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Analoge Filme digitalisieren – Eure Erfahrungen und Tipps?

Ich kenne Menschen, bei denen ist das schon pathologisch.
Naja, mit einem Messie habe ich auch nichts gemein. Ich kann alles gut brauchen, was sich in meinem Haus befindet - einschließlich meiner Frau...;)
Wenn Du Dich in der Werkstatt nicht mehr ordentlich bewegen kannst, dann ist es keine. Sondern mehr ein Werkzeuglager.
Ich bin auch kein Handwerker, aber ich habe ein Haus mit Garten und es muss immer wieder etwas repariert oder ausgebessert werden. Es handelt sich also um Werkzeuge und Geräte, mit denen man kleine Reparaturen selbst bewerkstelligen oder etwas zusammenbasteln kann.
Alle meine Nachbarn haben eine Werkstatt im Keller - aus demselben Grund.
 
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Ach, Letzteres sollte man eigentlich dann eher tun: Auch mal was wegschmeißen.
Klar, man kann es digitalisieren lassen ... und dann schaut man es sich einmal an, und danach ist es dieselbe Leiche, die es auch vorher schon war, nur eben nunmehr eine digitale Leiche.
Aber man kann es so für die Nachwelt erhalten. Dann werden deine Enkelkinder und deren nachfahren sehen, was Skifahren war oder wie man sich noch an den Strand sonnen hat lassen. Für mich ist es jetzt auch relativ uninteressant aber so alte Bilder von meinen Verwandten schaue ich mir schon gerne an. Zumindest solange, wie noch jemand dazu eine Geschichte erzählen kann und mich aufklären kann, wer die Personen sind und was sie gemacht haben.
Diese Nostalgie habe ich - wenn zunächst auch nicht ganz freiwillig - bereits vor Jahren aufgegeben. Seitdem habe ich festgestellt, auch sehr gut ohne den alten Ramsch auskommen zu können. Denn wenn man immer alles bis zum Skt. Nimmerleinstag aufzuheben gedenkt, dann lebt man schließlich im Lager eines Trödelladens - insbesondere bei dem doch begrenzten Wohnraum des Großstädters.
Aus mehreren Kisten habe ich mit der Digitalisierung einen USB Stick gemacht. Also habe ich das schon sehr verkleinert:) Das hält so wieder seine 50+Jahre, dann wird man es eventuell wieder auf ein anderes Medium spielen müssen.
 
Aus mehreren Kisten habe ich mit der Digitalisierung einen USB Stick gemacht. Also habe ich das schon sehr verkleinert:) Das hält so wieder seine 50+Jahre, dann wird man es eventuell wieder auf ein anderes Medium spielen müssen.

Da wäre ich mir an Deiner Stelle ganz und gar nicht so sicher. Und zwar aus folgenden Gründen nicht:

1. Ein USB-Stick muss man hin und wieder, alle paar Wochen etwa, auch mal wieder einstecken, um ihn damit mit Strom zu versorgen. Anderenfalls verliert sich die Ladung des Sticks nämlich, und die Daten auf dem Stick sind futsch.

2. Im Jahr 1995 stieg ich ins grafische Gewerbe ein, wir arbeiten damals bereits digital. Damals und in den Jahren darauf arbeiteten wir mit den folgenden Speichermedien:
- Syquest Wechselplatte. Extrem unzuverlässig, unsere Kunden spielten es immer doppelt auf, weil es praktisch ständig Schreib-/Lesefehler gab.
- ZIP. 100 MB, später 250 MB. Abwärts kompatibel, aber nicht umgekehrt.
- JAZ. 1GB, später 2 GB. Abwärts kompatibel, aber nicht umgekehrt.
- Magneto-optisches Laufwerk. Versprochen wurde Datensicherheit, weil die Magnetisierbarkeit erst durch einen Laser erfolgt. Mit den Cartridges gab es praktisch immer Leseprobleme. Funktioniert haben sie immer erst dann, wenn der Kunde auch sein Laufwerk mitbrachte.
- CD/DVD.
- Jemand brachte seine eigene, externe Festplatte mit. 500 MB, nicht mehr.

Angeschlossen wurde das alles an die damalige MacOS-Standard-Schnittstelle: SCSI.
Und von diesen Datenträgern existiert ... heute ... nichts mehr. Auch nicht die Schnittstelle SCSI.

