• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Nur grundsätzlich wäre zu den Ausführungen Mariannes zu sagen: es gibt meines Wissens keine Religion, die Abtreibung befürwortet.
Ist auch logisch: Religion MUSS FÜR DAS LEBEN auftreten.

sartchi

Du entschuldigst, dass ich als sehr eifrige und tief religiöse katholische Christin, die das in einem norddeutsch - protestantischen Land war, vor allem meine eigenen Erlebnisse generaliserte ---- als Beweise zum Thema.

Oldtimer schrieb auch nicht über alle Religionen, sondern ganz konkret vom Katholizismus -- da bin sogar ich off topic geworden.


Das heißt nicht, dass Deine Überlegungen abwegig sind ... aber sie sind nicht grundsätzlich,sondern Oldtimers Denkanstöße erweiternd.
 
Werbung:
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Hallo Leute!

Der militante, der ausschließende, der radikale, der politische Katholizismus ---
ich mag ihn nicht!

Seit die Kirche vom Herrscher Macht bekommen und sie auch freudig angenommen hat, mindestens also seit Kaiser Theodosius (der übrigens den Beinamen "der Große" zu Unrecht trägt) hat sie sich immer wieder mit bösen Folgen für die Menschen in weltliche Angelegenheiten eingemischt.

Soll ich ins Detail der geschichtlichen Missetaten der Kirche gehen?
Nein! Bringt auch nichts, ich setze euer Wissen voraus.

Was jedoch jetzt in der katholischen Welt geschieht, bedarf genauester Beobachtung.


Fairerweise möchte ich anfügen, dass die katholische Kirche vielschichtig ist und es auch Geistliche gibt, die weltweit Gutes tun.
Österreicher sind ebenfalls darunter.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
 
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Du entschuldigst, dass ich als sehr eifrige und tief religiöse katholische Christin, die das in einem norddeutsch - protestantischen Land war, vor allem meine eigenen Erlebnisse generaliserte ---- als Beweise zum Thema.

Oldtimer schrieb auch nicht über alle Religionen, sondern ganz konkret vom Katholizismus -- da bin sogar ich off topic geworden.


Das heißt nicht, dass Deine Überlegungen abwegig sind ... aber sie sind nicht grundsätzlich,sondern Oldtimers Denkanstöße erweiternd.

Marianne,
ich wollte eben darauf hinweisen und es ins richtige Licht stellen, dass bzgl. Abtreibungen der Katholizismus nicht alleine dasteht, das ist alles und ist keineswegs off topic, meiner Meinung nach.

Was aber zum Katholizismus dazu gehört und auch belegt ist ist, dass Frauen, Mädchen, die oft keinen Ausweg hatten, als abzutreiben, hundsmiserabel von den kirchl. Vertretern behandelt und aus der Gemeinschaft der Gemeinden ausgeschlossen wurden und von der heute so propagierten christl. Nächstenliebe ganz und gar nichts vorhanden war und wahrscheinlich auch noch heute nicht ist.

Im übrigen: wir sollten auch keineswegs die so stillen Bestrebungen des Opus Dei unterschätzen, zählen doch zu deren Mitgliedern bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Im übrigen: das beste Mittel ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.
Und sich auch mal die Reden von verschiedenen kirchl. Vertretern - die übrigens sehr oft auch zu TV-Diskussionen geladen werden! - sehr genau anzuhören. Und Aussagen die positiv beginnen und dann weitergehen mit
"... aber ...." sollten schon hellhörig machen meiner Meinung nach.

sartchi
 
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Die katholische Kirche ist in Zeiten entstanden, wo man mit Gewalt versuchte ein Reich festzuhalten, was dem Zerfall vorherbestimmt war. Anderesdenkende wurden verfolgt und sogleich ermordet.

Kein Baum kann auf öden Böden satte Früchte bringen. Wieso sollte es die katholische Kirche?
 
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Die röm.-kath. Kirche vertritt meines Erachtens äußerst klare Standpunkte: sie ist nicht demokratisch, sie ist der einzige Weg zur Erlösung und wer das nicht glaubt, der gehört nicht dazu.

Diese Kirche darf zu jedem Thema der Welt ihre Aussagen machen, solange sie nicht zum Begehen von Straftaten aufruft.

Das darf jede Kirche.

Wozu die Aufregung?

lg Frankie
 
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Die röm.-kath. Kirche vertritt meines Erachtens äußerst klare Standpunkte: sie ist nicht demokratisch, sie ist der einzige Weg zur Erlösung und wer das nicht glaubt, der gehört nicht dazu.

Diese Kirche darf zu jedem Thema der Welt ihre Aussagen machen, solange sie nicht zum Begehen von Straftaten aufruft.

Das darf jede Kirche.

Wozu die Aufregung?

lg Frankie

Beruhigen`s Ihna wieda, Herr Frankie ...:)

Niemand regt sich hier nie nicht auf.... Wir diskutieren Oldtimers Denkanstöße...

"Zer wos" /( für uns Piefkes: wozu) soll denn sonst so eine Diskussionsplattform gut sein??

lächelnd
Marianne
 
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Frankie,

wie sich die katholische Kirche in die Politik der Staaten einmischt, habe ich in meinem Eröffnungsstatement, so meine ich, durchaus deutlich beschrieben.

Für mich ist die Stellung des Klerus in den Staaten, auch in Österreich, überhaupt schizophren. Als Staatsbürger haben sich die Pfarrer, Bischöfe, Kardinäle ja den Gesetzen ihres Heimatstaates zu unterwerfen bzw. diese zu erfüllen. In Wahrheit unterliegen sie der Befehlsgewalt einer ausländischen Macht, dem Vatikan.

