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Ein Wal in der Ostsee

Mich würde interessieren, warum ein 15 Tonnen schwerer Wal die Medien so sehr seit Tagen beschäftigt, während 15 Tonnen Beifang, den die Fischereiflotte vermutlich täglich wieder ins Meer kippt, keine Schlagzeile wert sind.
Zählt das Leben großer Säugetiere mehr als das der kleinen Meehrestiere?
Während der Wal am Stand liegt, gibt es nicht nur die 15 Tonnen Beifang, sondern auch etliche menschliche Opfer in der Ukraine und in anderen Regionen. Und ja, in der Regel zählen große Säugetiere mehr als kleine Meerestiere, und vor allem die, die man sieht (z.B. auf Grund von Medienberichten) mehr als die Unzahl, die man nicht sieht.
Es gibt unzählige Gründe, warum man sich für einzelne Ereignisse besonders betroffen fühlt. In einem ethischen Kontext haben diese Begründungen zumeist ihre Probleme.

Fazit: Das Leid dieses Wals ist real, und es ist eine tragische Geschichte. Aber dieselbe Geschichte findet gleichzeitig und zu jeder Zeit Abermillionen Male statt, ohne dass sie vor unseren Augen stattfindet. Jenes Leid ist der natürliche Normalzustand und es ist unsere Zivilisation, die es schafft, uns weitgehend so davon abzukapseln, sodass wir es als außergewöhnlich empfinden, wenn wir dann doch einmal damit konfrontiert werden.
 
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Wenn man dann auch sieht, wie viele Gaffer es gibt, die sofort bei Unfällen ihre Smartphones zücken, um das Bild oder sogar das Video anschließend sofort irgendwo zu posten...
Sensationslust pur...
 
Ja. In der Ukraine zückt man eventuell eher das Smartphone, wenn man einen Gebäudeblock findet, indem es bislang keine Opfer und Angehörige von Putins Angriffskrieg gegeben oder hat.
 
Ich finde das jedes Mal gleichzeitig faszinierend und traurig, wenn man sowas hört, wie jetzt der wal der sich in der Ostsee verirrt hat. Einerseits ist es total beeindruckend, so ein riesiges Tier quasi „vor der Haustür“ zu haben, andererseits weiß man ja leider, dass die Ostsee für Wale eigentlich eine Sackgasse ist. Zu flach, zu wenig Nahrung, zu viele Schiffe, zu viel Lärm. Man freut sich kurz über die Schlagzeile und denkt dann direkt, hoffentlich schafft er es wieder raus. Irgendwie fühlt sich das immer wie ein Gast an, der sich verlaufen hat und dringend wieder nach Hause finden sollte.
 
Wal-Drama: Jetzt schaltet sich Bundespräsident ein (c) 13.04.2026 14:16
Nachdem am Freitag der Multimillionär und MediaMarkt-Gründer Walter Gunz seine finanzielle Unterstützung zur Rettung des Wals zugesagt hatte, will sich nun auch das deutsche Staatsoberhaupt ein Bild vom Schicksal „Timmys“ machen, wie die „Bild“ berichtet.
Der Besuch von Steinmeier wurde jedoch nicht eigens für den Buckelwal geplant, sondern war bereits länger angesetzt. Nach dem großen Interesse im ganzen Land und darüber hinaus soll das Schicksal des Wals dennoch ein Programmpunkt während der drei Tage vor Ort sein. Steinmeier trifft sich dazu mit Fachleuten des Ozeaneum Stralsund, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Der Wal befindet sich seit rund 14 Tagen in der Bucht vor der Insel Poel im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
 
.....No... "wer fehlt" jetzt noch? Vielleicht der... "Dalai Lama und der Pabst!".....

meint plotin
 
Der Demokrat fült sich Walen verpflictet, wie man weiß. Wobei man den Papst nict wirklic als Demokrat bezeicnen kann, auc wenn er selbst gewält worden ist.
 
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