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Religionsmix

Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn Karina, und auch Kathi ansatzweise, wieder zur antiautoritären Erziehung zurück wollen. Aber vielleicht täuscht mich mein Eindruck auch.

Ich habe noch keine Kinder, bin aber auch nicht so alt, als dass ich mich an die Kinderzeit nicht noch genauestens erinnern könnte. Ich spüre heute noch manchmal die magische Anziehungskraft die Pfützen auf Kinder ausüben. Über Gartenmäuerchen würde ich auch hin und wieder gerne mal laufen, oder Hinkelkästchen auf die Straße malen. Ich würde mich auch heute noch freuen, wenn ich die Scheibe "Kinderwurst" vom Metzger geschenkt bekäme, und manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich am liebsten bei den Nachbarn auf unserer Straße nochmal "Klingelmännchen" machen würde.
Aber ich erinnere mich auch daran, bzw. weiß es noch, dass es für mich ein wahnsinnig schönes und beruhigendes Gefühl war zu wissen oder spüren, dass da ein paar Menschen waren, denen ich absolut vertrauen konnte und auch heute noch kann.
Ich war eigentlich immer ein störrisches Kind, das mit dem Kopf durch die Wand wollte, etwas, das auch heute noch manchmal in mir durchkommt. Überreden konnte man mich schlecht, nur überzeugen. War meine erste Wut über ein erteiltes Verbot verraucht, dann erst war ich in der Lage zuzuhören und überzeugen zu lassen (manchmal brauchte es dazu auch länger), dass dieses Verbot oder jene Anordnung nicht willkürlich erteilt wurde, sondern dass ein Sinn dahinter steckte. Manchmal war der Sinn nur der, dass sich jeder, der in einer Gemeinschaft (Familie) lebt, in einem gewissen Maße in diese einzuordnen hat, weil es sonst nicht funktioniert, oft steckte aber nichts anderes dahinter, als die Sorge oder Angst, dass ich krank werden könnte, verunfallen würde oder noch schlimmeres passierte.
Was ich damit sagen will ist dieses: jedes Kind braucht und will gewisse Regeln, dabei rede ich nicht von unangebrachter Strenge oder autoritärem Verhalten. Nein, ich meine einfache Regeln, an denen es sich orientieren kann, die sein Leben berechenbar machen, ohne es dadurch langweilig und stereotyp verlaufen zu lassen, oder, was das schlimmste wäre, die ihnen den eigenen Willen brechen.
Wenn Eltern ihre Kinder lieben, sie annehmen wie sie sind, sie nicht als ihr Eigentum betrachten,ihnen einen eigenen Charakter zugestehen und sie nach ihren und der Kinder Möglichkeiten fördern, fordern und unterstützen, entwickelt sich von Anfang an ein gesundes Vertrauen auf beiden Seiten. Dann bedarf es auch keiner Vertrauensübungen. Dann wissen beide Seiten, dass sie sich aufeinander verlassen und sich vertrauen können. Das ist dann das berühmte Ur-Vertrauen und nichts verkrampftes. So wächst auch das Selbstvertrauen und damit ein gesundes Selbstbewusstsein. Haben Kinder das Glück so aufwachsen zu dürfen, können sie sich zu kritischen, selbstkritischen, verantwortungsvollen Menschen entwickeln, die in der Lage sind, anderen zu vertrauen, ohne deshalb leichtgläubig, verführbar und ohne Zivilcourage zu sein.
Lebt man ihnen von kleinauf vor, dass jeder Mensch in seiner eigenen, von den anderen abgesonderten Welt lebt, in der jeder Einzelne für sich entscheidet, was Gut oder Schlecht ist und Anderen erst einmal zu misstrauen hat, dann besteht die Gefahr, dass sie sich zu asozialen Soziopathen, Egoisten oder - im günstigsten Fall - zu weltfremden Träumern entwickeln.

Rhona
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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@liebe kathi
Ich denke, wir reden hier von Ideologien und nicht von Realität, denn ansonsten müssten wir das Thema viel mehr differenzieren.

