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Delirio Salutatio

AW: Delirio Salutatio

......

Ein sprachloses SELBSTbild ist befreit bspw. von der Subjekt / Prädikat / Objekt - Fixierung, was multiperspektivisches oder unperspektivisches Betrachten einer Sache erheblich erleichtert, Empathie und Sensibilität werden öfter "bedient" … Objektivierungen, sogar des eigenen Selbst, sind natürlicher als über den Umweg der sprachlichen Kategorien … u.s.w.
.....

lg Soliton

Das SELBST ist befreit sowohl von der Subjekt-Prädikat-Objekt-Fixierung als auch von jeglichem Bild und der :ironie: BILD-Zeitung ..., :ironie: soll ich als denkforums-:clown3: anmerken ....

Gruß, moebius
 
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AW: Delirio Salutatio

Nachtrag:

Mir ist grade noch was zum Thema Differenzieren eingefallen!
Wie stark man differenziert, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Vor allem von der Bedeutung im Sinne von Wichtigkeit, die man einem Sachverhalt beimisst. Hab mal gelesen, dass es in Sprachen von Völkern, für die Familie und Clans im Vordergrund des sozialen Kontextes stehen, viel mehr Begriffe gibt. So haben die extra Begriffe, wie zB. für den Cousin der angeheirateten Tante oder so.
Da fallen mir auch die Inuits ein, die ca 50 Begriffe für verschiedene Arten von Schnee haben, die wir Mitteleuropäer nie so unterscheiden könnten, wie sie selber - einfach mangels Erfahrung.
Im Grunde ist es aber schon in jeder Familie so - es gibt familienspezifische Interessen und Inhalte, so dass es schon schwierig werden kann, sich mit dem nächsten Nachbarn zu verständigen - wenn 's über Smalltalk rausgeht.
Sprache ist auch Geschichte - denn in ihr sind die Erfahrungen aufgeschichtet, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Die Differenziertheit hängt aber auch davon ab, wie TIEF man in einen Bereich eingedrungen ist - so entsteht ja das Fach-Chinesisch! :D Das vermischt sich aber alles, man kann da nicht wirklich scharf trennen.

Ja - Sprache kann auch zur Hölle werden - wenn sich Menschen mit stark verschiedenen Kontexten, Hintergründen, Interessen und Bewertungen verständigen sollen/wollen! :D

LG

EarlyBird :)
 
AW: Delirio Salutatio

Lieber das Fach-Chinesisch der einzelnen Wissenschaften als das Partei-Chinesisch der kommunistisch-kapitalistischen Macht-Haber in Peking ....:lachen::lachen::lachen:


Allerdings! :D
Ich geh aber davon aus, dass die ziemlich genau wissen, was sie reden und vor allem warum und wem es nützt! :lachen:
Zum Glück sind die aber auch nur Menschen und übersehen demgemäß auch wichtige Faktoren. Sonst würden sie sich ja am Ende noch VIEL länger an der Macht halten! :haare:
 
AW: Delirio Salutatio

Hi Soliton! :)


Ja, zumindest hab ich jetzt eine leise Vorstellung, um was es dir geht! :)
Aber es wirft Fragen bei mir auf, bzw., manches seh ich auch anders.
Das Vorsprachliche ist natürlich wesentlich ganzheitlicher als jede Sprache das vermitteln kann - aber ich seh die Wirklichkeit nicht als Chaos, sondern als einerseits total individuell - so siehst du es ja auch, keine zwei Schneeflocken, Sandkörner, Grashalme usw - sind gleich - aber es gibt Muster und Gestalten. Dh, wir können Sandkörner mit Leichtigkeit von Schneeflocken von Bäumen, von Igeln und von Kartoffeln unterscheiden.
Ich seh es so, dass Sprache klangliche Symbolisierung von Gestalten und Mustern sind, die der Mitteilung dienen. Ursprünglich ging es wohl um Nahrung - so wie bei der Bienensprache. Vermittels Sprache kann ich also zB jemandem anders, der es selbst noch nicht persönlich kennt, mitteilen, wie er an einen bestimmten Ort kommt und was er dort wahrscheinlich vorfinden wird.
Ich rätsle ein bisschen, ob deine Wahrnehmung so anders ist, dass du die individuellen Unterschiede stärker wahrnimmst, als die Gemeinsamkeiten.

