätsvorstellung die realistischere und somit 'seriösere' ist?
Was macht bzw. versucht das beispielsweise mit Menschen zu machen,
die ähnlich wie ich in den Himmel gucken und
trotz aller Überzeugungsversuche der Umwelt nei ihrer Wahrnehmung bleiben:
Dort oben, das mag ein Flugzeug sein - sieht jedenfalls so aus.
Falls ja, sitzen darin Menschen mit jeweils ganz eigener Realität -
Urlaubs-, Geschäfts-, Flucht-, Nachhausekomm-, Krisenbelange.
Die Realität der Technik samt zugehörigen Vorstellungen gibts genauso
wie die damit einhergehender Umweltverschmutzung.
Und noch so einige - darunter halt auch meine jeweilige.
Per se existieren alle Vorstellungen gleichberechtigt nebeneinander.

LiGrü :winken3:


Für mich geht es nach wie vor um die Unterscheidung Realität-Vorstellung!
Selbstverständlich kann und darf sich jeder vorstellen, was er möchte, damit hab ich Null Problem.
Ich würde das, was du andere Vorstellung bezüglich des Flugzeugs nennst, als die persönliche Bedeutung bezeichnen, die man dem Wahrgenommenen gibt und ich geh auch davon aus, dass kein Wahrnehmender ganz genauso wahrnimmt, wie ein anderer, aber bisher ging ich doch davon aus, dass die Musterwahrnehmung übereinstimmt.
Aber ok, interessant, dass dem nicht so ist.
Für mich selbst ist es aber weiterhin wichtig zu prüfen, ob ich mir etwas nur vorstelle oder ob es tatsächlich so ist! :)
Es braucht aber keiner zu übernehmen - jedem sein persönliches Universum, in dem er selber glücklich und zufrieden ist! :)
 
Zuletzt bearbeitet:
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AW: Die Verwesung Denken

Nur der gedachte Tod ist Teil des Lebens. Der reale Tod stellt eine vom Leben ausgeschlossene Grenze dar.

Nein. Der gedachte Tod ist nicht Teil des Lebens sondern der wirkliche Tod.

Ja ich weiß, dass viele noch immer davon ausgehen, dass Tod das Gegenteil von Leben wäre, nur ist dies schlicht unmöglich, man kann dies in einer Vorstellung *glauben*, mehr auch nicht.

Alles *Lebende* vollzieht einen Kreislauf mit Metamorphose, Transformation, Veränderung, genauso wie:

Wasser, Eis, Dampf, Luft. Eis ist nicht das Gegenteil von Wasser, es ist auch keine eigenständige Existenz oder gar tot, es ist lediglich ein *anderer* Zustand des Wassers. Nach Ablauf der zyklischen Transformationen wird dieses Eis auch wieder einmal Wasser werden.

Dieser Vorgang trifft ebenso auf Lebewesen zu. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Mensch mit seinen noch *unbekannten* Vorfahren den Tod erst erschaffen hat, indem er die *Kunst* einführte.
 
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