• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Zur Sinnhaftigkeit von Atomkraft

Mir ist kein anderes Tier bekannt, dass andere Waffen entwickelt hat als die, die von der Evolution ihm hinzugefügt wurden.
Abgesehen, dass diverse Tiere Werkzeuge benutzen, kann man des Menschen Verstand als eine ihm von der Evolution hinzugefügten Waffe sehen.
Der Grund, warum sich der Verstand evolutionär entwickeln konnte (er kostet schließlich einen Haufen Energie!) ist der Umstand, dass er im menschlichen Überlebenskampf sehr nützlich war und ist.
Ich will der Menschheit nichts vorwerfen. Es ging um den Zweiten Weltkrieg und was er zur zivilisatorischen Entwicklung beigetragen hat.
Der Kalte Krieg ist deshalb kalt geblieben, weil die menschliche Vernunft gesiegt hat und es ist ein Armutszeugnis für die menschliche Zivilisation, dass sie erst dann zur Vernunft kommt, wenn ihr die Auslöschung droht.
Das, was DU als Vernunft bezeichnest. Manche halten auch die aktuelle Aufrüstung in Europa für "unvernünftig".
Die Menschen in der Antike waren im Übrigen auch nicht anders als heute, aber sie hatten noch keine Massenvernichtungswaffen. Sie konnten sich nur gegenseitig abschlachten.
Welches Verhalten vernünftig ist hängt 1. von den eigenen Zielen und 2. von den Umständen ab.
So wäre es von den Ukrainern angesichts des russischen Überfalls sehr unvernünftig, sich "friedlich" ihrem Schicksal zu ergeben, wenn ihnen ein Leben in Freiheit und Würde wichtig ist.
Es ist nichts Ideologisches dabei, die Energieversorgung mit Klimaschutz vereinbar zu machen, statt auf gefährliche Technologien zu setzen, die ohnehin zu teuer sind.
Man erkennt in dieser Passage die ideologische geprägte, sachlich aber wenig informierte Herangehensweise.
Deinen Zeilen nach gäbe es zwei bezüglich Energieversorgung gleichwertige Wege, von denen eine klimaschützend ist und der andere nicht.
Abgesehen davon, dass Kernenergie ja klimaschützend ist, weil keine Treibhausgasemissionen....
Die Argumente gegen Kernkraft sind andere, nämlich hauptsächlich die Sicherheit im Betrieb und das Lagerproblem für radioaktive Abfälle.