Ich habe nichts gegen den Abnabelungsprozess. Die Pubertät, die Zeit der Rebellion, ist etwas natürliches. Allerdings finde ich es besser, dass der Abnabelungsprozess vom Kind angestossen wird. Die Pubertät ist eine Krise für das Vertrauen zwischen Kind und Eltern. Gar keine Frage. Aber das Vertrauen muss dabei nicht zerstört werden und es sollte meiner Ansicht nach nicht vorher von den Eltern bewusst, als getarnte Lebenshilfe, zerstört werden, oder? Ich gehe hier davon aus, wie es meiner Meinung nach sein sollte, nicht wie die Realität aussieht.

Das ist der Hintergrund unserer Gesellschaft.
Ich finde wir und unsere Gesellschaft ist ja selbst im Eimer!
Und da sollen uns unsere Kinder vertrauen? ----------> TRAURIG.
Wenn die Gesellschaft im Eimer ist, dann holen wir sie da wieder heraus, wringen und schütteln sie erst einmal kräftig aus. Danach ist sie wie neu, besser als mit Persil gewaschen. :) Hast du schon aufgegeben und sagst ändert sich eh nichts? DAS wäre traurig.

Eine Frage an euch beide. Ihr sagt ihr vertraut euch, daraus folgere ich ihr haltet euch für vertrauenswürdig, oder?
Sag mir warum sollte ich euch nicht vertrauen?

Bitte verwechselt nicht Vertrauen mit Bevormundung.

liebe grüße,
fusselchen
 
Karinamixipi schrieb:
Wer in mir etwas Böses sehen will, der sieht es.

Das möchte ich nun erwidern ;-) Ich habe kein Wort davon geschrieben, dass ich in dir etwas Böses sehe. Es ging mir einzig und allein um die Geschichten, darum wie ein Kind Vertrauen lernen sollte. In allem Anderen lasse ich dir dein Glaube und gehe nicht darauf ein.

Ein Kind vertraut voll auf sich selbst wenn es von sich aus auf einen Baum hochklettert. In dem Moment denkt es nicht daran, dass es ja auch irgendwie hinunter kommen müsste. Es möchte einfach nur klettern. Fällt dann hinunter und tut sich weh. Das nächste Mal wird es sich daran erinnern und vielleicht etwas vorsichtiger sein. Aber das ist doch etwas ganz anderes als wenn ich unterm Baum stehe und sage „springe nur, ich fange dich schon auf“. Das Kind springt, im Vertrauen darauf, dass ich es auffangen werde, ich aber gehe einen Schritt zur Seite und sage „pech gehabt, hättest du wissen müssen“. Möglicherweise wird das Kind noch mal auf den Baum klettern, aber sein Vertrauen in mir ist gestört.

Wenn Kinder laufen lernen fallen sie öfters hin, bei jedem Sturz, der ihnen auch körperlichen Schmerzen verursacht, lernen sie „dazu“. - lernen aber von sich aus, entwickeln mit der Zeit Vertrauen in ihren eigenen Fähigkeiten, lernen mit ihren eigenen Möglichkeiten und Kräften umzugehen. Wenn sie auf diese Weise lernen dürfen und so mit der Zeit selbstbewusster werden, dann lernen sie auch auf sich selbst zu vertrauen. Und können sich später auch besser abnabeln. Genau so wie Eltern Verantwortung tragen, Kinder zu „begleiten“, genauso haben sie auch die Verantwortung, ihren Teil des Abnabelungsprozesses zu übernehmen. Aber das kann doch nicht so aussehen, dass Eltern bewusst das Kind vom Baum stürzen lässt?


Kathi schrieb:
Irgendwann will , man´s selber wissen!
Irgendwann will man´s selber verstehen!
Irgendwann will man´s selber nachvollziehen können!

Das ist unser Weg. Das ist unser Werdegang.

