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Lohnt es sich in Van den Berg Gewürze zu investieren – eure Erfahrungen?

denkmaus

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12. November 2025
Beiträge
24
Zur Weihnachtszeit ht es mich nach Graz verschlagen, ich war viel unterwegs auf den Weihnachtsmärkten dort und bin dann wärend meiner Erkundungstour auf das Gewürzhaus von Van den Berg gestoßen. Ich experimentiere ziemlich gerne in der Küche herum und suche schon lange etwas Besonderes, um meine Gerichte zu ergänzen.Sie hatten leider an dem Tag geschlossen, aber dennoch hat mich das neugierigg gemacht und ich hab bisschen recherchiert, die Produkte sehen interessant aus. Hat die jemand von euch schon gekostet oder ausgetestet und kann mir sagen, ob sich der Kauf lohnt? 🤔
 
Werbung:
"lohnen" und "investieren" im Sinne von sich gönnen für einen besseren Geschmack? Die Überschrift klingt, als würdest du Geld anlegen wollen, da kann ich dir jetzt keine Auskunft geben :D
Ich kenne die Preise dort jetzt nicht, aber ich hab mal ein Geschenkset bekommen, glaube zum Geburtstag. Da war ein Salz drinnen, eine französische Gewürzmischung und ich glaube irgendein Pfeffer, wenn ich mich richtig erinnere. Und ich war ehrlich gesagt sehr überzeugt davon. Hab jetzt noch nichts davon nachgekauft, weil ich die Sachen noch nie im Geschäft gesehen hab und sowas eher nicht im Internet bestellen würde, aber wenn mir die Sachen mal wo unterkommen würden, würde ich die Gewürzmischung auf jeden Fall nachkaufen, die war wirklich richtig gut.
Weißt du, ob man das in Wien irgendwo in einem Geschäft kriegt? Muss ich sonst mal nachschauen. Du könntest ja auch einfach mal so ein Probierset nehmen, das kann jetzt nicht die Welt kosten und dann weißt du, ob das was für dich ist und ob es sich "lohnt" zu "investieren" :D Wirklich was verlieren kann man ja nicht, ich hab jetzt noch nie ein gutes Gewürz gehabt, dass ich so wenig mochte, dass ich es wegschmeißen musste. Zur Not kannst du es noch weiterschenken, wenns wirklich nichts für dich ist. Würds einfach mal ausprobieren, vielleicht finde ich noch wie die Gewürzmischung geheißen hat, dann geb ich dir bescheid.
 
Hat die jemand von euch schon gekostet oder ausgetestet und kann mir sagen, ob sich der Kauf lohnt? 🤔

Ein paar Grundsätze zu Gewürzen vom Profi:

- Gewürze kauft man besser nur in der Menge, in der man sie auch umgehend verbraucht. Zwar verderben Gewürze im herkömmlichen Sinne nicht, altern aber durchaus.
Der Grund: Die ätherischen Öle, die die Gewürze ausmachen, verdampfen mit der Zeit. Man könnte auf den Gedanken kommen: Macht nichts, dann nehme ich einfach mehr. Das ist aber dennoch nicht dasselbe, denn die verschiedenen ätherischen Öle verdampfen unterschiedlich, wodurch sich der Charakter eines Gewürzes mit der Zeit verändert.
Bei selten verwendeten und überlagerten Gewürzen kann dies den Erfolg oder Misserfolg eines Gerichts ausmachen.

- Praxistipp für den Haushalt: Kleine Schraubgläser spülen und aufheben. Sehr gut für diesen Zweck sind z.B. kleine Gläser von Brühenpulvern (braunes Glas, schützt auch vor Licht!). Gewürze in kleinen Tütchen kaufen, umfüllen, Glas beschriften. Spart auch Geld und Müll, denn bei Gewürzen in Streudosen bezahlt man auch immer jene mit.