Ein allgemeines Problem seh ich auch darin, dass - von den ganz alltäglichen Dingen mal abgesehen, jeder, der deutsch spricht, weiß was ein Stuhl ist oder Nudeln oder ... - viele Begriffe sehr unterschiedlich belegt sind - eben WEIL sie Abstraktionen sind und weil sie unterschiedliche Erfahrungen nicht berücksichtigen.
Dazu kommt noch, dass Begriffe und Bedeutungen sich wandeln - wenn man alle Begriffe einzeln untersuchen wollte, würde einer alleine niemals fertig.

Ja, mir geht da auch viel mehr durch den Sinn, als ich jemals ausdrücken kann. :(
Aber ich sag mal so: Sprache ist eine Gratwanderung - wie alles im Leben! :lachen:
Aber immerhin kann man ja auch mit ihr spielen - sie ist also auch ein wunderbares Werkzeug für Kreativität! :)

LG

EarlyBird :)

Nachtrag:

Mir ist grade noch was zum Thema Differenzieren eingefallen!
Wie stark man differenziert, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Vor allem von der Bedeutung im Sinne von Wichtigkeit, die man einem Sachverhalt beimisst. Hab mal gelesen, dass es in Sprachen von Völkern, für die Familie und Clans im Vordergrund des sozialen Kontextes stehen, viel mehr Begriffe gibt. So haben die extra Begriffe, wie zB. für den Cousin der angeheirateten Tante oder so.
Da fallen mir auch die Inuits ein, die ca 50 Begriffe für verschiedene Arten von Schnee haben, die wir Mitteleuropäer nie so unterscheiden könnten, wie sie selber - einfach mangels Erfahrung.
Im Grunde ist es aber schon in jeder Familie so - es gibt familienspezifische Interessen und Inhalte, so dass es schon schwierig werden kann, sich mit dem nächsten Nachbarn zu verständigen - wenn 's über Smalltalk rausgeht.
Sprache ist auch Geschichte - denn in ihr sind die Erfahrungen aufgeschichtet, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Die Differenziertheit hängt aber auch davon ab, wie TIEF man in einen Bereich eingedrungen ist - so entsteht ja das Fach-Chinesisch! Das vermischt sich aber alles, man kann da nicht wirklich scharf trennen.

Ja - Sprache kann auch zur Hölle werden - wenn sich Menschen mit stark verschiedenen Kontexten, Hintergründen, Interessen und Bewertungen verständigen sollen/wollen!

LG

EarlyBird

Wow, EarlyBird, viel und schnell geantwortet … fleißig, fleißig!

Natürlich gibt es noch zahlreich nicht aufgeführte Faktoren rund um die Sprachidentität.
Nur eine Richtigstellung, damit wir einander nicht missverstehen, das "zusätzliche" Chaos ist nicht in der Ganzheitlichkeit begründet, sondern im Wegfall der Sprache als gleichmachender Ordnungsrahmen durch zu grobe Kategorisierung.
Was nicht unbedingt an den Einzelbegrifflichkeiten von Gegenständen festzustellen ist. Vielmehr an Mustern, Strukturen, Urteilen, Verhältnissetzungen die lediglich durch ideelle Festlegung (Vorstellungsideen) in die Welt gesetzt werden … = willkürliche Zerteilung der Ganzheitlichkeit. Dieser "Ordnungsrahmen" hat keine natürliche Entsprechungen. Ohne ihn ist das Chaos größer.

Ja, mir geht da auch viel mehr durch den Sinn, als ich jemals ausdrücken kann.

