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Russland greift Ukraine an

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Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Ukraine die von den Russen eroberten Gebiete zurück erobern kann bzw. will:
.....Ja, "dass scheint" illusorisch! In der jetzigen "Phase des Krieges" (Abnützung, Neuformierung und Umgruppierung der Kräfte) geht es wohl nur noch um (bessere) "Verhandlungspositionen"!!.....

meint plotin
 
Die Geschichte das die russischen Bemühungen Richtung Kiew nur ein Ablenkungsmanöver waren sind eine Märchenstunde.
Russland konnte es nicht schnell genug einnehmen. Als sich das abgezeichnet hat wurde der Ukraine militärisch aus dem Ausland geholfen und mittlerweile wäre Kiew zu nehmen illusorisch. Deshalb hat man seine Ziele heruntergeschraubt.
Die erste "Welle" des Angriffs beschränkte sich darauf, die Luftwaffe und militärische Basen platt zu machen.
Das hat recht gut funktioniert. Kiew direkt anzugreifen, wäre mit viel Zerstörung und langen Straßenkämpfen verbunden. Wäre dies passiert, verbunden mit vielen Verlusten an Menschenleben und Infrastruktur, dann hätten die Russen sich eher ins eigene Knie geschossen.
Ich konnte während des ganzen Verlaufes nichts finden, wo man solches hätte wirklich umsetzen können.

Kann man aber sehen, wie man will. Da Infos eh sehr dünn sind und vieles nur auf ukrainischen Meldungen beruht, ist eine detaillierte Analyse eh kaum möglich. Wir beide könnten falsch, aber genausogut auch richtig liegen. Ein Hauptziel war aber in jedem Fall, die Separatisten zu stärken und dadurch einen taktischen Vorteil zu erlangen. In jedem Fall kann man aber sicher sein, dass es zu forderst um die Krim geht.

Ich erinnere...
Aus dem Link:
In ukrainischen Regierungskreisen wurde gefordert, die Pacht zu erhöhen, die Russland nach dem Flottenvertrag für die Stationierung der Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim bezahlen muss. Verschiedene ukrainische Kreise waren der Ansicht, die Pachtzahlungen seien zu gering und forderten eine komplette Inventur der Anlagen, die laut Schätzungen einen Wert von zwei Milliarden Dollar besitzen.[11] Russland hingegen sperrte sich gegen jegliche Neuverhandlungen. Es warnte die Ukraine davor, dieses Thema anzuschneiden, weil hier im Gegensatz zum Gasmarkt ein fixierter Preis bis 2017 festgelegt wurde. Zudem umfasste das Abkommen über die Schwarzmeerflotte und der ebenfalls 1997 abgeschlossene Freundschaftsvertrag auch die beidseitige Anerkennung der Grenzen. Es gibt Spekulationen darüber, dass die Forderungen auf Druck der Vereinigten Staaten (USA) erhoben wurden. Dies umso mehr, als sie nur wenige Stunden nach dem Besuch der damaligen US-Außenministerin Condoleezza Rice in Kiew am 8. Dezember 2005 erfolgten.
Es geht in dem Artikel zwar hauptsächlich um Energie und Preise, die mMn auch ein Aspekt des Krieges sind, denn der Donbass ist nun mal in Sachen Gas sehr interessant...
Einst war die Ukraine die Kornkammer Europas, und in einer wiederauferstandenen Landwirtschaft liegt viel Potenzial. Dass das riesige Land auch über beträchtliche Gasreserven verfügt, ist kaum bekannt. Sie könnten zu einem «game changer» werden.
Schaut man sich noch an, welch Verflechtungen allein die Firma Burisma geflochten hat...
...dann kann man das Engagement der USA erkennen.

Leider wird all das wenig bis gar nicht mit diesem Krieg in Verbindung gebracht. War aber Thema im Wahlkampf zw Trump und Biden.

