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Zur Sinnhaftigkeit von Atomkraft

Nee, du verstehst ihre Beweggründe nicht, wenn du sie so interpretierst und das beweisen deine Vergleiche.
Du bist es, der hier die Parallelen entweder nicht sieht oder einfach nur leugnen will, weil sie ihm nicht gefallen. :dontknow:
Die Stromerzeugung muss nicht mit massiver Gefahr für die Bevölkerung erfolgen. Es gibt andere, viel sicherere Methoden.
"Massive Gefahr". Dein Totschlagargument, faktisch aber widerlegt. Risiko heißt Schadensgröße mal Eintrittswahrscheinlichkeit. Du siehst nur die mögliche Schadensgröße eines unwahrscheinliches Einzelereignisses und meinst schon, das wäre das Risiko.
Und wenn es "andere, viel sicherere Methoden" gäbe, die AKWs "einfach so" ersetzen könnten, warum werden sie dann nicht einfach umgesetzt?
Falls du jetzt wieder mit der Korruptions- oder Profitmasche kommen willst: Wäre das so, könnten jene korrupten Profitgeier mit deinen Technologien ja noch viel mehr Profit machen und müssten daher diese fördern, oder nicht? ;)
Die Evolution gibt der Maus als Maus recht. Der Mensch wurde von der Evolution mit ganz anderen kognitiven Fähigkeiten beschenkt, um es der Maus nicht nachmachen zu müssen.
Für den Menschen gelten die gleichen evolutionären Gesetze wie für die Maus.
Wie ich schon schrieb, wir leben heute gut, lange und sicher, weil sich unsere Ahnen eben NICHT jede Gefahr vermieden haben.
Du vertrittst hier (wohl unabsichtlich) die Kickl-Linie. "Wir kümmern uns nur um uns selbst, gehen nicht das Risiko ein, durch Handelspartner eventuell über den Tisch gezogen zu werden, wir setzen unsere Soldaten keiner Gefahr in Konflikten in anderen Ländern aus, etc....".
Dass diese Masche aber höchst kurzsichtig ist und die Folgen mit hoher Wahrscheinlichkeit nachteiliger als die Risiken, die damit vermieden werden, geht über deren Horizont.
Unsere Kernkraftwerke sind stillgelegt. Mein Strom kommt ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen.
Der Strom aus der Steckdose ist nicht die einzige Folge einer sicheren, günstigen Energieversorgung.
So ist bei einem "großen Blackout" auch nicht die einzige Folge für unsere Gesellschaft, dass halt kein Strom mehr aus der Steckdose kommt.
"Zünden wir halt ein paar Kerzen an...".
Nein, wenn man nur laienhaft auf ein Detail blickt, erkennt man die Auswirkungen nicht.
Ein rückständiges Leben wäre es, wenn ich meinen Wohlstand nur für die Zeit meines Lebens sichern müsste. Als zivilisierter Mensch muss ich auch dafür sorgen, dass die nächsten Generationen den gleichen Wohlstand genießen können, denn alles andere würde mich auf das Niveau der Maus zurückwerfen, die du erwähnt hast. Sie lebt in den Tag hinein.
So auch der Aktivist, der die Sicherung des Wohlstandes und der Zukunft für seine ideologische Agenda opfern will.
Ich denke nicht nur an GAUs, sondern an die Hunderttausende Jahre andauernde Bedrohung der Menschen durch den Atommüll.
Du wirst nie eine Abwägung zu Wege bringen, wenn du eine Sache immer nur einseitig betrachtest.
Photovoltaik, Wasser- und Windkraft können zur Zeit nun einmal nicht den gesamten Strombedarf in Deutschland decken (zur Zeit gut die Hälfte). Es wäre in Zukunft mehr möglich, aber die Schaffung der Strukturen ist aufwändig und bedarf aus obigem Grund nun einmal
großer Mengen an Energie, die auch durch fossile Energieträger und/oder eben AKWs bereitgestellt werden muss.
Dein Mantra "Alternative Energien statt fossile oder nukleare" sind daher qualitativ mit frenilshtars "Verhandlungen statt Schießen" vergleichbar.
frenilshtar verlangt ein sofortiges Einstellen der Gegenwehr seitens der Ukraine mit der Hoffnung, dass es dann Verhandlungen geben möge. Du verlangst eine Versagung von Nuklearenergie, willst aber auch keinen Ausbau von fossiler Energie mit der Hoffnung, dass dadurch die alternativen Energien sprießen würden.
Du erkennst die Gleichartigkeit eurer Argumentation?
Als zivilisierter Mensch will ich meine kognitiven Fähigkeiten nutzen, um die Zukunft kommender Generationen zu sichern. Das können Tiere nicht.
Tiere nicht ihre kognitiven, aber ihre instinktiven. Auch durchaus erfolgreich.
Wenn du deine kognitiven Fähigkeiten nutzen willst, dann stell dir einmal die Frage, ob die Zukunft (unserer) kommenden Generationen gesichert ist, wenn wir zwar jetzt toll auf Öko machen und uns ganz toll dabei fühlen, aber wirtschaftlich von den USA, China und womöglich auch anderen überrollt werden, jene ihre Weltordnung, die sich jetzt schon abzeichnet, auf- bzw ausbauen und aus Ökoeuropa einen unbedeutenden Nebenschauplatz, dessen intellektuelles Gut man sich dann einfach aneignet, für sich nutzt und mit populistischen Marionettenregierungen gefügig hält.
Ganzheitlich bedeutet auch zeitlich ganzheitlich.
Also bis zum Big Crunch, Big Rip oder dem Wärmetod des Universums?
Dann wäre sowieso alles egal, denn das Ende ist in allen Fällen dasselbe.
Kein Mensch kann als einzelner etwas bewegen, weder in der Energiepolitik, noch in irgendeinem anderen Bereich, der alle betrifft. Wir müssen das als Gesellschaft im Regionalen und als Menschheit im Ganzen versuchen, aber das muss jeder für sich wollen. Ich will es und du nicht, aber das muss eine Gesellschaft ertragen.
Ganzheitlich heißt vor Allem, dass man beispielsweise von einer Energieministerin nicht verlangt, dem Umweltschutz oberste Priorität geben zu müssen. Ja, Umweltschutz ist wichtig, aber eine Energieministerin ist in erster Linie für die Energieversorgung zuständig. Umweltschutz ist wie viele andere Aspekte eine Nebenbedingung und auch wichtig, aber eben nicht ihre Kernaufgabe.
Ähnlich wie es die Kernkompetenz des Taxifahrers ist, seine Fahrgäste schnell und sicher an ihr Ziel zu bringen. Auch hier ist Umweltschutz nicht ohne Relevanz, aber eben nur eine Nebenbedingung und nicht oberste Priorität.

