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Durchbruch bei Feststoff-Akkus - Betrug oder europäischer Forschungserfolg?

Walter

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3. Oktober 2002
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Der finnische Batterieentwickler DonutLab sorgt auf der CES für Staunen in der Fachwelt. Vorgestellt wurde eine angeblich serienreife Solid-State-Batterie, die nichts weniger verspricht als eine Revolution in der Energiespeicherung. Und es soll sich nicht um ein Forschungsprojekt handeln sondern Auslieferung ab März - damit macht auch ein Betrug eigentlich nicht mehr viel Sinn:

 
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In der Kürze ... :morgen:

Fazit
Die Donut-Batterie sorgt für viel Aufregung und könnte ein technologischer Durchbruch sein. Doch ohne belastbare Daten, Produktionsnachweise und unabhängige Tests bleibt der Hype vor allem eins: Spektakuläre Ankündigung statt belegbare Innovation. Ob die Batterie wirklich hält, was sie verspricht, wird sich erst zeigen, wenn die ersten Motorräder ausgeliefert werden. Bis dahin gilt: Augen auf, Zaubertricks erkennen.
 
Falls dieses neue Akku-Prinzip hält was die Ankündigung verspricht, würde das doch bedeuten, dass bisher Kosten und Ressourcen „verbraten“ wurden um „herkömmliche“ Akkutechnik zu verfeinern, zur Serienreife zu entwickeln und damit unzählige E-Autos auszustatten, alles „für die Katz“ war und „in die Tonne getreten“ werden kann.

Um diese Kosten- und Ressourcen-Verschwendung wieder „gut zu machen“ müsste diese neue Akkutechnik erst mal eine beachtliche Zeit lang genutzt werden um endlich in die „Erntephase“ im Sinne tatsächlicher Klimarettung zu gelangen.

Ebenso müssten wohl auch die zahlreichen „Ladestationen“ zumindest umgebaut oder gar ersetzt werden und bräuchten auch eine lange Nutzungszeit um in die „Erntephase“ zu gelangen.

Es ergibt sich hier die absurde Situation, erst mal durch falsche politische Entscheidungen (auch quasi planwirtschaftliche als „Zielsetzung“ getarnte Zwangsvorgaben) und daraufhin ebenso falsche Geld- und Recoussenverschwendung der „gehorchen“ müssenden Industrie erst mal das Klima so richtig fett zu belasteten, um irgendwann* in den „Klimaentlastungszustand“ (also die „Erntephase“) zu gelangen.

*Dieses „irgendwann“ wird wohl nie eintreten, weil immer wieder neue Ideen und Erfindungen Vorheriges „alt aussehen“ lassen, und das „Alte“ endsorgt wird, obwohl es noch lange Zeit funktionieren und seinen „Dienst“ zugunsten der Umwelt leisten könnte.

Eine jeweils neue Technik wäre zwar für sich gesehen effektiver als die vorherige Technik, aber besagte Kompensation oder Aufarbeitung der Altlasten schmälert diese neue Effektivität eine Zeit lang erheblich.
Dies wird aber meist seitens Politik und Wirtschaft unter den Teppich gekehrt, weil sich die Politk bzgl. Umweltschutz ein Denkmal setzen will und die Industrie nur am Profit interessiert ist. Da wird dann gerne etwa das absurd hohe Gewicht momentaner E-Auto-Akkus nicht thematisiert.

Das kommt dabei heraus, wenn Politik fast schon planwirtschaftlich der Industrie Termindruck macht, statt den freien Markt / Wettbewerb wirken zu lassen.

Die „freie Marktwirtschaft“ hat aber auch ihre Schwächen, denn diese „Freiheit“ des Handelns jeglicher Fachbereiche (Bau-, Transport-, Gesundheits-, Gebrauchsgüter-, Freizeitbranche..) hat was „eigenbrödlerisches“ („Expertenkäfig“, „Tellerrand“, „Horizont“..).
Vieles wird zu früh „erneuert“ (vermeinlich „modernisiert“) ohne Rücksicht darauf ob sich Vorhandenes bzgl. Herstellungsaufwand, Nutzwert und Nutzungsdauer bereits amortisiert hat, (Bauschutt- und Schrottplätze oder Sperrmülltage spiegeln diese „Ex-und-hopp“-Mentalität wider).

