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Delirio Salutatio

AW: Delirio Salutatio

O.K., das gönne ich Dir natürlich. :blume2:
Auch wenn ich Deine Perspektive manches Mal vermisse.

Liebe Grüße :winken3:

Ich äußere mich oft zeitlich versetzt, das ist sicher nicht gerade erkenntnisfördernd, aber einem anonymen, virtuellen Forum, in dem die Entscheidungshoheit, welche Beiträge geduldet und welche gelöscht werden, ja eh beim Admi. liegt, durchaus angemessen, finde ich zumindest.

Liebe Grüße zurück!:blume2:
 
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AW: Delirio Salutatio

1. … und wenn erst die Yetis das lesen … :lachen:



2. … ja, mit seinen Deadlines hat Freund Hein durchaus Einfluss genommen auf die Philosophiegeschichte …

lg Soliton

Zu 1.:
Ob die Yetis überhaupt Lesen ...:dontknow:

Zu 2.:
Man(n)/frau darf Freund Hein auch nicht :nein: unterschätzen, :ironie: soll ich von Gevatter Tod ausrichten ...:schnl:

Gruß, moebius
 
AW: Delirio Salutatio

Hallo Du,

hey, mit Deinen Ständen, Gruppen und Stämmen kann ich nur zustimmen :)
Das menschliche Gehirn ist eben nicht dafür ausgelegt mehr als sein empirisch erfahrenes Rudel in den Kontext des Einzel-Menschen stellen zu können - nur in diesem Rudel ist individuelle Behandlung von Sprachidentitäten möglich.


Hallo auch Du! :)

Das glaub ich hinwiederum nicht - schließlich gibt es ja auch Menschen, die den Kontext immer mal wieder wechseln. Das Potential ist also da! :)


Alles nicht-empirisch Erfahrene :keine Ironie: muss durch Vorstellungsideen (sprach-ver-sauter …upps … -gesteuerter Natur) in die inneren Vorstellungswelten einverleibt werden.
Welt- und damit korrespondierende Selbst-bilder beruhen im Informationszeitalter in höherem Maße auf einer "verhexten" Sprache, als denn im heimischen Stammesleben.


Ja, was man nicht durch eigene Erfahrung kennt, muss man sich durch Analogien erarbeiten. Schwierig wird 's, wenn es sich um einen für das Individuum komplett unbekannten Grunderfahrungswert handelt - dann kann es sich nichts vorstellen, bzw. es ist dann mit Sicherheit falsch. Was aber auch nicht weiter tragisch ist - Irrtümer kann man ja berichtigen. :)


Anhand der eigenen empirischen Erfahrung können wir die durch Sprachmittel geprägten Vorstellungsideen mit der Wirklichkeit abgleichen und versuchen die Fehler durch die Sprachvermittlung in den inneren Welt-/Selbst-bildern entstanden sind aufzuspüren … (= Philosophieren)
Notwendig dafür ist neben dem "Wissenshunger", die Fähigkeit sich der inneren Welt- und Selbstbildern als Ordnungsrahmen zu entledigen und die empirischen Erfahrungen aus eigenen Einzelfällen als "anderer" Ordnungsrahmen vergleichend daneben zu stellen (um die alten Welt-/Selbst-bilder extrapolierend zu revidieren) . Dieser "andere" Ordnungsrahmen wirkt mangels ordnender Kategorien zunächst chaotisch, wir folgen unseren tierischen Instinkten … je nach auto-didaktischen Fähigkeiten gelingt es uns aus diesem anfänglichen Chaos, eigene gesamtheitliche Ordnungsrahmen zu entwickeln … jenseits jeder Mittel der Sprache.


Zunächst braucht man aber auch den Zugang zu seinen inneren Bildern.
Wie siehst du eigentlich die Gefühls- und Empfindungsebene?
Für mich ist das die Ebene, über die wir am leichtesten "verhext" werden können, indem über emotionale Sprache Glaubenssätze "induziert" werden.
Ich denke da vor allem an ständig wiederholte "Botschaften", die man als Kind so zu hören kriegt.


Natürlich hat der Autor/Sprecher die Möglichkeit sein Ich-fühl-mich-missverstanden zu sarrazinieren … ääähhh … äussern, die ENTSCHEIDUNG wie der Leser/Hörer es gefälligst zu reflektieren hat hatter nich … 5Zeichen :winken3: hat Recht - Freiheit! … aber es geht ja auch gar nicht anders, führt nur zu Lippenbekenntnissen :)

:)
lg Soliton


Nein, hatter natürlich nicht. Echtes Verstehen ist nur in der direkten Kommunikation möglich. Aber immerhin! :)


LG

EarlyBird :)
 
AW: Delirio Salutatio

Hallo auch Du! :)

Das glaub ich hinwiederum nicht - schließlich gibt es ja auch Menschen, die den Kontext immer mal wieder wechseln. Das Potential ist also da! :)

