1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Wohin mit dem strahlenden Müll?

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von scriberius, 12. April 2013.

  1. scriberius

    scriberius Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. Juli 2011
    Beiträge:
    4.342
    Ort:
    Am Untermain
    Werbung:


    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Danke für den Hinweis, Hartmut, ich lerne gerne dazu. Ging bislang davon aus, dass GAU den nicht mehr beherrschbaren Unfall meint, eben die Kernschmelze mit Freisetzung radioaktiven Materials in die Umwelt. :)
     
  2. moebius

    moebius Well-Known Member

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    42.486
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Jeder ging halt bisher von dem aus, wovon er ausging ...

    :lachen::lachen::lachen::lachen::lachen::lachen: :lachen::lachen:
     
  3. scriberius

    scriberius Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. Juli 2011
    Beiträge:
    4.342
    Ort:
    Am Untermain
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Tja, auch hier gab es wieder eine lange Doku. Seit dem die Verklappung von Atommüllfässern verboten ist, leiten Engländer und Franzosen aus ihren Atomanlagen flüssige Abwässer ins Meer, kontaminieren so die Gewässer vor den eigenen Küsten in unglaublichem Maße. Inzwischen ist klar, dass die blauäugige Annahme, dass sich die strahlenden Substanzen durch starke Verdünnung quasi auflösen würden, falsch ist. Richtig ist, dass sich die radioaktiven Stoffe nur verteilen und so unseren Lebensraum immer mehr verstrahlen. Es wird von Experten geschätzt, dass aus den Wiederaufbereitungsanlagen in den letzten 25 Jahren unglaubliche 400kg Plutonium in Atlantik und Nordsee eingeleitet wurden, alles in der irrigen Annahme, dass es einfach verschwinden würde. Das war wohl nichts. Pech gehabt, oder auch nicht. Ich, mit meinem verächtlichen Halbwissen, wäre davon ausgegangen. Auch mit dem Ansinnen, wenigstens die noch auffindbaren Fässer zu bergen, wird es wohl nichts werden. Die Atommafia, hat ganze Arbeit geleistet und die angelegten Listen gleich so ausgefüllt, dass sie weder Angaben über die genaue Position, noch über den Inhalt der verklappten Fässer enthalten. Hinzu kommt, dass das Britische Militär einen in etwa eben so großen Atommüllfriedhof angelegt hat, worüber natürlich keinerlei Auskünfte zu haben sind - streng geheim. Geheim sollen auch die vielen Krebskranken und -toten auf den Kanalinseln und an den Küsten bleiben - Datenschutz hieß es auf die Anfragen eines britischen Professors, und, es gäbe keine Auffälligkeiten. Vor Ort zeigt aber jeder Geigerzähler stark erhöhte Werte an und stichprobenartige Befragungen der Anwohner ergeben statistisch hoch brisante Eindrücke: Leukämie und Gehirntumore sind die Renner. Plutonium und Uran überall: in Seegras, in Fischen und Robben. Aber, das ist natürlich alles nur wieder üble Panikmache, ich weiß.
     
  4. Eurofighter

    Eurofighter New Member

    Registriert seit:
    19. Dezember 2011
    Beiträge:
    5.012
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Das kennt man auch aus dem Alltag, wenn z.B. ein Rentner vorher jahrzehntelang mit stattlicher Rendite funktioniert hat, allen überzeugt auftretenden Autoritäten auch brav in den Arsch gekrochen ist, aber eines Tages damit anfängt, sich unvermutet immer öfter in die Hosen zu scheißen. Was soll man bei so einem Störfall machen, Hartmut? Am besten rechtzeitig einbetonieren?
     
  5. moebius

    moebius Well-Known Member

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    42.486
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Wahrscheinlich :dontknow: würde dann das "Scheissen in die Hose" endlich aufhören ...:lachen:
     
  6. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    Werbung:


    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Diese Frage ist wieder aktuell geworden, weil nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes Schleswig dem Zwischenlager Brunsbüttel die Betriebsgenehmigung entzogen werden soll.

    Ein Bürger hatte geklagt, dass das betreffende Zwischenlager, das 2003 die Betriebsgenehmigung erhalten hatte, nicht gegen den Absturz moderner Grossraumflugzeuge - wie z.B. dem A-380 - geschützt sei.

    Was ist da dran?
    Sind nun etwa sämtliche deutschen Zwischenlager, von denen es zentral 3 Stück und an den Standorten der KKW 13 Stück gibt, unsicher?
     
  7. moebius

    moebius Well-Known Member

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    42.486
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?


    :ironie: Das werde ich sofort Wladimir PUTIN, dem :ironie: "lupenreinen Demokraten", :ironie: melden ...:lachen:
     
  8. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    :D
    Das ist sehr hilfreich. :D
     
  9. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    Was die KKW-Störfälle mit Kernschmelzen betrifft:
    Zuerst kam Harrisburg (USA, 1979), dann Tschernobyl (UdSSR,1986), dann Fukushima (Japan, 2011).

    ... und daraus schliesst du ganz selbstverständlich darauf, dass ein Super-GAU nur in Russland möglich ist, trotz o.g. Historie?
     
  10. scriberius

    scriberius Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. Juli 2011
    Beiträge:
    4.342
    Ort:
    Am Untermain
    AW: Wohin mit dem strahlenden Müll?

    natürlich nicht, Hartmut. Ich meinte, dass bei uns noch nichts wirklich Schlimmes passiert ist, und dass ich etwas mehr Vertrauen in die hier betriebenen Anlagen habe, als z.B in die russischen. Deren Land ist groß, die Demokratie ganz klein, und nach Tschernobyl, diversen im Meer verrotteten Ubooten samt ihrer Nuklearreaktoren und viel strahlendem Material in unbekannten Händen dürfte die Gefahr dort größer sein. Aber auch bei uns warnen Experten vor schwer abschätzbaren Risiken durch spröde gewordenes Material in den Anlagen und getürkten Prüfprotokollen. Findest du es nicht auch merkwürdig, dass der TÜV die Gutachten erstellt, aber inzwischen zur Aktiengesellschaft gemacht wurde und auf diese Weise teilweise zur Konzerntochter der AKW-Betereiber wurde? Glaubst du an Zufälle und die saubere Trennung der Interessen? Inzwischen wurde auch bekannt, dass die TÜV-Gesellschaften auch reihenweise durch faule Zertifikate der heimischen Großwirtschaft das lästige Imageproblem bezüglich der skandalösen Zustände in den Produktionsfabriken der 3. Welt vom Hals zu schaffen versuchen, aber nichts als Augenwischerei betreiben? Selbst bei der Überwachung des KFZ-Bestands versagt das inzwixchen kommerzialisierte System offensichtlich, was sie freilich nicht daran hindert, dass sie ihr inzwischen zur fast reinen Geldmacherei verkommenes Gewerbe weiter ausdehnen, und uns jährlich zur Kontrolle nötigen wollen. Womit ich selbstverständlich nicht die technische Kontrolle an sich in Frage stellen will, sondern nur die faul gewordenen Rahmenbedingungen.
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden