Den "klassischen Stellvertreter-Krieg...
Genau: Wann immer ein kleineres Land von einem mächtigeren Land angegriffen wird und andere Staaten das kleinere, angegriffene Land dabei unterzützen, sich zu verteidigen, handelt es sich folgerichtig um einen "Stellvertreterkrieg". Und das ist bööööse!
Nach deinen hier wiederholt formlierten "pazifistischen" Schwarz/Weiß-Kriterien, müsste man z.B. die jüngere Weltgeschichte in gänzlich neuem Lichte sehen:
Die über 50 Millionen Toten und die unfassbaren Zerstörungen des 2. Weltkrieges und vor allem diesen selbst hat nicht etwa Hitlerdeutschland zu verantworten. Denn dieses hatte sich 1939 ja nur - auf sehr friedlichem VERHANDLUNGSwege - mit Stalin darüber geeinigt, die historisch gewachsenen, durch den Versailler Vertag aber unrechtmäßig veränderten - Einflusssphären der beiden Reiche wiederherzustellen. Überdies bedrohte der "Westen" über das nach dem 2. Wellkrieg von ihm künstlich kreierte, völlig ahistorische Polen sowohl Deutschland wie auch die Sowjetunion.
Daher war es - wir erinnern uns - folglich auch der kriegslüsterne "Westen", der dem friedliebenden, nur um seine elementarsten hirtorischen Rechte ringenden Deustchand ohne Not den Krieg erklärte und diesen damit zu einem europäischen Krieg machte. Dabei wurden die vielfältigen "pazifistischen" Stimmen im Westen - "Warum sterben für Danzig?" - von den westlichen Kriegstreibern einfach übergangen. Und als Deutschland nach dem Sieg über Frankreich den Engländern VERHANDLUNGSangebote über die friedliche Aufteilung Europas machte, setzten sich mit Churchill wieder die unverbesserlichen, blutrünstigen Kriegstreiber durch.
Da Großbritannien aber nicht allein in der Lage war, gegen das Deutsche Reich militärisch zu bestehen, wurde es von den USA mit Geld und militärischer Ausrüstung untertützt. Also ein klassischer "Stellvertreterkrieg", der deshalb auch unvermeidlich zum Weltkrieg führen musste.
Hätte der "Westen" mit Hitler und Stalin VERHANDELT und dabei deren historisch gewachsene Einflusssphären- und Territorial- und Sicherheits-Ansprüche in angemessener Weise berücksichtigt, wären Europa und der Welt Millionen Tote und monströse Zertsörungen erspart geblieben.
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Mit deinen "pazifistischen" Urteilskriterien kann man aber auch einen Blick in die Zunkunft werfen:
Ein "Sieg" Russlands, der zunächst auf eine teilweise, später dann, wenn eine sogenannte "neutrale" Restukraine das Zwischenergebnis wäre, auf eine gänzliche Annektion der Ukraine hinaus liefe, würde dies endgültige aus des Nachkriegsvölkerrechts bedeuten.
An dessen Stelle müsste dann ja irgendetwas anderes treten, z.B. eine fundamental-pazifistische Weltordnung, in der die folgenden Grundregeln gelten würden:
1. Wenn ein größeres, militärisch und ökonomisch mächtigeres Land ein kleineses angreift, um es zu erobern, so muss sich das letztere sofort ergeben. Tut es das nicht, und im Verlaufe der Vertedigungsgefechte gibt es Tote und Verletzte, so gehen all diese auf das Konto der Verteidiger, die deshalb Kriegstreiber sind und dafür völkrerrechtlich zur Verantwortung gezogen werden müssen.
2. Wird das angegriffene Land bei seiner militärischen Verteidigung von anderen Staaten wirtschaftlich und militärisch unterstützt, so handelt es sich um einen hundsgemeinen "Stellvertreterkrieg", weshalb diese unterstützenden Saaten ebenfalls Kriegstreiber sind und dafür völkrerrechtlich zur Verantwortung gezogen werden müssen.
Ich denke, dass es, wenn nach diesen Grundsätzen gehandelt würde, künftig nur noch sehr wenige Kriegstote und Kriegsverletzte gäbe.
Das müsste das Herz des "Pazifisten" doch mit größtem Wohlgefallen erfüllen.