Eine sichere Energieversorgung und Klimaschutz sind zwei Ziele, die teilweise widersprüchlich sind. Du legst deinen Fokus voll auf Klimaschutz, aber hast keine Ahnung, welchen Preis die Umsetzung deiner Forderungen haben würden.
Es ist reine Vernunft, wenn man das Glück hat, auf diese Technologie verzichten zu können.
Glück und Vernunft haben nun einmal gar nichts miteinander zu tun.
Ich weiß nicht, was bei euch populär ist, aber bei uns versucht die Energieministerin unpopuläre Technologien durchzusetzen, weil sie es ihrem früheren Arbeitgeber versprochen hat - gegen den Willen der Mehrheit in Deutschland.
Die Maskenpflicht und die Ausgangssperren waren zur Coronazeit auch unpopulär. Vernunft ist nun einmal nicht immer populär und für Fakten und sachlich richtige Entscheidungen gilt dasselbe.
Dein behauptetes "Versprechen gegenüber ihrem früheren Arbeitgeber" ist wodurch belegt? Zu welchem Zweck soll es gegeben worden sein und wodurch würde sie gedrängt, ihr vermeintliches Versprechen einzuhalten?
Ich bewerte das eben als ein Armutszeugnis der menschlichen Zivilisation, wenn wir nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs immer noch nicht begriffen haben, dass im Krieg alle Beteiligten verlieren - der Eine mehr und der Andere weniger, aber schmerzhafte Verluste gibt es auf beiden Seiten.
Also sollte sich die Ukraine ergeben, so wie frenilshtar es seit 2022 fordert? Mach dir doch einmal Gedanken darüber, warum Kriege ein ubiquitäres Instrument der Evolution sind. Kriege zwischen Spezies und zwischen Individuen derselben Spezies (sei es um Ressourcen oder um das Recht auch Fortpflanzung). Ja, auch deren Kriege fordern Opfer, zumeist auf beiden Seiten. Aber wenn man den Blick vom Individuum auf den größeren Maßstab legt, erkennt man, warum trotz allseitigem Wunsch nach Frieden dennoch Kriege Alltag sind.
Haben unsere Vorfahren nicht auch irgendjemanden besiegt und nur deshalb sind wir heute hier?
Die UNO hat man auch nur mit wenig Macht ausgestattet, weil man ahnte, dass nach diesem Krieg weitere folgen werden und es hat auch viele gegeben. Was kann die UNO aktuell gegen Trump und Netanyahu unternehmen?
Die UNO hat man mit wenig Macht ausstatten können, weil sich vor allem die größten nationalen Mächte nichts Grundlegendes vorschreiben lassen wollten.
Auch wenn die UNO nicht sehr mächtig in der Lösung von Probleme ist, so ist sie zumindest ein Forum, wo man miteinander kommuniziert.
Das meinte ich. Als größte Volkswirtschaft der Erde mit einem technologischen Vorsprung in vielen Bereichen, hat sie zivilisatorisch nicht meht zu bieten als Europa.
Wenn man den europäischen Maßstab für Zivilisation hernimmt, ja.
Dazu zähle ich ganz besonders das politische System, das weit entfernt von einer richtigen Demokratie ist und solchen Menschen wie aktuell so viel Macht in die Hände gibt. Das ist kein Land, in dem ich leben möchte.
Weit entfernt von dem, was wir nach unseren Maßstäben mit "richtiger Demokratie" meinen. Und ja, man gut sein, dass du nicht in den USA leben möchtest - so wie wohl auch nur weniger US-Amerikaner ihr Land gegen Deutschland tauschen wollen würden.
 
