scriberius
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AW: Was ist die Bestimmung des Menschen?
Minni hat es bereits angeschnitten: Worin siehst du den Unterschied zwischen dem Ich, der Person, Persönlichkeit, dem Selbst? Klarer wurde bisher für mich nichts. Und wieso hängst du so sehr an der Selbstwahrnehmung fest? Sie ist nur eine Funktion, auch wichtig, spielt eine Rolle für die Entwicklung der Persönlichkeit, der Person, ist aber bestimmt nicht gleich ausgebildet.
Woraus besteht ein Mensch? Generationen von Psychologen haben Modelle ersonnen, mit denen Generationen von Psychologiestudenten gequält wurden und werden, aber darüber besteht alles Andere, als Einigkeit. Die können wir aber wohl doch erreichen, wenn wir die Sache nicht zu komplex zerfleddern. Ein Mensch ist ein Lebewesen, das primär aus einem physischen Körper besteht und aus seinem Geist, was auch als Dualität bezeichnet wird.
Der Geist besteht aus dem Bewusstsein (wahrgenommener Istzustand), das Informationen von außen (Umwelt) und von innen (Emotionen, Intuition) erhält, diese über seinen gespeicherten Erfahrungsschatz interpretiert und entsprechend reagiert. Dabei nimmt er wiederum sowohl die äußeren Reaktionen, wie auch die inneren (Selbstwahrnehmung) auf, modifiziert so sein Bewusstsein ständig, reiht Bewusstseinsimage an Bewusstseinsimage und speichert sie alle.
Jetzt sollten wir doch noch eine weitere Ebene beachten: Wir sind gewissermaßen gespaltene Persönlichkeiten, bestehen aus einem, ich nenne es jetzt einmal "Wahres Ich", das eine höher liegende Persönlichkeitsebene darstellt, und dem, was oft als Ego bezeichnet wird, einer Kunstfigur, die wir fast beliebig modellieren können, was wir auch alle tun. In sie fließen unsere Wunschvorstellungen ein, sie repräsentiert das Wesen, das wir gerne sein wollen, aber oft nicht sind. Und hier versagt die Selbstwahrnehmung: sie belügt uns, spiegelt uns unsere Wunschvorstellung als Istzustand wider. Für mich ist es die Haupt-Lebensaufgabe, diese beiden Ichs zu synchronisieren - was eine schwere Aufgabe darstellt. Und nun kommst du daher und behauptest, es gäbe sie gar nicht. Dann könnte ich mir die ganze Mühe doch sparen, oder nicht?
Es ist schwierig, aber so würde ich es einmal vereinfacht beschreiben wollen.
.. aus denen Persönlichkeiten bestehen. Ein Ich ist dazu nicht notwendig.
Wir sind beides Persönlichkeiten, mit der gleichen Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen.
Warum, frage ich Dich, sollte diese Selbstwahrnehmung bei jedem Menschen anders ausgeprägt sein?
Minni hat es bereits angeschnitten: Worin siehst du den Unterschied zwischen dem Ich, der Person, Persönlichkeit, dem Selbst? Klarer wurde bisher für mich nichts. Und wieso hängst du so sehr an der Selbstwahrnehmung fest? Sie ist nur eine Funktion, auch wichtig, spielt eine Rolle für die Entwicklung der Persönlichkeit, der Person, ist aber bestimmt nicht gleich ausgebildet.
Woraus besteht ein Mensch? Generationen von Psychologen haben Modelle ersonnen, mit denen Generationen von Psychologiestudenten gequält wurden und werden, aber darüber besteht alles Andere, als Einigkeit. Die können wir aber wohl doch erreichen, wenn wir die Sache nicht zu komplex zerfleddern. Ein Mensch ist ein Lebewesen, das primär aus einem physischen Körper besteht und aus seinem Geist, was auch als Dualität bezeichnet wird.
Der Geist besteht aus dem Bewusstsein (wahrgenommener Istzustand), das Informationen von außen (Umwelt) und von innen (Emotionen, Intuition) erhält, diese über seinen gespeicherten Erfahrungsschatz interpretiert und entsprechend reagiert. Dabei nimmt er wiederum sowohl die äußeren Reaktionen, wie auch die inneren (Selbstwahrnehmung) auf, modifiziert so sein Bewusstsein ständig, reiht Bewusstseinsimage an Bewusstseinsimage und speichert sie alle.
Jetzt sollten wir doch noch eine weitere Ebene beachten: Wir sind gewissermaßen gespaltene Persönlichkeiten, bestehen aus einem, ich nenne es jetzt einmal "Wahres Ich", das eine höher liegende Persönlichkeitsebene darstellt, und dem, was oft als Ego bezeichnet wird, einer Kunstfigur, die wir fast beliebig modellieren können, was wir auch alle tun. In sie fließen unsere Wunschvorstellungen ein, sie repräsentiert das Wesen, das wir gerne sein wollen, aber oft nicht sind. Und hier versagt die Selbstwahrnehmung: sie belügt uns, spiegelt uns unsere Wunschvorstellung als Istzustand wider. Für mich ist es die Haupt-Lebensaufgabe, diese beiden Ichs zu synchronisieren - was eine schwere Aufgabe darstellt. Und nun kommst du daher und behauptest, es gäbe sie gar nicht. Dann könnte ich mir die ganze Mühe doch sparen, oder nicht?
Es ist schwierig, aber so würde ich es einmal vereinfacht beschreiben wollen.
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