Ja, was man nicht durch eigene Erfahrung kennt, muss man sich durch Analogien erarbeiten. Schwierig wird 's, wenn es sich um einen für das Individuum komplett unbekannten Grunderfahrungswert handelt - dann kann es sich nichts vorstellen, bzw. es ist dann mit Sicherheit falsch. Was aber auch nicht weiter tragisch ist - Irrtümer kann man ja berichtigen. :)

Zunächst braucht man aber auch den Zugang zu seinen inneren Bildern.
Wie siehst du eigentlich die Gefühls- und Empfindungsebene?
Für mich ist das die Ebene, über die wir am leichtesten "verhext" werden können, indem über emotionale Sprache Glaubenssätze "induziert" werden.
Ich denke da vor allem an ständig wiederholte "Botschaften", die man als Kind so zu hören kriegt.

....

LG

EarlyBird :)

Hallo Du,

eyh freilich können Menschen den Kontext wechseln, stimmt schon :)

was aber nicht eine evolutionsbiologische Ausbausstufe unseres Gehirnes vom Rudelwesen zum staatenbildenden Lebe-Wesen bedeutet … unsere Staatenbildung folgt nicht den natürlichen Grundlagen unseres Wesens.
Die Grundlagen unserer Sprachen wurden stammen ebenfalls noch aus Zeiten unseres Rudeldaseins, dort haben sich diese gegen evolutionäre Auslese durchgesetzt … der Schritt zur Staatenbildung ist noch entwicklungsgeschichtlich zu jung (neurobiologische Entwicklungen vollziehen sich sehr langsam) um von einem Erfolg gegen die evolutionären Ausleseprozesse zu sprechen … als Zwischenbilanz könnte man sagen, dass die Chancen des globalisierten Staatsmenschen mit sprachlichen Mitteln eines Rudel-Wesens nicht besonders gut stehen.


Die Berichtigung von Irrtümern durch die "Verhexung" der Sprache, welche das eigene, darauf aufgebaute Selbst betreffen, können aber, gleich einer mentalen Selbstverstümmelung, sehr schmerzhaft sein. Zudem hat sich dieses Selbst, als Gruppenwesen, seine Haut beim täglichen Sozialschach um gesellschaftlichen Status, und Selbstverwirklichung u.v.m. zu Markte zu tragen … "verstümmelte" Persönlichkeitsmerkmale (gegenüber dem Normalen) sind dabei kontraproduktiv. Immerhin werden die sprachlichen Kategorien fest mit den ersten Blicken auf die Welt aus den Windeln heraus, mit der Muttersprache eingesogen und bilden die Basis unseres ICHs. Diese Erfahrungen fehlen mir mangels Muttersprache jedoch, die sprachlichen Kategorien sind nicht die Basis meines Welt- / Selbst-bildes geworden.
Jüngste Ergebnisse der neurobiologischen Hirnforschung weisen aber bereits bei Embryonen auf Sprachreaktionen auf die Stimme der Mutter hin.


Der Zugang zu den eigenen Innenwelten ist vielschichtig und reicht von ständig präsent über standby bis zum sogn. Unterbewusstsein … ein Vergleich der "Bilder-Sprachen" des sprachlichen und des begrifflosen Bewusstseins ist ebenso vielschichtig.


Auch die Gefühls- und Empfindungsebene ist natürlich diesen Mechanismen der Schubladen-Theorie unterworfen … der Vergleich der sprachlichen und begriffslosen Bewusstseinsinhalte hierbei drängt sich des Öfteren auf, die eigene Sprach-Konditioniertheit und ursprüngliches Emotionsaufkommen passen da manchmal nicht zusammen. Erinnerungen von Gelerntem ruft aber stets die miterlernte Stimmung aus dem emotionalen Gedächtnis dazu ab, anders kann das Gedächtnis nicht funktionieren (mit Humor lernt man am leichtesten). Dies ist an individuelle persönliche Erfahrung gebunden, eine universelle emotionelle Belegung von Begriffen ist Aberglaube an ein kollektives, emotionales Gedächtnis.

Moin :)
lg Soliton
 
AW: Delirio Salutatio

Dein Umgang mit Sprache ist beeindruckend, Soliton, erst der geisreiche Wortwitz mit moebius, jetzt dieser wissenschaftlich-lebendige Dialog mit Earlybird - das ist wirklich sehr bereichernd, ein herzliches :danke: an Euch drei!

