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Was bedeutet die Unendlichkeit?

AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?



Verstehen die Mathematiker überhaupt den Unterschied zwischen Verstehen und Be-greifen ...:dontknow:

Du wirst mir sicher sagen können, wie Philosophen den Unterschied zwischen Verstehen und Begreifen "sehen" ... um nicht zu sagen "verstehen". :D

Insbesondere wirst du mir aus philosophischer Sicht sagen können, ob z.B. die Physiker die Quantenmechanik verstehen, begreifen oder ob sie ganz einfach nur mit dieser Theorie umgehen können.
 
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AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

meine frage bezieht sich eigentlich auf die kosmologische konstante/zufallswert bei mengen aus der doku: "Was wir immer noch nicht wissen - gibt es uns wirklich?"

worauf ich hinaus will ist hier noch mal genau erklärt:

http://www.youtube.com/watch?v=FFxqpOpp8PE&feature=youtu.be

Das hättest du ja gleich sagen können!

Leben von unserer Art könnte tatsächlich nicht entstehen, wenn z.B. die Naturkonstanten ein wenig anders wären, als sie tatsächlich sind.

Das reizt natürlich zu vielerlei Spekulationen, auch mit theologischer Bedeutung:

- Könnte hinter einem derart massgeschneiderten Universum nicht eine göttliche Planung stecken?

- Ist unser Universum nur eine Auswahl aus vielen "Multiversen" mit verschiedenen Werten der Naturkonstanten?

Es bedarf also einer Erklärung, warum unser Universum so ist, wie es ist.
 
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

1. Du wirst mir sicher sagen können, wie Philosophen den Unterschied zwischen Verstehen und Begreifen "sehen" ... um nicht zu sagen "verstehen". :D

2. Insbesondere wirst du mir aus philosophischer Sicht sagen können, ob z.B. die Physiker die Quantenmechanik verstehen, begreifen oder ob sie ganz einfach nur mit dieser Theorie umgehen können.

Zu 1.:
"I'll try to do my very best" ...:lachen:
(Auch wenn ich eher ein Fiesoloph als ein Philosoph bin und daher nicht weiss, welcher Philosoph was zu dem hier zur Debatte stehenden Thema zu sagen hätte ...:dontknow:)

Begreifen heisst im Kontext der Naturwissenschaften wahrscheinlich, ein aus Begriffen geknüpftes Netz über die empirisch beobachtbare Natur zu werfen - gleichsam um die Natur theoretisch "einzufangen", zu kontrollieren und bestimmte Naturereignisse zu prognostizieren ... (vg. dazu auch ausführlicher Hans-Peter DÜRR, Das Netz des Physikers. Naturwissenschaftliche Erkenntnis in der Verantwortung, München 1988/1990

Jürgen HABERMAS hatte seinerzeit auch vom technischen Erkenntnisinteresse geschrieben ...

Das Verstehen ist innerhalb der hermeneutischen Philosophie in der Tradition Martin HEIDEGGERS und Hans-Georg GADAMERS eine eher geisteswissenschaftliche Haltung (und Methode), um z.B. Texte zu "verstehen", zu deuten, zu interpretieren ... (bei GADAMER z.B.), die ich einem Physiker aber an dieser Stelle nicht weiter darstellen kann (und will) ...

(Wenn es Sie wirklich interessiert, können Sie sich ja durch die Lektüre von "Sein und Zeit" (HEIDEGGER) und "Wahrheit und Methode" (GADAMER) :ironie: quälen ..., wobei bei HEIDEGGER das Verstehen ein fundamentales Existenzial des Mensch-seins ist, während es bei GADAMER eher eine geisteswissenschaftliche Methode ist ...:lachen:)

Zu 2.:
Zwar bin ich kein Physiker, aber ich vermute, dass die heutige Physiker-Generation (Professoren wie Studenten) in erster Linie daran interessiert ist, mit Hilfe der Quantenmechanik bestimmte Prozesse zu berechnen, also mit dieser Theorie "umzugehen" und etwas zu "machen", ohne sich um die philosophischen Hintergründe viel Gedanken zu machen, wie es die Quantenphysiker des 20. Jahrhunderts, also z.B. Werner HEISENBERG und Carl Friedrich von WEIZSÄCKER noch taten, die wussten, dass die Quantentheorie voller philosophischer "Tretminen" steckt ...

Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Deutung/Interpretation z.B. bestimmter Phänomene des Doppelspalt-Experiments und die Rolle des Beobachters (z.B. im Gedankenexperiment von SCHRÖDINGER's :katze3:) wirft erkenntnis-theoretische Fragen auf, die weit über das mathematisch Berechenbare und empirisch Beobachtbare hinausweisen ...