Käme heute jemand mit so einem Datenträger - den er aus irgendeiner Kiste hervorgeholt hat - die Daten wären unlesbar. Selbst wenn sie, magnetischer Datenträger, überhaupt noch vorhanden wären. Es gibt die Laufwerke nicht mehr, und falls doch, so kann sie keiner mehr anschließen.
Aber selbst damals hatte ich schon einmal eine Anfrage, ob wir etwa alte Floppy-Disks noch lesen könnten. Fehlanzeige, ging nicht.
CD/DVD gibt es im Prinzip noch ... und wer hat heute, im Standard, noch ein Laufwerk dafür?

Wer sagt Dir denn, dass es USB in nur wenigen Jahren noch geben wird? Dein Rechner das Datenformat des Sticks überhaupt lesen kann? Bereits heute gibt es Rechner, in die man nur noch USB-C einstecken kann. Wer mit USB-A daherkommt, der benötigt ein Adapter. Wie lange wird es diese Adapter noch geben?

3. Vor rund 20 Jahren erwarb ich ein Buch namens "The Encyclopedia of Grafic Files Formats" (Lexikon grafischer Dateiformate), das erschien damals neu. Ein Wälzer, welcher alle damals bekannten grafischen Dateiformate dokumentierte. Aber bereits seinerzeit war bestimmt mehr als 90% des Inhalts nur noch von kulturhistorischem Interesse. Die Dateien existierten nicht mehr und waren auch nicht mehr im Umlauf, und es gab auch keine Software mehr, mit der man diese Dateien hätte öffnen können.
Aber selbst das Lexikon gibt es nicht mehr, denn es wurde nicht mehr neu aufgelegt. Vielleicht gibt es das noch gebraucht, bei Amazon ...

... und wie lange glaubst Du, wirst Du die Dateiformate auf Deinem Stick noch lesen können? In 50+ Jahren? Auf keinen Fall.

Fazit:
Wer digitales Material längerfristig - im Sinne von nur ein paar Jahren - sichern möchte, der kommt nicht umhin, es ständig im Fluss zu halten. Im Wesentlichen sehe ich da nur zwei Möglichkeiten:

a) In die Cloud schieben: Hat sich in meinem Fall sogar als eine der sichersten Methoden erwiesen: Rechner, Datenträger, Laufwerk futsch oder kaputt - in der Cloud, da hast Du es noch. Aber auch ein Cloud-Anbieter kann im Orkus verschwinden ...

b) Ständig updaten, oder wenigstens alle paar Jahre, wenn sich etwas ändert: Von einem Datenträger auf den nächsten, von einem Datenformat in ein anderes - solange beides noch existiert.
 
Da wäre ich mir an Deiner Stelle ganz und gar nicht so sicher. Und zwar aus folgenden Gründen nicht:

1. Ein USB-Stick muss man hin und wieder, alle paar Wochen etwa, auch mal wieder einstecken, um ihn damit mit Strom zu versorgen. Anderenfalls verliert sich die Ladung des Sticks nämlich, und die Daten auf dem Stick sind futsch.
Also ich habe sticks, die schon jahrelang nicht eingesteckt waren, und diese funktionieren dennoch.
Aber ja, auch USB-Sticks speichern Daten nicht auf alle Ewigkeit.
CD/DVD gibt es im Prinzip noch ... und wer hat heute, im Standard, noch ein Laufwerk dafür?
Gibt externe für wenige Euronen, die kann man über USB anstecken.
Wer sagt Dir denn, dass es USB in nur wenigen Jahren noch geben wird? Dein Rechner das Datenformat des Sticks überhaupt lesen kann? Bereits heute gibt es Rechner, in die man nur noch USB-C einstecken kann. Wer mit USB-A daherkommt, der benötigt ein Adapter. Wie lange wird es diese Adapter noch geben?
Also die USB-Anschlüsse bei meinem PC werden in den nächsten Jahren nicht verschwinden.
Auch meine Adapter dürften sich in naher Zukunft nicht un Luft auflösen.
... und wie lange glaubst Du, wirst Du die Dateiformate auf Deinem Stick noch lesen können? In 50+ Jahren? Auf keinen Fall.
In 50+ Jahren werde ich sie sicher nicht mehr lesen können. Liegt aber an meinem Alter, nicht am Stick.
Fazit:
Wer digitales Material längerfristig - im Sinne von nur ein paar Jahren - sichern möchte, der kommt nicht umhin, es ständig im Fluss zu halten. Im Wesentlichen sehe ich da nur zwei Möglichkeiten:

a) In die Cloud schieben: Hat sich in meinem Fall sogar als eine der sichersten Methoden erwiesen: Rechner, Datenträger, Laufwerk futsch oder kaputt - in der Cloud, da hast Du es noch. Aber auch ein Cloud-Anbieter kann im Orkus verschwinden ...
Und hoffen, dass keiner die Daten in der Cloud klaut.
b) Ständig updaten, oder wenigstens alle paar Jahre, wenn sich etwas ändert: Von einem Datenträger auf den nächsten, von einem Datenformat in ein anderes - solange beides noch existiert.
Ja, das sollte man tun. :)
 
Gibt externe für wenige Euronen, die kann man über USB anstecken.

Ja - noch.
Noch vor wenigen Jahren waren CD/DVD-Laufwerke, zum Lesen, zum Schreiben, Standard bei PCs, selbst bei Laptops. Heutzutage werden neue Rechner nicht mehr, wenigstens nicht mehr im Standard, mit diesen ausgeliefert.
Warum nicht?
Weil sich niemand mehr für diese Technologie interessiert, sie ist kein Kaufargument mehr. Noch kann man CD/DVD-Laufwerke mit USB-Anschluss neu kaufen. Es gibt noch Gebrauchtgeräte, die man vllt. anschließen kann.

Aber diese Geräte werden vom Markt verschwinden, wie andere, nunmehr historische Formate auch. Niemand interessiert sich mehr für sie, also werden sie bald auch nicht mehr produziert werden.
Wie ich bereits schrub: Syquest, ZIP, JAZ, Magneto-Optical, einst "Standards" ... auch für diese Datenträger versprach man uns damals Beständigkeit.
Aber bereits nach wenigen Jahren gab es sie dann nicht mehr.

Also die USB-Anschlüsse bei meinem PC werden in den nächsten Jahren nicht verschwinden.
Auch meine Adapter dürften sich in naher Zukunft nicht in Luft auflösen.

Nein, das werden sie nicht. Aber Dein Rechner wird den Geist aufgeben, und Dein neuer Rechner wird keinen USB-Anschluss mehr haben. Zumindest in einem Worst-Case-Scenario.
Es wird einen neuen "Standard" geben. USB wird veraltet sein, und ein neuer Standard wird USB ablösen.
 
Und hoffen, dass keiner die Daten in der Cloud klaut.

Klauen ... ich gebe Euch ein anderes Beispiel aus meiner Lebenserfahrung:

Vor rund 20 Jahren wurde in eine mir damals bekannte Werbeagentur (WA) eingebrochen und es wurden alle Rechner geklaut - Vollkatastrophe!
Das Problem war nicht einmal die Hardware. Denn kapitalkräftig, wie die Agentur damals war, hatten sie die innerhalb von 3 Tagen wieder aufgestellt und neu installiert.
Das Problem waren die Daten. Die Daten von Jahren, Kundendaten, an denen sie gearbeitet hatten: Logos, Daten von Druckerzeugnissen und Homepages, an denen sie gearbeitet hatten. Material, welches immer wieder verändert, und neu aufgelegt wurde ... alles FUTSCH!

Sicher, sie hatten BackUps gemacht ... machten damals in der kreativen Szene auch die wenigsten ... nur war der BackUp-Server leider auch geklaut.

Später war ich selbst in einer WA u.a. für die Datensicherung zuständig. Mit den damaligen Übertragungsraten war eine laufende, externe Sicherung von voluminösen Daten für Druckerzeugnisse per Cloud de facto unmöglich. Für uns jedenfalls, es hätte schlicht zulange gedauert und auch zuviel Geld gekostet, solche Datenmengen täglich in der Nacht zu übertragen.
Also sicherten wir Daten auf DVD und Festplatten, die auch aus dem Haus gebracht wurden. Denn: Es kann einen Wasserschaden von oben geben, es kann eingebrochen werden, es kann die Bude abbrennen.

Die Hardware hast Du, und sei es im Zelt auf dem Hof, in ein paar Tagen wieder aufgestellt. Die Daten von Jahren aber nicht.