Ursprünglich vertrauten wir. Wir waren Kinder. Umgeben von unseren Eltern. Großen Menschen, die unser Leben in der Hand hatten.
Wir vertrauten ihnen. Sie wußten alles! Zumindest wußten sie alles besser!

Bis sich so mancher Zweifel regte.
Bis sich so manche Enttäuschung über das Verhalten derer, denen wir vertrauten, einstellte.

Genau, irgendwann... Ich sprach aber nur von kleinen Kindern, nicht von Erwachsenen, die irgendwann anfangen auch kritisch zurück zu blicken, dazu gehöre auch ich. Kinder haben das aber noch vor sich und sollten den Zeitpunkt für ihr eigenes „irgendwann“ im Laufe der Zeit selbst finden dürfen und nicht durch einen „Plumps“ in frühester Kindheit.

Im Übrigen bin ich nicht der Ansicht, dass wir (alle) und unsere Gesellschaft (im Ganzen) selbst im Eimer sind. Kinder vertrauen erst mal ihren Eltern und ihre näheren Umgebung. Irgendwann entdecken sie, dass es auch noch eine größere Gesellschaft gibt, außerhalb ihrer eigenen, kleinen Welt und, dass nicht alle/alles in dieser Gesellschaft immer gleich vertrauenswürdig ist. Aber worauf sollte ein Kind überhaupt ein Vertrauen in sich selbst und an die Welt, in der es hineingeboren wurde, aufbauen können wenn nicht erstmal in die unmittelbar nähere Umgebung, die es kennen lernt? Wenn wir denken, dass kein Kind Vertrauen in dieser Welt setzen darf, dann wäre es besser, es würde keine Kinder mehr geboren werden, oder? Aber ich gehe davon aus, das meint ihr nicht wirklich.

Rhona schrieb:
.... So wächst auch das Selbstvertrauen und damit ein gesundes Selbstbewusstsein. Haben Kinder das Glück so aufwachsen zu dürfen, können sie sich zu kritischen, selbstkritischen, verantwortungsvollen Menschen entwickeln, die in der Lage sind, anderen zu vertrauen, ohne deshalb leichtgläubig, verführbar und ohne Zivilcourage zu sein.

So isses...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rhona, Fussel und Britt!

Ich weiß ja, was Ihr meint - und ich bin bei der "Erziehung" - ähhh, was´n scheußliches Wort - sagen wir "Begleitung" auch glücklich darüber, dass er ein gesundes "Urvertrauen" hat - und will dieses auch nicht erschüttern.

Aber: hier herrscht mMn ein Missverständnis.

Gerade bei meinem Kind kann ich wunderbar erkennen, dass

- er von Haus aus ein großes Vertrauen in seine Eltern hat
- er vieles von selbst erkunden und lernen will - und dies auch reibungslos geht
- er bei Problemen (bis vor kurzem) sofort zu Mama kam und sich trösten ließ
- er nunmehr (er ist fast 10 J) so manches mit sich selbst ausmachen will (also der Abnabelungsprozess schon im Anfangsstadium ist)

Vertrauen ist nichts, das man (bei sich oder bei seinem Kind oder sonstwem) willentlich herbeiführen kann.
Vertrauen ist ein Zustand - entweder ist er da/oder nicht.

Ich will, dass mein Kind mir vertraut, dass ich für ihn nichts Schlechtes will.
Jedoch braucht er mir nicht vertrauen, dass ich alles "weiß", oder alles "richtig mache".
Und ich will auch nicht, dass er sich "bei allem und jedem" voll auf mich verlässt! Damit wäre ja ich in der Total-Abhängigkeit von ihm!!!
Ich kann ja nicht die Verantwortung für sein ganzes weiteres Leben übernehmen - was weiß ich, was da noch alles passiert.
Ich kann ihn nur ein Stückweit begleiten. Auch wenn ich dies wahrescheinlich solange ich lebe immer wieder tun werde und auch tun möchte.
Auch kann ich in viele seiner Entscheidungen nicht Einfluß nehmen (und habe das auch nicht vor!). Z.B.: welchen Klassenkameraden er als Freund betrachtet...
Wie also soll er MIR in allem vertrauen - wenn ich ihm keine genauen Zusagen über das "Glück seines Lebens" machen kann?

