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Habt ihr selbst ein Buch veröffentlicht – Erfahrungen?

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Danke dir für die ehrliche Einschätzung Genau diese Mischung aus Hoffnung und gleichzeitig Unsicherheit nehme ich beim Einlesen gerade irgendwie auch wahr. Einerseits klingt es schön, heute überhaupt veröffentlichen zu können, andererseits liest man dann wieder, wie schwierig Sichtbarkeit und wirtschaftlicher Erfolg tatsächlich sind (obwohl ich jetzt nicht vor habe, damit unendlich Geld zu verdienen).
Dass du dein erstes Buch mit so viel Eigenarbeit trotzdem fast selbst tragen konntest, finde ich ehrlich gesagt schon beeindruckend. Gerade wenn man Dinge wie Produktion oder Gestaltung selbst beherrscht, hat man einen ganz anderen Zugang dazu als jemand, der komplett neu in dem Bereich ist.

Danke für den Tipp :) 100000€ hätte ich jetzt sowieso nicht zur Verfügung haha aber jemand, der mit "mühelosen Erfolg" verspricht, würde ich sowieso nicht über den Weg trauen. Soviel weiß ich inzwischen schon: So ein Versprechen kann einem niemand geben...

Gab es bei deinem ersten Buch im Nachhinein etwas, wo du dir gedacht hast: „Das hätte ich als Anfänger früher wissen sollen“?
 
Wie wichtig der Titel ist. Beim Sachbuch noch mehr als in der Belletristik. Trotz langem Nachdenken kam ich damals nicht auf den "richtigen" Titel. Ahne, dass der neue bei der nächsten Auflage eine große Rolle spielt. Es ist nämlich eine interessante Frage, die schon in der ersten Auflage beantwortet wird. Jedoch, lieber spät als nie. Wer mal mehr über das Buch wissen möchte, braucht nur mal auf die dazugehörige Webseite zu gehen: www.odyssee-im-mundraum.de. Wie wichtig solche Lektüre sein kann, braucht nur das Kapitel über die Zahnbehandlung im Ausland lesen. Nicht nur (In einer ZDF- Reportage mit versteckter Kamera gefilmt: als der Patient einer ungarischen Zahnarztpraxis zum 3. Mal vorstellig wurde, sprachen die plötzlich kein Deutsch mehr), dass bei jedem ärztlichen Eingriff Komplikationen auftreten können, man muss in diesem Falle wieder zum Ort der Behandlung!
Nach europäischem Gewährleistungsrecht hat der Behandler das Recht zur Nachbehandlung. Oft schon geschehen: Wundheilungsstörungen nach Erhalt von Zahnimplantaten. Kaum auszuhaltende Schmerzen. Also hier in Deutschland schnell zum Zahnarzt oder Oralchirurgen. Denkste! Würde der deutsche Arzt auch nur einen Handgriff machen, ginge die gesamte Gewährleistungspflicht auf ihn über. Also sagt er, dass der Patient bitteschön in den nächsten Flieger steigt oder als Alternative, sich den entzündeten Zahnersatz herausnehmen lässt. Mehr will ich nicht erzählen, immerhin weiß ich, dass es eine Zielgruppe für meinen Ratgeber gibt.
Und da sind wir schon beim nächsten Punkt. Ich hätte auch gern einen Roman geschrieben, habe jedoch selbstkritisch hinterfragt, wen das, was dort steht, interessieren soll ... Also habe ich, ganz und gar kein Zahnarzt, ganz viel Wissen um die Zahnmedizin und Implantate gepaukt. Um in Fachgesprächen immer wieder, mit Stolz, zu betonen dass ich ja kein Zahnarzt sei. Übrigens sagen die Besten unter ihnen ganz demütig, dass sie nur Handwerker seien.
Mehrfach wurde ich auch schon angefragt, mit/für jemanden (s)eine Biografie zu schreiben. Unbeschreiblich, für wie wichtig sich manche Menschen halten, dass sie daran glauben, dass ihr durchschnittlicher Lebensweg (viele) andere interessierte.
Ergo, lieber ein gutes Buch lesen als ein schlechtes zu schreiben.
Oder, wie gesagt, darauf hoffen, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein ...
Wer wissen will, wie teuer oder preiswert ein Buch sein kann, kann mir gern auch eine private Nachricht schicken.
 