Da war ein Salz drinnen, eine französische Gewürzmischung

Salz:
Salz ist ... Salz. Auch wenn manche meiner Kochkollegen da anderer Meinung sind, so handelt es sich bei Kochsalz um Natriumchlorid, NaCl, und um nichts anderes. Alles andere (Himalya-Salz uva.) ist reine Geldschneiderei und völliger Humbug.
Meersalz: Ist im Grunde auch nur NaCl, wenn auch mit Spuren anderer Mineralsalze. Dafür enthält Meersalz (natürlicherweise, in sehr geringen Mengen) auch Quecksilberverbindungen ... muss man nicht haben.
Jodiertes Speisesalz: Lebt man in einer jodarmen Gegend (trifft mehr oder weniger auf uns alle zu) und isst nie Seefisch, dann ist es sicherlich empfehlenswert, für die Schilddrüse und zur Vermeidung eines Kropfes. Isst man jedoch gelegentlich Seefisch - eine Portion Seefisch (200g) deckt den Jodbedarf für mehrere Wochen und das Jod wird in der Schilddrüse gespeichert - absolut verzichtbar. Muss man natürlich auch tun, Seefisch essen, aber für mich ist das kein Opfer.
Meine Empfehlung: Ich verwende nur noch reines Siedesalz, NaCl, ohne jeden Schnickschnack.

Es gibt für mich darüber hinaus im Grunde nur zwei spezielle Kochsalz-Mischungen, die einen Sinn ergeben:
Nitritpökelsalz: Kochsalz mit zusätzlich ca. 0,5% Natriumnitrit. Braucht man nur zum Wursten o.ä., als Privatmensch lässt man hiervon am Besten unbedingt die Finger.
Indisches Schwefelsalz: Ein Kochsalz aus Indien, das geringe Mengen von Schwefelverbindungen enthält. Man verwendet es hauptsächlich, um solchen Plagiaten wie "Veganes Rührei" eine Art Eigeschmack (Eier enthalten Schwefelverbindungen) zu verleihen. Aber wer braucht schon solche Entgleisungen des schlechten Geschmacks?

Gewürzmischungen:
Ich halte nicht viel von Gewürzmischungen. Wie ein guter Maler seine Farben lieber selbst mischt, so mische ich meine Gewürze lieber selbst. Zumal gerade diese "grünen, trockenen" Gewürzmischungen (z.B. Kräuter der Provence) deutlich hinter der Potenz ihrer frischen Pendants (Thymian, Rosmarin, Basilikum) zurückbleiben - und das selbst dann, wenn einem mal eines der Kräuter gerade nicht zur Hand liegt.
Aber selbst ich lasse Ausnahmen zu: Curry, Ras el Hanout oder Würzsaucen wie Worcestershire-Sauce oder auch Tabasco.
 
"lohnen" und "investieren" im Sinne von sich gönnen für einen besseren Geschmack? Die Überschrift klingt, als würdest du Geld anlegen wollen, da kann ich dir jetzt keine Auskunft geben :D
Ich kenne die Preise dort jetzt nicht, aber ich hab mal ein Geschenkset bekommen, glaube zum Geburtstag. Da war ein Salz drinnen, eine französische Gewürzmischung und ich glaube irgendein Pfeffer, wenn ich mich richtig erinnere. Und ich war ehrlich gesagt sehr überzeugt davon. Hab jetzt noch nichts davon nachgekauft, weil ich die Sachen noch nie im Geschäft gesehen hab und sowas eher nicht im Internet bestellen würde, aber wenn mir die Sachen mal wo unterkommen würden, würde ich die Gewürzmischung auf jeden Fall nachkaufen, die war wirklich richtig gut.
Weißt du, ob man das in Wien irgendwo in einem Geschäft kriegt? Muss ich sonst mal nachschauen. Du könntest ja auch einfach mal so ein Probierset nehmen, das kann jetzt nicht die Welt kosten und dann weißt du, ob das was für dich ist und ob es sich "lohnt" zu "investieren" :D Wirklich was verlieren kann man ja nicht, ich hab jetzt noch nie ein gutes Gewürz gehabt, dass ich so wenig mochte, dass ich es wegschmeißen musste. Zur Not kannst du es noch weiterschenken, wenns wirklich nichts für dich ist. Würds einfach mal ausprobieren, vielleicht finde ich noch wie die Gewürzmischung geheißen hat, dann geb ich dir bescheid.
Ah ok, spannend wäre zu wissen, ob und wieviel Versandkosten man zahlt, wenn man die Online bestellt und wie lange die Lieferzeit ist. Obs die in Wien gibt müsst ich nochmal auch selber nachschauen, ich hab sie bis jetzt nur da in Graz gesehen. Glaub so im Geschäft gibt es die kaum. Die Preise sind ganz unterschiedlich, wie ich ihrer Homepage entnehmen kann. Bei den Gewürzsets sind die meisten Online sogar ausverkauft, also kann ich dir jetzt gar nicht sagen, wie viel die Kosten wurden. Weiß halt nicht ob ich mal so Standardsachen probieren soll und dann eher was exotischeres, ich bin da eigentlich eh offen für alles aber trotzdem will ich dann nicht ein ganzes Gewürzset oder Döschen daheim haben, dass ich dann nicht mehr benutzen will, wenns schon offen ist, find ich weiterschenken auch etwas blöd.
 
