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Was für einen Weißwein mögt ihr?

Was für einen Weißwein mögt ihr?

  • Riesling

  • Müller-Thurgau, auch als Rivaner bekannt

  • Traminer

  • Gewürztraminer

  • Weißburgunder

  • Auxerrois

  • Grauburgunder

  • Sauvignon Blanc

  • Chardonnay

  • noch anderen


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
  • Riesling​

    Stimmen: 125,0%
  • Müller-Thurgau, auch als Rivaner bekannt​

    Stimmen: 125,0%
  • Traminer​

    Stimmen: 125,0%
  • Gewürztraminer​

    Stimmen: 125,0%
  • Weißburgunder​

    Stimmen: 125,0%
  • Auxerrois​

    Stimmen: 125,0%
  • Grauburgunder​

    Stimmen: 00,0%
  • Sauvignon Blanc​

    Stimmen: 00,0%
  • Chardonnay​


Also außer mir mag also kein einziger Teilnehmer diese Sorten?
Das kann ich nicht glauben.
Man ist nur zu hochnäsig, um was anzuklicken.
Ob aus Stinkfaulheit oder aus Freude an Bosheit und Mobbing - oder aus beiden Gründen.
 
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Der Titel ist eine Suggestivfrage. Jemand mag überhaupt keinen Wein und ein anderer lieber Rotwein.
Ich trinke jeden Abend 1/2 Glas Rotwein wegen der Anthocyane, welche als Antioxidans und Entzündungshemmer wirken
und nebenbei auch das Immunsystem stärken. Weintrauben mag ich eigentlich noch lieber, gibt es auch jeden morgen bei mir!
Danach gibt es 1 Std. Musik, sehr empfehlenswert für das Wohlbefinden, um welches es ja geht!

Nichts gegen ein oder zwei Glas Rotwein, wenn man ihn mag und es einem dabei gut geht.
Die Bioverfügbarkeit der Anthocyane im menschlichen Körper ist aber schlecht, sie liegt unter 1%, außerdem werden sie schnell metabolisiert. Es wird daher bezweifelt, dass sie im menschlichen Körper genauso antixoidans wirken wie in vitro.
Persönlich halte ich von solchen Aussagen nicht mehr viel, selbst wenn sie von Ärzten kommen.

Um Vitamine, Antioxidantien und andere Spurenelemente wird oft ein übertriebener Hype gemacht. Liest man die ernährungswissenschaftliche Literatur, dann ergibt sich oft ein anderes Bild. Entweder sind die Wirkungen seit langem bekannt, beziehen sich aber dann meist nur auf extreme Mangelsituationen, die es bei uns schon lange nicht mehr gibt. Oder die Wirkungen sind reine Aussagen über Reaktionen in vitro - und keiner weiß, ob das im menschlichen Körper auch so ist und ob die Stoffe überhaupt da ankommen, wo man sie gerne wirken hätte.
Auf mich macht das mehr den Eindruck eine Art Suche nach einer modernen Version des "Stein der Weisen" oder des "Arum Potabile".

Als ich zu kochen anfing, gab es Aussagen darüber, in bestimmten Nationen würden die Menschen besonders alt. Man führte dies auf ihre "gesunde" Ernährung zurück: Italien, Griechenland, Japan. Italien und Griechenland aufgrund ihrer fleischarmen, "mediterranen" Ernährung, Japan wegen der Bevorzugung von Fisch gegenüber Fleisch. "Gesunde" Rotweine!
Aus heutiger Faktenlage möchte ich eher sagen: Schön zu glauben, leider aber auch nur romantische Geschichten, die nicht der Realität entsprechen.

Da ist zu allererst in Frage zu stellen: Werden die Menschen überhaupt in diesen Ländern überdurchschnittlich alt?
Vielleicht nicht, zumindest ein Aspekt bringt das Bild ganz stark ins Wanken: Das massive Vorkommen von Rentenbetrug, das gerade in diesen Ländern - Italien, Griechenland, Japan - stattgefunden hat, wie man vor wenigen Jahren feststellte.
Die Nachkommen haben die Renten ihrer längst verstorbenen Vorfahren kassiert - und zwar in einem so großen Ausmaß, dass sie bereits die Statistiken verbogen. In Italien und Griechenland aus Gründen von krimineller Energie, Korruption und Schlamperei, in Japan mehr aus familiensozialen Gründen. Aber ja: Auf dem Papier existieren da steinalte Leute, die real vor Jahrzehnten verstorben sind.