Aber ich sag mal so: Sprache ist eine Gratwanderung - wie alles im Leben!

Aber immerhin kann man ja auch mit ihr spielen - sie ist also auch ein wunderbares Werkzeug für Kreativität!

Ja, volle Zustimmung! :sekt:

Differenzierungsbedarf entsteht nicht nur die InformtionsTIEFE, sondern auch durch Wegfall des "Ordnungsrahmens" des Begriffes, die betrachtete Sache bekommt eine eigene, individuelle Einzelfall-Kategorie, die zu erstellen ist. Erst so werden die Einzelfall bedingten Unterschiede zwischen verschiedenen Sachen mit gleicher Begrifflichkeit voll umfänglich anschaulich.

Die Hölle meiner Sprach-Störung möchte ich nicht näher beschreiben.
Allgemein lässt sich auf mangelnde Sozialisation, tlw. Unmöglichkeiten der Selbst-Findung /-Verwirklichung, Unterentwicklung der Sprachzentren im Gehirn durch mangelnden Gebrauch hinweisen. Psychologische Folgen ähnlich denen einer Isolationshaft, nur vehementer, da ständig vorhanden … was für alle Sprachgestörten (nicht Sprechgestörte) gilt.
Es entwickeln sich aber, ähnlich wie bei Blinden, andere Sinne und Fähigkeiten zum Ausgleich.

(bspw. wurde ich in der 7. Klasse mit 6 Fünfern im Zeugnis vom Gymnasium verwiesen, obwohl im Schriftlichen ein Noten-Durchschnitt von 2,5 gegeben war, dem aber sehr viele mündliche 6er entgegen standen. Kein Abitur [Matura] keine akademische Laufbahn …)

Hier im Forum lassen sich diejenigen Aspekte leicht besprechen, welche für fast jeden nachvollziehbar sind.
Andere Aspekte, deren Beschreibungen von Wirkungsketten und logischen Verflechtungen ganze Kapitel füllen, können hier leider nicht dargestellt werden.

Ich danke Dir schonnema‘ für Dein Interesse und wünsche Gute Nacht :winken3: :schlaf1:

lg Soliton :)
 
AW: Delirio Salutatio

Zu 1.:
Hauptsache, es brennen keine Sicherungen durch ...:lachen:

Beim taufenden Geistlichen? :nein: der würde sich doch nicht an minderjährigen Mega-Quanten-Computern vergreifen … :lachen:

Zu 2.:
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren ZDF-Intendanten ... - falls Sie nicht vorher einge:schlaf1: sind ...:lachen:

… mal sehen wann die ZDF-Intendanz auf den Trichter kommt, Einnahmen durch das Angebot eines telefonischen Weckdienstes zu generieren … :rollen:

Zu 3.:
"Schau' mer mol!" :schnl:

… nicht verzagen, nur Ehrenwortkanzler Kohl, Basta-Kanzler Schröder, Bundesfinanzminister Schäuble oder Graf Lambsdorff sowie Bundesaussenminister Fischer … oder viele, viele andere fragen … :lachen:

Das SELBST ist befreit sowohl von der Subjekt-Prädikat-Objekt-Fixierung als auch von jeglichem Bild und der BILD-Zeitung ..., soll ich als denkforums- anmerken ....

Gruß, moebius

:danke: für Deine klärenden Worte … BILD mag wohl in begrifflicher Grundform für ein zweidimensionales Faksimile stehen … aber auch in den Begriffen Selbst- / Welt-BILD … ich glaube nicht :dontknow:

lg Soliton
 
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AW: Delirio Salutatio

Wow, EarlyBird, viel und schnell geantwortet … fleißig, fleißig!