Ein paar Grundsätze zu Gewürzen vom Profi:

- Gewürze kauft man besser nur in der Menge, in der man sie auch umgehend verbraucht. Zwar verderben Gewürze im herkömmlichen Sinne nicht, altern aber durchaus.
Der Grund: Die ätherischen Öle, die die Gewürze ausmachen, verdampfen mit der Zeit. Man könnte auf den Gedanken kommen: Macht nichts, dann nehme ich einfach mehr. Das ist aber dennoch nicht dasselbe, denn die verschiedenen ätherischen Öle verdampfen unterschiedlich, wodurch sich der Charakter eines Gewürzes mit der Zeit verändert.
Bei selten verwendeten und überlagerten Gewürzen kann dies den Erfolg oder Misserfolg eines Gerichts ausmachen.

- Praxistipp für den Haushalt: Kleine Schraubgläser spülen und aufheben. Sehr gut für diesen Zweck sind z.B. kleine Gläser von Brühenpulvern (braunes Glas, schützt auch vor Licht!). Gewürze in kleinen Tütchen kaufen, umfüllen, Glas beschriften. Spart auch Geld und Müll, denn bei Gewürzen in Streudosen bezahlt man auch immer jene mit.
Wow, ich hätte nicht gedacht, dass die ätherischen Öle in den Gewürzen verdampfen, was man als Laie nicht alles „übersieht“. Ich selber hab einige Gewürze daheim, aber eher aus dem Supermarkt und jetzt wo es erwähnt wird, fällt mir auf, dass die wirklich über eine Zeit etwas anders in den Gerichten schmecken. Das mit den Gläsern ist eine gute Methode muss ich sagen, gut, dass meine Oma die ganzen Gläschen die sie verwendet immer danach aufhebt, ich werd sie mal fragaen ob sie mir da paar borgen kann.
 
Wow, ich hätte nicht gedacht, dass die ätherischen Öle in den Gewürzen verdampfen, was man als Laie nicht alles „übersieht“. Ich selber hab einige Gewürze daheim, aber eher aus dem Supermarkt und jetzt wo es erwähnt wird, fällt mir auf, dass die wirklich über eine Zeit etwas anders in den Gerichten schmecken. Das mit den Gläsern ist eine gute Methode muss ich sagen, gut, dass meine Oma die ganzen Gläschen die sie verwendet immer danach aufhebt, ich werd sie mal fragaen ob sie mir da paar borgen kann.
Nunja, wenn ein Gewürz riecht, wie sonst soll das sein können, als als etwas verdampft/verdunstet?
Wie sonst sollen die riechenden Moleküle vom Gewürz in die Nase gelangen?
 
