R
Rhona
Guest
Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn Karina, und auch Kathi ansatzweise, wieder zur antiautoritären Erziehung zurück wollen. Aber vielleicht täuscht mich mein Eindruck auch.
Ich habe noch keine Kinder, bin aber auch nicht so alt, als dass ich mich an die Kinderzeit nicht noch genauestens erinnern könnte. Ich spüre heute noch manchmal die magische Anziehungskraft die Pfützen auf Kinder ausüben. Über Gartenmäuerchen würde ich auch hin und wieder gerne mal laufen, oder Hinkelkästchen auf die Straße malen. Ich würde mich auch heute noch freuen, wenn ich die Scheibe "Kinderwurst" vom Metzger geschenkt bekäme, und manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich am liebsten bei den Nachbarn auf unserer Straße nochmal "Klingelmännchen" machen würde.
Aber ich erinnere mich auch daran, bzw. weiß es noch, dass es für mich ein wahnsinnig schönes und beruhigendes Gefühl war zu wissen oder spüren, dass da ein paar Menschen waren, denen ich absolut vertrauen konnte und auch heute noch kann.
Ich war eigentlich immer ein störrisches Kind, das mit dem Kopf durch die Wand wollte, etwas, das auch heute noch manchmal in mir durchkommt. Überreden konnte man mich schlecht, nur überzeugen. War meine erste Wut über ein erteiltes Verbot verraucht, dann erst war ich in der Lage zuzuhören und überzeugen zu lassen (manchmal brauchte es dazu auch länger), dass dieses Verbot oder jene Anordnung nicht willkürlich erteilt wurde, sondern dass ein Sinn dahinter steckte. Manchmal war der Sinn nur der, dass sich jeder, der in einer Gemeinschaft (Familie) lebt, in einem gewissen Maße in diese einzuordnen hat, weil es sonst nicht funktioniert, oft steckte aber nichts anderes dahinter, als die Sorge oder Angst, dass ich krank werden könnte, verunfallen würde oder noch schlimmeres passierte.
Was ich damit sagen will ist dieses: jedes Kind braucht und will gewisse Regeln, dabei rede ich nicht von unangebrachter Strenge oder autoritärem Verhalten. Nein, ich meine einfache Regeln, an denen es sich orientieren kann, die sein Leben berechenbar machen, ohne es dadurch langweilig und stereotyp verlaufen zu lassen, oder, was das schlimmste wäre, die ihnen den eigenen Willen brechen.
Wenn Eltern ihre Kinder lieben, sie annehmen wie sie sind, sie nicht als ihr Eigentum betrachten,ihnen einen eigenen Charakter zugestehen und sie nach ihren und der Kinder Möglichkeiten fördern, fordern und unterstützen, entwickelt sich von Anfang an ein gesundes Vertrauen auf beiden Seiten. Dann bedarf es auch keiner Vertrauensübungen. Dann wissen beide Seiten, dass sie sich aufeinander verlassen und sich vertrauen können. Das ist dann das berühmte Ur-Vertrauen und nichts verkrampftes. So wächst auch das Selbstvertrauen und damit ein gesundes Selbstbewusstsein. Haben Kinder das Glück so aufwachsen zu dürfen, können sie sich zu kritischen, selbstkritischen, verantwortungsvollen Menschen entwickeln, die in der Lage sind, anderen zu vertrauen, ohne deshalb leichtgläubig, verführbar und ohne Zivilcourage zu sein.
Lebt man ihnen von kleinauf vor, dass jeder Mensch in seiner eigenen, von den anderen abgesonderten Welt lebt, in der jeder Einzelne für sich entscheidet, was Gut oder Schlecht ist und Anderen erst einmal zu misstrauen hat, dann besteht die Gefahr, dass sie sich zu asozialen Soziopathen, Egoisten oder - im günstigsten Fall - zu weltfremden Träumern entwickeln.
Rhona
Ich habe noch keine Kinder, bin aber auch nicht so alt, als dass ich mich an die Kinderzeit nicht noch genauestens erinnern könnte. Ich spüre heute noch manchmal die magische Anziehungskraft die Pfützen auf Kinder ausüben. Über Gartenmäuerchen würde ich auch hin und wieder gerne mal laufen, oder Hinkelkästchen auf die Straße malen. Ich würde mich auch heute noch freuen, wenn ich die Scheibe "Kinderwurst" vom Metzger geschenkt bekäme, und manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich am liebsten bei den Nachbarn auf unserer Straße nochmal "Klingelmännchen" machen würde.
Aber ich erinnere mich auch daran, bzw. weiß es noch, dass es für mich ein wahnsinnig schönes und beruhigendes Gefühl war zu wissen oder spüren, dass da ein paar Menschen waren, denen ich absolut vertrauen konnte und auch heute noch kann.
Ich war eigentlich immer ein störrisches Kind, das mit dem Kopf durch die Wand wollte, etwas, das auch heute noch manchmal in mir durchkommt. Überreden konnte man mich schlecht, nur überzeugen. War meine erste Wut über ein erteiltes Verbot verraucht, dann erst war ich in der Lage zuzuhören und überzeugen zu lassen (manchmal brauchte es dazu auch länger), dass dieses Verbot oder jene Anordnung nicht willkürlich erteilt wurde, sondern dass ein Sinn dahinter steckte. Manchmal war der Sinn nur der, dass sich jeder, der in einer Gemeinschaft (Familie) lebt, in einem gewissen Maße in diese einzuordnen hat, weil es sonst nicht funktioniert, oft steckte aber nichts anderes dahinter, als die Sorge oder Angst, dass ich krank werden könnte, verunfallen würde oder noch schlimmeres passierte.
Was ich damit sagen will ist dieses: jedes Kind braucht und will gewisse Regeln, dabei rede ich nicht von unangebrachter Strenge oder autoritärem Verhalten. Nein, ich meine einfache Regeln, an denen es sich orientieren kann, die sein Leben berechenbar machen, ohne es dadurch langweilig und stereotyp verlaufen zu lassen, oder, was das schlimmste wäre, die ihnen den eigenen Willen brechen.
Wenn Eltern ihre Kinder lieben, sie annehmen wie sie sind, sie nicht als ihr Eigentum betrachten,ihnen einen eigenen Charakter zugestehen und sie nach ihren und der Kinder Möglichkeiten fördern, fordern und unterstützen, entwickelt sich von Anfang an ein gesundes Vertrauen auf beiden Seiten. Dann bedarf es auch keiner Vertrauensübungen. Dann wissen beide Seiten, dass sie sich aufeinander verlassen und sich vertrauen können. Das ist dann das berühmte Ur-Vertrauen und nichts verkrampftes. So wächst auch das Selbstvertrauen und damit ein gesundes Selbstbewusstsein. Haben Kinder das Glück so aufwachsen zu dürfen, können sie sich zu kritischen, selbstkritischen, verantwortungsvollen Menschen entwickeln, die in der Lage sind, anderen zu vertrauen, ohne deshalb leichtgläubig, verführbar und ohne Zivilcourage zu sein.
Lebt man ihnen von kleinauf vor, dass jeder Mensch in seiner eigenen, von den anderen abgesonderten Welt lebt, in der jeder Einzelne für sich entscheidet, was Gut oder Schlecht ist und Anderen erst einmal zu misstrauen hat, dann besteht die Gefahr, dass sie sich zu asozialen Soziopathen, Egoisten oder - im günstigsten Fall - zu weltfremden Träumern entwickeln.
Rhona
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Kathi
Kann mich mal wer aufklär´n?