Jetzt schlägt´s aber 13 - denkt Ihr wohl.
Genau!
Weil das ist bereits der Knackpunkt. - Der Knackpunkt zum "Auslassen".

Ich vertraue darauf, dass mein Sohn die für ihn richtigen Entscheidungen treffen wird, dass er die für ihn richtigen Freunde findet, den für ihn richtigen Weg einschlägt....

Ich vertraue darauf, dass ich ihn so gut ich es kann begleite - und dass diese (=meine) Belgeitung die für ihn richtige ist.
Ich vertraue darauf, dass ich es merke, wenn er von mir etwas braucht und ich ihm dies geben kann.
Ich vertraue darauf, dass es richtig ist, was ich tue, sage und schreibe.
Auch wenn das so manche/r Leser/in nicht gleich in den richtigen Hals kriegt.
Ich vertraue darauf, dass wir in einer Zeit leben, die trotz aller erschreckenden Vorkommnisse die für uns richtige ist.
Dass sich alles irgendwann und irgendwie noch ordnen wird - bzw. ich die schon bestehende Ordnung darin erkennen kann.

Ich vertraue darauf, dass alles so richtig ist, wie es eben ist.
Und wenn mein Gefühl es sagt, dann vertraue ich auch meinem Mann, meiner Freundin oder meinem Kind...
Wenn mein Gefühl bei sowas komisch ist - dann schau ich nochmal hin, ob da nicht was is´ - oder so....
Denn mein Gefühl täuscht mich nicht! - Ist es doch mein Meßgerät für´s Universum.

Worauf ich hinaus will ist folgendes:

Was ich vorhin geschrieben habe, hat nichts mit "antiautärer Erziehung" zu tun. (Auch Karinamixipixis Beitrag sehe ich so)
Es hat was mit "Entspannung und Loslassen" zu tun.

Es hat damit zu tun, ZU VERTRAUEN, dass das, was gerade im Großen passiert stimmig und richtig ist. - Auch wenn´s nicht gleich so ausschaut.

Und damit, der eigenen Stimme zu vertrauen, die mir in meinen speziellen Situationen Tips für mein persönliches Verhalten gibt.

Und noch was: ich vertraue darauf, dass alles noch besserer und besserer wird.
Und die Gesellschaft ist nicht im Eimer! Alles ist genau so, wie es jetzt für uns passt.
Aber das Hören auf die eigenen Gefühle ist im Eimer - das meine ich.
Und das eigene Gefühl ist die Grundlage zum Vertrauen.

:winken1: Kathi
 
Ja, Kathi, genau das meinte ich auch in meinem Beitrag.
Für ein Kind ist das Vertrauen in Andere, wie Kindergärtnerin, Lehrer, Freunde, aber besonders das in die Eltern, eine unersetzliche Stütze auf dem Weg zum Erwachsenwerden.
Sind die Kinder noch klein, dann glauben sie den Eltern alles. In ihren Augen können, wissen und dürfen Eltern alles, und...Eltern haben niemals Angst. Und weil sie es so empfinden, sind auch die Eltern für sie das Zentrum, um das sich ihr Leben ein paar Jahre lang dreht. Dein 10-jähriger Sohn hat inzwischen sicher schon häufiger feststellen müssen, dass du doch nicht alles kannst und weisst, und dass du auch ängstlich sein kannst. Es stört ihn aber sicher nicht, weil er in diesem Alter schon genug Reife hat um zu erkennen und zu verstehen, dass Eltern eben nicht mit diesen "übermenschlichen" Fähigkeiten gesegnet sind, und dass sie Fehler, Schwächen und Nerven haben - eben Menschen sind. Und diese Erkenntnis wird im Laufe der nächsten Jahre, bis er erwachsen ist, immer stärker werden. Aber dadurch, dass er seinen Eltern auch Fehler und Schwächen zubilligt und merkt, dass sie ihm nicht in allem die Hilfe sein können, die er manchmal benötigt, wächst auch sein Selbstvertrauen, sein Selbstbewusstsein und seine innere Kraft. Solange er aber weiß, dass seine Eltern im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Fähigkeiten und Kräfte auch später für ihn da sein werden, wird auch sein Vertrauen in sie nie enttäuscht werden. Mit jedem Mal, wenn das Kind merkt, dass die Eltern nur bis zu einem gewissen Maß helfen, beschützen und unterstützen können, kommt für das Kind die Gelegenheit, das Problem allein zu lösen oder zu bewältigen. Scheitert es daran, wird es akzeptieren müssen, dass auch ihm Grenzen gesetzt sind. Und mit jedem Mal lassen die Eltern ein Stückchen mehr los bzw. das Kind nabelt sich ab.
Vielleicht ist es auch einfach nur Angst vor "Gesichtsverlust" oder die Angst versagt zu haben, die Eltern ihre Kinder nicht loslassen lässt.