Später erarbeitete ich ein Konzept, wie in einer nahen Zukunft mit der Sicherung von Daten, eigenen wie jenen von Kunden zu verfahren sei. Damals fand ich Folgendes heraus, und grundsätzlich gilt es auch noch heute:

1. Die Sicherung von Daten auf physikalischen Datenträgern - damals DVD - erweist sich, selbst auf mittelfristige Sicht, als zu instabil. Entgegen der Zusagen der Hersteller der Systeme ist dann eine DVD ggf. nicht mehr lesbar, und die Sicherungskopie auch nicht. Es dauert zu lange, solche Kopien zu erstellen - damals je 1 Stunde - und in der Praxis wird es dann nicht gemacht, weil man anderes zu tun hat.

2. Es muss zwei Server geben, die allein nur der Datensicherung dienen. Einer intern, einer extern (wir hatten damals ein komplett getrenntes Nebengebäude). Fällt einer der Server mit Totalschaden aus, wird eingebrochen, Wasserschaden, brennt es: Es gibt noch die andere Sicherung.

3. Nicht physisch speichern ("brennen", DVDs), sondern sichern (Festplatte). Die physische Speicherung dauert zu lange und wird dann nicht gemacht, und instabil, das ist sie auch.
Das anzustrebende System hat eine zu erwartende mittlere Lebenszeit von vier Jahren. Danach muss es durch ein neues System ersetzt werden, veraltet ist es dann ohnehin. Es muss gepflegt, gewartet und ggf. Komponenten ausgetauscht werden.

4. Daten zu archivieren, das ist das Eine. Sie auch zu finden, das ist das Andere. Daten wollen nicht nur archiviert, sondern auch katalogisiert werden. Da ruft der gute Kunde an und spricht: Wir haben da vor zwei Jahren dieses Prospekt gemacht ... da hätte ich gern dieses Bild mit dem lustigen Dackel noch einmal ... nur, wo ist es?
Als Admin, zu dem man mich als Reinzeichner im Nebenjob in der WA machte sagte ich irgendwann: Der Zusatz "_neu" in Dateinamen ist ab sofort per Todesstrafe verboten. Denn auf dem Server finde ich ... 728 ... Dateien mit dem Titel "Logo_neu" ... die mindestens 5 Jahre alt sind.
 
Ja - noch.
Noch vor wenigen Jahren waren CD/DVD-Laufwerke, zum Lesen, zum Schreiben, Standard bei PCs, selbst bei Laptops. Heutzutage werden neue Rechner nicht mehr, wenigstens nicht mehr im Standard, mit diesen ausgeliefert.
Warum nicht?
Weil sich niemand mehr für diese Technologie interessiert, sie ist kein Kaufargument mehr. Noch kann man CD/DVD-Laufwerke mit USB-Anschluss neu kaufen. Es gibt noch Gebrauchtgeräte, die man vllt. anschließen kann.

Aber diese Geräte werden vom Markt verschwinden, wie andere, nunmehr historische Formate auch. Niemand interessiert sich mehr für sie, also werden sie bald auch nicht mehr produziert werden.
Wie ich bereits schrub: Syquest, ZIP, JAZ, Magneto-Optical, einst "Standards" ... auch für diese Datenträger versprach man uns damals Beständigkeit.
Aber bereits nach wenigen Jahren gab es sie dann nicht mehr.



Nein, das werden sie nicht. Aber Dein Rechner wird den Geist aufgeben, und Dein neuer Rechner wird keinen USB-Anschluss mehr haben. Zumindest in einem Worst-Case-Scenario.
Es wird einen neuen "Standard" geben. USB wird veraltet sein, und ein neuer Standard wird USB ablösen.
Ja, die Technologien ändern sich, aber es gibt immer eine Übergangszeit, während der man etwas tun kann.
 
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BTW: Hab selber mehrere USB DVD-Brenner-Player, die auch M-Disk können ... :morgen:

M-DISC (modifizierte DVD, BD, oder BDXL): laut Hersteller bis zu 1.000 Jahre
GlassMasterDisc (Daten in Glas graviert): mehr als 1.000 Jahre (Herstellerangabe)

PS: Es wird wohl immer eine (lebens)lange Übergangszeit zu neueren Formaten geben, und die alten bleiben nebenbei.
Bspw. die Vinylschallplatte boomt seit einigen Jahren wieder.
 
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