Wenn der Papst respektive die Kurie entsprechende "Hirtenbriefe" an ihre Exekutive, eben den hohen und niederen Klerus im vatikanischen Auslandes erlässt, wie z.B. den Auftrag, deutlich und aktiv Stellung gegen die Regierungspolitik in Spanien zu nehmen, verpflichtet sie diesen, Politik gegen das Heimatland zu nehmen.

Außer beim Vatikan und seinen Beauftragten würde kein Staat der Welt es hinnehmen, dass Agenten im Auftrag eines ausländischen Staates innerhalb seines Territoriums tätig werden.

Und sehen sich ein Kardinal Schönborn oder die diversen Bischöfe in Österreich als Österreicher oder als Diener des Vatikan? Sie sehen sich natürlich als "Diener Gottes". Aber nach ihrem Selbstverständnis spricht der Papst im Namen Gottes. Und dieser Papst ist - auch - Staatsoberhaupt eines souveränen Staates, dem Vatikan.

Trotz Konkordaten fragt man sich schon, ob das dem sonst üblichen Völkerrecht, den Beziehungen zwischen souveränen Staaten entspricht.

- Arminius
 
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Die röm.-kath. Kirche vertritt meines Erachtens äußerst klare Standpunkte: sie ist nicht demokratisch, sie ist der einzige Weg zur Erlösung und wer das nicht glaubt, der gehört nicht dazu.

Diese Kirche darf zu jedem Thema der Welt ihre Aussagen machen, solange sie nicht zum Begehen von Straftaten aufruft.

Das darf jede Kirche.

Wozu die Aufregung?

lg Frankie

Frankie,

Aufgerufen wird in jedem Fall von der Kirche zu Teufelsaustreibungen in gegebenen Fällen. Werden an kranken Personen durchgeführt, im Geheimen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Sie ruft weiterhin gegen Andersdenkende auf (auch politisch) und sollte in ihren Aussagen wesentlich kritischer betrachtet werden.

sartchi
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Werbung:
AW: Der militante Katholizismus in Europa wurde eingebremst.

Frankie,

wie sich die katholische Kirche in die Politik der Staaten einmischt, habe ich in meinem Eröffnungsstatement, so meine ich, durchaus deutlich beschrieben.

Für mich ist die Stellung des Klerus in den Staaten, auch in Österreich, überhaupt schizophren. Als Staatsbürger haben sich die Pfarrer, Bischöfe, Kardinäle ja den Gesetzen ihres Heimatstaates zu unterwerfen bzw. diese zu erfüllen. In Wahrheit unterliegen sie der Befehlsgewalt einer ausländischen Macht, dem Vatikan.

Wenn der Papst respektive die Kurie entsprechende "Hirtenbriefe" an ihre Exekutive, eben den hohen und niederen Klerus im vatikanischen Auslandes erlässt, wie z.B. den Auftrag, deutlich und aktiv Stellung gegen die Regierungspolitik in Spanien zu nehmen, verpflichtet sie diesen, Politik gegen das Heimatland zu nehmen.

Außer beim Vatikan und seinen Beauftragten würde kein Staat der Welt es hinnehmen, dass Agenten im Auftrag eines ausländischen Staates innerhalb seines Territoriums tätig werden.

Und sehen sich ein Kardinal Schönborn oder die diversen Bischöfe in Österreich als Österreicher oder als Diener des Vatikan? Sie sehen sich natürlich als "Diener Gottes". Aber nach ihrem Selbstverständnis spricht der Papst im Namen Gottes. Und dieser Papst ist - auch - Staatsoberhaupt eines souveränen Staates, dem Vatikan.

Trotz Konkordaten fragt man sich schon, ob das dem sonst üblichen Völkerrecht, den Beziehungen zwischen souveränen Staaten entspricht.

- Arminius

Nun gut, arminius :), unser Opldtimer 37...

Ich will nun hier kein historisches Referat halten...

Hier in Europa ist seit dem Mittelalter eine wachsende Säkularisierung beobachtbar = Trennung von weltlicher und geistlicher Gewalt. ( Etwas, was in streng muslimischen Staaten ( Iran z.B.) noch nicht vollzogen wurde.

Und die Konkordate zwischen Vatikan und den europäischen Staaten sind legalformale Reste aus der Zeit, als der Papst ebenfalls weltlicher Herrscher eines weit aus größeren Gebietes war als es der heutige Vatikanstaat ist.

Also sehe ich diese Vermantschung nicht so bedrohlich für unsere Staaten.

Andrerseits steht es jeder religiösen Gemeinschaft zu, nach ihren Regeln zu leben (wenn es die Gläubigen denn tun:ironie:.. Das zu Deinem Stichwort: Hirtenbriefe...


Besorglicher als Deinen Hinweis auf die rechtlichen Folgen alter gewachsener Strukturen ( wer fürchtet sich denn wirklich vor dem Einmarsch der Schweizer Garde * grins* finde ich genau das, was Du in Deinem Eröffnungsthread ansprichst :

das langsame Erstarken christlich fundamentalistischer Ideologien --- vor allem in den USA ( aber auch bei uns)...

Deshalb ist es eben tröstlich zu wissen, dass sogar in Spanien , einem traditionell sehr christlich-katholischen Land , en Mann siegen konnte, der die Homehe eingeführt hat, der mit den baskischen und katalonischen Separatisten verhandelt usw. .



Zu den von sartchi erwähnten Exorzismuspraktiken: diese gibt es, aber sie haben doch im realen Leben ( auch dem der " normalen" Katholiken) kaum mehr Bedeutung ... was natürlich nicht heißt, dass sie finsterster Ideologie entsprechen.
 
Zurück
Oben