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Rülpsende Elche

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von Ela67, 7. September 2007.

  1. Céline

    Céline Guest

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    AW: Rülpsende Elche

    Tschuldigung, aber bevor man hier die Energieminister hängt und die Elche heilig spricht...

    Die norwegischen Elchwissenschaftler haben nicht die ganze Wahrheit gesagt oder kennen sie noch gar nicht, im DF werden sie geholfen!*lol*.

    Noch viel konzentrierter als beim Rülpsen ist das Treibhausgas Methan in den Paarungssumpfsuhlen der Elche anzutreffen. Die Paarungsrituale gehören dringend auf die Agenda der Umweltschützer und die Elche umerzogen.

    Auszug aus dem vor 2 Jahren von Jérôme geschriebenen Erfahrungsbericht "Die Romantik der geschlechtsreifen ostkanadischen Elche".
    Das Wichtigste habe ich jetzt fett hevorgehoben und versichere, es ist wirklich wahr. (Weitere Forschungsarbeiten wurden leider durch Windpocken verhindert):

    :autsch:
     
  2. Ela67

    Ela67 Guest

    AW: Rülpsende Elche

    Hallo Céline,

    wie gut, dass du die Elche wieder ins Spiel bringst, damit dieser Thread nicht völlig o.T. ins Seriöse versackt!
    Das mit dem Paarungsverhalten der Elche ist ja wirklich hoch spannend. Danke, dass du Jérômes Beitrag hier nochmals zitiert hast.
    Weisst du, ich denke mir, wenn ich das menschliche Verhalten oft schon nicht verstehen kann, müsste ich mich wirklich vermehrt dem Verständnis des Elchischen annähern, gewissermassen als Übung und so.

    Apropos Methan:
    In Japan hat ein Wissenschaftler
    mit dem wohlklingenden Namen Akifumo Ogino herausgefunden, dass die Produktion von einem Kilo Rindfleisch gleich viel Treibhausgas verursacht wie eine Autofahrt von 250 km.
    Was wir damit machen? Keine Ahnung. Weniger Fleisch von Wiederkäuern essen?
    Dies zumindest schlägt John Powles von der Cambrige University vor. Er behauptet, eine Verringerung des weltweiten Verzehrs von rotem Fleisch um zehn Prozent könne die ausgestossenen Methangase soweit reduzieren, dass sie zumindest den Klimawandel nicht weiter beschleunigen.

    Und, liebe Céline, mach dir keine Sorgen um unseren Energieminister. Ich werde für ihn kämpfen wie ein Schaf :schaf:und ihm mit ungebändigter Eloquenz den Rücken stärken. :reden: Ist er doch ganz klar mein Lieblingsbundesrat (und seit er unter die Blogger gegangen ist sogar noch mehr)

    So, jetzt aber wieder ganz seriös o.T.:

    @Hartmut:
    Soweit ich es verstanden habe, ist die geplante CO2-Abgabe ja eine reine Lenkungsabgabe, die zu 90 Prozent wieder an die Bevölkerung und die Betriebe zurückfliesst. Das heisst , dass dadurch ein Anreiz geschaffen wird, in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren. Das heisst doch, dass schlussendlich eben genau diejenigen davon profitieren werden, die jetzt reagieren und solche Investitionen tätigen.
    Wir haben in Basel z.B. einen Stromsparfonds, der ähnlich funktioniert. Der Strom wird dadurch erst mal teurer, aber diese Mehreinnahmen werden dann wieder zurückgezahlt und zwar bekommt jeder Haushalt genau gleich viel, egal wieviel Strom er tatsächlich verbraucht hat. Das bedeutet, wenn ich auf's Stromsparen achte, bekomme ich sogar mehr ausbezahlt, als ich ursprünglich einbezahlt habe. Da lohnt es sich dann wirklich, z.B. die viel teureren Sparlampen zu kaufen.
    Siehst du, genau da bin ich nicht sicher. Je nach Interessenlage wird der eine oder andere Standpunkt vertreten, ob die Massnahmen ausreichen oder nicht.

    Meinst du mit Pferdefuss, dass schlussendlich dann Gaskraftwerke statt Atomkraftwerke gebaut würden, wenn eben trotz aller Massnahmen doch diese berüchtigte Stromlücke kommen sollte?
    Das wäre dann freilich wirklich nicht sinnvoll, obwohl mir beim Gedanken an noch mehr AKW's auch nicht besonders gemütlich zumute ist, vorallem weil die Sache mit der Lagerung der radioaktiven Abfälle ja immer noch nicht gelöst ist.

    Herzliche Grüsse und einen schönen Tag!
     
  3. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    AW: Rülpsende Elche

    "Die Botschaft hör' ich wohl, allein es fehlt der Glaube ..."

    Herr Leuenberger hat die Vision, dass man die Erhöhung des zukünftigen Energiebedarfs im wesentlichen durch Einsparung decken kann. Nach allem, was man weiss, ist das ein Trugschluss.

    Ein Trugschluss ist auch, dass man die regenerativen Energiequellen in der Schweiz wesentlich ausbauen kann. Dem Ausbau der Wasserkraft stehen die Bedenken der Naturschützer entgegen, und der Ausbau von Windkraft und Solarenergie würde den touristischen Interessen der Schweiz widersprechen: Welcher Japaner würde eine von Windrädern und Solarzellen dominierte Alpenregion noch schätzen?

    Ich glaube, dass es in der Schweiz eher einen Widerstand gegen Gaskraftwerke geben wird als gegen Kernkraftwerke. Im Mai 2003 hat ja das schweizerische Stimmvolk zwei Atomausstiegsinitiativen regelrecht abgeschmettert. Unter den heutigen Bedingungen, wo der Klimawandel im Fokus steht, wird sich der Schweizer eher noch mehr für die Atomkraft entscheiden. Denn die Lagerung der radioaktiven Abfälle ist kein technisches Problem mehr, sondern nur noch ein politisches.

    Gruss
    Hartmut
     
  4. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. April 2003
    Beiträge:
    6.483
    AW: Rülpsende Elche


    Bodenkunde im denkforum

    uiui :blume1:

    1) Die Erzeugung von Stickstoffdünger kostet Energie
    und erzeugt damit Treibhausgase

    2) daß man Reisfelder zeitweise trockenlegt,
    um so Kohlendioxid statt Methan entstehen zu lassen,
    bedeutet,
    daß die Reisanbaufläche schrumpft
    (ob das die uralten Bewässerungsanlagen verkraften, weiss ich nicht)
     

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