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Reichsbürger und Horrorclowns

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Sie wurden als Spinner ignoriert.

Durchaus berechtigt, wegen des partiellen Realitätsverlustes. Die Frage ist aber, ob das vor Gericht reicht, um von einem Gutachter die Schuldunfähigkeit bescheinigt zu bekommen., denn damit haben wir bekanntlich ein weiteres Problem, nämlich das der Gutachter und ihrer vermeintlichen Kompetenz. Dazu gibt es auch einen Thread in dieser Rubrik »49-Jähriger Vermögensberater erschoß Polizisten!« und da geht es genau um dieses Thema.

Reichsbürger in der Polizei sind schon lange bekannt.

Es gibt keine Reichsbürger, aber es gibt Menschen mit partiellen Realitätsverlust, die sich so nennen. Polizisten sind ihrem Dienstherrn verpflichtet und der ist bekanntlich nicht das Deutsche Reich.

Behelf:

«Deutsches Reich war der Name des deutschen Nationalstaates zwischen 1871 und 1945[1] und zugleich auch die staatsrechtliche Bezeichnung Deutschlands bis 1943 (ab 1943 amtlich – jedoch nicht offiziell proklamiert – als Großdeutsches Reich).«

(https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich)
 
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Es gibt keine Reichsbürger, aber es gibt Menschen mit partiellen Realitätsverlust ...

Realität wird von sozialen Gruppen erzeugt. Wenn eine Gesellschaft zerfällt, dann bilden sich unzählige Kleingruppen mit abweichender Realität. Eine Diskussion darüber, welche Realität die richtige sei, ist zwecklos, wenn das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlt, denn es gibt keine richtige Realität sondern lediglich den Konsens darüber.
 
Realität wird von sozialen Gruppen erzeugt. Wenn eine Gesellschaft zerfällt, dann bilden sich unzählige Kleingruppen mit abweichender Realität. Eine Diskussion darüber, welche Realität die richtige sei, ist zwecklos, wenn das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlt, denn es gibt keine richtige Realität sondern lediglich den Konsens darüber.

Da es immer noch eine Mehrheit in der Gesellschaft gibt, die ihre Zusammengehörigkeit über die gemeinsame demokratische Grundordnung definiert, kann von Zerfall der Gesellschaft nicht die Rede sein. Splittergruppen gab es und wird es immer geben, wie auch Extremisten. Ihre alleinige Existenz ist kein Indikator dafür, dass eine Gesellschaft zerfällt.

Wir können trefflich darüber streiten, ob es Sinn macht über Spinner zu diskutieren. Ich habe das vor 5 Jahren getan und am Ende für mich festgestellt, dass mit VTlern kein Dialog möglich ist. Also hab ich sie in ihrer beschränkten und damit überschaubaren Welt gelassen, denn sie sind wie die Mehrheit der Extremisten Wiederkäuer, die den kranken Machtfantasien weniger folgen.

Je weiter sich aber diese Spinner aus ihren Nischen in die Gesellschaft drängen, muss man sich auch mit ihnen auseinandersetzen.
 
Da es immer noch eine Mehrheit in der Gesellschaft gibt, die ihre Zusammengehörigkeit über die gemeinsame demokratische Grundordnung definiert, kann von Zerfall der Gesellschaft nicht die Rede sein. ...
Möglicherweise gibt es diese Mehrheit noch aber sie wird kleiner. Für einige ist es nicht leicht, sich einer Gesellschaft zugehörig zu fühlen, die ihnen eine Arschloch-Rolle zuweist.
 
Für einige ist es nicht leicht, sich einer Gesellschaft zugehörig zu fühlen, die ihnen eine Arschloch-Rolle zuweist.

Wer sich als Reichsbürger betrachtet, könnte auch geneigt sein, in diese Rolle zu schlüpfen. Hat sich irgendwer eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, wem wir diese wunderschönen abwertenden Ausdrücke zu verdanken haben? Wer wird sich wohl liebend gerne in die 'Arschloch-Rolle' begeben und es dem Liebsten begierig hinhalten? Vielleicht der SA-Mann?
 
Für einige ist es nicht leicht, sich einer Gesellschaft zugehörig zu fühlen, die ihnen eine Arschloch-Rolle zuweist.