Ich selber hab einige Gewürze daheim, aber eher aus dem Supermarkt und jetzt wo es erwähnt wird, fällt mir auf, dass die wirklich über eine Zeit etwas anders in den Gerichten schmecken.

Der klassische Fehlgriff beim Würzen besteht oft: Da möchte man ein Rezept nachkochen, mit in der mitteleuropäischen Küche eher ungewöhnlichen Gewürzen, z.B. Koriandersamen oder Kardamon. Es fällt einem ein: Das habe ich doch da in der hintersten Ecke meine Gewürzschränkchens noch stehen, das stammt noch aus diesem Gewürzsortiment aus dem Jahr XY.
Man kocht damit und stellt fest: Was ist den das für ein Pampf?
Das Gewürz ist dann einfach überlagert, das Gericht schmeckt ranzig (weil die ätherischen Öle des Gewürzes inzwischen oxidiert sind).
Vor dem Kochen den Ranz wegwerfen und frische Gewürze kaufen.

Weitere Tipps für die heimische Küche:

Paprika:
Paprika wird im deutschen Sprachraum in fünf Handelsklassen gehandelt, sortiert nach der Schärfe (von mild zu scharf):
- Delikatess-Paprika
- Edelsüß
- Rosen-
.
. (Die anderen zwei habe ich vergessen)

Meist wird man ohnehin nur Paprika edelsüß und Rosenpaprika im Angebot vorfinden.
Je milder Paprika ist, umso mehr Aroma hat er. Ich verwende nur Paprika edelsüß. Denn bei Paprika geht es mehr um das Aroma als die Schärfe, insbesondere bei so Gerichten wie Gulasch. Außerdem lässt sich die rote Schärfe leicht hinzufügen: Cayenne, getr. Chili, fr. Chili, Peperoni oder auch Tabasco.

Tabasco:
Zu beachten ist allerdings, dass Tabasco nicht nur scharf, sondern pikant ist. Pikant: scharf + sauer. Auch Peperoni sind pikant.

Essig:
- Weisser Essig:
Weissen Essig setze ich lieber selbst aus Essigessenz an. Gibt man etwas getrockneten Estragon hinzu, so erhält man Estragonessig, ein vor allem in Frankreich geschätzte Zubereitung. Verdünnen, in Flasche füllen, fertig! Der Nachteil ist allerdings, dass man den Estragonessig vor Verwendung meist durch ein Teesieb geben muss.
Klar, man kann Kräuteressig auch fertig kaufen. Praktisch, es kann aber auch Nachteile haben:
- Höherer Preis, außerdem bezahlt man immer die Flasche mit, die anschließend auch wieder zu entsorgen ist.
- Die Kräuteressige sind oft zusätzlich gesüßt, k.A. warum eigentlich? Möglicherweise, damit sie auch noch für einen jeden irgendwie "gefälliger" schmecken. Ich lehne dies ab, Essig ist Essig und somit sauer. Und wenn ich süßen möchte, dann tue ich dies und ansonsten lasse ich es.

- Roter Weinessig:
Roten Weinessig verwende ich selten und an sich nur dann, wenn ein meist mediterranes Rezept dies vorsieht.

- Balsamico
Halte ich für überschätzt, und da Balsamico nicht geschützt ist, weiss man da eigentlich nie so genau, was für eine Zubereitung man da eigentlich erhält. Kauft man einen "echten" Balsamico, so wird das schnell teuer. Möchte ich etwas in dieser Geschmacksrichtung zubereiten, dann verwende ich lieber Himbeeressig, den man leider aber nicht überall bekommt (... stattdessen stehen da 17 Sorten Balsamico im Regal ...).

