hylozoik übernahm hier mittels Copy/Paste unkritisch folgenden Text:
"Nachteilig wirkt sich hier die hohe Wärmekapazität des Heliums aus, was (bei kalter Umgebung) zum Auskühlen der Lunge und damit des Tauchers führt.[42][43]"
Ist aber inhaltlich so nicht richtig. Wahr ist, dass Helium eine hohe spezifische Wärmekapazität hat. Diese gibt an, wieviel Wärme (in Joule) man braucht, um 1 kg des Stoffes um 1 Kelvin zu erhöhen. Für das konkrete Problem mit dem Taucher ist aber nicht die spezifische, sondern die molare Wärmekapazität von Belang. Helium kommt zu seiner hohen spezifischen Wärmekapazität, weil es so leicht ist. Das heißt, beim Atmen von 1 kg kaltem Helium wird dem Körper deutlich mehr Wärme entzogen als beim Atmen von 1 kg Luft (etwa die 5-fache Wärmemenge). Aber, pro Atemzug atmen wir ja nicht eine vorgegebene Masse an Atemgas ein, sondern ein vorgegebenes Volumen, konkret im Bereich von einem halben bis 3 Liter, je nach Lungenvolumen und der Tiefe des Atemzugs. Und da Luft gut 7 mal die Masse von Helium hat, entzieht kalte Luft dem Körper pro Atemzug 7/5 = 1.4 mal so viel Wärme wie Helium (vorausgesetzt sind jeweils gleiche Temperaturen beim Ein- und Ausatmen von Luft und Helium).
Ich habe noch nachgeschaut, ob das vermeintlich beobachtete Problem des Auskühlens vom Joule-Thomson-Effekt herrühren könne. Aber auch hier sprechen die Zahlen dagegen. Bei gängigen Tauchtemperaturen erwärmt sich Helium sogar beim Entspannen durch eine Drossel (=der Atemregler). Insofern ist offen, was genau man da meint, beobachtet zu haben.
Eine letzte mögliche Erklärung wäre noch die hohe Wärmeleitfähigkeit von Helium. Aber da sich die Temperatur der Atemluft beim Ausatmen zwischen Helium und Luft nicht maßgeblich unterscheidet (da und dort knapp unterhalb der Körpertemperatur), fällt diese auch nicht ins Gewicht.
Woher diese ursprünglichen Behauptungen also kommen, ist mir unklar. Vielleicht kann uns hier ein Tauchsachverständiger Erklärungen anbieten.
"Nachteilig wirkt sich hier die hohe Wärmekapazität des Heliums aus, was (bei kalter Umgebung) zum Auskühlen der Lunge und damit des Tauchers führt.[42][43]"
Ist aber inhaltlich so nicht richtig. Wahr ist, dass Helium eine hohe spezifische Wärmekapazität hat. Diese gibt an, wieviel Wärme (in Joule) man braucht, um 1 kg des Stoffes um 1 Kelvin zu erhöhen. Für das konkrete Problem mit dem Taucher ist aber nicht die spezifische, sondern die molare Wärmekapazität von Belang. Helium kommt zu seiner hohen spezifischen Wärmekapazität, weil es so leicht ist. Das heißt, beim Atmen von 1 kg kaltem Helium wird dem Körper deutlich mehr Wärme entzogen als beim Atmen von 1 kg Luft (etwa die 5-fache Wärmemenge). Aber, pro Atemzug atmen wir ja nicht eine vorgegebene Masse an Atemgas ein, sondern ein vorgegebenes Volumen, konkret im Bereich von einem halben bis 3 Liter, je nach Lungenvolumen und der Tiefe des Atemzugs. Und da Luft gut 7 mal die Masse von Helium hat, entzieht kalte Luft dem Körper pro Atemzug 7/5 = 1.4 mal so viel Wärme wie Helium (vorausgesetzt sind jeweils gleiche Temperaturen beim Ein- und Ausatmen von Luft und Helium).
Ich habe noch nachgeschaut, ob das vermeintlich beobachtete Problem des Auskühlens vom Joule-Thomson-Effekt herrühren könne. Aber auch hier sprechen die Zahlen dagegen. Bei gängigen Tauchtemperaturen erwärmt sich Helium sogar beim Entspannen durch eine Drossel (=der Atemregler). Insofern ist offen, was genau man da meint, beobachtet zu haben.
Eine letzte mögliche Erklärung wäre noch die hohe Wärmeleitfähigkeit von Helium. Aber da sich die Temperatur der Atemluft beim Ausatmen zwischen Helium und Luft nicht maßgeblich unterscheidet (da und dort knapp unterhalb der Körpertemperatur), fällt diese auch nicht ins Gewicht.
Woher diese ursprünglichen Behauptungen also kommen, ist mir unklar. Vielleicht kann uns hier ein Tauchsachverständiger Erklärungen anbieten.
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