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Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen

AW: Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen

Though I'm confused
I'm still amused!
and highly impressed
in fact obsessed
with such inspiring philosophy
supremely evolved vocabulary
be it satire, be it sneer
I stand in awe, so much is clear!
profound respect - and I admit
that I regrettably lack such wit...



wow, that`s a real nice one...is it truly yours?

if yes,then i`m really really highly impressed!
 
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AW: Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen

Hallo Neugier,

[...]
In welchem Zusammenhang ist das Wort "Phaltaun" aufgetaucht, und was könnte es bedeuten?
[...]
Das Rätsel ist also noch keineswegs vollständig aufgelöst,
vielmehr gilt nach den bisher gelieferten Erklärungen:

mir gefällt es sehr, dass Du Deinem Namen alle Ehre machst.

Nur fürchte ich, dass ich Deine Erwartung einer exklusiven, gewitzten Erklärung nicht erfüllen kann. Nachdem hier im Forum zum wiederholten Male - und wie immer gänzlich fruchtlos - der Begriff 'Nichts' thematisiert wurde (meine kritischen Überlegungen, die ich dazu schon mehrmals lieferte, sind wohl zu unspektakulär, um sie auch nur entfernt zur Kenntnis zu nehmen), dachte ich mir, dass ich einen inhaltlich gleichwertigen Begriff entwerfe.

Also überlegte ich kurz. Der erste Begriff, der mir spontan einfiel (leider fällt er mir mittlerweile nicht mehr ein) lieferte per Googlesuche (wohlgemerkt: Google.com, nicht Google.de) leider drei Treffer, deshalb probierte ich den nächsten Begriff, dieser war 'Phaltaun' und keine Suchmaschine lieferte mir ein Ergebnis; mein Begriff ward also gefunden. Tatsächlich rettete mich das verflixte 'u' im Begriffsabklang, denn - wie ich später feststellte - Phaltan wäre mit "ungefähr 51.200" Treffern (eine indische Stadt heißt auch so) für mein Vorhaben denkbar ungeeignet gewesen.

Vielleicht erkläre ich doch noch schnell, weshalb ich 'Phaltaun' und 'Nichts' als inhaltsgleich sehe. Der Begriff 'Nichts' wird hier im Forum in aller Regel nicht analytisch betrachtet, sondern lediglich unkritisch als Hypostase (nach Kant) und also als "Blendwerk" für voll genommen. Auch mein Phaltaun ist ein solches Blendwerk: es entspringt - ich deutete das an - einer Offenbarung: es fiel - metaphorisch gesprochen - mir vom Himmel her zu und ein.

Was man mit solch einer Phantasiegeburt alles treiben kann, das wollte ich schlicht probieren. Damit wäre das Rätsel von meiner Seite aus nun vollends gelöst, wobei ich jedem zugestehe, diesen Begriff theologiephilosophisch als Offenbarung zu preisen. Das Problem dabei dürfte lediglich sein, dass ich (und somit auch mein Begriff) nicht als Autorität in Frage komme. Quatsch bleibt - wenigstens in diesem Falle - also tatsächlich Quatsch.

Es grüßt Dich,

Philipp :)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen

......
1. wobei ich jedem zugestehe, diesen Begriff theologiephilosophisch als Offenbarung zu preisen.
2. Das Problem dabei dürfte lediglich sein, dass ich (und somit auch mein Begriff) nicht als Autorität in Frage komme.
3. Quatsch bleibt - wenigstens in diesem Falle - also tatsächlich Quatsch.

....

Zu 1.:
"Theologiephilosophisch als Offenbarung":haare: Wenn das der unfehlbar bi-gotte Cäsaren-Papist aus Rom liest ...:lachen:
Zu 2.:
Was ist das Problem dabei ...:confused:
Jeder Mensch vermag für sich selbst eine Autorität zu sein ...:jump1:
Zu 3.:
Auch im Non-Sense ( = Quatsch) steckt Sense !!!
moebius
 
AW: Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen


Hallo Philipp!

Danke, jetzt ist meine Neugierde restlos befriedigt.

Dass "Phaltaun" ganz gezielt als ein Nicht_Sensenbegriff konstruiert wurde,
das überrascht mich zwar, die letzte Erklärung lässt aber daran keinen Zweifel mehr.


Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden.

 
AW: Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen

Hallo moebius,

Auch im Non-Sense ( = Quatsch) steckt Sense !!!
moebius

da pflichte ich Dir zwar im Grunde bei, allerdings muss der Unsinn (Quatsch) als solcher bewusst erkannt und vom (Nonsense-)Künstler eingesetzt werden, damit schließlich Meta-Sinnebenen aufscheinen können.

Ich selbst schätze bspw. absurdes Theater sehr, denn hier wird - zum Teil sehr subtil - der vermeintliche Unsinn dazu verwendet (Beispiel: das Theaterstück "Die Kahle Sängerin" von Eugène Ionesco), um gesellschaftliche Zustände/Merkmale aufs Korn zu nehmen, zu problematisieren.