Speiseöle:
- Mein Speiseöl der Wahl im Standard ist raffiniertes Sonnenblumenöl, in der braunen Glasflasche: Geschmacksneutral, hoch erhitzbar. Etwas teurer als das billigste Rapsöl in der Plastikflasche, aber das gebe ich mir nicht mehr. Ich verbrauche ohnehin wenig Speiseöl. Daher lagere ich das Sonnenblumenöl nach Möglichkeit im Kühlschrank, denn auch der (rein chemische) Prozess der Ranzigwerdung wird durch Kühlung verlangsamt. Sonnenblumenöl kann man auch im Kühlschrank lagern, da es im Unterschied zu Olivenöl unter den Bedingungen des Kühlschranks flüssig bleibt.

- Olivenöl:
Olivenöl halte ich - so wie viele es verwenden - für überschätzt bzw. für falsch angewendet.
 
Ah ok, spannend wäre zu wissen, ob und wieviel Versandkosten man zahlt, wenn man die Online bestellt und wie lange die Lieferzeit ist. Obs die in Wien gibt müsst ich nochmal auch selber nachschauen, ich hab sie bis jetzt nur da in Graz gesehen. Glaub so im Geschäft gibt es die kaum. Die Preise sind ganz unterschiedlich, wie ich ihrer Homepage entnehmen kann. Bei den Gewürzsets sind die meisten Online sogar ausverkauft, also kann ich dir jetzt gar nicht sagen, wie viel die Kosten wurden. Weiß halt nicht ob ich mal so Standardsachen probieren soll und dann eher was exotischeres, ich bin da eigentlich eh offen für alles aber trotzdem will ich dann nicht ein ganzes Gewürzset oder Döschen daheim haben, dass ich dann nicht mehr benutzen will, wenns schon offen ist, find ich weiterschenken auch etwas blöd.
ja vor allem wenn man dann doch Leiber nicht zu größeren Gebinden greifen sollte, wie wir ja jetzt gelernt haben :D es macht natürlich voll sinn, nur so viel zu kaufen, wie man auch wirklich braucht, wenn die Sachen mit der Zeit einfach schlechter werden. Mir ist das zwar ehrlich gesagt selbst noch nie wirklich aufgefallen, ich würde aber auch nicht von mir behaupten, dass ich einen besonders feinen Geschmackssinn hab. Dann sollte ich wohl einmal mein Gewürzregal durchgehen, was da schon wie lange herumsteht :D

Naja, ich verstehe deinen Gedanken, aber ich würde mir dann doch eher was besonderes kaufen, wenn ich mir schon was spezielles gönne. Lieber hab ich was ganz spezielles, wo ich erst ein bisschen herumprobieren muss, bis ich es richtig eingesetzt hab, als dann mehr Geld als notwendig gezahlt für was relativ standardmäßiges. Aber wär jetzt nur meine Herangehensweise, jeder wie er möchte. Und ich mein ja jetzt auch nicht Weiterschenken als Geburtstagsgeschenk oder so, sondern eher einfach jemandem im Umfeld weitergeben, damit man es nicht wegschmeißen muss. Meinen Freundinnen / meiner Schwester / Mutter oder so. Das kann man schon machen, finde. ich.
 
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Der klassische Fehlgriff beim Würzen besteht oft: Da möchte man ein Rezept nachkochen, mit in der mitteleuropäischen Küche eher ungewöhnlichen Gewürzen, z.B. Koriandersamen oder Kardamon. Es fällt einem ein: Das habe ich doch da in der hintersten Ecke meine Gewürzschränkchens noch stehen, das stammt noch aus diesem Gewürzsortiment aus dem Jahr XY.
Man kocht damit und stellt fest: Was ist den das für ein Pampf?
Das Gewürz ist dann einfach überlagert, das Gericht schmeckt ranzig (weil die ätherischen Öle des Gewürzes inzwischen oxidiert sind).
Vor dem Kochen den Ranz wegwerfen und frische Gewürze kaufen.

Weitere Tipps für die heimische Küche:

Paprika:
Paprika wird im deutschen Sprachraum in fünf Handelsklassen gehandelt, sortiert nach der Schärfe (von mild zu scharf):
- Delikatess-Paprika
- Edelsüß
- Rosen-
.
. (Die anderen zwei habe ich vergessen)

Meist wird man ohnehin nur Paprika edelsüß und Rosenpaprika im Angebot vorfinden.
Je milder Paprika ist, umso mehr Aroma hat er. Ich verwende nur Paprika edelsüß. Denn bei Paprika geht es mehr um das Aroma als die Schärfe, insbesondere bei so Gerichten wie Gulasch. Außerdem lässt sich die rote Schärfe leicht hinzufügen: Cayenne, getr. Chili, fr. Chili, Peperoni oder auch Tabasco.

Tabasco:
Zu beachten ist allerdings, dass Tabasco nicht nur scharf, sondern pikant ist. Pikant: scharf + sauer. Auch Peperoni sind pikant.

Essig:
- Weisser Essig:
Weissen Essig setze ich lieber selbst aus Essigessenz an. Gibt man etwas getrockneten Estragon hinzu, so erhält man Estragonessig, ein vor allem in Frankreich geschätzte Zubereitung. Verdünnen, in Flasche füllen, fertig! Der Nachteil ist allerdings, dass man den Estragonessig vor Verwendung meist durch ein Teesieb geben muss.
Klar, man kann Kräuteressig auch fertig kaufen. Praktisch, es kann aber auch Nachteile haben:
- Höherer Preis, außerdem bezahlt man immer die Flasche mit, die anschließend auch wieder zu entsorgen ist.
- Die Kräuteressige sind oft zusätzlich gesüßt, k.A. warum eigentlich? Möglicherweise, damit sie auch noch für einen jeden irgendwie "gefälliger" schmecken. Ich lehne dies ab, Essig ist Essig und somit sauer. Und wenn ich süßen möchte, dann tue ich dies und ansonsten lasse ich es.

- Roter Weinessig:
Roten Weinessig verwende ich selten und an sich nur dann, wenn ein meist mediterranes Rezept dies vorsieht.

- Balsamico
Halte ich für überschätzt, und da Balsamico nicht geschützt ist, weiss man da eigentlich nie so genau, was für eine Zubereitung man da eigentlich erhält. Kauft man einen "echten" Balsamico, so wird das schnell teuer. Möchte ich etwas in dieser Geschmacksrichtung zubereiten, dann verwende ich lieber Himbeeressig, den man leider aber nicht überall bekommt (... stattdessen stehen da 17 Sorten Balsamico im Regal ...).

Speiseöle:
- Mein Speiseöl der Wahl im Standard ist raffiniertes Sonnenblumenöl, in der braunen Glasflasche: Geschmacksneutral, hoch erhitzbar. Etwas teurer als das billigste Rapsöl in der Plastikflasche, aber das gebe ich mir nicht mehr. Ich verbrauche ohnehin wenig Speiseöl. Daher lagere ich das Sonnenblumenöl nach Möglichkeit im Kühlschrank, denn auch der (rein chemische) Prozess der Ranzigwerdung wird durch Kühlung verlangsamt. Sonnenblumenöl kann man auch im Kühlschrank lagern, da es im Unterschied zu Olivenöl unter den Bedingungen des Kühlschranks flüssig bleibt.

- Olivenöl:
Olivenöl halte ich - so wie viele es verwenden - für überschätzt bzw. für falsch angewendet.
Dann sollte ich mal dringend meinen Gewürzschrank ausmisten, da sind welche von vor 5 Jahren noch drinnen. Paprika edelsüß liebe ich, verwende ich für sehr viele Gerichte. Glaubst du man findet die anderen Paprika Handelsklassen auch irgendwo? Tatsächlich verwene ich aber Olivenöl, meistens aber nur fürs Marinaden oder so. Erhitzen sollte man das ja nicht mehr als 180°, soviel ich weiß. Zum Anbraten nehm ich meistens Butter oder eben auch Sonnenblumenöl, da aber das billigere, vielleicht wechsel ich da auch mal auf die teurere Variante, wenn man das mit dem braunen Glas besser aufbewahren kann/es länger hält. Danke auf jeden Fall für die vielen Tipps!
 
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