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Gesucht: Was ist der Größte Denkfehler aller Zeiten (GröDaZ)?

Erblich bedingte Anfälligkeiten für Krankheiten werden meist dann weitergegeben, wenn sich die Gewohnheiten innerhalb der Familie von Generation zu Generation nie ändern. Man müsste zumindest schon hellhörig werden, wenn man weiß Vater oder Mutter hat bestimmte Vorerkrankungen und präventiv ließe sich sehr viel durch Lebensstiländerung günstiger verändern. Epigenetische Informationen sind flexibel.

Nach jeder Operation gibt es eigentlich ein Nachgespräch. Da wird normalerweise aufgeklärt welches Verhalten nun angebracht ist, damit man in Zukunft ähnliche Fälle vermeidet. Gerade bei Gallensteinen ist es mir schleierhaft warum man hier ein Aufklärungsgespräch auslässt.
Es kann verschiedene Gründe geben, weshalb du denkst, dass professionelle Arztgespräche normal seien. Entweder du schaust zu viele Arztsendungen, bist privat versichert oder du bist eine sehr gut aussehende Frau usw.. Ich kenne das nicht. Meine Mutter starb mit 69 an Magenkrebs. Ihr Hausarzt hatte sie lange gegen Ulkus behandelt und weigerte sich, sie an einen Facharzt zu überweisen. Ihr Hausarzt hatte gar keine Möglichkeit, in seiner Praxis Magengeschwüre sauber zu diagnostizieren. Dann musste der Magen entfernt werden, weil der Tumor schon zu weit fortgeschritten war und man verklebte bei der OP die Wunde im Bauch nicht sauber, was dazu führte, dass Verdauungssäure ihre Lunge angriff und sie deshalb in wochenlangen Koma lag. Ob sie an der kaputten Lunge oder dem Tumor starb, weiß ich nicht. Damit ein Arzt weiß, welche Erkrankungen die Familie seiner Patienten hatten, muss er erst einmal wissen, was eine Familienanamnese ist und wie man sie macht.
 
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Es kann verschiedene Gründe geben, weshalb du denkst, dass professionelle Arztgespräche normal seien. Entweder du schaust zu viele Arztsendungen, bist privat versichert oder du bist eine sehr gut aussehende Frau usw..
Bitte unbedingt einen neuen Hausarzt aufsuchen, sobald man sich nicht ernstgenommen fühlt. Hatte bisher nur 2 mal Probleme mit Ärzten. Nach einem Umzug habe ich mich wenig informiert und einen Hausarzt gewählt, der gleich bei mir ums Eck seine Ordination hatte. Er ist nie auf meine Fragen eingegangen, dann war für mich schnell klar, ich suche mir einen neuen und habe dann auch ein paar Straßen weiter eine sehr gute Hausärztin gefunden, die sich für jeden Patienten ausreichend Zeit nimmt (kein Wahlarzt). Ich muss dazu sagen, dass ich immer viel nachfrage und dem Arzt möglichst viele Informationen zu meiner Befindlichkeit gebe.

Ihr Hausarzt hatte gar keine Möglichkeit, in seiner Praxis Magengeschwüre sauber zu diagnostizieren.
Das haben Hausärzte in der Regel nicht, für spezielle Untersuchungen sind Fachärzte zuständig. Aber was er hätte machen können, wäre sie auf Schmerzen abzutasten und sobald sie Schmerzen in der Magengegend hatte ist der Arzt dazu verpflichtet sie zu einem Internisten zu überweisen der eine Gastroskopie durchführt. Das ist zumindest in Österreich immer der Fall. Man kann nicht einfach so eine Diagnose: Magengeschwür feststellen, ohne in den Magen "hineingeschaut" zu haben. Ein Geschwür ist nicht einfach ein Geschwür -- hier gibt es unterschiedliche Grade der Schwere - auch hier muss nachgeforscht werden, um welchen Schweregrad es sich handelt um überhaupt zu wissen, wie lange medikamentös behandelt werden muss.

Tut mir leid wie es für deine Mutter gelaufen ist -- ich würde so ein Fehlverhalten des Arztes anklagen.
 
Aha. Einfach weil es dich nicht interessierte oder weil es dir keiner erklären konnte?

Gallensteine entstehen meist aus schlechter Ernährungsgewohnheit, die der Verdauungstrakt nicht kompensieren kann - das kann vieles sein, ein zu hoher Kaffeekonsum, übermäßiger Alkohlkonsum, zu fettereiche Speisen --und übrigens bewirkt Rauchen auch eine erhöhte Magensaftausschüttung die die Bauchspeicheldrüse inkl Galle abpuffern muss.
Die Galle gehört beim Menschen nicht (mehr) zu den unbedingt lebensnotwenigen Organen. Sie entwickelte sich zu einer Zeit, als der Mensch noch wild in der Natur lebte und oft mehrere Tage und Wochen kein Tier zum Essen einfing. Wenn er dann ein Tier fing, dann aß er sehr viel Fleisch auf einmal und brauchte plötzlich ganz viel Galle für die Fettverdauung. Dafür brauchte er ein Depot, die Gallenblase. Deshalb wird auch verständlich, dass die von Dir genannten Themen zu intensiven Aktivitäten der Leber und Galle führen. Man reduziert die Gesundheitsrisiken jedoch nicht, wenn man plötzlich willentlich eine Diät oder andere Lebensweise einführt, weil die eigentlichen Auslöser von Gallenproblemen andere sind. Genau sowenig reduziert man das Lungenkrebsrisiko nicht, indem man aufhört zu rauchen. Meine Mutter und Großmutter haben nicht so gelebt wie Du es für das Gallenproblem beschreibst, ich zeitweise schon, wobei die Ernährung nicht der Auslöser der Probleme war. Nein, Nachgespräche in der Klinik kenne ich nicht, weder bei mir, noch bei anderen. Es ging hier ja um die falsche Aussage, rauchen sei ungesund. Nach 40 Jahren rauchen damit aufhören ist tendenziell deutlich ungesünder als 40 Jahre zu rauchen.
 
Der Mensch glaubt, er habe Einfluss auf die Länge seines Lebens. Er glaubt, es gebe ein gesundes Leben.
 
Der Mensch glaubt, er habe Einfluss auf die Länge seines Lebens. Er glaubt, es gebe ein gesundes Leben.
Hoffentlich glaubt der Mensch "nur" lebenslänglich - und nicht noch "weit darüber" hinaus. ;)

Wo bliebe da der Denkfehler, falls der Glaube gar nicht zwingend eines Körpers bedürfte und der Geist mit der Seele ewig Ping-Pong (mit dem BewusstEIN) spielen könnte, und dies auf engstem Raum in kürzester Zeit?? :dontknow:
 
Hoffentlich glaubt der Mensch "nur" lebenslänglich - und nicht noch "weit darüber" hinaus. ;)

Wo bliebe da der Denkfehler, falls der Glaube gar nicht zwingend eines Körpers bedürfte und der Geist mit der Seele ewig Ping-Pong (mit dem BewusstEIN) spielen könnte, und dies auf engstem Raum in kürzester Zeit?? :dontknow:
Die Menschen, die an den Einfluss ihres Verhaltens auf die Länge ihres Lebens haben, haben keine große Schnittmenge mit den Menschen, die an das ewige Leben glauben.
 
Tut mir leid wie es für deine Mutter gelaufen ist -- ich würde so ein Fehlverhalten des Arztes anklagen.
Passt zwar nicht mehr zum Thema, aber du kommst aus Österreich. Euer Gesundheits- und Sozialsystem scheint viel besser als unseres zu sein. Eine enge Verwandte ist seit über 30 Jahren Reisebusfahrerin und meinte einst, dass sie sich in Österreich behandelt fühle wie ein Privatpatient. Es kommt natürlich auch mal vor, dass sie während einer der vielen Auslandsreisen krank wird oder gar ins Krankenhaus muss. Bei ihrem letzten Klinikaufenthalt in Deutschland hatte sie nach vier Tagen noch keinen Arzt gesehen. Sie hatte Nierenkoliken. Meine Mutter war zum Schluss noch in einer berühmten Uniklinik, die an eine Uni angeschlossen ist, der man als sogenannte Eliteuni große Summen staatlicher Forschungsgelder gibt. Bei der Einlieferung sagte ich, dass sie keine tierische Nahrung mehr verdauen könne, was die Ärzte bei ihrem Krankheitsbild von selbst hätten wissen müssen. Das erste Essen, was man ihr servierte, war Bockwurst. Ich musste regelmäßig mit ihr in die Cafeteria gehen, um ihr Suppe zu kaufen. Eine Pflegerin der Station war Vegetarierin und nahm das Essen für Mutter immer für sich selbst zum essen. Als man nach zwei Wochen noch nicht mit einer Therapie begonnen hatte, fragte ich die Stationsärztin nach dem Warum. Sie sagte, die Kasse zahle die Therapie nur ambulant. Als ich dann um Entlassung bat, weigerte sich die Klinik. Als ich die Ärztin nach dem Warum fragte, sagte sie, man sei eine Forschungsklinik. Im Falle meiner Mutter wolle man beobachten wie schnell der Tumor ohne Therapie wachse. Ein paar Monate später starb sie.
 
Passt zwar nicht mehr zum Thema
Dann bitte, bitte zu einem entsprechenden Thema posten, wo weiter "zwischenzeitlich schweigend" darüber auch nicht diskutiert werden könnte. ;)

Das Thema "Forschungsklink" ist natürlich ein großes Ärgernis, aber "leider" nun einmal kein Denkfehler, sondern eiskalte Berechnung - natürlich "von unbekannt".... Und gerade deshalb gilt in der Abwandlung umso sehr "als gesetzliche Vermutung" - in einer Art "Neuro-ly-rik-scha":

>> "Gefährlich ist's den Leumund zu wecken,
nahezu unverderblich ist des Tigers Zahn,
doch der schrecklichste der Schrecken
das ist der fehlende Unmensch in seinem Clan! "<<
 
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