• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Der Angriff Russlands ist gescheitert

  • Autor Autor Walter
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
  • Blog entry read time Blog entry read time 2 min read

Der gescheiterte Plan Putins​

Nach über einem Monat Krieg hat Putin mittlerweile eingesehen, dass es unmöglich ist, die ganze Ukraine zu erobern. Die russische Armee zieht sich aus einigen Gebieten zurück, das wird mittlerweile sogar im Staatsfernsehen zugegeben.

Der ursprüngliche Plan, in wenigen Stunden zuerst den Flughafen bei Kiew zu erobern, dann rasch Truppen in Kiew zu landen und die Regierung auszutauschen war schnell gescheitert. Aktuell scheitert der Versuch weite Teile der Ukraine zu erobern. Die kompetente ukrainische Armee hat den Eroberern so grosse Verluste an Menschen und Material zugefügt, dass der Eroberungsplan nicht mehr durchzuführen ist - es gibt nicht mehr genügend Reserven.

Die ukrainishce Zivilbevölkerung hat all das mit grossem Leid bezahlt und ganze Städte wurden zerstört. Es wird viele Jahre dauern, bis das alles wieder aufgebaut werden kann - und die Toten bringt niemand zurück.

Rückzug = grandioser Erfolg der russischen Armee​

Die russische Propaganda hat ihren Ton geändert, spricht man auf der linken Karte (unten) noch von den "Erfolgen der Spezialoperation" so steht auf der rechten Karte plötzlich nur mehr "Ausführung der Spezialoperation". Der Verteidigungsminister Shoygu sagt jetzt, dass die erste Phase erfolgreich abgeschlossen wäre - was erfolgreich sein soll an den hohen russischen Verlusten kann niemand erklären, ausserdem sieht man am chaotischen Abzug und am zurückgelassenen schweren Material (Raketenwerfer, Luftverteidigung, Artillerie) dass daran nichts geplant war. Sie fliehen.

Das morden geht weiter - die Schlacht um die Ostukraine​

Was Putin jetzt noch übrig bleibt ist der Versuch, die Ostukraine dauerhaft zu erobern und zu halten. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass ein auf einer Karte rot eingefärbtes Gebiet zwar als "erobert" dargestellt wird, in der Wirklichkeit haben sich die ukrainischen Truppen aber schon vor Jahren auf einen Guerilla-Krieg gegen die Russen eingestellt und bereiten der russischen Armee auch in den "eroberten" Gebieten massive Verluste.
Es besteht die Gefahr, dass Russland bei weiteren Misserfolgen chemische Waffen einsetzt.


1649216355311.png

Kommentare

Hoffentlich gibt sich Putin oder wer auch immer die Fäden zieht, mit der Ostukraine zufrieden. Denke, schlechte Verlierer treten gern noch mal nach ...
 
Aufgrund dessen, dass der Text etwas älter ist, würde ich hier mal die wichtigsten Punkte ansprechen, und wo es immer noch aktuell ist und wo eine Anpassung vielleicht nötig wäre:
  • Eingeständnis von Rückschlägen: Bleibt relevant, da die russischen Ziele angepasst wurden.
  • Ukrainischer Widerstand: Weiterhin korrekt, die Ukraine leistet erfolgreich Widerstand und erhält westliche Unterstützung.
  • Russische Propaganda: Aktualisierung nötig (!!!), da Russland weiterhin Narrative anpasst.
  • Zerstörung und Leid: Korrekt und weiterhin relevant.
  • Chemische Waffen: Aktualisierung nötig(!!!), da es bisher keine bestätigten Einsätze gab - oder irre ich mich?.
  • Geografische Kontrolle : Relevant , aber ergänzt werden sollte, dass die Kontrolle in der Ostukraine umkämpft bleibt.
  • Fehlende Aktualisierungen: Der Beitrag sollte aktuelle Sanktionen (gegen Russland; leider oft ne Farce) und militärische Unterstützung für die Ukraine erwähnen.
  • Diplomatische Bemühungen: Erwähnung aktueller Friedensgespräche und diplomatischer Bemühungen nötig. (auch wenn nicht zielführend aktuell)
  • Humanitäre Situation: Ergänzung um aktuelle Informationen zur humanitären Lage und internationalen Hilfsmaßnahmen.
 
Der 3.te Weltkrieg hat jetzt durch Trump als Krieg tatsächlich eine Erweiterung über die ganze Welt erlangt. Was allen großen Kriegen, die Europa in der Geschichte aufgebürdet worden sind, eigen ist, es ging und geht immer zuerst um territoriale Eroberung um Beute zu machen, bis letztendlich oft nur durch eine Schlacht oder durch gesellschaftlichen Umbruch der Krieg für den Angreifer verloren geht.

Man denke als Beispiel etwa an den zweiten Punischen Krieg, als Fabius Maximus Verrucosus vulgo Cunctator mit ständig verlorenen Schlamützeln und zermürbenden Rückzügen Hannibal genervt hatte. Oder 2.000 Jahre später die napoleonischen Kriege, die eigentlich nach nur einer Schlacht "Waterloo" beendet worden waren. Der zweite Weltkrieg hat als Landkrieg in der Hauptsache in der Ukraine gewütet und ging nach allen im Blitzkrieg eroberten Territorien für den Beutegreifer letztendlich verloren. Neben den mongolischen oder hunnischen Überfällen gingen räuberische Angreifer in Europa immer wieder verloren, wenn sie nur Landgewinn als Zweck im Auge hatten aber der Verwaltung der ansässigen Bevölkerung nicht fähig waren.

Europa gründet sich in seinem Bestand seit dem römischen Imperium auf Vereinbarungen wie Recht und Ordnung der Gesellschaft. Es ist das Zeichen überlegener Kultur.

Die denkbaren Kriegsgegner Europas sind momentan China auf der einen Seite und USA auf der anderen Seite, also Trump und Xi Jinping. Putin zählt nur als Stellvertreter so wie Prigoshin vorher sein Stellvertreter im Raubzug war. Trump hat allerdings bessere Karten, weil er als Gegner die so zerfahrenen Europäer hat, die von distopischen Leadern wie Merz und von der Leyen verwirrt werden. Dazu kommt noch ein Orban und diese Unverlässlichkeit von Österreich, die auf Gegner so einladend wirken könnte.

Naja, darüber könnte man lachen, wenn momentan das Undenkbare nicht zur befürchteten Drohung im Raum stünde.

Wenn wir schon beim "Witze Machen über mögliche Katastrophen" sind, dann könnte man ein 'solch unwahrscheinliches Szenario malen' im Fall von Slowenien, dessen Luftwaffe und Luftraum Überwachung stellvertretend von Aviano bzw. USA besorgt wird. Wenn Trump in seiner "Rolle als neuzeitlicher Imperator und Pantokrator wie Jesus" sich einfach Grönland oder Kanada als Happen zu sich nehmen kann, warum dann nicht etwa auch einen kleinen Bissen wie Slowenien im Zentrum der EU als kleine Morgengabe für Melania? Die Airforce der USA ist ja dort schon besser installiert als in Kanada.

Viel Vergnügen beim Malen solcher, heutzutage denkbaren Geschichten, wünsche ich allen zur guten Nacht.
 

Blogeintragsinformationen

Autor
Walter
Read time
2 min read
Aufrufe
1.068
Kommentare
3
Letztes Update

Weitere Einträge in Blog-Kategorie

Weitere Einträge von Walter

Zurück
Oben