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Klimawandel

"Egal wer regiert, der Markt hat längst entschieden: Wind und Sonne sind die günstigsten Energiequellen ...
Ja, wenn die Chinesen die Solarmodule und die Windgeneratoren günstig fertigen. In der Dunkelflaute ist allerdings Schluß mit der günstigen Energie, und dann schlägt die Stunde der Netzbetreiber. Unter dem Strich: Abzocke.
 
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Wenn dem tatsächlich so wäre, wäre es egal, ob Merz und Söder es begriffen. Jene Energiequellen würden sich dann einfach am Markt durchsetzen, ganz ohne politisches Pushen.
Ist ja auch so, die Solarenergie hat weltweit die höchsten Zuwachsraten. Atomkraftwerke werden dagegen von keinen Energieunternehmen mehr gebaut ohne Abnahmegarantien, ohne Risikoübernahme, ohne Subventionen oder ohne Abnahme des Entsorgungsproblems. Mal davon abgesehen, woher das Uran stammt und wie lange das überhaupt noch verfügbar ist...
 
Ja, bei Atomkraftwerken ist die Vorleistung auch erheblich größer als bei Solaranlagen und die Geschichte hat gezeigt, dass schon
sehr große Investitionen in kurzer Zeit politisch abgewürgt worden sind.

Aber: Solaranlagen und Atomkraftwerke sind wie Hund und Katz. Ja, beides sind Kraftwerke (so wie Hund und Katz Säugetiere sind), die sich zur Erzeugung elektrischer Energie eignen, aber nicht nur der Erzeugungsprozess, sondern auch die Art und Weise der Lieferung sind äußerst unterschiedlich. Insofern sind Solaranlagen kein völliger Ersatz für andere Kraftwerke - inklusive Atomkraftwerke.
 
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Aber: Solaranlagen und Atomkraftwerke sind wie Hund und Katz. Ja, beides sind Kraftwerke (so wie Hund und Katz Säugetiere sind), die sich zur Erzeugung elektrischer Energie eignen, aber nicht nur der Erzeugungsprozess, sondern auch die Art und Weise der Lieferung sind äußerst unterschiedlich. Insofern sind Solaranlagen kein völliger Ersatz für andere Kraftwerke - inklusive Atomkraftwerke.
Da hast du schon recht, nur kann ich halt bei Solarstrom noch einiges machen. Wenn ich mal bessere/günstigere Speicher habe, hat sich das Problem auch schon wieder erledigt. Bei Atomkraft werden löst man die Probleme nicht: keiner weiß wohin mit dem Atommüll, Kernfusion noch kein echtes Thema, teuer, dezentral, große Investitionen notwendig,...
Ja man braucht Energie, die möglichst gleichmäßig und quasi auf Knopfdruck zur Verfügung gestellt werden kann. Da geht eben nichts über Atomstrom. Dieses Ergebnis kann ich aber auch mit besserer Speichertechnologie haben. Das birgt viel weniger Risiken und ist wohl auch um einiges Günstiger, vor allem wenn man mal auch die massiven Subventionen für die Atomkraft mit einbezieht.
 
Ja man braucht Energie, die möglichst gleichmäßig und quasi auf Knopfdruck zur Verfügung gestellt werden kann. Da geht eben nichts über Atomstrom.
Das ist so auch nicht richtig. Die AKWs kann man eben gerade nicht auf Knopfdruck schnell mal hoch- und runterfahren. Die sind aussergewöhnlich unflexibel und daher ungeeignet im Zusammenspiel mit Wind und Solarenergie, weil wir flexible Kraftwerke zur Deckung von Spitzen brauchen. Hinzu kommt, dass AKWs sehr häufig ausfallen, wie man sehr gut am Atomstromland Frankreich sieht. Von all den meist genannten Problemen mal abgesehen (zu teuer, keine Lösung für Atommüll, gefährlich, Uran aus Russland) ist die Atomkraft schlicht keine sinnvolle Ergänzung im heutigen Strommix.
 
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Atomreaktoren lassen sich besser steuern als Kohlekraftwerke. Da kannst du nicht einfach so den Ofen abdrehen, der muss immer laufen. Gaskraftwerke sind sicherlich auch sehr gut, haben aber nur einen Wirkungsgrad von um die 40% - wie halt die AKWs, nur blasen die nur Wasserdampf aus ihren Schornsteinen.
Das Zusammenspiel brauchst du aber nur wenn du es als Ganzes siehst. Mit Solar und Windenergie wird man keine Wirtschaft betreiben können. Solar- und Wind sind ja etwas für private Haushalte.
Ich würde auch keine neuen AKWs mehr bauen, aber wenn sie da sind, betreibe ich sie halt solange wie es machbar/sinnvoll ist. Ja das Uran kommt aus Russland, das kommt das Gas auch. Oder ich kaufe mir das Gas der Amis oder die Kohle der Polen oder (wer hätte es gedacht) wieder der Russen:)
Bei Solar und Wind bin ich halt "nur" von der Produktion von China abhängig. Stehen die Dinger mal, hab ich aus dem Ausland wenig zu befürchten.
 
Atomreaktoren lassen sich besser steuern als Kohlekraftwerke. Da kannst du nicht einfach so den Ofen abdrehen, der muss immer laufen.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das AKW muss immer laufen, das kann nicht einfach abgeschaltet werden. Zudem sind die technisch extrem kompliziert und nicht auf einen ständigen Lastwechsel ausgelegt. Von daher sind AKWs eben gerade keine Lösung für die neuen Herausforderungen an das Stromnetz durch die Deckung von Lastspitzen und den Ersatz von kurzzeitigen Lücken. Es ist genau der Typ an Kraftwerk, der nicht gebraucht wird.

