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Wohin mit dem strahlenden Müll?

AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Wie wär's, wenn die Betreiber und Verdiener (Aktionäre) von Atomkraftwerken für die Endlagerkosten selbst aufkommen müßten und nicht die Steuerzahler?
Würde sich dann das Problem Atomstrom nicht von selbst erledigen?

Oder noch besser wäre, jeder Atomstrombefürworter verpflichtet sich, je nach Größe seines Grundstückes bzw. seiner Wohnung den Müll bei sich zu Hause zu lagern.

Wieviel Atomkraftwerke würde es dann noch geben?
Vermutlich keines mehr........
 
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AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Wie wär's, wenn die Betreiber und Verdiener (Aktionäre) von Atomkraftwerken für die Endlagerkosten selbst aufkommen müßten und nicht die Steuerzahler?
Würde sich dann das Problem Atomstrom nicht von selbst erledigen?

Oder noch besser wäre, jeder Atomstrombefürworter verpflichtet sich, je nach Größe seines Grundstückes bzw. seiner Wohnung den Müll bei sich zu Hause zu lagern.

Wieviel Atomkraftwerke würde es dann noch geben?
Vermutlich keines mehr........

Ja, wie viele Befürworter des Strafrechts gäbe es noch, wenn jeder Befürworter gemäß seiner Wohnsituation eine gewisse Anzahl an Häftlingen bei sich aufnehmen müsste ?

Es wird gerne vergessen, dass die "Verdiener" nicht nur die Betreiber und Aktionäre sind sondern ebenso die Verbraucher - also quasi jeder. So gesehen geht dein Wunsch ja in Erfüllung, die Verdiener werden in der Tat auch die Endlagerkosten übernehmen müssen.
 
AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Die Armut resultiert ganz sicher nicht aus dem Verzicht auf Atomkraft, das ist polemischer, unredlicher Unsinn. Die Armut resultiert aus dem Götzen Großwirtschaft, der sie völlig losgelöst von diesem Thema für die Mahrheit mit sich bringt, macht man weiter, wie bisher. Du betest wirtschaftslobbyistische Parolen daher, wie immer, denn dein ganzes Denken ist davon durchtränkt.

Ahja - wird der Spritpreis und einige Cent angehobe, geht eine Welle des Jammers durch das Land. Unzählige Pendler können sich den Weg zur Arbeit plötzlich "nicht mehr leisten" und der Transport wird teuerer und das Wohnen und allen geht es so schlecht.

Wenn dann der Strompreis steigt soll das auf einmal ganz anders werden ? Das ist unredlicher, populistischer Unsinn der zusätzlich zeigt, dass das Thema nicht verstanden wird und man operieren will, bevor man sich medizinisch bildet. Du betest weltverschwörungstheoretische Parolen daher, wie immer, denn dein ganzes Denken ist davon durchtränkt.

Du erscheinst mir wie ein Schachspieler, der nur einen Zug weiter denkt. Ja, man kann auch so spielen - wird aber voraussichtlich verlieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

So wie 's aussieht, weiß niemand, was Atomstrom in der Erzeugung nun wirklich kostet.....

Richtig, weiß niemand. Auch deswegen nicht, weil die Berechnung auch davon abhängt, wo die Grenze bei der Mittelbarkeit von Kosten gezogen wird. Ist bei anderen Energieformen aber auch so. Eine Staumauer kann brechen und ein Tal überfluten, ein Windrad kann umfallen und Passanten erschlagen (aber auch - wie beziffert man die ästhetische Auswirkung von Winrädern in der Gegend ?), Kohlekraftwerke stoßen CO2 mit Klimafolgen aus, und und und.
 
AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Wie wär's, wenn die Betreiber und Verdiener (Aktionäre) von Atomkraftwerken für die Endlagerkosten selbst aufkommen müßten und nicht die Steuerzahler?
Würde sich dann das Problem Atomstrom nicht von selbst erledigen?

Nein, das was du vorschlägst, ist nichts anderes als die Rückkehr ins Mittelalter der Planwirtschaft!

Oder noch besser wäre, jeder Atomstrombefürworter verpflichtet sich, je nach Größe seines Grundstückes bzw. seiner Wohnung den Müll bei sich zu Hause zu lagern.

Das wäre nur dann eine Option, wenn die Solidargemeinschaft einspringt und jedem einzelnen den Müll von sich aus frei Haus liefert, ohne daß ein Grundstücksbesitzer aktiv werden müsste...
 
AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Dass außer Deutschland noch niemand den Ausstieg beschlossen hat, muss ja nicht heißen, dass es falsch ist - Irgendeiner muss immer der Erste sein, warum diesmal nicht wir?

Deutschland ist nicht das erste Land, das den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen hat.

Italien ist nach dem Ergebnis einer Volksabstimmung von 1987 (ein Jahr nach dem Tschernobyl-Unfall) ausgestiegen.
Derzeit stammen aber ca. 10% des in Italien verbrauchten Stroms aus KKW, hauptsächlich aus französischen KKW.

Aber auch Deutschland importiert beträchtliche Mengen von nuklear erzeugtem Strom aus Frankreich wie eine aktuelle Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes belegt:
Deutschland importierte im vergangenen Jahr aus Frankreich 13,2 TWh Strom aus Frankreich, das sind 30% der deutschen Stromimporte von total 43,8 TWh. Der deutsche Stromexport nach Frankreich ist dagegen fast vernachlässigbar.

Eine Frage: du persönlich hältst die Risiken des Betriebs kerntechnischer Anlagen in dicht besiedelten Gebieten für verantwortbar?