Danke dir für die ehrliche Einschätzung Genau diese Mischung aus Hoffnung und gleichzeitig Unsicherheit nehme ich beim Einlesen gerade irgendwie auch wahr. Einerseits klingt es schön, heute überhaupt veröffentlichen zu können, andererseits liest man dann wieder, wie schwierig Sichtbarkeit und wirtschaftlicher Erfolg tatsächlich sind (obwohl ich jetzt nicht vor habe, damit unendlich Geld zu verdienen).
Dass du dein erstes Buch mit so viel Eigenarbeit trotzdem fast selbst tragen konntest, finde ich ehrlich gesagt schon beeindruckend. Gerade wenn man Dinge wie Produktion oder Gestaltung selbst beherrscht, hat man einen ganz anderen Zugang dazu als jemand, der komplett neu in dem Bereich ist.

Danke für den Tipp :) 100000€ hätte ich jetzt sowieso nicht zur Verfügung haha aber jemand, der mit "mühelosen Erfolg" verspricht, würde ich sowieso nicht über den Weg trauen. Soviel weiß ich inzwischen schon: So ein Versprechen kann einem niemand geben...

Gab es bei deinem ersten Buch im Nachhinein etwas, wo du dir gedacht hast: „Das hätte ich als Anfänger früher wissen sollen“?
Vor allem das Marketing über die Sozialen Medien. Funktionierendes SEO geht nur über Profis, teuer. War nach einer Buchmesse als Selfpublisher auch mal im TV, durch Fleißarbeit in vielen Zeitungen. Aber ohne Beziehungen, die sich mir gerade zufällig erschließen geht nichts. Trotzdem teuer. Suche gerade nach einem Implantatehersteller als Sponsor. Da kommt mein erster großer Fehler ins Spiel: Statt Geld hat mir ein Hersteller 2013 angeboten, mir die ersten 1000 Exemplare abzunehmen. Und ich hab abgelehnt. So blöd muss man erstmal sein!!!!!
 
Vor allem das Marketing über die Sozialen Medien. Funktionierendes SEO geht nur über Profis, teuer. War nach einer Buchmesse als Selfpublisher auch mal im TV, durch Fleißarbeit in vielen Zeitungen. Aber ohne Beziehungen, die sich mir gerade zufällig erschließen geht nichts. Trotzdem teuer. Suche gerade nach einem Implantatehersteller als Sponsor. Da kommt mein erster großer Fehler ins Spiel: Statt Geld hat mir ein Hersteller 2013 angeboten, mir die ersten 1000 Exemplare abzunehmen. Und ich hab abgelehnt. So blöd muss man erstmal sein!!!!!
 
Ich schätze, das hier kennst du schon:
Danke dir! Über Bookmundo bin ich bei meiner Recherche tatsächlich auch schon gestolpert. Wenn ich das richtig verstanden habe, läuft dort vieles über Selfpublishing und Print-on-Demand, also eher in die Richtung, dass man als Autor möglichst viel selbst in der Hand hat.

Hast du selbst über Bookmundo veröffentlicht oder kennst jemanden, der dort ein Buch herausgebracht hat?
 
Vor allem das Marketing über die Sozialen Medien. Funktionierendes SEO geht nur über Profis, teuer. War nach einer Buchmesse als Selfpublisher auch mal im TV, durch Fleißarbeit in vielen Zeitungen. Aber ohne Beziehungen, die sich mir gerade zufällig erschließen geht nichts. Trotzdem teuer. Suche gerade nach einem Implantatehersteller als Sponsor. Da kommt mein erster großer Fehler ins Spiel: Statt Geld hat mir ein Hersteller 2013 angeboten, mir die ersten 1000 Exemplare abzunehmen. Und ich hab abgelehnt. So blöd muss man erstmal sein!!!!!
Das mit den ersten 1000 Exemplaren klingt natürlich bitter. Im Nachhinein wirkt es natürlich wie eine vertane Chance, aber 2013 konntest du ja nicht wissen, wie sich alles entwickeln würde.
Interessant finde ich, dass du Marketing als den Punkt nennst, den du heute früher ernster nehmen würdest. Beim Einlesen habe ich oft das Gefühl, dass viele angehende Autorinnen und Autoren vor allem auf Manuskript, Lektorat und Veröffentlichung schauen, während die Frage „Wie erfahren die Leute überhaupt von meinem Buch?“ erst später kommt. Ich glaube, ich sollte mich tatsächlich mal mit Social Media auseinandersetzen. Danke auf alle Fälle für deine Tipps :)
 