Wir (ob wir beide oder wir im Sinne von Deutschland und Österreich) können nur etwas bewirken, wenn wir auch eine Wirkmacht haben. Um in der Welt etwas zu sagen zu haben, müssen wir auch etwas bieten können. Bislang war und ist es Wissen und Technologie. Um darin führend zu sein, muss auch die Wirtschaft florieren, und dazu braucht es nicht zuletzt ausreichend leistbare Energie.
Ich weiß nicht, wo du überall Angst zu erkennen glaubst. Das ist pure Vernunft, aus den Erfahrungen der Andern zu lernen.
Nur blickst aber nur auf einen sehr kleinen Teil der Erfahrung und verstehst ihn auf Grund von Laienhaftigkeit auch nur sehr eingeschränkt.
frenilshtar meint auch, er würde vernunftbasiert auf Basis der Erfahrung von anderen argumentieren, wenn er meint, die Ukrainer dürfen sich nicht gegen die Russen wehren, denn die Erfahrung anderer hat gezeigt, dass es bei militärischer Gegenwehr ZERFETZTE gibt und es wäre doch vernünftig, das zu vermeiden.
Auch er begeht den Fehler, die Angelegenheit nicht ganzheitlich zu betrachten. Er blickt auf ein Detail, hält es (berechtigterweise) für schlimm und zieht die Konsequenz, dass jenes Detail schlicht und einfach vermieden werden müsse. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, übersteigen seinen Horizont und so erkennt er die innewohnende Eselei seiner Haltung nicht.
Wenn ich am Rand der Klippe stehe, dann bin ich doch nicht dumm und springe als erster. Ich beobachte andere, ob sie hinunterspringen, bevor ich es tu. Ich sehe das Ergebnis des Wagnisses der Anderen und entscheide. Ich schätze, du machst es auch nicht anders, sonst hätte ich jetzt nicht dich als Diskussionspartner, sondern einen anderen, der es mir nachgemacht hat.
Nun, den Ländern, die Kernkraftwerke genutzt haben und/oder noch nutzen geht es insgesamt besser als jenen, die sie nicht genutzt haben.
Einzelne Ausnahmen bestätigen die Regel.
Aber der Zug, mit dem Einsatz von Kernkraft "als erster zu springen" ist vor etlichen Jahrzehnten schon abgefahren - weiß daher nicht, warum du davon sprichst.
 