Ja, obwohl ich ziemlich nahe an den schweizerischen Kernkraftwerken Beznau und Leibstadt wohne (Distanzen von 12 km bzw. 25 km ).

Ich habe die letzten 17 Berufsjahre bei der schweizerischen Atomaufsichtsbehörde gearbeitet und kenne durch meine Aufsichtstätigkeit das Sicherheitsniveau dieser KKW gut. Für Ängste in der Bevölkerung habe ich durchaus Verständnis. Es ist aber so, dass die Leute in der unmittelbaren Umgebung eines KKW weit weniger Angst haben als die anderen. Tätigkeit oder Besuche in den KKW sowie Aufklärung tragen dazu bei, das Risiko realistischer zu beurteilen.
 
AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Ahja - wird der Spritpreis und einige Cent angehobe, geht eine Welle des Jammers durch das Land. Unzählige Pendler können sich den Weg zur Arbeit plötzlich "nicht mehr leisten" und der Transport wird teuerer und das Wohnen und allen geht es so schlecht.

Wenn dann der Strompreis steigt soll das auf einmal ganz anders werden ? Das ist unredlicher, populistischer Unsinn der zusätzlich zeigt, dass das Thema nicht verstanden wird und man operieren will, bevor man sich medizinisch bildet. Du betest weltverschwörungstheoretische Parolen daher, wie immer, denn dein ganzes Denken ist davon durchtränkt.

falsch! Wenn der Spritpreis steigt, dann überlege ich mir, wie ich darauf reagieren werde, selbiges gilt für den Strom. Es geht mir ziemlich am A**** vorbei, wenn wieder einmal an der Preisschraube gedreht wird. Derzeit freue ich mich, dass es wieder einmal günstiger ist. :) Die Pläne liegen alle bereits in der Schublade: Stromverbrauch weiter senken, weniger fahren, Auto verkaufen und für 33€ ein Abo im ÖNV holen. Für so manchen Zeitgenossen sieht es weniger gut aus. Viele müssen viel fahren und die Kosten dafür fressen immer mehr von den Einnahmen auf.

Du erscheinst mir wie ein Schachspieler, der nur einen Zug weiter denkt. Ja, man kann auch so spielen - wird aber voraussichtlich verlieren.

Das ist Unsinn, s.o.
 
AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Deutschland ist nicht das erste Land, das den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen hat.

Italien ist nach dem Ergebnis einer Volksabstimmung von 1987 (ein Jahr nach dem Tschernobyl-Unfall) ausgestiegen.
Derzeit stammen aber ca. 10% des in Italien verbrauchten Stroms aus KKW, hauptsächlich aus französischen KKW.

Aber auch Deutschland importiert beträchtliche Mengen von nuklear erzeugtem Strom aus Frankreich wie eine aktuelle Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes belegt:
Deutschland importierte im vergangenen Jahr aus Frankreich 13,2 TWh Strom aus Frankreich, das sind 30% der deutschen Stromimporte von total 43,8 TWh. Der deutsche Stromexport nach Frankreich ist dagegen fast vernachlässigbar.



Ja, obwohl ich ziemlich nahe an den schweizerischen Kernkraftwerken Beznau und Leibstadt wohne (Distanzen von 12 km bzw. 25 km ).

Ich habe die letzten 17 Berufsjahre bei der schweizerischen Atomaufsichtsbehörde gearbeitet und kenne durch meine Aufsichtstätigkeit das Sicherheitsniveau dieser KKW gut. Für Ängste in der Bevölkerung habe ich durchaus Verständnis. Es ist aber so, dass die Leute in der unmittelbaren Umgebung eines KKW weit weniger Angst haben als die anderen. Tätigkeit oder Besuche in den KKW sowie Aufklärung tragen dazu bei, das Risiko realistischer zu beurteilen.


Auch ich bin schon lange umzingelt von AKWs, und somit deren Risiken ausgesetzt. Und ja: ich habe auch ein gewisses Vertrauen, was Planung und technische Sicherheit eines Schweizer oder deutschen Meilers angeht. Aber: ist das nicht doch blauäugig? Was die russische Technik angeht, ist mein Vertrauen deutlich geringer. So hoch failsafe es auch ausgelegt sein mag, ein Restrisiko bleibt immer. Wenn du nach den beiden Superkatastrophen noch immer an die Technik glaubst - ich kann es nicht. In Anbetracht der Folgen eines Super-GAUs halte ich es für unverantwortlich. Dass die Fachleute das anders einschätzen, liegt in der Natur des Menschen. Auch die allermeisten Starfighterpiloten sind weiter geflogen, obwohl sie wussten, dass jeder Flug ihr letzter sein konnte und das Sicherheitssystem auch nichts taugte. Sitzt man einmal auf dem falschen Pferd, dann bemerkt das der jeweilige Reiter als Letzter. Betriebsblindheit nennt man das meines Wissens.
 
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AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

Wie wär's, wenn die Betreiber und Verdiener (Aktionäre) von Atomkraftwerken für die Endlagerkosten selbst aufkommen müßten und nicht die Steuerzahler?

Die Betreiber müssen die Kosten für die Stilllegung ihrer KKW und die Endlagerung selbst tragen. Diese Kosten sind im Strompreis berücksichtigt. Die Betreiber bilden daraus entsprechende Rückstellungen.

Oder noch besser wäre, jeder Atomstrombefürworter verpflichtet sich, je nach Größe seines Grundstückes bzw. seiner Wohnung den Müll bei sich zu Hause zu lagern.

Das taugt nicht einmal als kabarettistische Einlage, Eule. :D
 
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