Ich würde auch keine neuen AKWs mehr bauen, aber wenn sie da sind, betreibe ich sie halt solange wie es machbar/sinnvoll ist.
Da fehlen dir auch die zig Milliarden dazu ;-) Ich kenne überhaupt keinen Energiebetreiber der AKWs bauen will - jedenfalls nicht ohne Abnahmegarantiern, Subventionen oder Risikoübernahmen. Diese Kraftwerke sind nicht ökonomisch rentabel, aus Risikoerwägung unhaltbar und ergeben keinen Sinn für die neuen Herausforderungen des Strommixes. Für bereits bestehende Anlagen ist die Situation natürlich anders, die sind zumindes okönomisch rentabel, aber die Frage stellt sich in D und Ö nicht. Die Schweiz dagegen fährt ihre AKWs noch einige Jahre - Neubauten wird es aber keine geben, weil da ausser den Ideologen bei den Rechten niemand Interesse daran hat.
 
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Da hast du schon recht, nur kann ich halt bei Solarstrom noch einiges machen. Wenn ich mal bessere/günstigere Speicher habe, hat sich das Problem auch schon wieder erledigt. Bei Atomkraft werden löst man die Probleme nicht: keiner weiß wohin mit dem Atommüll, Kernfusion noch kein echtes Thema, teuer, dezentral, große Investitionen notwendig,...
Ja man braucht Energie, die möglichst gleichmäßig und quasi auf Knopfdruck zur Verfügung gestellt werden kann. Da geht eben nichts über Atomstrom. Dieses Ergebnis kann ich aber auch mit besserer Speichertechnologie haben. Das birgt viel weniger Risiken und ist wohl auch um einiges Günstiger, vor allem wenn man mal auch die massiven Subventionen für die Atomkraft mit einbezieht.
Ja, wobei bei Atomkraft die Probleme weniger technischer als politischer Natur sind.
Im Falle des Urans erzeugt man es ja nicht, sondern holt es aus der Natur - und man könnte technisch die Radioaktivität wieder dorthin zurückbringen, wo sie herkommt (wenn auch nicht völlig 1:1, denn die radioaktiven Isotope sind nicht mehr dieselben).
Aber, dieses radioaktive Material ist im Bewusstsein der Menschheit und im Vergleich zum natürlichen Zustand ziemlich konzentriert.
Die beiden technischen Lösungen -Lagerung in konzentrierter Form an einem geologisch sicheren Ort- sowie die Verdünnung bis hin zu ungefährlicher Strahlungsintensität werden vielerorts politisch abgelehnt, letztere noch nicht einmal wirklich angedacht.

Was heißt "massive Subventionen für die Atomkraft"?
Atomkraft rechnet sich wirtschaftlich, insofern muss sie nicht "subventioniert" werden.
Welchen Grund hätte ein Land, Atomkraft zu subventionieren, wenn sie mehr Kosten als Nutzen verursachen würde?
 
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Das ist so auch nicht richtig. Die AKWs kann man eben gerade nicht auf Knopfdruck schnell mal hoch- und runterfahren. Die sind aussergewöhnlich unflexibel und daher ungeeignet im Zusammenspiel mit Wind und Solarenergie, weil wir flexible Kraftwerke zur Deckung von Spitzen brauchen.
Das ist doch Blödsinn - schon mal was von Steuerstäben gehört?
AKWs eignen sich durchaus für einen Lastfolgebetrieb, auch wenn das nicht ihre primäre Aufgabe ist (sondern die Deckung der Grundlast). Woher hast du deine Falschinformation?
Hinzu kommt, dass AKWs sehr häufig ausfallen, wie man sehr gut am Atomstromland Frankreich sieht.
"Sehr oft"? Hast du dazu Daten, und auch Vergleichsdaten von anderen Kraftwerken?
Fällt ein AKW mal aus, findet dieses Ereignis sehr schnell den Weg in die Medien, währen der Ausfall eines anderen Kraftwerks
abseits der direkt Involvierten niemanden interessiert.
Von all den meist genannten Problemen mal abgesehen (zu teuer, keine Lösung für Atommüll, gefährlich, Uran aus Russland) ist die Atomkraft schlicht keine sinnvolle Ergänzung im heutigen Strommix.
-zu teuer: falls dem wirklich so wäre, warum haben dann so viele Länder AKWs? Was hat, beispielsweise Frankreich dazu veranlasst, viele AKWs zu betreiben, wenn es -so deine Behauptung- billigere Lösungen gegeben hätte?
-keine Lösung für Atommüll: wie oben beschrieben gibt es technische Lösungen, die aber von manchen politisch abgelehnt werden. Das Argument von "keiner Lösung" ist also kein gegebenes, sondern ein gemachtes
-gefährlich: auch das ist so nicht richtig. Ja, es gab und gibt vereinzelt Zwischenfälle mit vielen Toten und anderen Folgen. Aber heruntergebrochen auf "Folgen pro erzeugter kWh" sind AKWs deutlich weniger gefährlich als der gesamte heutige Strommix. Die Angst vor "gefährlichen AKWs" ist so wie Flugangst. Ja, es ist nicht völlig ungefährlich, aber die gängigen Alternativen sind gefährlicher (so wie man eher bei der Fahrt zum und vom Flughafen sterben kann als beim Flug selbst).
-Uran aus Russland: muss man ja nicht nehmen. Di größten vier Uranförderländer heißen Kasachstan, Kanada, Australien und Namibia.

Also woher beziehst du deine Information?
 
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