:blume2:
 
AW: Delirio Salutatio



Tagchen, Soli! :dreh:


eyh freilich können Menschen den Kontext wechseln, stimmt schon :)


Vielleicht sogar vor allem die, die in der frühen Kindheit aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgerissen wurden....


was aber nicht eine evolutionsbiologische Ausbausstufe unseres Gehirnes vom Rudelwesen zum staatenbildenden Lebe-Wesen bedeutet … unsere Staatenbildung folgt nicht den natürlichen Grundlagen unseres Wesens.
Die Grundlagen unserer Sprachen wurden stammen ebenfalls noch aus Zeiten unseres Rudeldaseins, dort haben sich diese gegen evolutionäre Auslese durchgesetzt … der Schritt zur Staatenbildung ist noch entwicklungsgeschichtlich zu jung (neurobiologische Entwicklungen vollziehen sich sehr langsam) um von einem Erfolg gegen die evolutionären Ausleseprozesse zu sprechen … als Zwischenbilanz könnte man sagen, dass die Chancen des globalisierten Staatsmenschen mit sprachlichen Mitteln eines Rudel-Wesens nicht besonders gut stehen.


Ja, seh ich ganz genauso! Werde den Staaten aber keine einzige Träne nachweinen! :D


Die Berichtigung von Irrtümern durch die "Verhexung" der Sprache, welche das eigene, darauf aufgebaute Selbst betreffen, können aber, gleich einer mentalen Selbstverstümmelung, sehr schmerzhaft sein.


Ja, das ist wahr. Ich kann es mir aber noch nicht erklären! :dontknow:


Zudem hat sich dieses Selbst, als Gruppenwesen, seine Haut beim täglichen Sozialschach um gesellschaftlichen Status, und Selbstverwirklichung u.v.m. zu Markte zu tragen … "verstümmelte" Persönlichkeitsmerkmale (gegenüber dem Normalen) sind dabei kontraproduktiv. Immerhin werden die sprachlichen Kategorien fest mit den ersten Blicken auf die Welt aus den Windeln heraus, mit der Muttersprache eingesogen und bilden die Basis unseres ICHs. Diese Erfahrungen fehlen mir mangels Muttersprache jedoch, die sprachlichen Kategorien sind nicht die Basis meines Welt- / Selbst-bildes geworden.
Jüngste Ergebnisse der neurobiologischen Hirnforschung weisen aber bereits bei Embryonen auf Sprachreaktionen auf die Stimme der Mutter hin.


Hm, du bist doch nicht etwa ein Wolfskind? :confused:
So langsam bin ich richtig neugierig auf deine Lebensgeschichte.
Übrigens hab ich selbst in meiner frühen Kindheit auch eine andere Sprache gesprochen. Hab Deutsch erst ab dem 5. Lebensjahr gelernt, obwohl es meine Muttersprache ist.



Der Zugang zu den eigenen Innenwelten ist vielschichtig und reicht von ständig präsent über standby bis zum sogn. Unterbewusstsein … ein Vergleich der "Bilder-Sprachen" des sprachlichen und des begrifflosen Bewusstseins ist ebenso vielschichtig.


Ja - alles ist vielschichtig, zumindest alles natürlich Gewachsene. :)


Auch die Gefühls- und Empfindungsebene ist natürlich diesen Mechanismen der Schubladen-Theorie unterworfen … der Vergleich der sprachlichen und begriffslosen Bewusstseinsinhalte hierbei drängt sich des Öfteren auf, die eigene Sprach-Konditioniertheit und ursprüngliches Emotionsaufkommen passen da manchmal nicht zusammen. Erinnerungen von Gelerntem ruft aber stets die miterlernte Stimmung aus dem emotionalen Gedächtnis dazu ab, anders kann das Gedächtnis nicht funktionieren (mit Humor lernt man am leichtesten). Dies ist an individuelle persönliche Erfahrung gebunden, eine universelle emotionelle Belegung von Begriffen ist Aberglaube an ein kollektives, emotionales Gedächtnis.

Moin :)
lg Soliton


Da hast du völlig recht - diese Erfahrung mache ich auch immer wieder! :)


LG

EarlyBird :)
 
AW: Delirio Salutatio

Dein Umgang mit Sprache ist beeindruckend, Soliton, erst der geisreiche Wortwitz mit moebius, jetzt dieser wissenschaftlich-lebendige Dialog mit Earlybird - das ist wirklich sehr bereichernd, ein herzliches :danke: an Euch drei!

:blume2:

Hab' Dank Kaawi, :) - sehr inter-nett!
lieber geis(s)reicher Wortwitz als zickenhafte Witzlosigkeit - welche sichi darüber beschwert, was in diesem Form angeblich nicht funktioniert … :D
:blume1:
lg Soliton
 
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AW: Delirio Salutatio

:ironie: Hoffentlich werden sie auch satt - von ihren Frühstückskrumen ...:dontknow:

...

Gruß, moebius

doch, doch … die Frühstückskrumen sind doch nur das Futter für ihre Haustiere … eine Unterart der Schrödinger-Katzen :katze:
:ironie: hoffentlich leiden die Yetis auch keinen Durst:bier:

lg Soliton
 
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