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Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Hartmut

Well-Known Member
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15. August 2005
Beiträge
3.007
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

was wurde wahrscheinlich nicht diskutiert?

Ich habe die Diskussion am TV verfolgt.
NICHT diskutiert wurde u.a. folgende wichtige Passage aus dem Gedicht von G. Grass:

"Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird;
das Verdikt 'Antisemitismus' ist geläufig."


Die Jounalistin Franziska AUGSTEIN war die Einzige in der Runde, die G. Grass und sein Anliegen verteidigte. Aber auch sie vermochte (oder wollte) nicht, die vorstehende Passage in die Diskussion einzubringen.

FRIEDMANN trat faktisch nur als Agitator Israels auf und versuchte, Grass wegen seines Dienstes in der Waffen-SS persönlich blosszustellen.

PRIMOR gab sich etwas diplomatischer und verwies auf die Empfindlichkeit der Israelis, besonders in der jetzigen angespannten Situation.

SCHOLL-LATOUR hielt sich m.E. ziemlich zurück. In Erinnerung geblieben ist mir seine Bemerkung, dass die Lieferung deutscher U-Boote an Israel Sinn mache, da Israel im Vergleich zu Iran ein kleines Land sei ...

Die IRANERIN hat bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Diskussion hat sich, wie zu erwarten war, nur wenig mit dem Anliegen des Gedichts von G. Grass auseinandergesetzt.
 
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moebius

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11. März 2009
Beiträge
42.486
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Und wer von den :ironie: klugen Köpfen auch immer welche Position verteten hatte:
"Schaun mer mol!", wie die Geschichte weiter gehen wird ...:dontknow:
 

Ellemaus

Well-Known Member
Registriert
29. Juni 2010
Beiträge
23.360
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Ich habe die Diskussion am TV verfolgt.
NICHT diskutiert wurde u.a. folgende wichtige Passage aus dem Gedicht von G. Grass:

"Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird;
das Verdikt 'Antisemitismus' ist geläufig."


Die Jounalistin Franziska AUGSTEIN war die Einzige in der Runde, die G. Grass und sein Anliegen verteidigte. Aber auch sie vermochte (oder wollte) nicht, die vorstehende Passage in die Diskussion einzubringen.

FRIEDMANN trat faktisch nur als Agitator Israels auf und versuchte, Grass wegen seines Dienstes in der Waffen-SS persönlich blosszustellen.

PRIMOR gab sich etwas diplomatischer und verwies auf die Empfindlichkeit der Israelis, besonders in der jetzigen angespannten Situation.

SCHOLL-LATOUR hielt sich m.E. ziemlich zurück. In Erinnerung geblieben ist mir seine Bemerkung, dass die Lieferung deutscher U-Boote an Israel Sinn mache, da Israel im Vergleich zu Iran ein kleines Land sei ...

Die IRANERIN hat bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Diskussion hat sich, wie zu erwarten war, nur wenig mit dem Anliegen des Gedichts von G. Grass auseinandergesetzt.

Dann habe ich ja nichts verpasst!:D Die Retourkutsche wird also emsig weiter gefahren. Wer hält aber die Zügel? Mutti Merkel und Co?:nudelwalk Aber sie schweigen ja, alle. Pastor Gauck hält sich auch fein raus. Sie Ver-Schweigen!:wut2:
 

Allfred

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15. Januar 2012
Beiträge
3.949
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Grass hat recht, die Menschen sind nicht gleich vor dem Gesetz. (s. Gauck sein Freiheitsbegriff):nein:

Ja. Ich seh's so:

Die, die die
Gesetze machen,
machen die Gesetze,
damit diese ihnen dienen,
durch das, daß der einfache Bürger den Gesetzen diene,
die die Gesetzgeber ja nicht für sich erdachten, sondern um dem Volke mit irgendwas nützlich aussehendem gedient zu haben.
:ironie: So ist allen gedient. :D
 

Allfred

Active Member
Registriert
15. Januar 2012
Beiträge
3.949
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Ja. Ich seh's so:

Die, die die
Gesetze machen,
machen die Gesetze,
damit diese ihnen dienen,
durch das, daß der einfache Bürger den Gesetzen diene,
die die Gesetzgeber ja nicht für sich erdachten, sondern um dem Volke mit irgendwas nützlich aussehendem gedient zu haben.
:ironie: So ist allen gedient. :D

Meinenbeitragergänzend noch:

Ratet mal, welche Berufsgruppe über, pro Kopf, am wenigsten Versicherungen verfügt. Ja, es sind die Versicherungsvertreter.

In welcher Berufsgruppe sind die, die sich am seltensten operieren lassen? Es sind Ärzte.
:ironie:
Das gleiche gilt analog für Gesetze => Gesetzgeber.

Die alle kennen eben ihre "Produkte" :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Ellemaus

Well-Known Member
Registriert
29. Juni 2010
Beiträge
23.360
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Meinenbeitragergänzend noch:

Ratet mal, welche Berufsgruppe über, pro Kopf, am wenigsten Versicherungen verfügt. Ja, es sind die Versicherungsvertreter.

In welcher Berufsgruppe sind die, die sich am seltensten operieren lassen? Es sind Ärzte.
:ironie:
Das gleiche gilt analog für Gesetze => Gesetzgeber.

Die alle kennen eben ihre "Produkte" :)

Echt Klasse!:kuss1:
 
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Member
Registriert
16. Juli 2011
Beiträge
880
AW: Günter Grass' Gedicht: "Was gesagt werden muss"

Meinenbeitragergänzend noch:

Ratet mal, welche Berufsgruppe über, pro Kopf, am wenigsten Versicherungen verfügt. Ja, es sind die Versicherungsvertreter.

In welcher Berufsgruppe sind die, die sich am seltensten operieren lassen? Es sind Ärzte.:ironie:
Das gleiche gilt analog für Gesetze => Gesetzgeber.

Die alle kennen eben ihre "Produkte" :)

hi allfred

...und sich nicht impfen lassen.
 
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