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Russland greift Ukraine an

Nach Waffenstillstand schreien (Ihre Wortwahl teile ich nicht) ist nicht sinnlos, sondern bedeutet - wie der Namen schon sagt - ein Innehalten der Gewalt - mit offenem Ende. Das gehört eben zu der von Ihnen angesprochenen Logik des Krieges. Das Hin und Her im Kriegsverlauf liegt vor einem Waffenstillstand.
Ich habe Verständnis für die Ukrainer, wenn sie diese Kaltschnäutzigkeit der russischen Regierung nicht akzeptieren wollen:
Und ich habe Verständnis für den Westen, wenn er der Ukraine hilft, denn wenn das Schule macht, dann wird die Welt wieder in die Zeit der Eroberungskriege zurückverstetzt.
Die Macht des Stärkeren hat lange genug gegolten in der Menschheitsgeschichte. Die anstehenden Probleme können nur gemeinsam angegangen werden, weil sie den gesamten Globus betreffen. Ob es um den Kampf gegen den Klimawandel geht, oder den Hunger in der Welt teilweise bedingt durch den Klimawandel, aber auch durch Krieg und Vertreibung, die Millionen an Flüchtlingen, die dadurch entstehen, all das kann kein Land der Erde allein bekämpfen, gleichgültig wie mächtig und groß das Land auch sein mag.
Die Auswirkungen allein dieses begrenzten Krieges auf den Rest der Welt sehen wir schon jetzt. Stellen Sie sich vor, das wäre der Normalfall.
Nein, Putin muss ein für allemal begreifen, dass seine Träume von einem großrussischen Reich von vorgestern sind und nachdem es die Ukraine nicht alleine schafft, dann muss ihr mit allen Mitteln geholfen werden, denn das betrifft auf lange Sicht die Zukunft der Menschheit.
Man sieht schon jetzt, wie viele das Vorgehen Putins damit rechtfertigen, dass auch die sogenannte "Koalition der Willigen" den Irak angegriffen hat oder die NATO in Serbien interveniert hat, das waren jedoch keine Eroberungskriege. Wenn man jetzt Putin erreichen lässt, was er vorhat, dann wird es nicht lange dauern, bis Xi Jinping es ihm in Taiwan nachmacht und dann werden andere folgen. Das würde das Weltgefüge erschüttern und unsere Zivilisation und Weltordnung um viele Jahrzehnte, wenn nicht um Jahrhunderte zurückwerfen. Wir müssen die Zeitenwende, die Scholz angesprochen hat, mit allen zulässigen Mitteln abwenden.
 
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Ich habe Verständnis für die Ukrainer,
Die anstehenden Probleme können nur gemeinsam angegangen werden,

Ich auch. Ich habe allerdings kein Verständnis, daß es nur Sache der Ukraine Rußland ist, und daß dieser Konflikt militärisch zu Ende geführt wird. Die widerrechtliche Invasion ist die Explosion der politischen Differenzen in der Ukraine seit maidan.
 
.....Nun, ich "nehme" an, Sie haben den "verlinkten Beitrag" gelesen! Natürlich "haben Sie" ihn gelesen, Sie "haben ihn" schließlich, also den Beitrag, auch "hierhin" gesetzt! Ist Ihnen am "dargestellten Sachverhalt" nichts aufgefallen... nein? Nun, dann "empfiehlt" es sich, den "Beitrag", mit der "gebotenen Aufmerksamkeit", nochmals zu lesen... vielleicht "klingelts" ja dann auch bei "Ihnen"!!.....

meint plotin
Also von einem wie dir hätte ich mehr erwartet, als ein unsinniges "Lies doch einfach nochmal!"
Wenn du schon Eindeutigkeiten erkannt hast, dann führe sie doch einfach auf und zeige, was DU meinst, plotin.
Von anderen zu verlangen, mit anderen Augen zu lesen, ist schlicht unsinnig.
 
seine Träume von einem großrussischen Reich
Nenne bitte mal einige Länder, die durch Russland erobert wurden und nun zum Großrussenreich zählen.

Und die NATO/ US Interventionen nur auf den Irak zu beschränken, ist nicht grad ein Zeichen von Übersicht.
Syrien, Afghanistan (Warum dieses Land mit Krieg überzogen wurde, kann heute eh kaum einer erklären) Irak 2x und Libyen, will ich mal hier mit in den Topf werfen. Wieviel Menschen starben in diesen Kriegen und WAS wollte die Koalition damit bezwecken? Pro-Westliche Regime einsetzen? Also Regierungen in "unserem" Sinn? Was sind das dann für Kriege, wenn nicht Sicherung der Macht-Sphäre?
Und warum sanktionieren wir eigentlich nicht grad die völkerrechtswidrigen Angreifer, die sich im Yemen austoben? Dort wird grad die Zivilbevölkerung massiv durch Hunger dezimiert.

Ach ja, wir liefern immer noch Waffen an die..... also nicht an die Opfer, sondern an die Angreifer. ;)

Dass wir da an einen religiös geprägten Krieg Anteil nehmen, ist nicht nur beschämend, sondern schlicht dumm. Denn es führt in Teilen die Argumentation bei der UKR ad absurdum.
 
Mit deinen Quellen kann n-tv locker mithalten.
Ja klar. Ein pro US Sender (CNN/ TimeWarner) der heute zu RTL/Bertelsmann gehört.
Politisch rechts bis rechtskonservativ und tendenziös bis ins Mark.
Ich an deiner Stelle hätte ich ein anderes Beispiel gewählt.

Oder mal bei WIKI vorbeigeschaut, um überhaupt vergleichen zu können.
Und nein, ich halte von der "Linkszeitung" auch nicht viel. Ist mir persönlich auch zu tendenziös.
Beim nächsten mal einfach besser überlegen, was du mit wem vergleichst.
 
Ja. Ich frage mich allerdings, ob dieser lokale Konflikt von wem in die Weltöffentlichkeit getragen wird und nicht vor Ort eine Lösung gesucht wird.
Die globalen Auswirkungen entstanden ja erst, als es darum ging, Sanktionen gegen Russland zu starten.
An und für sich ist das ja gut, wenn viele sich mal einig sind. Solch Zusammenhalt hab ich leider vermißt, als ein anderes großes Land seine Einflusssphäre zu erweitern versuchte. Ich vermisse sie im Heute bei grad aktiven Konflikten/Kriege.
WIR müssen, ob wir das wollen oder nicht, an unseren Maßstäben messen lassen.
Wenn wir nur parteiisch entscheiden, welchen völkerrechtswidrigen Krieg wir überhaupt mit Sanktionen belegen, dann sollten wir auch fragen dürfen, warum nicht die anderen?
Diesen Krieg jetzt so zu internationalisieren, ist allein der Tatsache geschuldet, dass es wohl Interessen gibt, die der Westen nicht diskutieren will. Die UKR selbst war ja schon nicht in der Lage, einen 8 Jahre langen internen Konflikt zu lösen. Sie haben es da auch nur militärisch versucht. Diplomatie wurde entweder ignoriert und/oder abgelehnt. Statt dessen wurden Menschen auf beiden Seiten getötet.
Niemand fragt heute, warum sich der Osten nicht mit der Politik in Kiew identifizieren konnte? Niemand hat ein Interesse daran zu erkunden, von wem der Maidan mißbraucht wurde? Wer unterstützte diese Gruppen? ....wir kennen die Antworten. Natürlich werden solch Antworten heute gern als Putin-Propaganda diffamiert und abgetan.

Ich würde mir gern mal anschauen, wohin die 5 Mrd $ "Demokratieförderung" der USA (Nuland) hingeflossen sind. Wo wurde investiert und wer waren die Empfänger? Und gesucht hab ich nach diesen Antworten. Gefunden hab ich nix. Und nach dem Maidan muß man sich fragen, was man eigentlich unter diesem Schwammbegriff "Demokratieförderung" verstanden hat, denn der Regierungswechsel war genau dies damals nicht. Ich erinnere: Die verfassungsrechtliche Mehrheit wurde nicht erreicht! Die Übergangsregierung wurde nicht gewählt! Und die Wahlen schlossen auch Ukrainer aus. Nämlich jene, die die Absetzung des alten Regierungschefs nicht anerkannten, weil diese eben nicht die nötige Mehrheit hatte.

Man kann also doch recht genau verorten, wer das alles in die Weltöffentlichkeit erhoben hat.

mfg
 
Ich habe allerdings kein Verständnis, daß es nur Sache der Ukraine Rußland ist, und daß dieser Konflikt militärisch zu Ende geführt wird.
Ich habe auch kein Verständnis dafür, aber militärische Konflikte gehen erst dann in Verhandlungen über, wenn mindestens eine Kriegspartei dazu bereit ist. Im Moment ist keine der beiden Kriegsparteien dazu bereit und ich halte es für anmaßend, den Grund von außen beurteilen zu wollen oder sogar einer der beiden Kriegsparteien irgendwas zu empfehlen. Mein Pazifismus ist meine private Einstellung und ich will ihn nicht anderen aufzwingen, solange ich mich nicht in ihrer Situation befinde, denn ich kann nicht wissen, wie meine Einstellung sich ändern würde, sollte ich mich mal in ihrer Situation befinden. Ich lasse nicht meinen Pazifismus zu Dogmatismus verkommen.
Die widerrechtliche Invasion ist die Explosion der politischen Differenzen in der Ukraine seit maidan.
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Janukowitsch ausgerechnet nach Russland geflohen ist?
Es waren nicht die politischen Differenzen in der Ukraine, sondern die Kollision der Interessen Putins mit denen der Ukrainer. Lukaschenko war das abschreckende Beispiel für die Ukrainer und sie wussten, dass Putin ähnliches mit der Ukraine vorhatte. In Belarus leben auch sehr viele Russischstämmige, aber Putin hat kein Interesse, in Belarus einzugreifen und russische Separatisten anzustacheln, denn Lukaschenko bekommt seine Befehle von Putin.
 
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Ich lasse nicht meinen Pazifismus zu Dogmatismus verkommen.
Wir sind hier in Diskussion, welche pazifistischen Maßnahmen zur Konfliktlösung beitragen könnten. Es geht nicht um Ihren oder meinen Pazifismus. Es geht hier um die Besprechung von Lösungsmöglichkeiten für einen Weg der Kriegsbeendigung in der Ukraine.
Ein Waffenstillstand bedeutet kein präjudizielles Ergebnis für den Krieg(sverlauf) - der wird ja nicht beendet. Eine Waffenstillstand hat für sich allein eine Unterbrechung des Kriegsverlaufes zur Folge, ist keine Fantasterei und und kann von jedem Menschen empfohlen werden - auch von Ihnen.
Zitiere den von Ihnen angeführten "Ethiker", der meint:
... jedes individuelle menschliche Leben ist sakrosankt und man kann es nicht als Mittel zum Zweck einsetzen.
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Janukowitsch ausgerechnet nach Russland geflohen ist?
Es waren nicht die politischen Differenzen in der Ukraine, sondern die Kollision der Interessen Putins mit denen der Ukrainer.
Es waren eben politische Differenzen (die Sie als Interessen umbenennen), die weder von Minsk noch von den größeren Autonomiewünschen der Ostprovinzen erledigt wurden.
 
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