Rhona
 
Solange hier Worte auf die Goldwaage gelegt werden, Sätze nach Wörtern gelesen und Wörter aus Buchstaben zusammengesetzt werden, solange jemand hier eine eigene Meinung hat und diese vehement zum Ausdruck bringt, um andere davon zu überzeugen, dass er allein die Sache richtig sieht, solange die Bereitschaft fehlt, sich dem Fremden bzw. der fremden Sichtweise annähern zu wollen, verstehen zu wollen, was andere dazu bringt, genau so zu denken oder zu empfinden - verspüre ich kein Bedürfnis, weitere Beiträge zu schreiben, zumal alles für jeden zu jeder Zeit offen zugängig ist.Die Wahrheit ist sehr einfach und steht allen offen. Die Wahrheit liebt alles und akzeptiert alles. Die Unwahrheit ist kompliziert und die Quelle allen Übels. Ständig will, erwartet und verlangt sie etwas. Da sie falsch ist, ist sie leer, jedoch immer auf Bestätigung und Anerkennung aus.

Sünden und Tugenden unterliegen sozialen Normen. Das Sein kann nicht in Begriffen wie gut und schlecht beschrieben werden. Es ist absolut. Tugend ist nur das Gegenteil von Sünde und nur aus Angst geborener Gehorsam. Sich an das Selbst zu erinnern ist Tugend, das Selbst zu vergessen Sünde.

Der Mensch, der sich mit der Erde bewegt, wird notwendigerweise auch Tag und Nacht erfahren. Wer in der Sonne bleibt, wird keine Dunkelheit erleben.

Sprache ist ein Instrument des Verstandes, sie wurde vom Verstand für den Verstand geschaffen und kann nur ausdrücken, was innerhalb des Verstandes möglich ist. Alles, jenseits des Verstandes ist non-verbal. Der Verstand ist vollkommen nach außen gerichtet. Im Inneren finden sich Bilder und Gefühle.
Der Verstand sucht immerzu nach Ursachen und dem Ursprung. Ursachen sind nur im Verstand. Erinnerung schafft die Illusion von Kontinuität und Wiederholungen schaffen die Vorstellung von Ursachen. Wenn gewisse Dinge öfters gleichzeitig geschehen, dann tendieren wir dazu, einen ursächlichen Zusammenhang zu sehen. Das erzeugt eine mentale Gewohnheit, doch Gewohnheiten sind keine Notwendigkeit. Der Verstand, der nichts ausschließt und ablehnt, ist Liebe in Aktion. Der Verstand schafft den Abgrund, die Liebe überwindet ihn. Wenn zwei das Gleiche tun oder haben oder sagen, ist es noch lange nicht dasselbe oder um es mit Johannes Rau zu sagen: Vereinen, nicht spalten.

Der Verstand macht unruhig und zum Sklaven von Wünschen und Ängsten, Ignoranz und Unaufmerksamkeit. Das Herz ist ruhig und wach. Die wahre Natur des Selbst zu erforschen führt zum Frieden.

