Zurück aus dem Urlaub und rein in das Denkforum
Gysi:.......
Ob ich etwas für meinen Geist oder zu meiner Unterhaltung, oder auch überhaupt nicht, verwurste, das entscheide immer noch ich! Oder?
Dieses Argument höre ich öfters, wenn es um solche Diskussionen geht. Du bist nicht der einzige!
Gysi:...
Wenn die gut ist?
Wie definierst Du gut? Ohne musikalische Ausbildung oder wenigstens "Hörerfahrung" glaube ich, dass Du vielleicht erfahrungsgemäß wie viele Menschen "gut" mit "angesprochen" verwechselst.
Ich hatte schon einmal in einem längeren Beitrag das Thema angesprochen, möchte aber hier an dieser Stelle nochmals hervorheben, dass die Musik unter rein emotionalen Hörvergnügnen - Aspekten nicht ausreicht, um eine Bewertung als "gut" oder "schlecht" zu verdienen. Deswegen empfinde ich bei den sog. Pop,- und Rockmusikern nichts, weil ja jeder Roy Black bis Lennon emotionale Musik machen kann, die einen berühren sollen. Das ist ja gerade der kommerzielle Knackpunkt. Aber diese Gefühle sind nicht echt!
Am besten erkläre ich es mal mit einem Beispiel aus einem anderen Bereich. Dann fühlt man sich emotional nicht gleich so betroffen wie in der Musik.
Also, irgendjemand malt einen Sonnenuntergang. Du kommst zu Besuch und sie/er zeigt Dir das Bild. Bist Du jetzt emotional ergriffen?
Eigentlich nicht wirklich, oder? Deshalb, weil diese/r begabte Künstler/in im Prinzip nichts anderes gemacht hat, als ganz persönliche emotionale Epfindungen zu verabeiten.
Genauso ist es mit der Pop,- Rockmusik! Nur ist sie erstens abstrakt, also ohne Fachwissen nicht so leicht zu durchschauen, wie die bildende Kunst, und zweitens unterliegt diese (Kunst)-Form aber auch noch hauptsächlich dem (Kultur) Kommerz, der ja schließlich heutzutage schon so stark geworden ist, dass er unsere Kulturlandschaft bestimmt.