Werbung:
Es hat nichts mit Humanismus oder sonst irgendeiner philosophischen Theorie zu tun, wenn der Mensch gegen seine eigenen Interessen handelt, das hat mit Dummheit zu tun.
Eines Menschen Interessen sind vielseitig und oft widersprüchlich. Sieht man ja auch im Thema der Energieversorgung. Der Deutsche will seinen Strom billig und jederzeit sicher verfügbar haben. Andererseits will er den Klimawandel nicht, will sich keine Sorgen über Radioaktivität machen, will keine Windräder in der Landschaft stehen haben, will keine Auen für Laufkraftwerke überfluten, und und und.
Dumm wäre es, das Setzen von Prioritäten als Dummheit zu bezeichnen.
Wir können nur auf diesem Planeten leben und sind auf das angewiesen, was er zu bieten hat.
Und dennoch können wir das, was der Planet zu bieten hat nicht nur konsumieren, sondern können daraus etwas erschaffen.
'Der Planet' war es nicht, der das Handy hervorbrachte, es war der Mensch.
Die Überfischung der Meere oder sogar das Verseuchen der Meere mit Plastikmüll, die Vernichtung unzähliger Arten und die Zerstörung des Ökosystems, die Rücksichtslose Verbrennung fossiler Stoffe, die Jahrmillionen in der Erde gelagert waren, all das hat nur mit Realitätsblindheit zu tun.
Es ist das natürlich Verhalten. Alle Lebewesen sind darauf ausgelegt, Ressourcen so intensiv wie möglich zu nutzen.
Natürlich willst du nun entgegnen wollen, dass der Mensch intelligent genug wäre, sich anders zu verhalten, aber zu blöd, zu wasauchimmer ist, das, was du für richtig hältst, auch zu tun.
Aber auch hier musst du den größeren Kontext erkennen. Eine Ressource, die man nicht selbst und schnell nutzt wird in der Regel was?
Sie wird -wie in der Natur- dann eben von jemand anderem genutzt.
Humanismus hat mit Menschlichkeit zu tun, aber es ist gerade die menschliche Art zu denken, die dem Planeten zum Verhängnis wird und am Ende auch dem Menschen selbst.
Der Planet kennt kein Verhängnis, der Begriff ist ein rein menschlicher. Und, unsere Umwelt hat sich immer schon verändert, es ist eine Eselei zu meinen, der Planet müsse genau so bleiben wie er gerade ist und eine noch größere Eselei wäre es zu glauben, man könnte den aktuellen Zustand gezielt konservieren.
Wieso denn Selbstgeißelung? Wir gehen gemeinsam zugrunde.
Die Selbstgeißelung besteht in dem Skandieren "wir sind so schlimm! wir sind so schlimm!".
Vordergründige Selbstkritik, die letztendlich aber nichts anderes als eine Anmaßung, über die Menschheit richten zu dürfen ist.
Zum Zwecke, sich von einer etwaigen kollektiven Schuld loszusagen.
Ich habe nichts gegen den technologischen Fortschritt, ich verstehe lediglich etwas anderes darunter als du. Es geht nur um die Richtung des technologischen Fortschritts, über die wir uns nicht einig sind. Während ich mich für den technologischen Fortschritt in die Richtung einsetze, bei der unsere Energieversorgung uns unabhängiger von Importen macht und aus dem schöpft, was endlos vorhanden ist, bestehst du darauf, dass wir an einer Technologie festhalten, die schon ihre schlimmsten Auswirkungen gezeigt hat oder noch zeigen wird, ob es sich um Atomenergie handelt oder die Verbrennung fossiler Stoffe.
Wieder erkennt man, wie dein ideologischer Fundamentalismus verhindert hat, meine Position überhaupt zu verstehen oder auch nur wiederzugeben.
Du servierst mir Begriffe wie natürliche Radioaktivität, die es schon immer gegeben hat und bringst mich auf die Palme. Natürlich hat es die natürliche Radioaktivität schon immer gegeben, aber die Evolution hatte Millionen Jahre Zeit, sich auf diese Radioaktivität einzustellen.
Nein. Die Radioaktivität war schon vor dem Leben da.
Die Konzentration der Radioaktivität durch die Anreicherung radioaktiver Elemente ist jedoch gerade mal einige Jahrzehnte alt.
Ja, und war habe ich diesbezüglich, auch mit Beispielen (die den Neonazis in dem einen Dorf), erklärt?
Das sind ganz andere zeitliche Dimensionen. Für die Evolution ist es viel einfacher, uns zu eliminieren als sich auf unsere Hinterlassenschaften einzustellen.
Die Evolution wird den Menschen eines Tages eliminieren. Aber wohl kaum durch etwas, was der Mensch selbst tut.
Einen Menschen zu töten ist einfach. Die Menschheit zu töten nicht.
Sie hat schon angefangen, du brauchst nur einen Blick auf den Zustand der Welt zu werfen. Paranoia regiert die Welt.
Ja, und mit der behaupteten Verschwörung der Energieministerin und der drohenden Eliminierung der Menschheit trägst du deinen Teil dazu bei.
Man könnte meinen, das Covid-Virus hat ganze Arbeit geleistet, denn es hat bekanntlich das Gehirn befallen. Schau dir manche Köpfe an, die heute über die ganze Welt bestimmen, dann weißt du, wohin die Reise geht.
Ich weiß es, und ich stelle mich dagegen. Auch wenn ich dadurch deinen Unmut auf mich ziehe.
 
Abgesehen, dass diverse Tiere Werkzeuge benutzen, kann man des Menschen Verstand als eine ihm von der Evolution hinzugefügten Waffe sehen.
Der Grund, warum sich der Verstand evolutionär entwickeln konnte (er kostet schließlich einen Haufen Energie!) ist der Umstand, dass er im menschlichen Überlebenskampf sehr nützlich war und ist.
Das Maul eines Buckelwals ist bereits eine Massenvernichtungswaffe und man hat gesehen, wie der menschliche Verstand in den letzten Wochen mit ihm umgegangen ist. Einigen wir uns darauf, dass dem Menschen nach wie vor sein Verstand nur partiell nützlich ist?;)
Das, was DU als Vernunft bezeichnest. Manche halten auch die aktuelle Aufrüstung in Europa für "unvernünftig".
Ich kann nur mit meiner Vernunft die Welt beurteilen, denn ich habe keine andere. Das ist auch der Grund, warum ich hier mitdiskutiere: Ich setze mich mit der Vernunft anderer auseinander.
Aus meiner Sicht ist es vernünftig, dass Europa jetzt aufrüstet, um sich gegen die Unvernunft der USA und Russlands zu wehren. Diese zwei Faktoren gab es bisher nicht.
Welches Verhalten vernünftig ist hängt 1. von den eigenen Zielen und 2. von den Umständen ab.
So wäre es von den Ukrainern angesichts des russischen Überfalls sehr unvernünftig, sich "friedlich" ihrem Schicksal zu ergeben, wenn ihnen ein Leben in Freiheit und Würde wichtig ist.
Was vernünftig wäre oder nicht, das erweist sich leider erst im Nachhinein. Heute wissen wir, dass der Einsatz der Atomenergie in Deutschland ein Fehler war, denn sie war gefährlich und sehr teuer. Hätte man damals vergleichbar teure Investitionen in erneuerbare Energie gefördert, dann wären wir heute technologisch sehr viel weiter in diesem Bereich. Mächtige Interessengruppen haben die Dezentralisierung der Energieerzeugung verhindert einerseits und andererseits wollte man einen Fuß in der Technologie für den Einsatz der Kernkraft für kriegerische Zwecke beibehalten.
Man erkennt in dieser Passage die ideologische geprägte, sachlich aber wenig informierte Herangehensweise.
Ja, ich erkenne auch deine ideologischen Beweggründe, aber ich komme nicht dahinter, wie deine Ideologie sich zusammensetzt. Sie wirkt auf mich irrational, was ohnehin ein Kennzeichen der Ideologien ist, denn Österreich hat keine Atomkraftwerke und du bist trotzdem ein Anhänger der Atomkraft. Wie fühlt man sich so als Angehöriger einer Minderheit in Österreich? Ich weiß immerhin die Mehrheit in Deutschland hinter mir.
 
Das hier war noch vor Trumps Amtsantritt und lange vor Trumps und Netanyahus idiotischem Iran-Krieg:
Und das hier ist gerade mal einen Monat nach dem Iran-Krieg:
Manche Wand hat den Aufprall der Köpfe von vielen Ideologen zu spüren bekommen, aber jetzt liegen sie alle vor ihr...
 
Das ist übrigens einer der fünf Energieriesen in Deutschland und weiß, wovon er spricht.
Es könnte aber auch sein, dass er Angst hat, die Entschädigung zurückzahlen zu müssen, die Merkels "Traumkoalition" damals verschuldet hat, indem sie den bereits vereinbarten Atomausstieg rückgängig gemacht hat, um ein halbes Jahr später ihn wieder zu reaktivieren wegen Fukushima.
 
Als es um die Abstimmung für oder gegen Zwentendorf ging fragte ich einen Freund, der als Atomphysiker in Seibersdorf forschte, ob er für oder gegen die Inbetriebnahme ist. Und er sagte mir, bevor wir nicht wissen wie Kernfusion funktioniert, sollten wir die Hände von der Atomenergie lassen...
 
Also keinesfalls den nächsten Schritt wagen, so lange der übernächste Schritt nicht abgeschlossen ist.

Oder anders formuliert: Hände weg von Dingen, die wir nicht vollständig verstanden haben.

Gute Einstellung für eine wissenschaftliche Karriere. 👍
 
Werbung:
Die Kernspaltung ist nun mal nur die Hälfte des Ganzen. Erst wenn man auch die Kernfusion beherrscht, dann beherrscht man das gesamte Spektrum, um sich mit dieser Art der Energiegewinnung abzugeben. Bis dahin hat man nämlich auch Lösungen für den Atommüll gefunden, obwohl man sie vermutlich gar nicht mehr braucht.
Man fängt auch nicht nach der Mittelschule mit dem Studium an, um anschließend das Abitur zu absolvieren.
 
Zurück
Oben