Wie wichtig der Titel ist. Beim Sachbuch noch mehr als in der Belletristik. Trotz langem Nachdenken kam ich damals nicht auf den "richtigen" Titel. Ahne, dass der neue bei der nächsten Auflage eine große Rolle spielt. Es ist nämlich eine interessante Frage, die schon in der ersten Auflage beantwortet wird. Jedoch, lieber spät als nie. Wer mal mehr über das Buch wissen möchte, braucht nur mal auf die dazugehörige Webseite zu gehen: www.odyssee-im-mundraum.de. Wie wichtig solche Lektüre sein kann, braucht nur das Kapitel über die Zahnbehandlung im Ausland lesen. Nicht nur (In einer ZDF- Reportage mit versteckter Kamera gefilmt: als der Patient einer ungarischen Zahnarztpraxis zum 3. Mal vorstellig wurde, sprachen die plötzlich kein Deutsch mehr), dass bei jedem ärztlichen Eingriff Komplikationen auftreten können, man muss in diesem Falle wieder zum Ort der Behandlung!
Nach europäischem Gewährleistungsrecht hat der Behandler das Recht zur Nachbehandlung. Oft schon geschehen: Wundheilungsstörungen nach Erhalt von Zahnimplantaten. Kaum auszuhaltende Schmerzen. Also hier in Deutschland schnell zum Zahnarzt oder Oralchirurgen. Denkste! Würde der deutsche Arzt auch nur einen Handgriff machen, ginge die gesamte Gewährleistungspflicht auf ihn über. Also sagt er, dass der Patient bitteschön in den nächsten Flieger steigt oder als Alternative, sich den entzündeten Zahnersatz herausnehmen lässt. Mehr will ich nicht erzählen, immerhin weiß ich, dass es eine Zielgruppe für meinen Ratgeber gibt.
Und da sind wir schon beim nächsten Punkt. Ich hätte auch gern einen Roman geschrieben, habe jedoch selbstkritisch hinterfragt, wen das, was dort steht, interessieren soll ... Also habe ich, ganz und gar kein Zahnarzt, ganz viel Wissen um die Zahnmedizin und Implantate gepaukt. Um in Fachgesprächen immer wieder, mit Stolz, zu betonen dass ich ja kein Zahnarzt sei. Übrigens sagen die Besten unter ihnen ganz demütig, dass sie nur Handwerker seien.
Mehrfach wurde ich auch schon angefragt, mit/für jemanden (s)eine Biografie zu schreiben. Unbeschreiblich, für wie wichtig sich manche Menschen halten, dass sie daran glauben, dass ihr durchschnittlicher Lebensweg (viele) andere interessierte.
Ergo, lieber ein gutes Buch lesen als ein schlechtes zu schreiben.
Oder, wie gesagt, darauf hoffen, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein ...
Wer wissen will, wie teuer oder preiswert ein Buch sein kann, kann mir gern auch eine private Nachricht schicken.
Ahh... das Kommentar hätte ich beinahe übersehen xD habe gerade nur auf das andere geantwortet.

Der Satz „Lieber ein gutes Buch lesen als ein schlechtes zu schreiben“ ist ein treffender Gedanke. Klingt zuerst fast ein bisschen hart, aber ich glaube, da steckt schon viel Wahres drin. Wahrscheinlich unterschätzen viele, wie viel Selbstkritik dazugehört, sich ehrlich zu fragen, ob das eigene Thema überhaupt genügend Menschen interessiert.

Die Geschichte mit der Zahnbehandlung im Ausland fand ich übrigens sehr spannend. Mein Zahnarzt hat mir tatsächlich ebenfalls davon abgeraten und genau mit dem Argument der Nachbehandlung und möglicher Komplikationen begründet. Solange alles gut läuft, wirkt die Ersparnis natürlich verlockend. Aber wenn danach Probleme auftreten, kann es schnell kompliziert werden. Insofern verstehe ich, warum es für dieses Thema eine Zielgruppe gibt. Bei deinem Beispiel merkt man jedenfalls, dass da sehr viel Fachwissen und Recherche hineingeflossen sein müssen.

Und danke für den Hinweis mit dem Titel. Da bin ich mir tatsächlich noch immer unsicher. Wenn ich bedenke, dass ich selbst Bücher teilweise nur wegen Cover und Titel auswähle, ist das schon eine wichtige Sache...
 
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