Der Verstand, der die Welt projiziert, malt sie auf seine eigene Weise aus. Trifft man einen Menschen, ist er ein Fremder. Heiratet man ihn, wird er zum eigenen Selbst. Wenn man sich streitet, wird er zum Feind. Es ist die Einstellung des Verstandes, die bestimmt, was man sieht.

Alle Menschen werden eines Tages aufwachen und sie selbst sein. Niemand kann das verhindern. Sie werden aufhören sich und andere zu verletzen und auf sich selbst hören. Das alles geschieht von allein und niemand muss dafür kämpfen oder anderen sein Wissen aufzwingen. Es gibt nichts zu tun, da alles bereits vollkommen ist.

Die Menschen sorgen sich um die Dinge in der Welt, anstatt sich um sich selbst zu kümmern. Sie palavern und reden und sind aktiv, anstatt in sich zu gehen und Bewussstheit zu erfahren. Sie wollen die Welt retten oder ihr eigenes Leben, anstatt diese Illusion aufzugeben und zu erkennen, wer sie wirklich sind.

Die eigentliche Natur der Freuden liegt in der Begrenzung und Vergänglichkeit. Aus Leiden und Schmerz entstehen Wünsche und Begierden. Voller Leid suchen wir deren Erfüllung und enden im Schmerz der Enttäuschung und Verzweiflung. Leiden ist der Hintergrund der Freuden, alle Suche nach Freuden beginnt im Leid und endet im Leid.

Den Ablauf der Dinge kann niemand verändern, doch seine Einstellung dazu.
Wirklich von Bedeutung ist nur die Einstellung, nicht das eigentliche Geschehen.

Die Welt ist das Heim von Begierden und Ängsten. Hier kann man keinen Frieden finden. Um Frieden zu finden, muss man über die Welt hinaus gehen, sie überwinden. Der Urgrund der Welt ist Selbstliebe (Egoismus), deswegen suchen wir Freude und vermeiden Leid. Der Mensch verfolgt die Freuden, nach denen er sich sehnt und zahlt dafür mit Tränen. Diese Selbstliebe (Egoismus) ist zu ersetzen durch die Liebe des Selbst und alles stellt sich auf den Kopf.

Mit diesen Worten, möge sie verstehen, wer sie verstehen kann, ziehe ich mich aus diesem Thread zurück und wünsche allen noch viel Spaß beim Diskutieren.

*winke
 
@ karinamixipi

Ich schätze deine Beiträge sehr und würde ungern darauf verzichten wollen. Dies obwohl ich auch deinen Unmut verstehe, denn gelegentliche Attacken die auf Konfrontation und Provokation aus sind, habe auch ich erlebt und es ist mir auch weiterhin unverständlich, warum manche dieses Forum nicht zur Bereicherung sondern zur Selbstbestätigung nutzen wollen.

Was ich lese muß ich nicht übernehmen. Ich kann mich aber dazu äußern, muß keine roten Punkte vergeben und muß auch nicht Recht haben.

Meine Bitte also: schreib weiter.
 
@ karinamixipi
Mit diesen Worten, möge sie verstehen, wer sie verstehen kann, ziehe ich mich aus diesem Thread zurück und wünsche allen noch viel Spaß beim Diskutieren.
:haare:

Ich schätze deine Beiträge ebenso und würde dich vermissen. Wenn ich dich mit meiner manchmal provokativen Art verletzt haben sollte tut es mir aufrichtig leid. Da du aber mal geschrieben hast, das dich nichts von Außen verletzten kann, habe bei dir meinen "Filter" ausgeschaltet.

