Das sind ja genau die Probleme:
1., Man tut sich mit dem Begriff "Wahrheit" hier keinen gefallen. Über die Wahrheit lässt sich streiten. Eine Nachrichtensendung muss mir auch keine Wahrheiten präsentieren, sie muss Fakten liefern. Dann sollte sich jeder sein eigenes Urteil fällen können/dürfen.
Das führt uns zu Punkt 2., Inwiefern ist es gewollt, dass sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann/darf? Oder will ich hier nicht eher die Zuseher von einer gewissen Richtung überzeugen. Dann hat es aber nichts mehr mit Nachrichten zu tun, dann geht es schlicht und einfach Propaganda. In welche Richtung das dann auch immer geht und welche Intentionen dahinterstehen. (Das kann ich oft verstehen, man muss sich nur im klaren sein, dass man sich damit keinen Gefallen tut und sehr große Angriffsflächen für Kritik zulässt).
3., Sind Nachrichten schon zu Entertainment geworden, Stichwort "Infotainment". Aber noch viel mehr braucht es Aufmerksamkeit. Die erhält man (leider) nicht durch das schlichte vorbringen von Fakten. Da geht es darum gehört/gesehen/gelesen zu werden und das geht nur mit reißerischen Überschriften, Clickbait, Skandalen, Katastrophen,... Ob das dann letztlich wirklich alles so standhält, interessiert da nur wenige.
Und daher kann ich dann auch Punkt 4,. verstehen wenn es darum geht, dass sich jeder seine eigenen "Nachrichten" sucht. Das führt dann halt irgendwann zu Verhältnissen wie in den USA, wo dann jede Seite ihre eigenen "Nachrichten" hat. Reicht ja schon bei uns wenn es 5 verschiedene Zeitungen braucht um die "Mitte" zu finden.