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Unser Leben

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AW: Unser Leben

was begründet mein Leben?
Parmenides: 'Denken' und Sein sind dasselbe

mit 'Denken' ist fühlen, denken, handeln (in dieser Reihenfolge) gemeint

wenn man auf das Handeln verzichtet,
bildet sich ein Gegensatz zwischen Theorie und Praxis aus

Heißt es nicht "Ich denke, daher bin ich"?

Ein Denken ohne dementsprechende Handlungen erfüllt seinen Zweck nicht.
Selbst Irrtümer sind besser als überhaupt nicht zu handeln, schließen sie doch einen Erfahrungswert ein. Es heißt nicht umsonst:

Durch Fehler wird man klug​

suche
 
AW: Unser Leben

obwohl das Sein kein Blackout hat

bei Parmenides gibt es keine Trennung von Außenwelt (SEIN) und Innenwelt (Denken)

wer 'denkt', befindet sich im Sein
wer nicht 'denkt', erzeugt das Sein nicht,
sondern schwankt zwischen Hü und Hott

wer fühlt-denkt-handelt (in dieser Reihenfolge), hat hingegen keine Zweifel

Das Denken wird manchmal unterbrochen,

das Sein liegt im Jetzt

das Jetzt des SEINS dauert solange,
bis
die Periode durchlaufen,
der Prozess vollzogen,
die Phase vollendet
ist

das Schwanken liegt dagegen im Vorher/Nachher
hier gibt es NICHTS
was durchlaufen, vollzogen, vollendet wird/wurde
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Unser Leben

Heißt es nicht "Ich denke, daher bin ich"?


im 'cogito ergo sum' von DESCARTES

liegt einerseits der Ausspruch von PARMENIDES (ein Vorsokratiker)
andererseits aber auch das 'ich will' der Triebbefriediger,
was dann zum Cartesischen Dualismus führt

wikipedia
Res extensa was used to denote the physical world
and res cogitans was used to denote the thinking being,
the being that perceives its own beingness.
 
AW: Unser Leben

wer fühlt-denkt-handelt (in dieser Reihenfolge), hat hingegen keine Zweifel



das Sein liegt im Jetzt

das Jetzt des SEINS dauert solange,
bis
die Periode durchlaufen,
der Prozess vollzogen,
die Phase vollendet
ist

das Schwanken liegt dagegen im Vorher/Nachher
hier gibt es NICHTS
was durchlaufen, vollzogen, vollendet wird/wurde

ok. Das Denken - der Wasserkreislauf
wie die Wogen des Meeres ...
 
AW: Unser Leben

Hallo Diskutanten !

Mit existentialistischem Hintergrund und weil ich auch gerne einen - schwierigen - Text Satz für Satz diskutiere, möchte auch ich mich als Hobby-Philosoph und Gerne-Selber-Denker an diesem thread beteiligen. Ich habe die vorigen Beiträge nicht alle gelesen, nur von "Neugier" fiel mir auf, dass sie kritisierte, dass der Text aus dem Zusammenhang gerissen ist; nun bin ich sehr für zusammenhängendes Denken und Diskutieren, mehrheitlich kommen uns im Leben aber solche Fragmente unter; man muss (und kann) ja auch nicht Goethes Gesamtwerk lesen, um ihm in 5 seiner Weisheiten zuzustimmen. Sollte ich in einem oder anderen einem bereits Gesagten zustimmen, bitte ich Euch, dies nicht als Lobhudelei aufzufassen; im gegenteiligen Fall ist es nicht böse gemeint.

Also dann.

Unser Leben haben wir der Differenz zwischen dem ökonomischen Gerüst, dem späten Industrialismus, und der politischen Fassade zu verdanken.
Stimme ich weitgehend zu, wobei ich ergänzen will, dass echter, dauerhafter Fortschritt mMn nur mit gelebter Moral und nicht mit Scheinmoral zu erreichen ist.

Der theoretischen Kritik ist der Unterschied geringfügig: allerorten läßt sich der Scheincharakter etwa der angeblichen öffentlichen Meinung, der Primat der Ökonomie in den eigentlichen Entscheidungen dartun.
Habe ich auch oft das Gefühl; nur - wie lässt sich für den Bürger der Scheincharakter vom Echtcharakter rechtzeitig unterscheiden ?

Für ungezählte Einzelne aber ist die dünne und ephemere Hülle der Grund ihrer ganzen Existenz.
Kann ich nicht widerlegen; Gewissheit würde aber nur eine gründliche Umfrage ergeben, die auch noch die Ehrlichkeit der Befragten voraussetzt.

Gerade die, von deren Denken und Handeln die Änderung, das einzig Wesentliche, abhängt, schulden ihr Dasein dem Unwesentlichen, dem Schein, ja dem, was nach dem Maß der großen historischen Entwicklungsgesetze als bloßer Zufall zutage kommen mag.
Stimme ich vollinhaltlich zu.

