Anideos
Well-Known Member
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In deiner radikalen Denke passt nichts zwischen "jemandem nicht dankbar sein wollen" und "gegen ihn sein".Gönn' deinem Antiamerikanismus doch mal eine kleine Pause und sei wenigstens dem kleinen GI dankbar, der im Maschinengewehrfeuer der Nazi-Soldaten für die Freiheit Europas bei Omaha Beach verstorben ist.
Ich bin den USA dankbar dafür, dass sie gemeinsam mit anderen Alliierten Europa von den Nazis befreit haben, aber ich will trotzdem nicht übersehen, dass sie es im Eigeninteresse getan haben, denn dadurch wurden sie zur Weltmacht und haben anschließend für großes Übel in anderen Teilen der Erde gesorgt. Das Land befindet sich seitdem fast ununterbrochen im Krieg. Und das meistens nur, um zu zeigen, wer der Herr im Haus ist und um die eigenen Interessen zu verteidigen. Wir wollen die Kirche im Dorf lassen.
Ich bin nicht so naiv pazifistisch wie manche andere hier. Ich weiß, dass Pazifismus ein Ideal ist und wie jedes andere Ideal, eine ideale Welt voraussetzt, um zu bestehen. Es gibt jedoch diese ideale Welt nicht und es genügt eine kleine gewaltbereite Minderheit, um den Pazifismus zunichte zu machen. Aktuell ist sogar eine gewaltbereite Weltmacht in Aktion und dieser Weltmacht kann man nicht mit pazifistischen Idealen begegnen. Es wird mehr als deutlich, dass wir eine andere Weltmacht brauchen, um die Aggression der Ersteren zu stoppen und das befriedigt mich ganz und gar nicht, aus den Gründen, die im von mir verlinkten Artikel aufgezeigt wurden. Ich sehe die Notwendigkeit, von den USA in der aktuellen Situation unterstützt zu werden, aber ich bedaure gleichzeitig diese Notwendigkeit, denn wir hätten es besser machen können.