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Was ist die Bestimmung des Menschen?

AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Tut mir leid, blue, das überzeugt mich nicht. Gesetzt den Fall, wir bekommen die selbe Aufgabe gestellt und sollen sie zeitgleich in 2 identisch eingerichteten Räumen lösen, wir würden es völlig unterschiedlich erleben und auch völlig unterschiedlich reagieren, eben weil wir unterschiedliche Personen sind, über unterschiedliche Anlagen und Erfahrungen verfügen.

Du argumentierst aus der Perspektive einer Person heraus, die du als gegeben voraussetzt. Aber als was und wem ist sie gegeben?
Das kann nicht das Selbstbewusstsein sein, welches du als Person von anderen Selbstbewusstseinen unterscheidest.

Sei vorsichtig mit dem "nur meinen zu sein". Unser (Selbst-)Bewusstsein ist eine labile Angelegenheit.
Labil ist bestenfalls die Beständigkeit des "mein" und/oder "dein" und/oder "Selbst" als Theorie. Bewußt wird jede Veränderung auf jeden Fall sein.

also ob es von einem Begriff abhinge. Du hast dein Bewusstsein, ich habe meins, und jeder andere Mensch hat seins.
"dein", "mein", "jeder", "Mensch"... alles Begriffe. Du drückst damit aus, was du denkst, wie du es deutest - alles bewußt, was die Voraussetzung dafür ist.

Gibt es da etwas anders zu verstehen? Ist da etwas unklar? Ich gehe davon aus, dass es höhere Instanzen gibt, Gruppenbewusstsein, bestehend aus vielen Menschen, die dem gleichen Geist anhängen. Das mag für dich Spekulation sein, gut, ändert aber doch nichts an den abgegrenzten Einzelbewusstseinenen.
Solange du in Grenzen denkst, ändert sich in der Tat nichts.

. Wenn du dich negierst nutzt du die dir prinzipiell gegebenen Fähigkeiten nicht - was dir auch frei gestellt ist. Du bist der Schöpfer deiner Realität, sofern du es willst!
Wie schon mal gesagt: was negiert werden kann, muss erstmal kreiert sein.
Fähigkeiten und Nutzen und Wollen sind nicht abhängig von "mein" oder "dein" - all dies ist Zuschreibung aufgrund eines bestimmten Weltbildes.
 
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AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Nachtrag für Bernies Sage:
Nachtrag für Minni:

Wenn der Glaube an die Bedingung einer Grenze geknüpft wird, ist er berechnend und damit dem Wissen zuzuordnen.

Der Wissende benötigt keinen Glauben, wo Grenzen gesetzt werden.

Wo Grenzen gesetzt werden, dort ist dazu Wissen von nöten
Und wo keine Grenzen gesetzt werden, da geht auch kein Glaube flöten.

Bernies Sage
Stimmt: Wo kein Glaube, da geht auch keine Grenze (zu Wissen) flöten...
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Etwas transzendet zu erleben ist ein Widerspruch, oder?

Transzendenz ist meines Erachtens in Ausnahmefällen dann im Erleben kein Widerspruch, wenn „das Übersteigende“ innerhalb ganz normaler Sinneswahrnehmung in Gegenteilen und Gegensätzen (entgegen-)sinngebungshaft systematisch über Gefühlsverstärker in einer DA-ZWISCHENHEIT eingebunden werden kann, - mesophysisch sinngebungshaft und mesoökonomisch vernünftig zielführend - statt metaphysisch übersinnlich und metakomisch unvernünftig zielabführend.

Bernies Sage
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Wie schon mal gesagt: was negiert werden kann, muss erstmal kreiert sein.
Fähigkeiten und Nutzen und Wollen sind nicht abhängig von "mein" oder "dein" - all dies ist Zuschreibung aufgrund eines bestimmten Weltbildes.