Die sog. "mediterrane" Ernährung wiederum ist eine intellektuelle Konstruktion, die man mal aufgestellt hat - aber der Realität dieser Länder überhaupt nicht entspricht. In Italien und Griechenland wird mittlerweile genauso viel oder sogar mehr Fleisch gegessen als bei uns. Und für die Gesundheitswirkungen von Rotwein gibt es weder Belege noch werden die Menschen älter als bei uns.
Was soll ich also von solchen Aussagen halten?
Sie werden zur reinen Glaubensangelegenheit, und das ist mir zu wenig, als das ich das zu einem Lebensprinzip machen möchte.

Was hast du gemerkt?
Dass die Mitglieder hier im thread sich einen Spaß daraus machen, die Umfrage zu boykottieren?
So als wäre das ganz was Tolles und Originelles, Umfragen zu boykottieren.
Ob aus Faulheit oder aus Freude an Bosheit sei mal dahingestellt.

Munro, es ist die alte Leier:
Du stellst Umfragen ein, die keinen interessieren, über Weckmännlein, Randfragen deutscher Dialekte oder katholisch gefärbter religiöser Kult-Petitessen. Und wenn es niemanden interessiert, dann fängst Du das Jammern an.
Was soll man davon schon halten?
 
Irgendwer, den ich ignoriere, hat anscheinend was geschrieben.
Ich werde es nicht lesen.
Außer boshaftem Mobbing ist hier ja kaum was los.
 
Carl, der Chenin Blanc wird auch in der Schweiz angebaut - im Lavaux am Genfersee.
Die Schweizer haben auch sehr schöne Weine, ich habe aber zu wenig davon getrunken, als dass ich da viel zu sagen könnte.
Unser Weinhändler und Teilnehmer der Weinrunden hat von der letzten größeren Messe welche mitgebracht, mir haben die alle gefallen.
Bei wiki steht es ja auch drin, als Massenwein ist der Chenin Blanc eher unspektakulär, aber wenn man pfleglich mit ihm umgeht und in RIchtung Qualität, kann es ein Spitzenwein werden, die, die ich probieren konnte, gehören definitiv dazu.
 
Bist Du ein Oenologe??
Ich? Ich trink nur gerne Wein und mit den Jahren haben wir festgestellt, dass Weintrinken eben auch ein Erkenntnisweg sein kann, einfach wegen der dazu notwendingen DIfferenzierung und dem Weg dahin. In der Regel kann man am Anfang süß und sauer unterscheiden, viel mehr aber auch nicht. Das wird aber interessant, wenn man immer mehr Differenzierungen erkennt und in der Gruppe ist das schön, weil wir blind verkosten und also immer ahnungslos sind, was wir da im Glas haben, uns aber austauschen können und das regt auch zum konzentrierten Trinken an.

Abseits des Mainstream gibt es da sehr viel zu entdecken, aber 80 oder 90% sind gemachte Mainstreamweine und da ist das Erlebnis überschaubar. Aber was man sich da aneignet kann man ganz schön auf andere Bereiche übertragen, ich fand es auch schwer sich so ein Geschmacksgedächtnis aufzubauen.
Oder zu erkennen, dass ein Wein gut ist, einem aber dennoch nicht schmecken muss.
Man kann viel lernen, das muss man nicht mit Wein machen, aber das macht durchaus Spaß.
 
Das wird aber interessant, wenn man immer mehr Differenzierungen erkennt und in der Gruppe ist das schön, weil wir blind verkosten und also immer ahnungslos sind, was wir da im Glas haben, uns aber austauschen können und das regt auch zum konzentrierten Trinken an.

Vor Jahren nahm ich in einem Gourmetlokal in Österreich mal an einer Weinverkostung teil. Es gab eine langweilige und wenig gelehrsame Rede, dann ließ man im Rahmen eines Menüs österreichische und französische Rotweine gegeneinander antreten.
Aber das war ein unfaires Match.
Es war, als ließe man einen ehrlichen und aufrichtigen Handwerksburschen (Österreich) gegen einen akademisch gebildeten, durchtriebenen Salonlöwen (Frankreich) antreten, und genauso chancenlos waren da die Österreicher.