Es gibt viele Ebenen in diesem Konflikt. Heute wird das alles auf nur eine zusammengeschrumpft. Das ist für mein Verständnis aber sehr eindimensional. Würde man sich diesen ignorierten Ebenen widmen, stünden die hehren Ziele des Westens nicht mehr in dem guten Licht, welches man ständig propagiert.

mfg
 
Ein Hauptziel war aber in jedem Fall, die Separatisten zu stärken und dadurch einen taktischen Vorteil zu erlangen. In jedem Fall kann man aber sicher sein, dass es zu forderst um die Krim geht.
Eigentlich ging es vor allem um die Krim. Ganzjährig eisfreier Hafen, den Russland zu verlieren gedroht hat.
Russland hat deswegen schon vor Jahren eine Invasion gemacht. Das ging ziemlich schnell und hat nicht so viel staub aufgewirbelt.
Aber dann hatte die ukrainische Führung die "gute" Idee die Wasserversorgung der besetzten Krim zu kappen und hat Moskau sogar noch ausgerichtet wie dämlich die nicht sind das die das nicht kommen gesehen haben.
Ich denke da ist im Kreml die Entscheidung gefallen das die ukrainische Führung weg muss.
Warum hat man sonst das erst 2022 angestrebt und nicht schon damals bei der ersten Invasion?
Eine 1. Invasion zum "herantasten" für eine zweite Invasion macht keinen Sinn, denn die Ukraine hat selbstverständlich nach der 1. bereits aufgerüstet.
 
und nicht schon damals bei der ersten Invasion?
Welche Invasion? 2014?

Ich hab hier mal einen Artikel, der recht gut zeigt, was die Krim ist und wie die Ereignisse sich entwickelten.

Territoriale Integrität oder Selbstbestimmung des Volkes?VORLESEN​

von Viktor Timtschenko
Stand: 09. März 2015, 10:18 Uhr

Ich halte den Begriff "Invasion" hier für nicht unbedingt angebracht.

mfg
 
Welche Invasion? 2014?
Klar.
Vielleicht noch zur Klarstellung:
Was die Bewohner eines Gebietes wollen ist laut geltendem Recht irrelevant. Selbst wenn 99% eines Gebietes das Bestandteil
des ukrainischen Staatsgebiets (oder jedes anderen Staatsgebietes) eigentlich zu Russland gehören wollen ist das laut geltendem Recht bedeutungslos.
Die dürfen laut geltendem Recht auch mit Gewalt zur Zugehörigkeit zu dem herrschenden Staatsgebiet gezwungen werden.
Das gehört zur geltenden Souveränität eines Staates.

Und ja, auch wenn die russische Spetsnaz die hier eingegriffen hat kein russisches Hoheitszeichen an der Uniform hatte,
ist es klar das hier russische Militär die Besetzung des Gebiets sichergestellt hat.
 
Mein Kommentar: Der -formal-juristischen Unterscheidung, daß es sich um einen Krieg NUR zwischen der Ukraine und Rußland handelt, folgt er mM zurecht nicht.
Krieg NUR zwischen der Ukraine und Rußland

Es ist die militärische Abhängigkeit von Amerika, die offensichtlich ist -
Europa alleine wird Putin von nichts abhalten, meint Wolfgang Schäuble:
 
Und?

Kennst Du einen Polizisten, der -so wie Du- den Kampf mit der Waffe verweigert
hat?
Nein, denn er hat es gewusst als er sich bei der Polizei beworben hat, dass die Ausbildung an der Waffe dazugehört.
Hier geht es nicht um mich, sondern um die Ukrainer, die sich entschieden haben, ihr Land zu verteidigen und ich will mir nicht anmaßen aus dem sicheren Deutschland heraus, sie moralisch zu belehren.
Die russischen Soldaten hatten diese Möglichkeit nicht, denn in Russland gibt es keine Kriegsdienstverweigerung. Dort landet man schon für viel weniger im Knast.
 
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