In den Jahren zuvor war Mangott mehrfach „zu viel Verständnis“ für
Wladimir Putin vorgeworfen worden. Kontroverse Reaktionen rief Mangott 2015 hervor, als er nach seiner Teilnahme an einem Treffen des
Waldai-Klubs sagte, es sei eine große Ehre gewesen, mit Wladimir Putin Hände geschüttelt zu haben, und er „viele seiner westlichen Kollegen“ als „russophob“ bezeichnete. Laut seinem ehemaligen Professor
Anton Pelinka sei Mangott bis 2022 ein „Putin-Versteher“ gewesen. Er und „ganz Österreich“ seien „Opfer“ des Wunschdenkens gewesen, „dass Putin ein rationaler Akteur ist“. Seit Russlands Aggression gegen die Ukraine seien laut
Wolfgang Mueller, Professor für russische Geschichte an der
Universität Wien, Mangotts Einschätzungen in Bezug auf die russische Politik kritischer geworden.