Vgl. dazu auch:
Carl Friedrich von WEIZSÄCKER: "Wer ist das Subjekt in der Physik?", in: Der Garten des Menschlichen, 5. Auflage, München-Wien 1978, S. 169 - 186.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch an die "Kopenhagener Interpretation", an die "Viele-Welten-Interpretation" und an "Wigners Freund" sowie an die "Triestiner Theorie" ... , die alles Verstehens-/Deutungs-/Interpretations-Vorschläge sind, über die wahrscheinlich :dontknow: nicht mehr mathematisch-empirisch im Kontext der Naturwissenschaft PHYSIK entschieden werden kann, vielleicht :dontknow: vergleichbar der Interpretation/Deutung eines Textes aus der Literatur, die (Interpretation/Deutung) je nach Vor-Verständnis des Interpreten ganz unterschiedlich ausfallen kann ..., wie z.B. die unterschiedlichen germanistisch-hermeneutischen Interpretationen ein und desselben KAFKA-Textes zeigen ...​
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

Da fällt mir der alte Witz ein, in dem sich zwei Autofahrer an einem umgestürzten Baumstamm treffen, der die Straße blockiert und sie debattieren darüber, was man machen könnte.
Nach einiger Zeit kommt ein dritter Autofahrer, schiebt den Baumstamm weg und fährt weiter.
Da sagt der eine zum anderen Autofahrer: 'Na klar, mit Gewalt geht natürlich alles!'.
 
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

Durch diesen sprachlich etwas unstrukturierten Beitrag......

Kein Wunder, denn dies liegt am Thema, schließlich ist die Unendlichkeit (noch) unstrukturiert ............

schimmert verhalten ........

…...ja, das zeugt von Charakter........

.....die Grundidee der Viele-Welten-Theorie. Hast du das beabsichtigt ?

Nein, eigentlich nicht, denn was 'die Logik' beabsichtigt, das kann ich nur im Ergebnis festhalten, wenn die Entstehung von Logik dabei IM Ursprung anfangs 'offen' bleibt...........sonst wäre das Leben ja echt 'chancenlos' …....ihm entkommen zu können ..... ;)........!

Im Übrigen bin ich kein Fan von Terry Pratchett's Scheibenwelten,....weil mir 'Logik-Fehler' dort keine überzeugende Erklärung zu liefern vermögen.

Doch die EINE Logik sagt mir, dass jeder Mensch in seiner eigenen Welt lebt und diese Faszination sich derzeit bei über 7,1 Milliarden Erdenbürgern (nahezu) 'gleichzeitig' beobachten lässt...........

Wichtig scheint mir, einerseits von vielen Welten auszugehen, aber andererseits nur von EINEM Universum - als EIN sich selbst zu erkennen (ver-)suchender Lebensformenwandler im 'BEWUSST-EIN' - als brennpunktphilosophisches Abstandstheorem - zu sprechen und das fehlende 'S' darin dem verführerischen Symbol der Schlange (zum SEIN und zum SCHEIN) doppelt überlassen .........

Insofern lehne ich (innerlich als Verstandesmensch) – und das wird so manche überraschen - eigentlich allzu moderne Sprachregelungen (äußerlich als Emotionsmensch) ab, welche zu Missverständnissen doch manchmal geradezu einladen.....

.......meine eigene*germanyoneslanguage and germ-any-one-s'language* natürlich ausgenommen, denn diese ist streng funktionsorientiert....:)

.......deren Strenge aber immerhin zum Trost als (Kern-)Salz in der Ursuppe des Universums uns auch (so ganz nebenbei) einen gesunden 'Ph-Wert' als Philososophenwert - im 'VER-SIEBEN' - bescheren könnten......... :)

*Hartmut*: Es bedarf also einer Erklärung, warum unser Universum so ist, wie es ist.

Sobald es diese Erklärung geben wird - oder schon gegeben haben wird,
wird unser Universum nicht mehr so sein, wie es ist........!

Bernies Sage​
 
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

...


Sobald es diese Erklärung geben wird - oder schon gegeben haben wird,
wird unser Universum nicht mehr so sein, wie es ist........!

Bernies Sage​

Zumal sich diese Erklärung selbst erklären müsste, da sie ja ein Bestandteil des Universums ist ..., das sie erklären will... :lachen:

Heureka - dieses Problem werde ich sofort dem Lügenbaron von Münchhausen erzählen, der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen haben soll ...:tuscheln:
 
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?