Ja - ist sonst gar nicht meine Art hier, schreibe meist nur Ein- oder Zweizeiler! :D


Natürlich gibt es noch zahlreich nicht aufgeführte Faktoren rund um die Sprachidentität.
Nur eine Richtigstellung, damit wir einander nicht missverstehen, das "zusätzliche" Chaos ist nicht in der Ganzheitlichkeit begründet, sondern im Wegfall der Sprache als gleichmachender Ordnungsrahmen durch zu grobe Kategorisierung.
Was nicht unbedingt an den Einzelbegrifflichkeiten von Gegenständen festzustellen ist. Vielmehr an Mustern, Strukturen, Urteilen, Verhältnissetzungen die lediglich durch ideelle Festlegung (Vorstellungsideen) in die Welt gesetzt werden … = willkürliche Zerteilung der Ganzheitlichkeit. Dieser "Ordnungsrahmen" hat keine natürliche Entsprechungen. Ohne ihn ist das Chaos größer.


Ja, ich denke, ich verstehe, was du meinst. Eben die "Verhexung" durch die Schaffung einer künstlichen Sprach- und Vorstellungswelt, die nicht immer wieder mit der Wirklichkeit abgeglichen wird. Hab ich es in deinem Sinne erfasst?


Ja, volle Zustimmung! : sekt:

Differenzierungsbedarf entsteht nicht nur die InformtionsTIEFE, sondern auch durch Wegfall des "Ordnungsrahmens" des Begriffes, die betrachtete Sache bekommt eine eigene, individuelle Einzelfall-Kategorie, die zu erstellen ist. Erst so werden die Einzelfall bedingten Unterschiede zwischen verschiedenen Sachen mit gleicher Begrifflichkeit voll umfänglich anschaulich.


Hm, meinst du sowas, wie Multifunktionalität? Wenn ich zB nicht durch die ursprünglich vorgesehene Funktion eines Werkzeuges festgelegt bin und mir erlaube, eine Beißzange wie einen Hammer zu benutzen? Ich war total überrascht, als mir jemand begegnete, den das total zum Ausflippen brachte! :lachen:
Mit einer Haushaltsschere den Rasen zu schneiden, scheinen auch manche ungewöhnlich zu finden! :D


Die Hölle meiner Sprach-Störung möchte ich nicht näher beschreiben.
Allgemein lässt sich auf mangelnde Sozialisation, tlw. Unmöglichkeiten der Selbst-Findung /-Verwirklichung, Unterentwicklung der Sprachzentren im Gehirn durch mangelnden Gebrauch hinweisen. Psychologische Folgen ähnlich denen einer Isolationshaft, nur vehementer, da ständig vorhanden … was für alle Sprachgestörten (nicht Sprechgestörte) gilt.
Es entwickeln sich aber, ähnlich wie bei Blinden, andere Sinne und Fähigkeiten zum Ausgleich.


Ja - Handycaps sind oft der Ansporn, sich etwas Anderes zu erarbeiten und zu meistern! :)


(bspw. wurde ich in der 7. Klasse mit 6 Fünfern im Zeugnis vom Gymnasium verwiesen, obwohl im Schriftlichen ein Noten-Durchschnitt von 2,5 gegeben war, dem aber sehr viele mündliche 6er entgegen standen. Kein Abitur [Matura] keine akademische Laufbahn …)


Also auch das österreichische Schulsystem.... :(
Andererseits, was man sich zumindest hier in D früher in die Birne kloppen musste beim Studium - da hab ich auch gepasst. Nicht, weil ich 's nicht gekonnt hätte - aber weil 's gegen mein Bedürfnis selbst zu denken ging und ich nicht jeden Sch.. fresse!


Hier im Forum lassen sich diejenigen Aspekte leicht besprechen, welche für fast jeden nachvollziehbar sind.
Andere Aspekte, deren Beschreibungen von Wirkungsketten und logischen Verflechtungen ganze Kapitel füllen, können hier leider nicht dargestellt werden.


Seh ich ein! ;)


Ich danke Dir schonnema‘ für Dein Interesse und wünsche Gute Nacht :winken3: :schlaf1:

lg Soliton :)



Danke - und dir einen guten Morgen! :)
 
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