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Wie schützt
sich der EGOZENTRIKER am besten mit "seiner" Atomenergie im Meinungsaustausch? - ER LÜGT!

Weder hat
FreniIshtar je behauptet, dass sich die Ukrainer nicht wehren dürfen - sondern ganz im Gegenteil:
Jeder hat das Recht, sein Land verteidigen zu dürfen, wie ich WIEDERHOLT meine Ansicht geschrieben habe!

Auch den
saudummen Vergleich zwischen @Anideos und mir benutzt DER User "nur" um @Anideos demütigen zu wollen
und? und um SO "seinen" Atomstrom zu verteidigen!

EGOZENTRISCH
weist dieser User auf die Länder SO hin, welche Atomenergie verwenden - Länder "denen es insgesamt besser
geht, als jene, die sie nicht verwenden" so SEIN Zitat !

Sollen sich
doch die nächsten Generationen mit dem hochradioaktiven Müll herumschlagen und? und langsam aber sicher verglühen?
-!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie auf Kommando führt der rechtsrechte Menschenverachter frenilshtar sein übliches hystetisches Opferspiel auf. :lachen:
 
Auch wenn
ein Patient zum Thema "Sinnhaftigkeit von Atomkraft" nur wiederholt SEINEN Unfug und anderen Unsinn
verbreiten kann - ja verbreiten MUSS so kann so eine Koryphäe dennoch absolut nix - also NICHTS dafür!
 
Falsch. Du kannst sehr wohl etwas für deinen Unsinn, deine Niedertracht und deine Verlogenheit. Dein Versuch, dich vor der Verantwortung zu drücken, ist peinlich.
 
Ganz im Gegenteil. Die UNO ist aus der Erfahrung des 2. Weltkrieges erwachsen und lies doch einmal nach, wie und warum das Rote Kreuz entstanden ist
Wir kommen nicht weiter mit meterlangen Diskussionen und zerstückelten Texten.
Der Zweite Weltkrieg hat die Atombombe hervorgebracht und das war in keiner Weise ein zivilisatorischer Fortschritt, sondern ein Rückfall unserer Zivilisation, denn wir haben Massenvernichtungswaffen entwickelt, die unsere Zivilisation auslöschen können und Teile der Erde längerfristig unbewohnbar für Mensch und Tier zu machen.
Die Gründung der UNO war ein zivilisatorischer Fortschritt, denn die UNO war ein Versuch, die Menschheit zusammenzuführen, um gemeinsam die Interessen der Menschheit und der Natur voranzubringen, statt sich gegenseitig zu bekriegen und die Natur zu zerstören.

Ich habe nicht die Zeit für so langen Diskussionen und sie führen ohnehin zu keinem Ergebnis, weil wir diametral auseinanderliegen.
Wir haben ein grundliegend unterschiedliches Verständnis von der Zivilisation, denn du verbindest den technologischen Fortschritt mit zivilisatorischen Fortschritt, während ich der Meinung bin, dass der technologische Fortschritt bereits jetzt die Auslöschung unserer Zivilisation möglich gemacht hat - nicht nur durch die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, sondern durch die Missachtung des Planeten und seiner Natur. Ich halte beispielsweise Europa für viel zivilisierter als die USA, obwohl die USA technologisch viel weiter sind als Europa.
Wir Menschen handeln gegen die Evolution und wir scheinen einer ihrer Fehlgriffe zu sein und daran ist nicht unsere Zivilisation schuld, sondern unser technologischer Fortschritt in der falschen Richtung.
 