Wird aber dadurch nicht die gesamte Konstruktion von Wesen und Erscheinung berührt?
Ja, und - macht's was ?

Gemessen am Begriff ist das Individuelle in der Tat ganz so nichtig geworden, wie die Hegelsche Philosophie es vorwegnahm; sub specie individuationis aber ist die absolute Kontingenz, das geduldete, gleichsam abnorme Weiterleben selber das Essentielle.
Wegen solcher Sätze werde ich diesen Philosophen wahrscheinlich nie zur Gänze lesen; ich habe auch noch etwas anderes zu tun als Fremdwörter zu enttarnen.

Die Welt ist das System des Grauens, aber darum tut ihr noch zuviel Ehre an, wer sie ganz als System denkt, denn ihr einigendes Prinzip ist die Entzweiung, und sie versöhnt, indem sie die Unversöhnlichkeit von Allgemeinem und Besonderem rein durchsetzt.
Sehe ich nicht so krass; die Welt hat schöne und harte Seiten, wir haben Menschen, die Engeln gleichen und solche, die vom Teufel besessen sind und stets verneinen.

Ihr Wesen ist das Unwesen ; ihr Schein aber, die Lüge, kraft deren sie fortbesteht, der Platzhalter der Wahrheit.
Stimme ich teilweise zu; den Schein will man oft als Wahrheit darstellen und verkaufen. Wir brauchen mehr Menschen mit einem Sinn für's Echte.

Liebe Grüße

Zeili
 
AW: Unser Leben

Hallo Diskutanten !

Mit existentialistischem Hintergrund und weil ich auch gerne einen - schwierigen - Text Satz für Satz diskutiere, möchte auch ich mich als Hobby-Philosoph und Gerne-Selber-Denker an diesem thread beteiligen. Ich habe die vorigen Beiträge nicht alle gelesen, nur von "Neugier" fiel mir auf, dass sie kritisierte, dass der Text aus dem Zusammenhang gerissen ist; nun bin ich sehr für zusammenhängendes Denken und Diskutieren, mehrheitlich kommen uns im Leben aber solche Fragmente unter; man muss (und kann) ja auch nicht Goethes Gesamtwerk lesen, um ihm in 5 seiner Weisheiten zuzustimmen. Sollte ich in einem oder anderen einem bereits Gesagten zustimmen, bitte ich Euch, dies nicht als Lobhudelei aufzufassen; im gegenteiligen Fall ist es nicht böse gemeint.

Also dann.



Stimme ich weitgehend zu, wobei ich ergänzen will, dass echter, dauerhafter Fortschritt mMn nur mit gelebter Moral und nicht mit Scheinmoral zu erreichen ist.

Habe ich auch oft das Gefühl; nur - wie lässt sich für den Bürger der Scheincharakter vom Echtcharakter rechtzeitig unterscheiden ?

Kann ich nicht widerlegen; Gewissheit würde aber nur eine gründliche Umfrage ergeben, die auch noch die Ehrlichkeit der Befragten voraussetzt.

Stimme ich vollinhaltlich zu.

Ja, und - macht's was ?

Wegen solcher Sätze werde ich diesen Philosophen wahrscheinlich nie zur Gänze lesen; ich habe auch noch etwas anderes zu tun als Fremdwörter zu enttarnen.

Sehe ich nicht so krass; die Welt hat schöne und harte Seiten, wir haben Menschen, die Engeln gleichen und solche, die vom Teufel besessen sind und stets verneinen.

Stimme ich teilweise zu; den Schein will man oft als Wahrheit darstellen und verkaufen. Wir brauchen mehr Menschen mit einem Sinn für's Echte.

Liebe Grüße

Zeili

Leider fehlt mir momentan die Zeit, genauer auf alles einzugehen. Doch so vom geschwinden Überfliegen her stimme ich der Meinung von Zeilinger fast ausnahmslos zu.

Liebe Grüße

suche
 
AW: Unser Leben

Robin schrieb:
Sag ich doch, Thorsten, dass da nichts bei rum kommt...
Kann man so nicht sagen! Man sieht deutlich, wer alles Heidegger intravenös genommen hat... oder ist das doch erblich?

scilla schrieb:
was begründet mein Leben?
was bestimmt meinen Alltag?

... das geht mir zu sehr in Richtung Wirtschaftspolitik
Klar kann man Adorno auch auf meine schon wieder geänderte Signatur reduzieren *rofl*
 
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AW: Unser Leben

scilla schrieb:
die dualistische Welt ist grausam
Finde ich persönlich zu undifferenziert. Eine dualistische Welt muss nicht grausam sein.

Isolation in einer dualistischen Welt ist grausam.

fussel
 
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