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Klaus schrieb:Hallo Klaus !Eine interessante und so komplexe Frage, dass sie sicher nicht mit einem Satz beantwortet werden kann.Ist Kunst grenzenlos, oder gibt es Situationen und fällen wo Künstler sich einschränken mussen?
Endgültig kann sie wohl nur der Gesetzgeber beantworten.
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MMn hört die künstlerische Freiheit dort auf, wo Gefahr für Leib und Leben des Menschen besteht. Was mich auch abgestoßen hat, war die "Blutmalerei" von Hermann Nitsch. Muss man unbedingt Blut nehmen ? Gibt es keinen anderen Farbstoff, um eine Wirkung zu erzielen ?
Eine interessante Meinung ist die eines österreichischen Politikers, der da sagte: "Kunst muss nicht schön sein, sie muss aber wahrhaftig sein". Das will m.E. heißen, dass die Kunst durch keinen Schönheitsbegriff begrenzt ist und trifft sicher vermehrt auf Kabaretts zu, in denen der Kabarettist - meist Politikern - beinhart die Wahrheit sagt, das heißt den Spiegel vorhält. Das ist selten schön - aber genauso sicher meist notwendig.
Viele Grüße
Zeili
maja-bine schrieb:Hallo Klaus,
die Grenzen der Kunst liegen grundsätzlich natürlich erst einmal in der Ausdrucksmöglichkeit des Künstlers selbst, das heißt er ist gebunden an gegebene Medien (es sei denn er erfände ganz neue Wege, wie Man Ray das Rayogramm); trotzdem muss eine zweite Grenze eingehalten werden - die, anderen durch meine Kunst keinen körperlichen Schaden zuzufügen (andernfalls würde wohl Dalís Ausspruch, Hitler sei der größte Surrealist, eine neue Wendung bekommen).
Kunst darf, denke ich, körperlich niemanden angreifen. Ein größeres Problem ist die ethische Grenze und die Diskussion darum hält eben schon lange an.
Meiner Meinung nach, sollte der Kunst in dieser Richtung keine Grenze gesetzt werden, denn das wäre Zensur.
Mich interssiert, wo die Grenzen bei Euch liegen, ob Ihr schon einmal Kunst gesehen habt, die Eure ethischen Grenzen überschritten haben?
bine
) Geschmacks. Opfernrituale gab's zwar schon immer, gibt es auch heute noch, aber das aufgesetzt-religiöse stört mich an seiner Kunst genauso, wie das ekelerregende. In die gleiche Kategorie gehören für mich die "Körperwelten" des Gunther von Hagens, obwohl er Arzt ist, eine Kapazität auf seinem Gebiet, sich als Aufklärer sieht usw. Ich würde mich bestimmt nur schon vor Menschen fürchten, die sich seinen Leichen-Kunst-Kalender in die Wohnung hängen. Für die Einen ist es das Wunder des Lebens und absolute Vollkommenheit, für mich ein echter Horror und beispiellose Pietätlosigkeit, obwohl den Leichen eine ungeheuerliche Aesthetik apostrophiert wird.
Céline schrieb:Lilith, Dyonysos und Jimmy, bin mit euch einverstanden, genauso wie mit dem Beitrag von Scilla. Maja-Bine fragte, wo "meine" Grenze liegt... sie liegt sehr hoch, aber bei Leichen und frischem Blut erlaube ich mir zu passen.