Auch wenn
ein Patient zum Thema "Sinnhaftigkeit von Atomkraft" nur wiederholt SEINEN Unfug und anderen Unsinn
verbreiten kann - ja verbreiten MUSS so kann so eine Koryphäe dennoch absolut nix - also NICHTS dafür!
....."Beitrag" am Thema "vorbei"... kann "gelöscht" werden und der "Meinige" gleich mit!.....

meint plotin
 
Wir kommen nicht weiter mit meterlangen Diskussionen und zerstückelten Texten.
Der Zweite Weltkrieg hat die Atombombe hervorgebracht und das war in keiner Weise ein zivilisatorischer Fortschritt, sondern ein Rückfall unserer Zivilisation, denn wir haben Massenvernichtungswaffen entwickelt, die unsere Zivilisation auslöschen können und Teile der Erde längerfristig unbewohnbar für Mensch und Tier zu machen.
Alle Lebewesen entwickeln Waffen, um ihr Überleben zu sichern und ihre Verbreitung zu ermöglichen. Was konkret willst du der Menschheit konkret vorwerfen? Ihren Erfolg?
Und vergiss nicht, diese Massenvernichtungswaffen haben dazu beigetragen, dass der kalte Krieg kalt geblieben ist. Nicht umsonst erkannte man schon in der Antike, dass man sich auf den Krieg vorbereiten müsse, um in Frieden leben zu können.
Die Gründung der UNO war ein zivilisatorischer Fortschritt, denn die UNO war ein Versuch, die Menschheit zusammenzuführen, um gemeinsam die Interessen der Menschheit und der Natur voranzubringen, statt sich gegenseitig zu bekriegen und die Natur zu zerstören.
Wie gesagt, die Erfahrung des 2. Weltkrieges und die Existenz von Massenvernichtungswaffen haben das katalysiert. Kriege waren nicht mehr auf Fronten beschränkt.
Ich habe nicht die Zeit für so langen Diskussionen und sie führen ohnehin zu keinem Ergebnis, weil wir diametral auseinanderliegen.
Zumindest im Zugang. Du wählst den emotional-ideologischen Weg, ich den rational-pragmatischen.
Bei den Zielen, so meine ich, herrscht teilweise Kongruenz, denn wir beide halten wohl eine gesicherte Energieversorgung für wichtig. Ich aber opfere die gesicherte Versorgung nicht so leichtfertig für die Umsetzung populärer politischer Ziele.
Wir haben ein grundliegend unterschiedliches Verständnis von der Zivilisation, denn du verbindest den technologischen Fortschritt mit zivilisatorischen Fortschritt, während ich der Meinung bin, dass der technologische Fortschritt bereits jetzt die Auslöschung unserer Zivilisation möglich gemacht hat - nicht nur durch die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, sondern durch die Missachtung des Planeten und seiner Natur.
Die technologische Möglichkeit der Auslöschung der Zivilisation bewirkte, dass sich die Menschheit mit dieser Frage auseinandersetzen musste und muss, was ein zivilisatorischer Fortschritt ist und sich u.A. in der Gründung der UNO und diversen Abrüstungsverträgen manifestiert hat.
Ich halte beispielsweise Europa für viel zivilisierter als die USA, obwohl die USA technologisch viel weiter sind als Europa.
Die USA sind nur in wenigen Bereichen technologisch viel weiter (militärisch, elektronik, und ein paar weitere), in den meisten aber hinken sie hinterher. Schau dir mal ihre Häuser, ihre Autos, ihr Gesundheitssystem, ihre Öffis, ihre Infrastruktur, etc an.
Wir Menschen handeln gegen die Evolution
Das tun wir, aber an einer ganz anderen Stelle als die, die du uns hier präsentieren willst. Es ist der Humanismus, der sich gegen die Rücksichtslosigkeit der Evolution gegenüber Individuen stellt - und den Humanismus sehe ich als eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften, wenn nicht sogar die größte.
und wir scheinen einer ihrer Fehlgriffe zu sein und daran ist nicht unsere Zivilisation schuld, sondern unser technologischer Fortschritt in der falschen Richtung.
Ja, die bekannte Selbstgeißelung. Der technologische Fortschritt ist eine natürliche Folge der menschlichen Neugier und des menschlichen Lernens. Er hat es uns ermöglicht, ein sicheres Leben in Wohlstand und Freiheit zu führen und zu keiner Zeit hatten bekannte Lebensformen ein derartiges Glück das zu genießen, wovon wir das Privileg haben es genießen zu dürfen. Aber anstatt dankbar zu sein und demütig, werden die Errungenschaften und die ganzen Opfer, die dafür erbracht worden sind, pauschal in den Dreck gezogen. Das ist hochmütige Arroganz der schlimmsten Sorte wie beim Teenager, der seine Eltern verachtet, weil sie alles für ihn tun.
 
Alle Lebewesen entwickeln Waffen, um ihr Überleben zu sichern und ihre Verbreitung zu ermöglichen. Was konkret willst du der Menschheit konkret vorwerfen? Ihren Erfolg?
Und vergiss nicht, diese Massenvernichtungswaffen haben dazu beigetragen, dass der kalte Krieg kalt geblieben ist. Nicht umsonst erkannte man schon in der Antike, dass man sich auf den Krieg vorbereiten müsse, um in Frieden leben zu können.
Mir ist kein anderes Tier bekannt, dass andere Waffen entwickelt hat als die, die von der Evolution ihm hinzugefügt wurden.
Ich will der Menschheit nichts vorwerfen. Es ging um den Zweiten Weltkrieg und was er zur zivilisatorischen Entwicklung beigetragen hat. Der Kalte Krieg ist deshalb kalt geblieben, weil die menschliche Vernunft gesiegt hat und es ist ein Armutszeugnis für die menschliche Zivilisation, dass sie erst dann zur Vernunft kommt, wenn ihr die Auslöschung droht.
Die Menschen in der Antike waren im Übrigen auch nicht anders als heute, aber sie hatten noch keine Massenvernichtungswaffen. Sie konnten sich nur gegenseitig abschlachten.
Zumindest im Zugang. Du wählst den emotional-ideologischen Weg, ich den rational-pragmatischen.
Bei den Zielen, so meine ich, herrscht teilweise Kongruenz, denn wir beide halten wohl eine gesicherte Energieversorgung für wichtig. Ich aber opfere die gesicherte Versorgung nicht so leichtfertig für die Umsetzung populärer politischer Ziele.
Es ist nichts Ideologisches dabei, die Energieversorgung mit Klimaschutz vereinbar zu machen, statt auf gefährliche Technologien zu setzen, die ohnehin zu teuer sind. Es ist reine Vernunft, wenn man das Glück hat, auf diese Technologie verzichten zu können. Ich weiß nicht, was bei euch populär ist, aber bei uns versucht die Energieministerin unpopuläre Technologien durchzusetzen, weil sie es ihrem früheren Arbeitgeber versprochen hat - gegen den Willen der Mehrheit in Deutschland.
Die technologische Möglichkeit der Auslöschung der Zivilisation bewirkte, dass sich die Menschheit mit dieser Frage auseinandersetzen musste und muss, was ein zivilisatorischer Fortschritt ist und sich u.A. in der Gründung der UNO und diversen Abrüstungsverträgen manifestiert hat.
Ich bewerte das eben als ein Armutszeugnis der menschlichen Zivilisation, wenn wir nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs immer noch nicht begriffen haben, dass im Krieg alle Beteiligten verlieren - der Eine mehr und der Andere weniger, aber schmerzhafte Verluste gibt es auf beiden Seiten.
Die UNO hat man auch nur mit wenig Macht ausgestattet, weil man ahnte, dass nach diesem Krieg weitere folgen werden und es hat auch viele gegeben. Was kann die UNO aktuell gegen Trump und Netanyahu unternehmen?
Die USA sind nur in wenigen Bereichen technologisch viel weiter (militärisch, elektronik, und ein paar weitere), in den meisten aber hinken sie hinterher. Schau dir mal ihre Häuser, ihre Autos, ihr Gesundheitssystem, ihre Öffis, ihre Infrastruktur, etc an.
Das meinte ich. Als größte Volkswirtschaft der Erde mit einem technologischen Vorsprung in vielen Bereichen, hat sie zivilisatorisch nicht meht zu bieten als Europa. Dazu zähle ich ganz besonders das politische System, das weit entfernt von einer richtigen Demokratie ist und solchen Menschen wie aktuell so viel Macht in die Hände gibt. Das ist kein Land, in dem ich leben möchte.
