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Leben und Leben lassen: Nachhaltige Versorgung

Das muss man sich aber auch erst leisten können.
Das lasse ich in Deutschland nicht gelten, es klingt zu sehr nach Marktwirtschaft, das Geld reicht nicht, wir brauchen mehr, das lernen die Kinder schon im Kindergartenalter. Dabei sind die meisten Dinge, die der Seele guttun, auf dieser großen Welt keine Frage von Geld, sie sind nicht käuflich. Es ist eine Frage wie das zur Verfügung stehende Geld angewendet wird, gehe ich in die Gaststätte für den Kaffee und lasse mich bedienen oder habe ich Freude ihn selber zuzubereiten. Der finanzielle Unterschied ist enorm aber für die Seele ist selbstgemacht wesentlich positiver als bedienen lassen. Das ist nur ein kleines Beispiel wie man durch Selbermachen Geld einspart und für die Empfindungen gewinnt. So werden finanzielle Ressourcen frei um größere Projekte selbst zu machen die eventuell mehr finanziellen Aufwand kosten als es die Industrie anbietet aber der Mehrgewinn sich überwunden zu haben im Lebensgefühl ist enorm.

Früher stellte die Anzahl der Sklaven den Status dar, dann wurde es materieller Besitz, auch das ist belastend und schafft Ärger, heute stellt so wenig brauchen wie möglich die größte Freiheit und das beste Lebensgefühl dar, es gibt sogar Bewegungen in Mitteleuropa da wird bewusst ohne Geld gelebt, das geht, so gar sehr gut denn es werden täglich tonnenweise Lebensmittel weggeschmissen.

Es ist nicht nur der Bauernhof und die Regionalwirtschaft, wenn der Konsum und das Shoppen dasselbe ist, es müssen aktuell 7,5 Milliarden Menschen ernährt werden, das geht mit einem Hofladen nicht, auch wenn es noch so idyllisch ist.
Die meisten Menschen auf der Welt stellen ihre Lebensmittel selber her, ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, sie können sich die vorgefertigte Industrieware aus dem Supermarkt nicht leisten.
Nur leider empfinden sie den Vorteil für die seelischen Strukturen nicht, wenn sie nach Europa oder den USA gucken verblassen sie vor Neid der vielen materiellen Güter wegen und dem Angebot an Nahrungsmitteln.

Ich glaube nicht, dass eine arme Mutter, die ihre Kinder versorgen möchte, nein zu Supermarktprodukten sagt, ich nehme Essen nur direkt vom Bauernhof in Bioqualität. Das Problem weltweit ist der Ernährung, die Verteilung und weniger ob konventional oder Bio, das ist vor allem in Deutschland ein Extrem. Der nächste Punkt wäre vegetarisch oder vegan usw.
 
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Frage: was ist nachhaltig an E-Autos?
Der Atomstrom?
Die Rohstoffe?
Mittlerweile hat sich rumgesprochen, die Dinger explodieren in der Garage.

Ich finde, es ist mehr als überfällig, dass ein echtes Umdenken stattfindet und nicht ständig dieser pure Kosmetik Fortschritt, der nichts als den Konten auf den Steuerinseln dient.
 
Ich finde, es ist mehr als überfällig, dass ein echtes Umdenken stattfindet und nicht ständig dieser pure Kosmetik Fortschritt, der nichts als den Konten auf den Steuerinseln dient.
:cool: Ach was, ein echtes Umdenken findet doch erst statt, wenn die legalen Gesetze und die international erlaubten Scheinfirmen mit ihren steuerfreien Gewinnmargen bis zu 50. 000 Euro auch definitiv für die europäischen Arbeitsorganisationen aller lokalen Arbeitsämter gelten.

:cool: Diese wären dann gesetzlich (noch) nicht einmal daran gehindert, auf "neutrale Gewinnkosten" der Steuerzahler auf den Bahamas entsprechende Briefkastenfirmen zu errichten und für die persönlich zwingende Vorsprache zum ersten Arbeitsgespräch - um Scheinbewerbungen zu vermeiden (!) - kostenlose Flugtickets für Hin-und Rückflug als zukünftig vom Einkommen absetzbare Werbungskosten vorab zur Verfügung zustellen.:oops::rolleyes:o_O
 
für die Seele ist selbstgemacht wesentlich positiver als bedienen lassen.

Das kommt wohl ganz auf den Menschen und die Situation an, so pauschal würde ich es nicht sagen. Gerade wenn man mal etwas nicht selbst machen muss (z.B. Kochen) ist es doch eine Entspannung. Miene Eltern beispielsweise haben mich nicht verstanden als ich nur mehr in Ferienhäuser gefahren bis wo ich mich selbst verpflegen musste. Sie waren der Meinung gerade im Urlaub möchten sie mit den ganzen Dingen von zu Hause nichts zu tun haben (beispielsweise eben kochen). Für mich war es aber mehr "Freiheit" selbst auszuwählen was ich machen möchte und nicht zu einer vorgeschriebenen Zeit mit allen anderen Essen zu müssen. So unterschiedlich sind eben viele Menschen.

