1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Mittelmeer-Flüchtlinge

Dieses Thema im Forum "Europa" wurde erstellt von Eulenspiegel, 21. April 2015.

  1. Eulenspiegel

    Eulenspiegel Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. August 2009
    Beiträge:
    2.434
    Werbung:


    http://www.spiegel.de/politik/deuts...ission-schlaegt-massnahmen-vor-a-1029522.html
    Montag, 20.04.2015 – 20:06 Uhr
    Warum macht man sich um die Schiffe so viel Gedanken? Für das an die Schlepperbanden gezahlte Geld könnten die Flüchtlinge doch mehrmals ohne Gefahren und weitere Kosten nach Europa fliegen, darüber sollte man einmal nachdenken. Allerdings auch darüber ob auf Dauer eine Welt ohne Grenzen bezahlbar und somit realisierbar ist.

    Wie viel schwieriger war da die Flucht für DDR-Flüchtlinge, wie lag die Todesrate usw. bezogen auf die Geflohenen?

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-04/mueller-fordert-wiederaufnahme-mare-nostrum
    Warum lässt man die Menschen nicht fliegen wohin sie wollen? Was ist mit der Abschottungspolitik der reichsten Länder dieser Welt?

    http://www.focus.de/politik/ausland...uessen-an-die-drahtzieher-ran_id_4624874.html
    Da hat man vor einigen Jahren erhebliche Fehler in Nordafrika gemacht. Ich finde dafür sollten die Verantwortung tragen welche sie machten, als sie radikale Gruppen militärisch unterstützten.

    http://www.spiegel.de/politik/ausla...kten-zu-den-bootsfluechtlingen-a-1029512.html
    http://www.handelsblatt.com/panoram...n-fluechtlinge-warten-in-libyen/11661308.html
    http://www.fr-online.de/leitartikel/fluechtlinge-ums-verrecken,29607566,30474562.html

    Wie wäre es wenn sie im Urlaub eine Fregatte oder Jacht im Mittelmeer chartern und den Flüchtlingen helfen in die EU zu kommen, um diese nicht den Schlepperbanden zu überlassen.
    http://www.barkassen-meyer.de/charter/charter-schiff-mieten/
    http://www.globesailor.de/trawler-charter-mittelmeer,t15,d247-5.html
    http://newstral.com/de/article/de/979667576/flüchtlingsdrama-initiative-schickt-kutter-ins-Mittelmeer

    Chartern sie also Barkassen Trawler und Kutter um den Nordafrikanischen Flüchtlingen zu helfen, denn nur so können die Schlepperbanden ausgebootet werden.
     
  2. Bernd

    Bernd Well-Known Member

    Registriert seit:
    3. Mai 2004
    Beiträge:
    5.556
    Ort:
    Berge
    "...Für das an die Schlepperbanden gezahlte Geld könnten die Flüchtlinge doch mehrmals ohne Gefahren und weitere Kosten nach Europa fliegen, darüber sollte man einmal nachdenken...."

    Für das an die Nato-Bande gezahlte Geld könnte man die Flüchtlinge in bescheidenem Wohlstand leben lassen, ohne dass sie überhaupt hier her kommen müssten.

    Bart
     
    FreniIshtar gefällt das.
  3. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    1.903
    Nato-Bande:
    So ist es!!!
    Und:
    *Einen bescheidenen Wohlstand*
    So könnte es sein - oja!
     
  4. Zeilinger

    Zeilinger Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. Mai 2004
    Beiträge:
    16.501
    Ort:
    Wien
    Wahrscheinlich fürchten viele Flüchtlinge, dass man sie offiziell gar nicht rauslässt und es ihnen dann auf Grund ihrer Fluchtintentionen noch schlechter geht.

    LG Zeili
     
    FreniIshtar gefällt das.
  5. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

    Registriert seit:
    20. Oktober 2010
    Beiträge:
    11.090
    380 Millionen Menschen in Afrika leben mit Hunger. Von den insgesamt 1300 Millionen Afrikanern würden vielleicht über die Hälfte gerne nach Europa kommen, wenn es einfach ginge, um nicht länger von Hunger, Gewalt und Seuchen bedroht zu sein.

    In Europa leben 750 Millionen Menschen. Wer in Europa möchte, daß auf jeden Europäer ein Flüchtling kommt? Wie verkraften das die ohnehin nicht sehr solidarischen Gesellschaftssysteme in Europa? Diese Fragen müssen geklärt werden, anstatt wohlfeile Humanitätsforderungen ins Nirvana zu senden.
     
    bakunin gefällt das.
  6. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.074
    Werbung:


    Manche Menschen neigen dazu eher Symptome (Flüchtlinge) anstatt die Ursachen (Gründe der Flüchtlinge) zu behandeln.
    Muss man nicht so viel nachdenken, die "Belohnung" winkt schneller und ist augenscheinlicher.
     