Das tun wir, aber an einer ganz anderen Stelle als die, die du uns hier präsentieren willst. Es ist der Humanismus, der sich gegen die Rücksichtslosigkeit der Evolution gegenüber Individuen stellt - und den Humanismus sehe ich als eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften, wenn nicht sogar die größte.
Es hat nichts mit Humanismus oder sonst irgendeiner philosophischen Theorie zu tun, wenn der Mensch gegen seine eigenen Interessen handelt, das hat mit Dummheit zu tun.
Wir können nur auf diesem Planeten leben und sind auf das angewiesen, was er zu bieten hat. Die Überfischung der Meere oder sogar das Verseuchen der Meere mit Plastikmüll, die Vernichtung unzähliger Arten und die Zerstörung des Ökosystems, die Rücksichtslose Verbrennung fossiler Stoffe, die Jahrmillionen in der Erde gelagert waren, all das hat nur mit Realitätsblindheit zu tun. Humanismus hat mit Menschlichkeit zu tun, aber es ist gerade die menschliche Art zu denken, die dem Planeten zum Verhängnis wird und am Ende auch dem Menschen selbst.
Ja, die bekannte Selbstgeißelung. Der technologische Fortschritt ist eine natürliche Folge der menschlichen Neugier und des menschlichen Lernens. Er hat es uns ermöglicht, ein sicheres Leben in Wohlstand und Freiheit zu führen und zu keiner Zeit hatten bekannte Lebensformen ein derartiges Glück das zu genießen, wovon wir das Privileg haben es genießen zu dürfen. Aber anstatt dankbar zu sein und demütig, werden die Errungenschaften und die ganzen Opfer, die dafür erbracht worden sind, pauschal in den Dreck gezogen. Das ist hochmütige Arroganz der schlimmsten Sorte wie beim Teenager, der seine Eltern verachtet, weil sie alles für ihn tun.
Wieso denn Selbstgeißelung? Wir gehen gemeinsam zugrunde.
Ich habe nichts gegen den technologischen Fortschritt, ich verstehe lediglich etwas anderes darunter als du. Es geht nur um die Richtung des technologischen Fortschritts, über die wir uns nicht einig sind. Während ich mich für den technologischen Fortschritt in die Richtung einsetze, bei der unsere Energieversorgung uns unabhängiger von Importen macht und aus dem schöpft, was endlos vorhanden ist, bestehst du darauf, dass wir an einer Technologie festhalten, die schon ihre schlimmsten Auswirkungen gezeigt hat oder noch zeigen wird, ob es sich um Atomenergie handelt oder die Verbrennung fossiler Stoffe.
Du servierst mir Begriffe wie natürliche Radioaktivität, die es schon immer gegeben hat und bringst mich auf die Palme. Natürlich hat es die natürliche Radioaktivität schon immer gegeben, aber die Evolution hatte Millionen Jahre Zeit, sich auf diese Radioaktivität einzustellen.
Die Konzentration der Radioaktivität durch die Anreicherung radioaktiver Elemente ist jedoch gerade mal einige Jahrzehnte alt. Das sind ganz andere zeitliche Dimensionen. Für die Evolution ist es viel einfacher, uns zu eliminieren als sich auf unsere Hinterlassenschaften einzustellen.
Sie hat schon angefangen, du brauchst nur einen Blick auf den Zustand der Welt zu werfen. Paranoia regiert die Welt. Man könnte meinen, das Covid-Virus hat ganze Arbeit geleistet, denn es hat bekanntlich das Gehirn befallen. Schau dir manche Köpfe an, die heute über die ganze Welt bestimmen, dann weißt du, wohin die Reise geht.
 
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Hier ist ein Beispiel dafür, wie der technologische Fortschritt mit unserer Zivilisation umgehen kann, wenn man ihn unbeaufsichtigt walten lässt oder sogar Teil des politischen Systems wird:
 
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