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Delirio Salutatio

AW: Delirio Salutatio

1. wie die Yetis, die im nepalesischen Hochgebirge zusammensitzen und sich fragen, ob’s den Messner wirklich gibt … :lachen:

.....
2. Ja, die Deadline für philosophische Werke ist nur das Ableben des Autors … selbst diesen Termin haben einige große Meister leider nicht einhalten können … :haare:

lg Soliton

Zu 1.:
Wenn das der real existierende Reinhold Messner liest ...:lachen:

Zu 2.:
Ja, aber mit den Deadlines ist das so eine Sache, :ironie: soll ich im Auftrag von Freund Hein ausrichten ...:clown3:

Gruß, moebius
 
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AW: Delirio Salutatio

Aber wenn eigene Worte in der Art "miss-verstanden" werden, dass sie zur Untermauerung gegenteiliger Überzeugungen verwendet werden, wird aus dem Wundern mitunter ein :fechten: um Urheberecht und Grenzen der individuellen Freiheit, fremde Gedanken/Formulierungen beliebig zu verwerten, VerWund-ung nicht ausgeschlossen...:pcwut:

Wo hört Eitelkeit der Selbstdarstellung auf und fängt Missbrauch an, und wer ist verantwortlich für missbräuchliches Falschverstehen?

Lg Kaawi

Ob verstanden oder miss-verstanden kann nur der Autor/Sprecher entscheiden, wenn er denn ein RECHT dazu hätte …
Willentliches, aktives Umdeuten zugunsten des eigenen Mütchens ist ja ein ganz anderes Thema … Formulierungen als Extension können geschützt werden.

Die Eitelkeit der Selbstdarstellung ist beim Sprachgebrauch durch die zwangläufig involvierte Sprachidentität niemals auszuschließen … beim einen mehr beim anderen weniger je nach Status der Persönlichkeit.

Ansonsten sind Konditioniertheit von Adressat und Adressant im Einzelfall ausschlaggebend.

WER ist verantwortlich? Manchmal die Fliege an der Wand, manchmal die "Fliege im Fliegenglas" (das Wittgensteinsche eingesperrte Selbst)

lg Soliton
 
AW: Delirio Salutatio

In diesem virtuellen denkforum äussert ein jeder, was er/sie möchte und ein Haufen andere verstehen das, was sie verstehen können und wollen. - Freiheit! :banane:
 
AW: Delirio Salutatio

Von dem Du bedauerlicherweise ausgiebig Gebrauch machst. :(

Ja, aber rmein Schweigen ist keine Ignoranz, im Gegenteil, nur in der Stille und innerhalb vertrauter Beziehungen kann ich meine gesteigerte Wahrnehmung kompensieren, zu tief gehende Eindrück verarbeiten, meine eigene Position finden, korrigieren und bewahren.

Lg Kaawi :confused:
 
AW: Delirio Salutatio

Ja, aber rmein Schweigen ist keine Ignoranz, im Gegenteil, nur in der Stille und innerhalb vertrauter Beziehungen kann ich meine gesteigerte Wahrnehmung kompensieren, zu tief gehende Eindrück verarbeiten, meine eigene Position finden, korrigieren und bewahren.

Lg Kaawi :confused:

O.K., das gönne ich Dir natürlich. :blume2:
Auch wenn ich Deine Perspektive manches Mal vermisse.

Liebe Grüße :winken3:
 
AW: Delirio Salutatio

Moin, Moin, Soliton! :)

Ja, da hast du völlig recht - bloß, wie soll es denn anders gehen?
Sprache entwickelt sich nunmal individuell, aus dem Kontext heraus, in den Mensch hineingeboren wird. Ich denke mal, in einer Stammesgesellschaft, in der alle Mitglieder mehr oder weniger an allem teilhaben, was den Stamm betrifft, ist die gemeinsame Erfahrung vorhanden, mit der die Sprache verknüpft ist, so dass die Verständigung da sehr präzise möglich ist.
In einer feudalen Gesellschaft können sich die Mitglieder jeden Standes - oder wie das noch hieß - untereinander gut verständigen, da es für jeden Stand klare Regeln gibt und gemeinsame Erfahrungen.
Schwieriger wird es in einer hochkomplexen Gesellschaft mit vielen Subkulturen, Gruppierungen, Unterströmungen, wo das einzelne Individuum sehr verschiedenen Kontexten folgen kann oder ihnen auch erst mal ausgesetzt ist. Es ist natürlich ein viel höherer Freiheitsgrad - andererseits muss man sich dann halt oft erstmal diejenigen suchen, die ähnliche Interessen haben. Es wird schwieriger, je vielschichtiger ein Individuum ist. Ok, man kann sich auch verschiedenen Gruppen anschließen, und seine Interessen da oder dort leben. Wenn man sie denn wirklich fein säuberlich voneinander trennen kann. :dontknow:

Dazu muss ja ein Mensch erstmal die Wirklichkeit erkennen - das dürfte aber eben immer nur in Teilbereichen möglich sein, denn die Wirklichkeit ist ja - zumindest für uns - unendlich. Und dann kommt 's auch noch auf die Prämissen an. Ist uns wirklich immer bewusst, wo wir etwas nur glauben, weil man 's uns von klein auf so erzählt hat und wir es deshalb für wahr und selbstverständlich halten? Dazu muss man sich selbst immer wieder überprüfen, neue Ideen zulassen, dafür offen sein, dass viel mehr möglich ist, als was man selber kennt. Das macht das Leben aber nicht grade einfacher.

Ja - das geht auch nie auf einmal, es ist ein Prozess, sich die - evtl, für einen selbst sehr fremde - Welt des Autors zu erschließen.

Ja! Drum halte ich es ja für unerlässlich, dass man immer wieder Sprache und Wirklichkeit abgleicht. Nur, wie schon gesagt, die Wirklichkeit ist unendlich und man kann 's eben immer nur für Teilbereiche tun.
Ok, man kann sich natürlich auch der Wirklichkeit auf einer anderen Ebene nähern, indem man ein System erlernt und benutzt, das natürliche Gesetzmäßigkeiten, Urprinzipien beschreibt, die man dann jeweils analog anwenden kann. Das ist aber heutzutage nicht mainstream-gerecht! :lachen:

Und umgekehrt - auch der Leser ist nicht für die der Autoren verantwortlich. :)

Eben Ausdruck einer patriarchalischen Gesellschaft, die auf Besitz und Machterhalt ausgerichtet ist!


LG

EarlyBird :)

Wie meinst du das? Heißt das, er DARF es garnicht?
Das Einzige, woran man ihn hindern kann, ist, zu äußern, ob er sich verstanden fühlt oder nicht. :)

Hallo Du,

hey, mit Deinen Ständen, Gruppen und Stämmen kann ich nur zustimmen :)
Das menschliche Gehirn ist eben nicht dafür ausgelegt mehr als sein empirisch erfahrenes Rudel in den Kontext des Einzel-Menschen stellen zu können - nur in diesem Rudel ist individuelle Behandlung von Sprachidentitäten möglich.

Alles nicht-empirisch Erfahrene :keine Ironie: muss durch Vorstellungsideen (sprach-ver-sauter …upps … -gesteuerter Natur) in die inneren Vorstellungswelten einverleibt werden.
Welt- und damit korrespondierende Selbst-bilder beruhen im Informationszeitalter in höherem Maße auf einer "verhexten" Sprache, als denn im heimischen Stammesleben.

Anhand der eigenen empirischen Erfahrung können wir die durch Sprachmittel geprägten Vorstellungsideen mit der Wirklichkeit abgleichen und versuchen die Fehler durch die Sprachvermittlung in den inneren Welt-/Selbst-bildern entstanden sind aufzuspüren … (= Philosophieren)
Notwendig dafür ist neben dem "Wissenshunger", die Fähigkeit sich der inneren Welt- und Selbstbildern als Ordnungsrahmen zu entledigen und die empirischen Erfahrungen aus eigenen Einzelfällen als "anderer" Ordnungsrahmen vergleichend daneben zu stellen (um die alten Welt-/Selbst-bilder extrapolierend zu revidieren) . Dieser "andere" Ordnungsrahmen wirkt mangels ordnender Kategorien zunächst chaotisch, wir folgen unseren tierischen Instinkten … je nach auto-didaktischen Fähigkeiten gelingt es uns aus diesem anfänglichen Chaos, eigene gesamtheitliche Ordnungsrahmen zu entwickeln … jenseits jeder Mittel der Sprache.

Natürlich hat der Autor/Sprecher die Möglichkeit sein Ich-fühl-mich-missverstanden zu sarrazinieren … ääähhh … äussern, die ENTSCHEIDUNG wie der Leser/Hörer es gefälligst zu reflektieren hat hatter nich … 5Zeichen :winken3: hat Recht - Freiheit! … aber es geht ja auch gar nicht anders, führt nur zu Lippenbekenntnissen :)

:)
lg Soliton
 
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AW: Delirio Salutatio

Zu 1.:
Wenn das der real existierende Reinhold Messner liest ...:lachen:

… und wenn erst die Yetis das lesen … :lachen:

Zu 2.:
Ja, aber mit den Deadlines ist das so eine Sache, :ironie: soll ich im Auftrag von Freund Hein ausrichten ...:clown3:

Gruß, moebius

… ja, mit seinen Deadlines hat Freund Hein durchaus Einfluss genommen auf die Philosophiegeschichte …

lg Soliton
 
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