Nichts gegen ehrliche Weine.
Ein Chilene im unteren Preissegment will eine Klasse vortäuschen, die er nicht hat und nicht haben kann. Ein einfacher, italienischer Landwein zum selben Preis kommt da wie ein Rüpel daher - aber wenigstens wie ein ehrlicher, authentischer Rüpel.
Man muss auch nicht immer die besten, teuersten Weine trinken. Schließlich isst man ja auch nicht immer nur vom Feinsten, ich jedenfalls nicht.

Zugegebenermaßen bin ich kein großer Weintrinker. Natürlich gibt es Berührungspunkte durch meinen Beruf und Weine sind eine für mich unentbehrliche Zutat für eine ganze Reihe von Gerichten, Saucen und Fonds. Allerdings reichen für diese Zubereitungen die allereinfachsten Weine ihrer Klasse (sofern sie authentisch und trocken sind): "Clochard de Paris".
Tatsächlich erzielt man auch mit besseren Weinen beim Kochen kein besseres Ergebnis, mit der Ausnahme sehr weindominierter Speisen, z.B. dem Coq au Vin. Aber das habe ich eigentlich schon immer für eine Entgleisung gehalten, außerdem ist der Coq au Vin, wie andere Klassiker auch, etwas aus der Zeit gefallen, auch wenn er noch hier und da angeboten wird und auch populär ist.
 
Vor Jahren nahm ich in einem Gourmetlokal in Österreich mal an einer Weinverkostung teil. Es gab eine langweilige und wenig gelehrsame Rede, dann ließ man im Rahmen eines Menüs österreichische und französische Rotweine gegeneinander antreten.
Aber das war ein unfaires Match.
Es war, als ließe man einen ehrlichen und aufrichtigen Handwerksburschen (Österreich) gegen einen akademisch gebildeten, durchtriebenen Salonlöwen (Frankreich) antreten, und genauso chancenlos waren da die Österreicher.
Das würde ich so pauschal nicht sagen. Ich glaube da spielen viele Erwartungen eine Rolle.
Das Hauptproblem ist aber, dass man einen Spitzenwein als solchen gar nicht erkennen würde und würdigen könnte.
D.h. konkret, dass bei einer Blindverkostung mit 100 Leuten, die man von der Straße zieht, der gut gemachte 3,99 Rotwein aus dem Supermarkt den Superfranzosen bei mindestens 98 Leuten ausstechen würde, weil der gerade nicht so schmeckt, wie man es uns antrainiert hat: So warm, voll und kräftig und doch auch samtig. So wollen und bekommen wir unsere Rotwein, natürlich auch schön dunkel.
Ein sehr guter Rotwein wird uns oft einfach sauer und dünn schmecken und zu hell sein, man fragt sich, was das soll.
Man kann anfangen das rauszukriegen, aber das ist wirklich auch Arbeit.
 
Ich kann eine Blindverkostung im privaten Rahmen empfehlen. Nur 6 Sorten der Lieblingsfläschchen. Nicht ganz billig und vielleicht wird einem auch schlecht am Ende, aber das Ergebnis kann verblüffen. Nur sollte man darauf achten, dass das ganze nicht zu lange dauert, weil derweil alles recht warm wird und man nach so viel hin und her probieren wirklich keine Lust mehr auf Wein haben könnte. Bis dahin sollte man fertig sein. Vielleicht ein paar Häppchen zum Neutralisieren dazwischen. Und dann schreibt jeder sein Urteil auf einen Zettel, falls er hinterher nicht mehr allzu viel davon wissen will oder leugnet, dabei gewesen zu sein.

Die Technik des Verblindens ist garnicht kompliziert, ich könnte es aufschreiben, bei Bedarf.
 
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Ich kann eine Blindverkostung im privaten Rahmen empfehlen. Nur 6 Sorten der Lieblingsfläschchen. Nicht ganz billig und vielleicht wird einem auch schlecht am Ende, aber das Ergebnis kann verblüffen. Nur sollte man darauf achten, dass das ganze nicht zu lange dauert, weil derweil alles recht warm wird und man nach so viel hin und her probieren wirklich keine Lust mehr auf Wein haben könnte. Bis dahin sollte man fertig sein. Vielleicht ein paar Häppchen zum Neutralisieren dazwischen. Und dann schreibt jeder sein Urteil auf einen Zettel, falls er hinterher nicht mehr allzu viel davon wissen will oder leugnet, dabei gewesen zu sein.

Die Technik des Verblindens ist garnicht kompliziert, ich könnte es aufschreiben, bei Bedarf.
Bernd ist tot.
 
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