  7. EarlyBird

    EarlyBird Well-Known Member

    Registriert seit:
    1. Oktober 2009
    Beiträge:
    28.943
    Ort:
    In der schönen Südpfalz
    Zeilinger gefällt das.
  8. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    1.903
    Hallo 5Zeichen!
    Der grausame Werdegang dieses Dilemmas dieser Länder ist uns allen sowieso längst bekannt!
    Damit Du meine Einstellung besser verstehen kannst,
    möchte ich Dir ein fiktives Beispiel näher bringen:
    Du bist (samt Frau und Kind) vor'm Ertrinken: Jemand
    könnte Euch retten (diesem ergeht es aber rein finanziell total schlecht - aber-egal)
    Soll der jetzt warten, bis "Fragen geklärt sind"
    ?
    und Du-Ihr ertrinkt mittlerweile!!
    oder doch "wohlfeil" - also human -s o f o r t-
    versuchen, Euch zu retten, bitte?
     
  9. Daphne_

    Daphne_ Member

    Registriert seit:
    15. März 2015
    Beiträge:
    95
    Von welcher Belohnung reden Sie? Trotz allem bedauerlichen Elend, das sich da im Mittelmeer abspielt, muss die Frage gestellt werden, wer an den Ursachen Schuld ist, von denen Sie glauben, dass "manche Menschen" sie zu beheben hätten. Schuld ist sicher nicht der einzelne Europäer, weder Sie noch ich. Es sind die Regime aus denen die Flüchtlinge kommen. Korrupte Oberschichten, Despoten, Misswirtschafter, Kriegstreiber und Ignoranten. Für die Probleme meiner Nachbarn fühle ich mich zunächst einmal nicht verantwortlich. Natürlich gebietet einem sein Herz trotzdem zu helfen, wenn man es kann, auch ohne jede Verantwortung für die Ursachen. Nur eine Pflicht, die mit dem Unterton des Vorwurfs vorgetragen wird, kann man daraus nicht ableiten. Von daher finde ich auch die Art und Weise, in der der Gast der Sendung Günter Jauchs auf die Schweigeminute insistiert hat, eher kontraproduktiv. Im Imperativ zu einem Totengedenke aufgerufen zu werden, impliziert eine Unterstellung, nämlich die, ein Unmensch zu sein, der ohne eine derartige Zwangsverordnung, die dann auch noch feldwebelhaft mit der Armbanduhr kontrolliert wird, nicht über die Tragik des Geschehens nachdenken würde. Nun muss man sicherlich bedenken, dass der Mann nicht mediengeübt ist, dennoch fand ich, dass sein Verdienst, nämlich aus eigener Tasche einen alten Fischkutter zum Flüchtlingsaufsammler umfunktioniert zu haben, in seinem unangemessenen Auftretenf untergegangen ist. Die Medien haben an diesem Brandenburger ganze Arbeit geleistet. Sie haben es geschafft, ihm einzureden, dass er für Elend verantwortlich ist, von dem er ohne jene Medien nie etwas erfahren hätte.
    Es ist auch nicht so, dass die reichen Industriestaaten nicht ihr Bestes tun, der Not in der dritten Welt zu begegnen. Es gibt zahlreiche Hilfsorganisationen, denen man seit Jahrzehnten spenden kann, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Es gibt Patenschaften, Ärzte ohne Grenzen und die UNO, die die Pflicht hat, menschenwürdige Zustände in der ganzen Welt zu gewährleisten. Eines aber geht nicht: Unkontrolliert und unbegrenzt Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, die weder auf ein produktives Leben in einem Industriestaat vorbereitet sind, noch ausreichend Arbeit zu erwarten haben, die da auf sie wartet. Europa hat immer noch mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Der Fachkräftemangel in Deutschland ist vorgeschoben, denn in Wahrheit geht es darum, das Sozialsystem durch zuwandernde Abgabenzahler aufrecht zu erhalten, weil wir zu wenig Kinder kriegen. Menschen die das Sozialsystem zusätzlich belasten, führen auf Dauer nur dazu, dass auch unser hart erarbeiteter Wohlstand seinem Ende zu geht.
    Es ist auch eine Herausforderung Menschen mit offenen Armen zu empfangen, die als erste Handlung, die sie auf eurpäischem bzw. deutschem Boden begehen, ein Haus zu besetzen ist, um ihr Asyl zu erpressen. Sollte nicht eher eine Haltung der Dankbarkeit für die zumindest vorrübergehende Aufnahme und eine gut begründete Bitte im Vordergrund stehen? Ich werde wütend, wenn Menschen, die zuvor andere Menschen über Bord geworfen haben, der Meinung sind, sie hätten Asyl verdient.