Sinnvoll wäre eine Art Koordinations-Stelle oder -Ministerium, das unterschiedliche Interessen seitens Gesellschaft, Wirtschaft und Natur einander näher brächte, damit schlechte Wechselwirkungen (auch Absurditäten) aufgedeckt und Kompromisse gefunden werden.

Ähnlich wie diese „Nutri-Score“ Bewertungen bei Lebensmitteln sollten dann auch jegliche Vorhaben und Produkte eine Art Gütesiegel bzgl. bestmöglicher allgemein- und umweltverträglicher Wechselwirkungen bekommen.
 
Ebenso müssten wohl auch die zahlreichen „Ladestationen“ zumindest umgebaut oder gar ersetzt werden und bräuchten auch eine lange Nutzungszeit um in die „Erntephase“ zu gelangen.
Warum sollten denn die Ladestationen umgebaut werden? Sie sind genauso für die Feststoffbatterien geeignet.
Es ergibt sich hier die absurde Situation, erst mal durch falsche politische Entscheidungen (auch quasi planwirtschaftliche als „Zielsetzung“ getarnte Zwangsvorgaben) und daraufhin ebenso falsche Geld- und Recoussenverschwendung der „gehorchen“ müssenden Industrie erst mal das Klima so richtig fett zu belasteten, um irgendwann* in den „Klimaentlastungszustand“ (also die „Erntephase“) zu gelangen.
Das ist ein Problem der Batterieentwickler und nicht der Politik. Es gibt einen Wettlauf in der Industrie, wer zuerst eine gutfunktionierende Feststoffbatterie serienreif entwickelt. Dieser macht dann das Rennen und verdient schneller seine Entwicklungskosten. Die bisherigen Lithium-Ionen Batterien werden weiterhin eingesetzt, aber dann nur für billigere Modelle.
Welche Zwangsvorgaben - sogar planwirtschaftlich - die Politik da gemacht haben soll, ist mir auch schleierhaft. Der Wettlauf um die hocheffiziente Feststoffbatterie läuft weltweit.
 
Falls dieses neue Akku-Prinzip hält was die Ankündigung verspricht, würde das doch bedeuten, dass bisher Kosten und Ressourcen „verbraten“ wurden
Schon mal was von technischem Fortschritt gehört? Oder hast Du auch damals protestiert, als Öllampen von Glühbirnen abgelöst wurden?

damit unzählige E-Autos auszustatten, alles „für die Katz“ war und „in die Tonne getreten“ werden kann.
Warum soll ich mein existierendes Elektroauto wegwerfen? Das hat bereits die ersten 100.000 Kilometer runter und ich fahre es noch mindestens weitere 200.000 km.
 
Der finnische Batterieentwickler DonutLab sorgt auf der CES für Staunen in der Fachwelt. Vorgestellt wurde eine angeblich serienreife Solid-State-Batterie, die nichts weniger verspricht als eine Revolution in der Energiespeicherung. Und es soll sich nicht um ein Forschungsprojekt handeln sondern Auslieferung ab März - damit macht auch ein Betrug eigentlich nicht mehr viel Sinn:

Was mich -als Laiin- beim Zuhören besonders fasziniert, ist, dass diese sogenannte Festkörper-Batterie sowohl bei minus 30° als auch bei plus100° durchhält - arbeiten kann!
 
Nett, aber niemand außer der Firma weiß, woraus die Batterie auch nur ungefähr besteht. Ich tippe also auf Hoax.
Und von den Kosten ist auch nirgends die Rede.
 
Nett, aber niemand außer der Firma weiß, woraus die Batterie auch nur ungefähr besteht. Ich tippe also auf Hoax.
Und von den Kosten ist auch nirgends die Rede.
Die Wartezeit bis es sich herausstellt, ob diese Batterie hält, was sie verspricht, ist trotzdem viel kürzer als auf eine Feststoffbatterie von einem renommierten Hersteller zu warten und das kommt mir zugute, denn ich bin kein geduldiger Mensch.;)
 
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