Zumal sich diese Erklärung selbst erklären müsste, da sie ja ein Bestandteil des Universums ist ..., das sie erklären will... :lachen:


Ja, ja, diese Erklärung, die sich selbst erklärt – nennen wir sie der Einfachheit halber Instinkt
funktioniert wie ein Klärwerk das sich wie von selbst erklärt – und nicht einmal dabei stinkt!

Bernies Sage​
 
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

Ja, ja, diese Erklärung, die sich selbst erklärt – nennen wir sie der Einfachheit halber Instinkt
funktioniert wie ein Klärwerk das sich wie von selbst erklärt – und nicht einmal dabei stinkt!

Bernies Sage​

:ironie: Das werde ich sofort den In-stinkt-Tie....äääähhhh..... den Stink-Tieren :ironie: melden ...:lachen:
 
AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

"I'll try to do my very best" ...:lachen:

Diesmal hast du dir ja richtig Mühe gegeben, moebius.
Danke, insbesondere auch für die Hinweise auf philosophische Literatur.

Begreifen heisst im Kontext der Naturwissenschaften wahrscheinlich, ein aus Begriffen geknüpftes Netz über die empirisch beobachtbare Natur zu werfen - gleichsam um die Natur theoretisch "einzufangen"

Literarisch schön formuliert.
Aber die Begriffe, mit denen wir begreifen, müssen wir erst schaffen ... siehe z.B. Quantenmechanik.

Zu 2.:
Zwar bin ich kein Physiker, aber ich vermute, dass die heutige Physiker-Generation (Professoren wie Studenten) in erster Linie daran interessiert ist, mit Hilfe der Quantenmechanik bestimmte Prozesse zu berechnen, also mit dieser Theorie "umzugehen" und etwas zu "machen", ohne sich um die philosophischen Hintergründe viel Gedanken zu machen, wie es die Quantenphysiker des 20. Jahrhunderts, also z.B. Werner HEISENBERG und Carl Friedrich von WEIZSÄCKER noch taten, die wussten, dass die Quantentheorie voller philosophischer "Tretminen" steckt ...

Das sehe ich im Wesentlichen auch so.

Es gibt aber durchaus auch Ausnahmen in der heutigen Physiker-Generation, z.B. den irischen Physiker John Bell.

Bekannt ist auch die Aussage von Niels Bohr, dass man die Quantentheorie unmöglich verstanden haben kann, wenn man nicht zunächst über sie entsetzt ist.
 
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AW: Was bedeutet die Unendlichkeit?

1. Diesmal hast du dir ja richtig Mühe gegeben, moebius. ...

...
2. Aber die Begriffe, mit denen wir begreifen, müssen wir erst schaffen ... siehe z.B. Quantenmechanik.

...

3. Es gibt aber durchaus auch Ausnahmen in der heutigen Physiker-Generation, z.B. den irischen Physiker John Bell.

4. Bekannt ist auch die Aussage von Niels Bohr, dass man die Quantentheorie unmöglich verstanden haben kann, wenn man nicht zunächst über sie entsetzt ist.

Zu 1.:
Ja, denn ich spiele ja nicht nur den denkforums-:clown3:

Zu 2.:
Ja, und ich vermute, dass das VERSTEHEN der Hermeneutiker und der Phänomenologen, z.B. von Edmund HUSSERL, Martin HEIDEGGER und Hans-Georg GADAMER, um nur einige wenige zu nennen, etwas damit zu tun hat, das man(n) sich in diesen philosophischen Richtungen/Strömungen um eine Erkenntnis bemüht, die diesseits/jenseits der geschaffenen Begriffe möglich sein kann ..., was vielleicht mehr mit Intuition zu tun hat ..., bzw. mit der Reflexion der Bedingung der Möglichkeit von z.B. quantenmechanischer Erkenntnis mit Hilfe geschaffener Begriffe ...:dontknow:

Zu 3.:
Ja, und mir gibt halt auch noch nach wie vor das Gespräch zwischen David BOHM und Jiddu KRISHNAMURTI über das "Erwachen der Intelligenz" zu denken - von den Publikationen des Physikers, Philosophen, Friedensforschers und Visionärs Carl Friedrich von WEIZSÄCKER ganz zu :tuscheln: (= schweigen) ...

Zu 4.:
Ja, diese Aussage von Nils BOHR :ironie: soll ich im Auftrag von Richard FEYNMAN bestätigen ...​
 
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