    Nun mag der Einwand kommen, es handle sich bei derartigen Vorkommnissen nur um Ausnahmen. Wie aber will man künftig die Spreu vom Weizen trennen? Vor allem, wenn laut wird, dass es sich nicht gehöre, zwischen guten und schlechten Zuwanderern zu unterscheiden.
    Eines ist klar, Kriegsflüchtlingen muss geholfen werden und Menschen kann man nicht einfach ertrinken lassen. Wer aber die Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen fordert, der muss auch persönlich bereit sein, welche bei sich in der Wohnung aufzunehmen und von seinem Einkommen abzugeben. Die Steuereinnahmen reichen nämlich bei Weitem nicht, auch nur die bestehende Infrastruktur zu erhalten. Kindern, die in Heimen leben, wird kein Hobby finanziert, Schulen werden nicht saniert, die Polizei wird abgebaut, Krankennotrufe zentralisiert. Straßen wölben sich vor sich hin, in Parkanlagen sind seit Jahren die Brunnen abgeschaltet, die Grünflächen verwarlosen, zumindest in Gemeinden, die arm sind, in denen also viele Menschen leben, die keine Einkommenssteuer zahlen, weil sie kein Einkommen haben. Jedem fällt bestimmt noch etwas anderes ein.
    Mit fällt noch ein, dass Länder wie die Türkei uns die Verantwortung dafür gegeben haben, dass Islamisten aus Deutschland ausreisen, um dann über die Türkei nach Syrien zur IS-Front zu gelangen. Dies hätten wir zu verhindern. Warum aber fordert niemand die Türkei dazu auf, zu verhindern, dass Schlepper von türkischem Boden aus, Flüchtlinge aufs Mittelmeer bringen, wo sie dann ertrinken?
    Merken Sie was? Egal um was es geht, verantwortlich und vor allem schuldig, scheinen immer nur wir zu sein. Das machen wir auch brav mit. Ich kenne keine Nation, die so tolerant, so offen, so selbstzweifelnd ist wie Deutschland und sich trotzdem permanent selber schlecht redet. Der Wunsch, seine Kultur zu bewahren, ist faschistisch, das Denken, erst einmal die eigenen Leute versorgt wissen zu wollen, ist rassistisch, der Wunsch seinen Wohlstand zu erhalten ist böse und egoistisch und wenn vor Italiens Küsten Menschen ertrinken, ist Brandenburg schuld.
    Das müssen nicht einmal Asylsuchende oder Migranten sagen, dass erledigen wir schon selber. Nur falls wir es einmal verschlafen, dann kommt es natürlich sofort von außen. Und wenn mal ganz nüchtern mit vernünftigen Argumenten darauf aufmerksam gemacht wird, dass Wohlstand sich auch verbrauchen kann, wenn man nur ausgibt, anstatt auch auf die Einnahmen zu achten, dann kommt ein anklagender Dreizeiler, der den unreflektierten Verfasser zum Gutmenschen und die vernünftigen Haushalter zu Verbrechern macht. Hat sich der Verfasser denn auch eimal Gedanken darüber gemacht, wie Europa in 30-40 Jahren aussehen soll, oder kann er sich getrost drauf verlassen, dass er dann gar nicht mehr lebt?
     
  10. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

    Registriert seit:
    20. Oktober 2010
    Beiträge:
    11.090
    Ja, tatsächlich, die Leistung, von irgendjemand anderem "die Rettung aller" verbal einzufordern, halte ich für billig (wohlfeil), denn: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

    Natürlich sind sämtliche Denkforumsuser sehr mitfühlend und hilfsbereit und würden ohne Zögern, wenn sie auf ihren Booten und Yachten im Mittelmeer kreuzen, jederzeit beliebige Mengen von Flüchtlingen auf ihre Privatyacht retten und sicherstellen, daß diese hernach ein sorgenfreies Leben führen können. Darüber brauchen wir doch gar nicht zu diskutieren.

    Solange wir aber noch zuhause vor den PC´s sitzen und uns angeregt durch die Nachrichtenlage klicken, erlaube ich mir zu fragen: Wer ist verantwortlich für die Rettung von wem? Wie soll das gehen und kann es überhaupt gelingen?

    Ich gebe zu bedenken, daß Grenzen und Abgrenzung wahrscheinlich nicht ohne Grund eine enorm wichtige Rolle in allen biologischen und sozialen Systemen spielen und daß es nicht möglich ist, Grenzen beliebig, aufgrund spontaner Einfälle zu ändern.
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden