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Hat jemand Erfahrungen mit einem eigenen Messestand auf einer Messe?

Das klingt ja fast wie schlüsselfertig – man kommt hin, alles steht, man richtet nur noch liebevoll ein. Find ich ehrlich beeindruckend, wie durchdacht das inzwischen ist. Und ja, du hast recht, wenn man das regelmäßig macht, lohnt sich die Investition viel eher. Ich find spannend, dass du sagst, man könne da trotzdem frei gestalten – ich hätte gedacht, das läuft ziemlich streng nach System. Aber wenn da Spielraum bleibt, wär’s perfekt. Hast du zufällig schon mal erlebt, wie viel Mitspracherecht man da wirklich hat – also Farben, Materialien, Atmosphäre? Oder läuft das eher nach Baukastenprinzip?
Ja das ist ja der Vorteil von den Messebauern. Nicht alle bieten da alles aus einer Hand an, aber man findet sie schon. Dann wird da alles von der ersten Planung bis hin zur Lagerung übernommen. Wenn man das braucht oder möchte, sicherlich eine große Hilfe.
Die Entscheidung liegt letztlich beim Kunden. Du kannst da ganz genau sagen was du haben willst und wie es ausschauen soll. Wenn es machbar ist, dann stellen sie es dir so hin wie du das möchtest. In der Regel ist das schon eine Art System, das lässt sich aber ganz einfach verändern. Ist auch eher die Regel weil ja nicht jeder Messeplatz gleich ist und beispielsweise die Anschlüsse oder Vorschriften ja immer anders sind.
Du kannst normalerweise aus mehreren Designstudien wählen und sagst dann was dir wichtig ist (mehr Verhandlungsräume, mehr Schaukästen,...) dann wird das für dich angepasst.
 
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@hylozoik: Deine Antwort hat wieder so einen ruhigen Ton, den ich mag – diese Idee von „nichts neu kaufen müssen“, sondern Bestehendes denken, trifft genau den Zeitgeist. Und ja, Holz ist halt greifbarer als viele andere Materialien, das macht’s so zugänglich. Hast du eigentlich bestimmte Stücke, die dir über die Jahre besonders ans Herz gewachsen sind?

@EmmyBy: Danke dir! Das klingt wirklich fair – dass man sagen kann, was man braucht, aber trotzdem in dem System bleibt. Ich glaub, das mit den Designstudien ist eine gute Idee, um sich erstmal anzunähern. Weißt du zufällig, wie lang man da vorher planen sollte?
 
Hast du eigentlich bestimmte Stücke, die dir über die Jahre besonders ans Herz gewachsen sind?
Nur vier japanische Kalender-Drucke. Den Rest hab ich bei meinem Umzug vor 3 Jahren in der alten Wohnung gelassen bzw. gemeinnützig vergeben.
PS: Habe nun keine Kleiderschränke mehr, nur noch Faltboxen aus Hartkarton/Kunstleder. Wenn es Faltkisten aus (Sperr?) Holz gäbe, würde ich die lieber nehmen.

 
@hylozoik: Die Idee mit Faltboxen aus Holz find ich ehrlich reizvoll – gäb optisch was her und würd halt mehr aushalten als Karton. Vielleicht wär das sogar was für unser Sortiment, in schlicht, stapelbar, ohne Scharniere. Grad weil’s bei dir fast wie ein Prinzip klingt: wenig, aber gut. Hast du für deine Drucke eigentlich eine spezielle Aufhängung oder liegen die flach?

@Muzmuz: Musste schmunzeln – der Vergleich hinkt, trifft aber was. Manchmal denkt man ja „eh nachhaltig“, bis wer den Spiegel hinhält. Würd mich interessieren: Hast du was Konkretes im Kopf, was dich da bei meinem Holzkommentar gestört hat?
 
Ich arbeite seit letztem Jahr in der Holzbranche – wir machen Designstücke, kleine Möbel, Holzdeko, also eher das Handwerkliche mit einem modernen Touch. Läuft echt gut bisher, besser als gedacht, und jetzt kam vom Chef die Idee, nächstes Jahr vielleicht auf eine Messe zu gehen.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht recht, was da alles dranhängt. Ich war zwar schon als Besucher auf ein paar Handwerks- und Designmessen, aber das ist halt eine ganz andere Nummer, wenn man selbst dort steht. Mich würde interessieren, wie aufwendig das Ganze wirklich ist – also nicht nur der Aufbau, sondern auch der ganze Drumherumkram: Vorbereitung, Transport, Betreuung vor Ort, was man realistisch an Zeit einplanen muss. Und vor allem, wie man das optisch hinbekommt, dass der Stand auffällt, ohne übertrieben zu wirken.

Vielleicht hat ja jemand hier schon eigene Erfahrungen mit einem Messestand gemacht, egal ob Handwerk oder anderes, mich interessiert alles, was in der Praxis wichtig ist – auch Dinge, die man vorher vielleicht gar nicht am Schirm hat.
Ich hab selbst schon ein paar Erfahrungen mit kleinen Messeständen gemacht, und ich finde, es klingt immer einfacher, als es am Ende ist. Man unterschätzt oft, wie viel Vorbereitung dahintersteckt, vom Material über Transport bis hin zum stundenlangen Stehen und Reden. Gleichzeitig kann es aber wirklich viel bringen, weil man direkt mit Leuten ins Gespräch kommt, Feedback bekommt und merkt, was gut ankommt. Am sinnvollsten ist es, vorher klar zu wissen, was man mit dem Stand erreichen will und wie viel Budget und Zeit man investieren kann.
 
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Weißt du zufällig, wie lang man da vorher planen sollte?
Also in der Regel beginnt das gleich nachdem die Messe vorbei ist. Da plant man dann den Messeauftritt für das nächste Jahr.
Wenn man zum ersten mal auf einer Messe teilnimmt, würde ich auch ein Jahr einplanen. Nur den Messestand wird man wohl auch in einem halben Jahr gut hinbekommen. Nur ist man ja in der Regel nicht der einzige Kunde und es gibt ja einen laufenden Betrieb.
Frühling und Herbst sind bei den Messen die Hauptsaison. Geht man da zu einem Messebauer, hat der viel zu tun. Man muss es ja auch nicht stressiger machen als es sein muss. Und da reden wir ja noch gar nicht von der internen Vorbereitung. Das dauert ja auch seine Zeit.
Also grob würde ich ein Jahr planen, wenn es schnell gehen muss, dann alles bis 6 Monate vor der Messe. Alles darunter ist schon sehr sportlich, gerade wenn man es zum ersten Mal macht und keinerlei Erfahrungswerte hat.
 
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