All das ist jedoch nicht der Fall, wenn es sich um philosophische Abhandlungen handelt; hier waltet in aller Regel der verbindliche Ernst des Welterkenners, der also eindeutige Wahrheiten aufzeigen möchte. Freilich: wenn Philosophie sich selbst mit absurder Kunst identifiziert und (postmodern beliebig) gerade das wieder als eigentliche Quelle der Wahrheit behauptet, dann ist dieser Vorwurf elegant beseitigt.

Letztlich muss man sich dennoch fragen, ob das jener Verbindlichkeit, die wohl jeder Philosoph seinen Gedanken gern beimessen möchte, überhaupt noch entsprechen kann. Ich jedenfalls bezweifle dies akut.

Als sehr aufschlussreiche Lektüre zum Thema empfehle ich gerne das Buch von Alan Sokal und Jean Bricmont: "Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen". In jeder guten Bibliothek zu haben.

Beste Grüße,

Philipp
 
AW: Das rätselhafte 'Phaltaun'; oder: Philosophie auf Ab-wegen

Hallo moebius,



1. da pflichte ich Dir zwar im Grunde bei, allerdings muss der Unsinn (Quatsch) als solcher bewusst erkannt und vom (Nonsense-)Künstler eingesetzt werden, damit schließlich Meta-Sinnebenen aufscheinen können.

2. Ich selbst schätze bspw. absurdes Theater sehr, denn hier wird - zum Teil sehr subtil - der vermeintliche Unsinn dazu verwendet (Beispiel: das Theaterstück "Die Kahle Sängerin" von Eugène Ionesco), um gesellschaftliche Zustände/Merkmale aufs Korn zu nehmen, zu problematisieren.

3. All das ist jedoch nicht der Fall, wenn es sich um philosophische Abhandlungen handelt; hier waltet in aller Regel der verbindliche Ernst des Welterkenners, der also eindeutige Wahrheiten aufzeigen möchte.
4. Freilich: wenn Philosophie sich selbst mit absurder Kunst identifiziert und (postmodern beliebig) gerade das wieder als eigentliche Quelle der Wahrheit behauptet, dann ist dieser Vorwurf elegant beseitigt.

5. Letztlich muss man sich dennoch fragen, ob das jener Verbindlichkeit, die wohl jeder Philosoph seinen Gedanken gern beimessen möchte, überhaupt noch entsprechen kann. Ich jedenfalls bezweifle dies akut.

6.Als sehr aufschlussreiche Lektüre zum Thema empfehle ich gerne das Buch von Alan Sokal und Jean Bricmont: "Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen". In jeder guten Bibliothek zu haben.

Beste Grüße,

Philipp
Hallo Philipp!
Zu 1.:
Ja, und wahrscheinlich ist auch dies der Grund, warum beispielsweise die ZEN-Kunst und die ZEN-Philosophie einander nahe sind! Die Selbst-Widersprüche (Antinomien, Paradoxien), in die sich ernsthaftes Philosophieren an bestimmten Stellen immer verstrickt, können aber "spielerisch" aufgelöst werden (vgl. dazu die Koans im ZEN - oder auch die philosophischen Reflexionen von N. CUSANUS und/oder S. KIERKEGAARD, die allerdings noch weitgehend eine spielerische Leichtigkeit vermissen lassen...was mit den jeweiligen zeit-geist-gebundenen Biographien der beiden Denker zu tun hat!)
Zu 2.:
Ja, das absurde Theater bedient sich bereits der Mittel des Spiels!
Zu 3.:
Der verbindliche Ernst sagt erst einmal was aus über den sog. "Weltenerkenner" - und über sein Verhältnis sich selbst und seinen Gedanken gegenüber! Aber wer kann schon jemals von sich behaupten, die "Welt" erkannt zu haben ??? Wo schon die Selbst-Erkenntnis sehr vielen Menschen sehr schwer zu fallen scheint ...
Zu 4.:
Aus meiner unmaßgeblichen Perspektive darf sich die Philosophie mit gar nichts identifizieren ...und schon gar keine Behauptungen über eine "eigentliche Quelle der Wahrheit" formulieren - zumal es innerhalb der abendländischen Philosophie-Geschichte mindestens 5 verschiedene Wahrheits-Theorien gibt !
Zu 5.:
Ich bezweifle das auch! Philosophie, wie ich sie verstehe, ist an einer bestimmten Stelle kaum mehr vom Humor zu unterscheiden, denn:
a) Philosophie ist, wenn man(n)/frau trotzdem denkt!:lachen:
b) Humor ist, wenn man(n)/frau trotzdem lacht!:lachen:
Zu 6.:
Vielen Dank!

Dir noch einen schönen Pfingst-Montag - und weiterhin viel :geist: (= GEIST).

Viele Grüße, moebius
 
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