Wenn 's um Besitz im Außen geht, schon!
Ich vermute aber stark, dass auch Tiere genau unterscheiden können, ob sie selber in eins ihrer Körperteile gebissen wurden oder ein anderes Tier!
Und auch du wirst wohl eher nie denken, dass DEINE Hand NICHT zu DEINEM Körper gehört!
Und sehr viele Fähigkeiten hängen von den Händen ab...
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Und auch du wirst wohl eher nie denken, dass DEINE Hand NICHT zu DEINEM Körper gehört!
Oft denke ich auch so, dass dies mein Körper sei und ein anderer ein anderer. Wenn ich nicht z.B. gerade philosophiere und aus den konditionierten Gewohnheiten ausbreche, mich als Person in einer materiellen Welt zu begreifen.
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Oft denke ich auch so, dass dies mein Körper sei und ein anderer ein anderer. Wenn ich nicht z.B. gerade philosophiere und aus den konditionierten Gewohnheiten ausbreche, mich als Person in einer materiellen Welt zu begreifen.


Hm - aber da stellst du dir doch nur vor, einen ANDEREN materiellen Körper zu haben.
Wenn es tatsächlich ginge, wäre es zwar sicher eine vom eigenen Körper verschiedene Erfahrung, aber eben immer noch physisch.
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Hm - aber da stellst du dir doch nur vor, einen ANDEREN materiellen Körper zu haben.
Wenn es tatsächlich ginge, wäre es zwar sicher eine vom eigenen Körper verschiedene Erfahrung, aber eben immer noch physisch.

Wenn ich träume oder einen Traum erinnere, denke ich keine Sekunde z.B. an "dein" oder "mein" oder "ausserhalb". Dieses Nichtkategorisieren kann man auch auf das materielle Erleben anwenden.
Das heißt aber nicht, dass ich mich beliebig mit jeder Erfahrung (oder jedem erfahrenen Körper) identifizieren kann.
 
AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Wenn ich träume oder einen Traum erinnere, denke ich keine Sekunde z.B. an "dein" oder "mein" oder "ausserhalb". Dieses Nichtkategorisieren kann man auch auf das materielle Erleben anwenden.
Das heißt aber nicht, dass ich mich beliebig mit jeder Erfahrung (oder jedem erfahrenen Körper) identifizieren kann.


Ist ja auch nicht nötig, an etwas zu denken, was eh klar ist!
Man WEISS es einfach! :)
 
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AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?

Du argumentierst aus der Perspektive einer Person heraus, die du als gegeben voraussetzt. Aber als was und wem ist sie gegeben?
Das kann nicht das Selbstbewusstsein sein, welches du als Person von anderen Selbstbewusstseinen unterscheidest.

ja natürlich! Und du argumentierst aus der Perspektive einer Person, die sich selbst in Frage stellt und sich damit die Basis entzieht! Wer sich auf diesen rekursiven Eiertanz einlässt, also diese Idee, die all unseren jahrzehntelangen Erfahrungen diametral widerspricht, kultiviert, der leitet damit einen Prozess der Persönlichlkeitserosion ein. Diese Idee ist nicht nur falsch, sie ist blödsinnig und gefährlich, denn nichts hat dauerhaften Bestand in der relativen Welt. Und gerade unser Selbstwert besteht aus nichts weiter, als Überzeugung. Wer ständig Bestärkung erfährt, wie "du bist toll, gut, wichtig!", der wächst auch, was seine Persönlichkeit angeht, selbst dann, wenn er, wie fast alle Führungspersönlichkeiten heute, hauptsächlich Schaden anrichtet. Seine Bewunderer reichen völlig aus, und seien es auch nur wenige Personen, die er selbst um sich scharte.

Umgekehrt gehen Menschen zu Grunde, wenn sie keine Anerkennung und Zuneigung erfahren. Ihr Energielevel sinkt dann. Genauso übel ist es, wenn er selbst destruktivem "Gedankengut" anhängt, wie z.B. "mich gibt es gar nicht". Damit macht er sich selbst zur Unperson, betrachtet sich als beliebig, bedeutungslos, sinnlos. Er hungert seine Seele aus und wird krank.
 
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