Der Titel ist eine Suggestivfrage. Jemand mag überhaupt keinen Wein und ein anderer lieber Rotwein.
Ich trinke jeden Abend 1/2 Glas Rotwein wegen der Anthocyane, welche als Antioxidans und Entzündungshemmer wirken
und nebenbei auch das Immunsystem stärken. Weintrauben mag ich eigentlich noch lieber, gibt es auch jeden morgen bei mir!
Danach gibt es 1 Std. Musik, sehr empfehlenswert für das Wohlbefinden, um welches es ja geht!
Nichts gegen ein oder zwei Glas Rotwein, wenn man ihn mag und es einem dabei gut geht.
Die Bioverfügbarkeit der Anthocyane im menschlichen Körper ist aber schlecht, sie liegt unter 1%, außerdem werden sie schnell metabolisiert. Es wird daher bezweifelt, dass sie im menschlichen Körper genauso antixoidans wirken wie in vitro.
Persönlich halte ich von solchen Aussagen nicht mehr viel, selbst wenn sie von Ärzten kommen.
Um Vitamine, Antioxidantien und andere Spurenelemente wird oft ein übertriebener Hype gemacht. Liest man die ernährungswissenschaftliche Literatur, dann ergibt sich oft ein anderes Bild. Entweder sind die Wirkungen seit langem bekannt, beziehen sich aber dann meist nur auf extreme Mangelsituationen, die es bei uns schon lange nicht mehr gibt. Oder die Wirkungen sind reine Aussagen über Reaktionen in vitro - und keiner weiß, ob das im menschlichen Körper auch so ist und ob die Stoffe überhaupt da ankommen, wo man sie gerne wirken hätte.
Auf mich macht das mehr den Eindruck eine Art Suche nach einer modernen Version des "Stein der Weisen" oder des "Arum Potabile".
Als ich zu kochen anfing, gab es Aussagen darüber, in bestimmten Nationen würden die Menschen besonders alt. Man führte dies auf ihre "gesunde" Ernährung zurück: Italien, Griechenland, Japan. Italien und Griechenland aufgrund ihrer fleischarmen, "mediterranen" Ernährung, Japan wegen der Bevorzugung von Fisch gegenüber Fleisch. "Gesunde" Rotweine!
Aus heutiger Faktenlage möchte ich eher sagen: Schön zu glauben, leider aber auch nur romantische Geschichten, die nicht der Realität entsprechen.
Da ist zu allererst in Frage zu stellen: Werden die Menschen überhaupt in diesen Ländern überdurchschnittlich alt?
Vielleicht nicht, zumindest ein Aspekt bringt das Bild ganz stark ins Wanken: Das massive Vorkommen von
Rentenbetrug, das gerade in diesen Ländern - Italien, Griechenland, Japan - stattgefunden hat, wie man vor wenigen Jahren feststellte.
Die Nachkommen haben die Renten ihrer längst verstorbenen Vorfahren kassiert - und zwar in einem so großen Ausmaß, dass sie bereits die Statistiken verbogen. In Italien und Griechenland aus Gründen von krimineller Energie, Korruption und Schlamperei, in Japan mehr aus familiensozialen Gründen. Aber ja: Auf dem Papier existieren da steinalte Leute, die real vor Jahrzehnten verstorben sind.
Die sog. "mediterrane" Ernährung wiederum ist eine intellektuelle Konstruktion, die man mal aufgestellt hat - aber der Realität dieser Länder überhaupt nicht entspricht. In Italien und Griechenland wird mittlerweile genauso viel oder sogar mehr Fleisch gegessen als bei uns. Und für die Gesundheitswirkungen von Rotwein gibt es weder Belege noch werden die Menschen älter als bei uns.
Was soll ich also von solchen Aussagen halten?
Sie werden zur reinen Glaubensangelegenheit, und das ist mir zu wenig, als das ich das zu einem Lebensprinzip machen möchte.
Was hast du gemerkt?
Dass die Mitglieder hier im thread sich einen Spaß daraus machen, die Umfrage zu boykottieren?
So als wäre das ganz was Tolles und Originelles, Umfragen zu boykottieren.
Ob aus Faulheit oder aus Freude an Bosheit sei mal dahingestellt.
Munro, es ist die alte Leier:
Du stellst Umfragen ein, die keinen interessieren, über Weckmännlein, Randfragen deutscher Dialekte oder katholisch gefärbter religiöser Kult-Petitessen. Und wenn es niemanden interessiert, dann fängst Du das Jammern an.
Was soll man davon schon halten?