Ich glaube nicht, dass eine arme Mutter, die ihre Kinder versorgen möchte, nein zu Supermarktprodukten sagt, ich nehme Essen nur direkt vom Bauernhof in Bioqualität. Das Problem weltweit ist der Ernährung, die Verteilung und weniger ob konventional oder Bio, das ist vor allem in Deutschland ein Extrem. Der nächste Punkt wäre vegetarisch oder vegan usw.

Erst heute in der Zeitung gibt es dazu eine Artikel. Wenn man die Agrarförderungen nicht nur nach Größe verteilen würde, würden sogar Biolebensmittel für alle leistbar werden. Also viele Probleme sind da auch hausgemacht und müssten nicht so sein (zumindest eben bei uns).

Ich finde, es ist mehr als überfällig, dass ein echtes Umdenken stattfindet und nicht ständig dieser pure Kosmetik Fortschritt, der nichts als den Konten auf den Steuerinseln dient.

Aber gerade dieser Kosmetik-Fortschritt wird gefordert. Und die Politik stellt sich dann hin und übernimmt auch noch diese Forderungen weil man eben damit gewählt wird. Man wird nicht damit gewählt wenn man den Menschen erzählt, dass sie ihr Leben teilweise drastisch ändern müssen und sogar auf einige Dinge verzichten müssen. Zuerst gehört das Umdenken und dann gehören die Maßnahmen gesetzt. Wir machen es gerade umgekehrt und wissen nicht einmal ob es angenommen wird.
 
Das Umdenken ist keine Forderung an die Gesellschaft, das ist viel zu drastisch, das passiert bei einem Putsch, das Umdenken in einer harmonischen Gesellschaft passiert beim Einzelnen, beim Individuum, genauso wie in einer Beziehung auch, nicht die Familie denkt um, kaum vorstellbar, sondern der Einzelne für sich. Also Sistah, denke um, fange an, verhalte Dich entsprechend im Alltag und Du wirst Vorbild für andere sein, nur so geht es. Fordern die Gesellschaft soll endlich was tun bringt nicht viel, niemand fühlt sich angesprochen, sollen erstmal die Anderen. Ich denke für mich schon seit Jahren um und habe erkannt, dass das angeprangerte Böse auch gut sein kann und verteidige es aber ich mache mich nicht beliebt damit.
 
Das Umdenken ist keine Forderung an die Gesellschaft, das ist viel zu drastisch, das passiert bei einem Putsch, das Umdenken in einer harmonischen Gesellschaft passiert beim Einzelnen, beim Individuum, genauso wie in einer Beziehung auch, nicht die Familie denkt um, kaum vorstellbar, sondern der Einzelne für sich. Also Sistah, denke um, fange an, verhalte Dich entsprechend im Alltag und Du wirst Vorbild für andere sein, nur so geht es. Fordern die Gesellschaft soll endlich was tun bringt nicht viel, niemand fühlt sich angesprochen, sollen erstmal die Anderen. Ich denke für mich schon seit Jahren um und habe erkannt, dass das angeprangerte Böse auch gut sein kann und verteidige es aber ich mache mich nicht beliebt damit.
In einer harmonischen Gesellschaft ja. Aber die Gesellschaft ist nicht harmonisch, nicht einmal sozial. Denn wenn sie das wäre, und selber denken würde, bräuchte es gar keine Forderungen.
Vorbilder gibt es mittlerweile genug. Aber so lange niemand den Ernst der Lage erkennt, sondern die Warner vor den Folgen des Klimawandels als Spinner, linksgrüne Diktatoren und sonst noch was "beschimpft", wird diese Gesellschaft nicht umdenken, geschweige denn, auf irgend etwas verzichten. Die Menschen glauben, sie haben ein Recht darauf, so zu leben wie sie, der Einzelne es will.
Umgedacht wird erst werden, wenn es zu spät ist. Und das wird früher kommen, als den meisten lieb ist. Bis dahin aber wird weiter getan, als ob nichts wäre. Sportveranstaltungen, Autorennen, Kohle verbrennen, Bäume fällen, zubetonieren, Kreuzfahrten, Fliegen rund um die Welt, Fleisch essen bis zum Zerplatzen usw. Solange der Gewinn das Wichtigste ist, wird das Umdenken des Einzelnen verpuffen wie ein Schaß im Wald.
Die Politiker trauen sich nicht zu sagen was auf uns zukommt und Gegenmaßnahmen beschließen, auf die Klimaforscher und Metereologen hört niemand - also wird frisch fröhlich weiter gelebt bis zum bitteren Ende.
Das Erwachen wird grauslich sein.
Denn eines hat der Mensch noch immer nicht begriffen. Nicht das Klima und die Natur müssen wir schützen (die machen das schon selbst) sondern der Mensch muss sich schützen. Aber solange es Klimaschutz und nicht Menschenschutz genannt wird, kapiert es das ach so kluge Säugetier Mensch nicht...
 
Woran liegt es, dass der Mensch von Klimaschutz, aber nicht von Menschenschutz spricht? Das hat Gründe und die liegen zuallererst in der Ablenkung wie es im Alltag auch passiert, unangenehmes wird ausgeblendet und anstrengendes verdrängt.
Deshalb ist das Klima in aller Munde, und zwar mit eifriger Propaganda und nicht der Mensch mit seinen seelischen Konflikten. Dem Mensch wird die Hölle heiß gemacht, wenn er nicht sofort etwas tut und CO₂-Zertifikate kauft, geht es gegen die Wand, enormer Druck wird aufgebaut bis hin zu apokalyptischen Prognosen. Natürlich kann der verschwenderische Lebenswandel so nicht weiter gehen, die fossilen Rohstoffe sind begrenzt, aber das Ganze auf 1,5 Grad Welterwärmung zu reduzieren ist einfach zu plump und zu Menschen abweisend. Ich kann Indien gut verstehen, warum sie die Entwicklung, für die Deutschland 50 Jahre gebraucht hat, mithilfe der USA nicht einfach überspringen kann. Indien steht an der Schwelle der Marktwirtschaft und möchte auch den europäischen Wohlstand für alle erreichen, dafür braucht es Energie, ein Strompreis wie in Deutschland aktuell vorhanden ist in Indien undenkbar. So gibt es die verschiedensten Sichtweisen auf das, was gerade populär ist und man findet Gründe, warum sich der Mensch so verhält. Der Begriff Klimaschutz ist nicht vom Himmel gefallen, ihn haben Menschen ins Gespräch gebracht.
 
Natürlich kann der verschwenderische Lebenswandel so nicht weiter gehen,
die fossilen Rohstoffe sind begrenzt, aber das Ganze auf 1,5 Grad Welterwärmung zu reduzieren ist einfach zu plump und zu Menschen abweisend.
Achja... wenn wir so weiter machen wie bisher, wird eine stärkere Macht (das Naturgefüge) dafür sorgen tragen, uns, die Menschen abzuweisen....

Terrygenus siehe: https://www.fotocommunity.de/photo/terrygenus-paul-roland-vettermann/37415645
 
Das ist ein sehr schönes Foto @Paul Roland V. :)

Ich denke auch, man sollte diese Themen von allen Seiten beleuchten. Es braucht einfach einen weitreichenden Diskurs, finde ich. Es kann doch nicht sein, dass es einerseits immense Technologien gibt und andererseits im Alltag nichts leichter wird. wie du sagtest @ewaldt es ist mit Sicherheit eine Sache der Umverteilung. Und ja, du hast recht. Was nützt die größte Weisheit, wenn man nicht bei sich selbst beginnt? ob ich ein Vorbild bin, ich bin mir nicht recht sicher, ich tu was ich kann.

@EmmyBy meine Mama rauft sich heute noch die Haare, weil wie sie öfter erzählte schon in den Achzigern klar war, wie arg es um die industrielle Lebensmittelherstellung bestellt war, nur als Beispiel. Damals gab es zwar andere Schlagworte, aber die Entwicklung wie wir sie heute sehen wurde bereits von Ökonomen vorausgesehen. Soweit ich es weiß, gab es seither interessante Entwicklungen und Initiativen, aber das Geld floss wohl eben nicht signifikant in diese Richtung. Zumindest nicht in einem Ausmaß, wodurch es sichtbare kulturelle Verbesserung gegeben hätte. Man sieht es doch in der Architektur, alles musste schnell und möglichst billig gemacht werden. Wobei es derzeit ohnehin eine Teuerung der Rohstoffe gibt, die das so nicht mehr ermöglicht. Wie dem auch sei, die "Wegwerfgesellschaft" hat meine Mutter nach eigenen Angaben schon vor Jahrzehnten kritisiert, auch den sinnlosen Verpackungsmüll und solche Dinge. ... Wir haben ja schon öfter von Initiatoren wie den Adamah Biohof gesprochen, es ist halt zu hoffen, dass dies nicht unter "ferner liefen" versickert sondern weitreichend nachgeahmt wird - im Sinne von Modell für nachhaltiges, schonendes und dankbares Wirtschaften.

Jedenfalls habe ich beschlossen mich auf eine sehr ruhige Weihnachtszeit einzustellen. Was wären da deine Tipps @Eule58 betreffend selber machen? Ich bin leider keine Kekserl Bäckerin. Was könnte man Nachhaltiges machen um sich und anderen eine Freude zu bereiten ohne großen Aufwand, Müll, Verschwendung?
 
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