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Tiefschlafbewusstsein

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Das ist so, wie es dasteht, viel zu dünn, um es sinnvoll beantworten zu können. Da müsste man sich einerseits über die verschiedenen Schlafphasen verständigen. Das wäre vielleicht noch relativ einfach, wenn man einräumt, dass das, was die Wissenschaft hierzu ausgegraben hat, für ein Verständnis hinreicht. Nur fehlt da die Innenperspektive.

Diese Perspektive kommt dann mit dem Bewusstsein ins Spiel und da wird's unübersichtlich. Man müsste ein hinreichend genaues Verständnis von 'Bewusstsein' haben und angeben zu können, ob psychische Vorgänge im Tiefschlaf unter diesen Begriff fallen oder eher nicht. Ansonsten kann man sich das passend hindefinieren.

Also ich gehe da einfach von meiner persönlichen direkten Erfahrung aus. Ich kenne nur drei Bewusstseinszustände, 1. das Alltagsbewusstsein, 2. das Traumbewusstsein und 3. die Abwesenheit von Bewusstsein - also den Tiefschlaf. Ich frage mich halt einfach, wo das Bewusstsein ist, wenn es scheinbar weg ist.
 
Ich glaube, dass das stimmt. Guten Stimmen dazu sind Sri Ramana Maharshi, der das beschreibt, aber gleichzeitig sagt, dies sei den höchsten Yogis vorbehalten, der Begriff dafür ist Turiya.
Ken Wilber beschreibt das auch sehr anschaulich.

Ja, wie gesagt, das ist eine der wenigen "esoterischen" Aussagen bei der sich fast alle einig sind. Die Anthroposophie fügt noch hinzu, dass wir nachts mit dem Astralkörper in der Astralwelt sind, wenn sich der physische Körper im Tiefschlaf befindet.
 
Das ist aus meiner Sicht absoluter Quatsch und stimmt nicht. Keine Ahnung, warum es immer noch Menschen gibt, die an spirituelle Erleuchtung glauben. Mir würde schon gefallen, wenn denen ein Licht in ihrer bewussten Realität aufginge. Wie war das noch? „VERRÜCKTE FÜHREN BLINDE.“

Das ist deine subjektive Meinung dazu, was kein Problem ist. Aber ich habe das ja bewusst im Unterforum "Religion Glaube Spirituelles" geposted. Hier ist es ja gefragt, über solche Themen zu sprechen, wenn du das alles für Quatsch hältst kannst du es ja ignorieren.
 
Im Tiefschlaf ist das Unterbewusstsein aktiv und es kann ziemlich interessant sein, welche Bilder es "produziert", sofern man sich daran erinnert. Aber die meisten Menschen erinnern sich nicht oder nur (sehr) selten an ihre Träume und selbst wenn sie es tun, ist es nicht leicht zu verstehen, was diese Bilder bedeuten (könnten) und/oder was das Unterbewusstsein einem dadurch mitteilen wollen könnte. Besonders intensive und vielleicht (immer) wiederkehrende Träume können jedoch ein Hinweis auf unbewusste oder verdrängte Probleme oder Wünsche der Person sein. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, sich an seine Träume zu erinnern und zu versuchen sie zu verstehen, aber das zu können, bedeutet m.E. noch lange nicht, dass es ein Zeichen "spiritueller Erleuchtung" wäre, denn die findet m.M.n. im Bewusstsein statt.

Mir ging es hier eigentlich eher um den traumlosen Tiefschlaf, also die schwarze Leere, die man nur rückblickend dadurch wahrnimmt, dass man spürt, dass Zeit vergangen ist. Übrigens fällt mir dazu noch ein, dass mir schon verschiedene Menschen erzählt haben, dass eine Vollnarkose nochmal etwas ganz anderes ist als der Tiefschlaf. Dort fehlt nämlich genau dieses Gefühl, dass Zeit vergangen ist (ich kann das nicht bestätigen, da ich seit meiner Kindheit keine Vollnarkose mehr hatte und damals habe ich auf so etwas noch nicht geachtet).
 
Mir ging es hier eigentlich eher um den traumlosen Tiefschlaf, also die schwarze Leere, die man nur rückblickend dadurch wahrnimmt, dass man spürt, dass Zeit vergangen ist. Übrigens fällt mir dazu noch ein, dass mir schon verschiedene Menschen erzählt haben, dass eine Vollnarkose nochmal etwas ganz anderes ist als der Tiefschlaf. Dort fehlt nämlich genau dieses Gefühl, dass Zeit vergangen ist (ich kann das nicht bestätigen, da ich seit meiner Kindheit keine Vollnarkose mehr hatte und damals habe ich auf so etwas noch nicht geachtet).
Woher weißt du nach dem Aufwachen, dass du während des gesamten Schlafs nie geträumt hast?
 
Angeblich ist es nicht einmal sonderlich schwierig, sich so etwas anzutrainieren. In meiner Jugend habe ich das sogar versucht und auch erste Erfolge dabei zu erzielt. Es bewirkte dann allerdings nur, dass ich auch jedesmal erwacht bin, wenn ich auf meine Träume reagierte, also ließ ich es wieder sein.

Ich habe mich noch nie gezielt in einen luziden Traum begeben, aber es kommt hin und wieder - sehr selten - vor, dass ein normaler Traum plötzlich luzid wird. Mir wird dann im Traum plötzlich bewusst, dass ich träume - und wenige Sekunden später wache ich dann tatsächlich auf. Das passiert jedes Mal, keine Ahnung wieso.
 
So zumindest die Sicht von außen. Wie sich das von innen ausnimmt, wissen wir nicht.

Ich denke schon, dass Giacomo damit recht hat, dass es Leute gibt, die durch Meditation und andere spirituelle Praktiken ihren Verstand beschädigen und dadurch eventuell sogar in der Psychiatrie landen. Meistens war da vorher schon ein Schaden da, der dann durch diese Praktiken verstärkt wurde. Es gibt aber andererseits sicherlich auch Leute, die spirituell tatsächlich höher entwickelt sind als der Durchschnittsmensch, sich aber durch diese Höherentwicklung nicht mehr an die Gesellschaft anpassen können - diese werden dann zu unrecht für verrückt erklärt. Ich denke es gibt beides.

Ich für meinen Teil halte das 'Herumschrauben' am Verstand für nicht besonders problematisch, solange man keine Drogen zuhilfe nimmt.

Ich denke, dass Halluzinogene wie LSD und Psilocybin durchaus nützlich sein können, um Bewusstseinsforschung zu betreiben, aber natürlich sollte man das nur in einem geschützten Rahmen und mit einem erfahrenen Guide machen, wenn überhaupt, denn das Risiko muss einem natürlich bewusst sein. Der Unterschied zur Meditation ist nämlich, dass bei diesen Drogen garantiert etwas passiert, ob nun etwas Schönes oder Schreckliches steht aber auf einem anderen Blatt.
 
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Woher weißt du nach dem Aufwachen, dass du während des gesamten Schlafs nie geträumt hast?

Ich kann mich direkt nach dem Aufwachen meist gut an meine Träume erinnern, also zumindest an den letzten Traum. Aber ich spüre doch, dass ich die meiste Zeit nicht geträumt habe. Natürlich kann man sagen: Man erinnert sich an die restlichen Träume einfach nicht. Aber das läuft auf genau das selbe hinaus. Eben das fehlende Bewusstsein, und meine Frage: Wo ist das Bewusstsein, wenn es scheinbar nicht da ist?
 
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