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Lyrik

Jakob62

Well-Known Member
Registriert
29. August 2018
Beiträge
6.034
Erstarrung

Ich such' im Schnee vergebens nach ihrer Tritte Spur, wo sie an meinem Arme durchstrich die grüne Flur.

Ich will den Boden küssen,
Durchdringen Eis und Schnee mit meinen heißen Tränen, bis ich die Erde seh'.

Wo find' ich eine Blüte,
wo find' ich grünes Gras?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.

Soll denn kein Angedenken
ich nehmen mit von hier?
Wenn meine Schmerzen schweigen, wer sagt mir dann von ihr ?

Mein Herz ist wie erstorben,
kalt starrt ihr Bild darin, schmilzt je das Herz mir wieder, fließt auch ihr Bild dahin !


Franz Schubert
 
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  • Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
    herbstlich atmet aus den alten Stiegen
    was vor Zeiten über sie gegangen.
    Mond darin sich zweie dicht umfangen
    hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
    die bemooste Vase in der Mitte
    überdauert Jahre zwischen Kriegen.
    Viel ist hingesunken uns zur Trauer
    und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

  • Heimito von Doderer: Auf die Strudlhofstiege zu Wien
 
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