Wenn zwei die selbe Meinung haben, braucht man nicht zu diskuttieren, oder?
 
karinamixipi schrieb:
Solange hier Worte auf die Goldwaage gelegt werden, Sätze nach Wörtern gelesen und Wörter aus Buchstaben zusammengesetzt werden, solange jemand hier eine eigene Meinung hat und diese vehement zum Ausdruck bringt, um andere davon zu überzeugen, dass er allein die Sache richtig sieht, solange die Bereitschaft fehlt, sich dem Fremden bzw. der fremden Sichtweise annähern zu wollen, verstehen zu wollen, was andere dazu bringt, genau so zu denken oder zu empfinden....

Das verstehe ich nun nicht so ganz, eine eigene Meinung zu haben, sollte das verkehrt sein? Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ich damit gemeint bin. Denn ich hatte gerade mal zwei Beiträge in diesem Thread geschrieben und beide wurden negativ aufgefasst und wohl auch als Angriff verstanden. Dabei hatte ich aus einer Fülle von inhaltlichen Aussagen, bzw. Beispielen in diesem Thread ein einziges Thema heraus „gepickt“ und bin nur auf dieses eingegangen. Ich habe meine Meinung, die meine Erfahrungen entsprechen, zu dem speziellen Teil geäußert. Woher kann/will jemand daraus lesen, ob eine Bereitschaft vorhanden ist, „fremde“ Sichtweisen sich annähern zu wollen oder nicht? Ich habe viele innere Prozesse hinter mir (werde sicher auch viele weitere haben) und ich weiß was es heißt, sich nur auf sich selbst und auf die eigene Intuition verlassen zu können. Dabei gewinnt Mensch eben nicht nur Freunde im Leben, aber Mensch kann es dennoch nicht lassen, wenn einmal schon diesen Weg eingeschlagen wurde. Und dann isses ja auch so: wenn zwei auf sich selbst und ihre Intuition hören, dann müssen sie ja dennoch nicht die gleichen Ansichen haben, oder? Hier in diesem Thread hatte ich jedoch nur von Kindern gesprochen.

Louiz schrieb:
Dies obwohl ich auch deinen Unmut verstehe, denn gelegentliche Attacken die auf Konfrontation und Provokation aus sind, habe auch ich erlebt und es ist mir auch weiterhin unverständlich, warum manche dieses Forum nicht zur Bereicherung sondern zur Selbstbestätigung nutzen wollen.

Was ich lese muß ich nicht übernehmen. Ich kann mich aber dazu äußern, muß keine roten Punkte vergeben und muß auch nicht Recht haben.

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt in meinen Beiträgen, auf Konfrontation und Provokation war ich nicht hinaus – siehe oben. Aber inhaltlich stehe ich immer noch dazu was ich über Kinder und ihr Vertrauen-lernen geschrieben habe. Ich habe bisher das Forum sehr wohl als Bereicherung betrachtet und nur in den Threads geschrieben, wo mich das Thema „angesprochen“/gereizt hat. Ich brauche weder das Forum noch das Internet generell für Selbstbestätigung. Mein reales Leben ist reich - und oft auch anstrengend - genug.

Aber wie Fusselhirn schon sagte: „Wenn zwei die selbe Meinung haben, braucht man nicht zu diskuttieren, oder?“

Ich bedauere, und entschuldige mich auch dafür, mich hier eingemischt zu haben. Ich hoffe, ihr könnt eure Diskussion weiterführen, von mir werdet ihr nicht weiter belästigt werden.
 
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Hääääääääääh....................?

Britt schrieb:
Ich bedauere, und entschuldige mich auch dafür, mich hier eingemischt zu haben. Ich hoffe, ihr könnt eure Diskussion weiterführen, von mir werdet ihr nicht weiter belästigt werden.
und
Karinamixipi schrieb:
Mit diesen Worten, möge sie verstehen, wer sie verstehen kann, ziehe ich mich aus diesem Thread zurück und wünsche allen noch viel Spaß beim Diskutieren.
häääääääääääääääääääh? :confused:

Hey mann, was is´n los - ey? :confused:

*kopfkratzundkopfschüttel*:confused:

Da komm´ich jezz echt nich´mit! :verwirrt1

:doof: Kann mich mal wer aufklär´n?
Kathi
 
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