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niedriger IQ

naja, ich glaube nicht, dass experten aufgrund ihrer intelligenz herangezogen werden
vielmehr aufgrund ihres fachwissens
ein experte ist wohl jemand, der in einem spezialgebiet großes wissen aufweist

lg,
Muzmuz
 
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Ibanez schrieb:
Also:
Ist es Menschen mit niedrigem IQ (lassen wir es als "Dummheit" durchgehen) möglich ihre eigene "Dummheit" zu erkennen?
Können "dumme" Menschen um ihren Stand wissen?
Wenn "dumme "Menschen erkennen,daß sie dumm sind,ist das außerordentlich intelligent...
 
da attribut "außerordentlich intelligent" würde ich dieser erkenntnis nicht zusprechen, auch wenn dumm sein und es nicht wissen/bemerken noch dümmer ist

lg,
Muzmuz
 
ich glaube nicht das sich dumme menschen als solche erkennen.
ich glaube das ist so wie mit dem aussehen - es gibt menschen die nicht gerade als hübsch bezeichnet werden sich aber so fühlen und es gibt echt schöne menschen die sich nicht so sehen.
alles auch eine frage der erziehung und der umgebung.

so kann man dem menschen auch vieles einreden - siehe deutschland sucht den superstar, wo doch wirklich allen ernstes manche vor der jury standen und krächsten aber fest der meinung waren sie singen super!
erst ein bohlen holte sie oft von ihrem traumstern.

genauso ist das mit der intelligenz.
wird dir als kind immer bestetigt, dass du ein ganz schlauer kerl bist, wirst du wohl kaum annehmen du seist dumm und umgekehrt, wird dir dauernd bescheinigt der grösste trottel zu sein wirst du dich nicht gerade für schlau halten.

lg binchen
 
Ich meine, dass ein Mensch sich nur erkennen kann, wenn er ein unbestimmbares Mindestmaß an Liebe in seinem Leben erfuhr.

Vermutlich wird erst aus dieser Liebe in Verbindung mit dem Intellekt, Intelligenz. Intellektuelle sind meist wenig lebensgewandt, angstbesetzt, wenig intuitiv...weil bei ihnen das „denken“ im wesentlichen in der linken Gehirnhälfte vor sich geht. Der intuitive Teil, die rechte Hälfte, ist kaum „benutzt“. M.E. bewirkt dieses „Mindestmaß an Liebe“, dass symbolisch die linke und die rechte Gehirnhälfte miteinander besser verbunden sind. Möglicherweise ist das dann Intelligenz (im Sinne eines Bewusstseins), ich weiß es nicht.

[ Mancher hat diese Verbindung der Gehirnhälften vielleicht schon „auf LSD“ bemerkt, wie angeblich manche PC-Experten (kann aber auch nach hinten los gehen, bishin zu drogeninduzierten Psychosen, bitte nicht testen.) ]

Die Einschätzung, ob er sich nun als dumm oder nicht erkennt, ist m.E. belanglos. Wissenschaftler denken noch heute, dass das, was sie von ihrem Verstand wie Papageien in immer neuen Zusammensetzungen ausplappern lassen, denken wäre. Und die haben ihrer eigenen Einschätzung nach meist einen hohen IQ.

Viele Grüße
Bernd :sabber:
 
Ibanez schrieb:
die antwort klingt in meinen augen am plausibelsten!

klingende augen ? wie lustig :)
oh, war das jetzt dumm von mir, sowas zu sagen ?

hach ja, was sich die menschen nicht alles einfallen lassen haben, um sich dem nächstbesten überlegen zu fühlen.
es ist doch wahr, dass der IQ mehr zählt als beispielsweise der EQ (wie dumm, was ist das denn jetzt ?).
"dummen" menschen unterstellt man sehr oft, dass sie nicht wissen, wie blöd sie sind. doch nur weil er in "normalen" situationen "dumm" handelt, heißts ja nich, dass er "dumm" ist (wie walters satz ja schon sagt). niemand guckt - zum glück - in das hirn dieses menschen hinein, um zu sehen, wie intelligent er ist.

also auch wenn ein noch so "dummer" (=anders handelnder) mensch als solcher von seinen mensch prädikatiert (gibts das ?) wird, ist er es nicht automatisch.
bsp.: ein "hochintelligentes" kind, wird nur in der hälfte der fälle von seinem umfeld als solches erkannt...was ist mit dem rest ? sind die "dumm" , nur weil wir sie als solche betrachten ? eher nich.
das mit dem vergleich finde ich ebenso richtig. wenn der "dumme" nicht weiß was "klug" ist (wie gut ohne böse, schwarz ohne weiß), kanner sich selbst nicht einsortieren. das übernimmt dann das umfeld.

oder bin ich jetzt die dumme ? :zunge3:
 
Bernd schrieb:
Die Einschätzung, ob er sich nun als dumm oder nicht erkennt, ist m.E. belanglos. Wissenschaftler denken noch heute, dass das, was sie von ihrem Verstand wie Papageien in immer neuen Zusammensetzungen ausplappern lassen, denken wäre. Und die haben ihrer eigenen Einschätzung nach meist einen hohen IQ.

Viele Grüße
Bernd :sabber:


Dieser Einschätzung von Dir, Bernd, kann ich mich nur anschließen.

Vielleicht hilft ein empirisches Beispiel: Ich arbeitete sehr lange in der qualifizierten Erwachsenenbildung, wo es in den ersten Jahren meiner Tätigkeit noch üblich war, zu Beginn einen ( kostenlosen und freiwilligen) Intelligenztest zu machen. Das lag v.a. im Interesse der Lernenden, da nur sie - und eben der Begleitlehrer -das Ergebnis erfuhr. Die Ausbildung fand abends statt, und da die allermeisten ( eigentlich alle) berufstätig oder Hausfrauen waren und die "Schule" 9 Semester dauert, nahmen auch die meisten daran teil, um ihre intellektuellen Fähigkeit zu überprüfen. In der Mitte - also nach dem 4. Semester ,genaues Datum habe ich vergessen - konnte, wer wollte, einen "Aufbautest" zur Kontrolle machen. Die Teilnahmebedingungen blieben gleich.

Und nun komme ich zu dem, was Deine Meinung stützt, Bernd.

Abgesehen davon, dass dieser Test v.a. die rein rationalen Fähigkeiten abprüfte und Verhaltenseigenschaften wie soziale oder kreative Intelligenz, intuitives Erfassen und so weiter gar nicht erfasst wurden ( wohl auch schwer durch normierte Tests zu erfassen sind), habe ich an einigen Beispielen ( schließlich war ich Deutschlehrerin und "Klassenvorstand" ( Betreuungslehrerin ) so meine "blauen Wunder erlebt.

Am deutlichsten ist mir das Beispiel einer jungen Frau, die beim 1.Test 65 IQ und beim 2. 90 hatte - bei der Matura ( Abitur) mit Gesamtergebnis "Gut" abschloss.

Landläufig hätte sie sehr dumm sein müssen - niemand wäre auf die Idee gekommen, dieser lebenssprühenden, wortgewandten, energischen und auch - Schüler unter uns, bitte weglesen - fleißigen Dame das Attribut "dumm" zu geben.

Ich hoffe, dass alle wissen, dass der DurchschnittsIQ bei 100 ist.
Und so kann ich nur sagen: Intelligenz ist, was der Test hören will!


Das ist eine Antwort auf die Frage nach der Dummheit.
Die Frage, ob der "Dumme" das auch spürt, erübrigt sich meiner Meinung nach von selbst.

Und da stehe ich in diesem Thread ja nicht alleine da.


Noch etwas fällt mir ad hoc zu diesem Thema ein:

Wir sind doch ( fast alle) geneigt, an einen Menschen, den wir beurteilen, unsere eigenen Maßstäbe ( unsere eigenen rationalen und emotionalen Kategorien) anzulegen.
Und: " da kommt doch so und aus niemand an uns heran !:doof: IRONIE IRONIE

Ich merke immer nur, wie klug ich bin ... *ggrr*

Marianne
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ibanez schrieb:
Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage, die mich schon seit längerer Zeit beschäftigt.
Ich habe auch schon im Internet versucht zu recherchieren, aber bei der hülle und fülle ist es schwer etwas verwertbares zufinden.

Also:
Ist es Menschen mit niedrigem IQ (lassen wir es als "Dummheit" durchgehen) möglich ihre eigene "Dummheit" zu erkennen?
Können "dumme" Menschen um ihren Stand wissen?

Grüsse,
Ibanez
Um sich selbst als "dumm" zu begreifen muss es vergleichswerte geben welche in unserem fall andere menschen wären und somit bezieht sich die fragestellung mehr auf die sozialisation und die gesellschaft als auf die individuelle intelligenz.

gruß an alle
 
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Ich denke auch, dass es um den Vergleich geht. "Dümmere" Menschen spüren schon, wenn sie in einem Gespräch unterlegen sind bzw. schauen sich natürlich lieber Talk SHows als Johannes B. Kerner an, weil sie bei letzterem wahrscheinlich nicht wirklich mitkommen. Manche machen sich in der Gesellschaft größer als sie sind, andere nehmen sich an und ziehen eine ehrliche Linie durch, aber ich denke schon, dass tief im Inneren sich jeder einschätzen kann. Man merkt ja auch zu welchen Menschen man Zugang aufbauen kann und zu welchen nicht. Ein fehlgeschlagener Versuch endet sicher oft mit dem Schlussgedanken: "Der ist ja eh viel dümmer als ich!" nur ist das reiner Selbstschutz... Wenn man in der Lage ist, der Wahrheit aus dem Weg zu gehen, hat man nicht soviel Leid zu erfahren.
 
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