Manche sollten darüber nachdenken, warum sie diese Arschloch-Rolle zugewiesen bekommen haben.

Ich habe die Entwicklung von PEGIDA verfolgt. Die ersten politsichen Reaktion waren falsch. Die Politik hätte erkennen müssen, dass sich dort Menschen aus der rechten Mitte an den rechten Rand entwickeln. Man hätte ihnen den Dialog nicht verwehren dürfen.

Dann hätte man sie nicht stigmatisieren und beschimpfen dürfen.

Nachdem PEGIDA und Bachmann allerdings immer mehr ihr wahres Gesciht gezeigt haben, hätten all jene, die heute Beschwerde darüber führen, man würde sie in die rechte Ecke stellen, ihre Chance nutzen sollen, sich von den Hetzern und Rattenfängern zu distanzieren.

Wäre man früh genug in die Diskussion eingestiegen, hätte PEGIDA der etablierten Politik mit ihren Themen einen Gefallen getan.

Allerdings gibt es viele offene Baustellen, die leider immer noch mit dieser bürgerlichen Ignoranz und Arroganz behandelt werden und die zukünftig weiteres Wasser auf die Mühlen der rechten Rattenfänger sein werden.

Die Reichsbürger zähle ich nicht dazu, denn sie sind ein längst gewachsener Haufen von VTlern. Ihre kruden Ideen sollten die Mehrheit abschrecken.
 
Manche sollten darüber nachdenken, warum sie diese Arschloch-Rolle zugewiesen bekommen haben.

Gibt es denn vernünftige Gründe für die Reduktion eines Menschen auf diese eine Körperöffnung? Selbst wenn jemand nur 'Scheiße' spricht, käme dafür nicht das Arschloch in Frage, sondern der Mund.

Alte Volksweisheit: »Wenn's Arscherl brummt, is Herzerl g'sund.«

Ich habe die Entwicklung von PEGIDA verfolgt.

Aber wie?

Die ersten politsichen Reaktion waren falsch.

Welche und von wem?

Die Politik hätte erkennen müssen, dass sich dort Menschen aus der rechten Mitte an den rechten Rand entwickeln.

Welche und aus welchen Gründen hätten Politiker das erkennen müssen und haben das womöglich auch erkannt, was Ihnen bislang aber nicht bekannt war?

Man hätte ihnen den Dialog nicht verwehren dürfen.

Wollten die Vertreter den Dialog oder die öffentliche Aufmerksamkeit und was hat Pegida mit Eingebildeten zu tun, die sich für Reichbürger halten?

Dann hätte man sie nicht stigmatisieren und beschimpfen dürfen.

Beispiel gefälligst?

Nachdem PEGIDA und Bachmann allerdings immer mehr ihr wahres Gesciht gezeigt haben, hätten all jene, die heute Beschwerde darüber führen, man würde sie in die rechte Ecke stellen, ihre Chance nutzen sollen, sich von den Hetzern und Rattenfängern zu distanzieren.

Ihrer Wahrheit steht eine weitere gegenüber:

»Auszeichnung als Fluthelfer
Im Januar 2014 war Bachmann einer von 500 Helfern,[25] die bei einer öffentlichen Veranstaltung durch Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz im Auftrag des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich mit dem sächsischen Fluthelferorden ausgezeichnet wurden. Er hatte während der Flut 2013 mit mehreren Facebook-Gruppen das Fluthilfezentrum im damaligen Glücksgas-Stadion organisiert und Hilfsgüter sowie Spenden gesammelt.[26][27]«

(https://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Bachmann)


 
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Wer sich als Reichsbürger betrachtet, könnte auch geneigt sein, in diese Rolle zu schlüpfen. Hat sich irgendwer eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, wem wir diese wunderschönen abwertenden Ausdrücke zu verdanken haben? Wer wird sich wohl liebend gerne in die 'Arschloch-Rolle' begeben und es dem Liebsten begierig hinhalten? Vielleicht der SA-Mann?
Unter einer Arschloch-Rolle verstehe ich unfreiwilliges dienen. Deppenrolle wäre auch o.k., wenn der Bezug auf jenes prominente Körperteil Sie schämt.
Was ist ein SA-Mann? Ein Selbstanbeter?
 
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